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Romani und Sinti feministische Positionen der Bürger*innen- und Menschenrechtsbewegungen: Geschichte, Wissen und Visionen

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 06.02.24 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Fatima Hartmann, Anita Awosusi, Petra Rosenberg,Rosa Gitta Martl und Nicole Sevik. Moderation: Tayo Awosusi- Onutor

In diesem Panel teilen prägende Persönlichkeiten der Romani und Sinti Bürger*innen- und Menschenrechtsbewegungen ihr Wissen und ihre Analysen mit dem Auditorium und kommen miteinander ins Gespräch. Wie entstand und entwickelte sich die politische Selbstbehauptung von Sinti*zze und Rom*nja in Deutschland? Wie organisierte sich der Widerstand gegen den fortdauernden gesellschaftlichen Ausschluss, die Leugnung des NS-Völkermords nach 1945? Welche Rolle spiel(t)en Frauen* und feministische Perspektiven in den Bewegungen? Wie blicken sie auf das Generationenverhältnis und welche Visionen haben sie für eine gerechtere Zukunft?

Anita Awosusi ist 1956 geboren. Ihre Eltern sind Überlebende des Porajmos (Holocaust). Seit Mitte der 80er Jahre setzt sie sich für die Rechte der Sinti und Roma ein. Seit den 90er Jahren publiziert sie als Autorin u.a. zur Erinnerungskultur des Porajmos. Sie war Leiterin des Referates Dialog sowie Vorstandsmitglied des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

Petra Rosenberg ist Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. Sie ist Diplom-Pädagogin und hält regelmäßig Vorträge und Lesungen zur Geschichte und Verfolgung der Sinti und Roma.

Fatima Hartmann war ehemals Redakteurin der Romani Zeitschrift Jek Chib. In den 1990er Jahren engagierte sie sich im Rom e.V. Sie war Teil der Protestbewegungen für Aufenthaltsrechte von Roma und organisierte eine große Roma- Frauenkonferenz mit.

Rosa Gitta Marti ist 1946 in Linz geboren, ihre Eltern überlebten die Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück. Sie ist Autorin und Begründerin des Vereins „Ketani“. Ihre Tochter Nicole Sevik leitete den Verein und begleitet als Guide die Gedenkstätte Mauthausen. Aktuell ist sie Leiterin eines Leseprojektes.

Tayo Awosusi-Onutor ist Vorstandsmitglied von RomaniPhen e.V. und Mitglied der IniRromnja. Sie beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Geschichte und Bürgerrechtsbewegung.

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UniRomnja: Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)

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Die internationale Ringvorlesung findet an der Humboldt-Universität (Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Hauptgebäude, Hörsaal 1072) in der Zeit vom 17.10.2023 – 13.02.2024 statt. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Die Ringvorlesung „UniRomnja“ ist die erste, die ein Thema in den Mittelpunkt rückt, das im wissenschaftlichen, politischen und öffentlichen Mainstream kaum oder sehr verzerrt präsent ist: feministische Bewegungen innerhalb der Communitys von Sinti*zze und Rom*nja Europas. Romnja* und Sintizze* werden in der dominanzkulturellen Zuschreibung gemeinhin ausschließlich in der Opferposition wahrgenommen und beschrieben, Fragen von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie Geschlechtergerechtigkeit, Gewalt und männlicher Vorherrschaft oftmals in kulturalisierende Dimensionen verschoben.

Die Vortragsreihe nimmt eine dezidiert andere Perspektive ein und ermöglicht Einblicke in feministische nationale und transnationale Forschungen, Bewegungen und Netzwerke. Das Programm präsentiert eine Bandbreite historischer und aktueller Arbeiten zu Feminismus und feministischen Forschungsthemen aus Romani und Sinti Perspektiven. Renommierte Forscherinnen* deutscher, europäischer und US-amerikanischer Universitäten präsentieren ihre Arbeiten. Ergänzt werden die Vorträge durch Roundtable-Gespräche mit Wissenschaftlerinnen*, Bürgerrechtlerinnen* und Aktivistinnen*, in denen sowohl historische als auch aktuelle Fragen Romani und Sinti feministischer Bewegungen aufgegriffen und diskutiert werden.

Diese Öffentliche Ringvorlesung bündelt das Wissen, die akademische wie auch zivilgesellschaftliche Arbeit von Romnja* und Sintizze*, macht sie zugänglich, sichtbar und diskutierbar. Um möglichst viele Barrieren abzubauen, werden die einzelnen Veranstaltungen gestreamt und simultane Englisch-Deutsch-Übersetzungen sowie Schriftdolmetschen angeboten..

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Antiziganismus erkennen und begegnen

Multiplikator:innenschulung für pädagogische Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit am 21.Oktober 2023, 18. November 2023, 20. Januar 2024 und 24. Februar 2024 in der Landeszentrale für politische Bildung, Außenstelle Heidelberg, Plöck 22, 69117 Heidelberg
In Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bieten im Wintersemester 2023/2024 eine gemeinsame Weiterbildung zur Prävention von Antiziganismus für Multiplikator:innen an. In der Seminarreihe „Antiziganismus erkennen und begegnen“ setzen sich die Teilnehmenden mit Rassismus und institutioneller Diskriminierung im Allgemeinen, Antiziganismus im Besonderen sowie der eigenen Berufsrolle auseinander. Zielgruppe der Weiterbildungsmaßnahme sind pädagogische Fachkräfte aus Schulen, Hochschulen und anderen Einrichtungen der Jugend- und Bildungsarbeit, Akteur:innen der außerschulischen politischen Bildung sowie Studierende aus pädagogischen Studiengängen, die im eigenen beruflichen und privaten Alltag Diskriminierungen von Sinti:ze und Rom:nja erkennen und ihnen kompetent und sicher begegnen möchten. Die Weiterbildung wird zwischen Oktober 2023 und Februar 2024 in Präsenz an vier Terminen in Mannheim und Heidelberg stattfinden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen sind bis zum 17. September 2023 möglich.

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Ausstellungseröffnung Kü-Re #1

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Dienstag 05.12.2023, 18:00 Uhr, Rathaus Heidelberg, Heiliggeiststraße 1, 69117 Heidelberg

Eine Ausstellung der ersten Künstler*innen des 2022 ins Leben gerufenen Residenzprogramms „Sinti* und Roma* Kunst im Kontext“. Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und das Goethe-Institut Mannheim zeigen vom 6.12. – 29.12.2023 die während ihrer Residenzzeit entstandenen Werke von Natali Tomenko, Valérie Leray und Alfred Ullrich im Heidelberger Rathaus.

Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag, den 5. Dezember um 18:00 Uhr im Rathaus Heidelberg statt. Nach kurzen Grußworten von Seiten der Gastgeber*innen, wird es ein moderiertes Gespräch mit den Künstler*innen der Ausstellung geben.

Die Kunstwerke, Fotografien und skulpturale Installation von Natali Tomenko, Valérie Leray und Alfred Ullrich setzen sich intensiv mit aktuellen Themen wie Erinnerungskultur, Aktivismus, Kampf gegen Rassismus und Antiziganismus sowie Widerstand durch Kunst auseinander.

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Antiziganismus in Kiel im 20. Jahrhundert: Erscheinungsformen, Besonderheiten, Handlungsansätze

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11. Dezember 2023, 17:00 – 20:00, Ratssitzungssaal, Altes Rathaus, Fleethörn 9, 24103 Kiel

Grußworte von

Dr. Cebel Kücükkaraca, Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V.

Matthäus Weiß, Landesvorsitzender, Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. – Landesverband Schleswig-Holstein

Gerwin Stöcken, Stadtrat für Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport Landeshauptstadt Kiel

Victoria Ladyshenski Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinde in Kiel und Region e. V.

Vortrag von Berry Paskowski, Stellvertretender Landesvorsitzender, Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. – Landesverband Schleswig-Holstein

Podiumsgespräch mit Matthäus Weiß, Berry Paskowski, Victoria Ladyshenski, Gerwin Stöcken und Dr. Cebel Küçükkaraca

Moderation: Dr. Karin Haug

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Romani Feminist Frontlines: Amplifying Voices, Shaping Futures

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 12.12.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Alba Hernández

This study delves into the realm of Romani feminist activism, shedding light on the robust influence of Romani women across diverse locations. By providing a platform for Romani feminists to express themselves, this research seeks to counter balance the prevalent non-Roma perspective. Furthermore, itscrutinizes how the insights shared by these Romani feminists can exert meaningful influence on European and national policies, aiming to foster improved conditions for Romani women. Through this comprehensive analysis, the study advocates for the proactive integration of Romani feminist voices to stimulate a more equitable and just societal trajectory.
Alba Hernandez, a Romnja feminist activist from Spain, holds a background in social work and has dedicated years to working closely with marginalized communities, particularly Roma. She embarked on her academic journey with an MA in Gender Studies and Law, cultivating a profound understanding of women’s rights through a juridical and intersectional lens. Alba’s pursuit of knowledge led to a second MA, specializing in Critical Gender Studies with a focus on Critical Romani Studies at Central European University. Her academic endeavors mirror her commitment to amplifying marginalized voices and driving positive change, highlighted by her MA Thesis: „A Comparative Analysis: Exploring Parallels and Intersections between Romani Feminist Knowledge Production and Roma National Frameworks (2005-2018) with a Focus on Gender Equality and Discrimination Affecting Romani Women.“ Alongside her studies, Alba co-founded the Feminist Collective of Romani Gender Experts on an international level, showcasing her dedication to Roma women’s rights.

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Antiziganismus und Queerfeindlichkeit – intersektionale Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Diskriminierung

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Einführung in gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus

Fr., 13.12. 18:00 – So., 15.12.2024 14:00, Akademie Waldschlösschen, Bildungs- und Tagungshaus, 37130 Gleichen-Reinhausen bei Göttingen

Antiziganismus wird der spezifische Rassismus genannt, der sich vor allem gegen Sinti*zze und Rom*nja richtet. Er hat in Deutschland und Europa eine lange Geschichte und fand seinen furchtbaren Höhepunkt im nationalsozialistischen Völkermord, dessen Anerkennung und Aufarbeitung erst durch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma erkämpft werden musste.

Antiziganismus ist bis heute weit verbreitet und hat massive negative Auswirkungen auf Betroffene. Die zugrundeliegenden Stereotype werden dabei ebenso wie die diskriminierenden Praktiken häufig nicht erkannt und gesellschaftlich zu wenig geächtet.

Im Rahmen des Seminars werden historische und gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus thematisiert. Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für Gegenstrategien aufgezeigt werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kompetenznetzwerk zum Abbau von Homosexuellen- und Transfeindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ statt in Kooperation mit dem „Bildungsforum gegen Antiziganismus“ als Teil des Kompetenznetzwerks im Themenfeld Antiziganismus statt.

Referent*innen, Team Bildungsforum gegen Antiziganismus, Berlin
Silas Kropf, Freiberuflicher Referent für Bildung & zivilgesellschaftliches Engagement
Kevin Rosenberger Pädagogische Leitung

Nummer: 4202
Standardtarif: 285 €
zzgl. Unterkunft und Verpflegung (ggf.): 0 bis 24 €; Unterkunft im Doppelzimmer und Verpflegung sind inklusive.

Es steht ein begrenztes Kontingent an Einzelzimmern gegen einen Aufpreis von 12 € pro Nacht zur Verfügung

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Django

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Filmreihe gegen Antiziganismus am Montag, 18. Dezember 2023, 19:00 Uhr im Karlstorkino Südstadt, Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg

Frankreich 2017 | Regie: Etienne Comar | 113 Min. | Spielfilm

Frankreich 1943, zur Zeit der deutschen Besatzung. Jeden Abend begeistert der Gitarrist und Komponist Django Reinhardt mit seinem Gypsy Swing die Pariser Zuhörer, eine Musik voller Lebenslust und Witz. Während viele andere Sinti aus rassischen Motiven verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht werden, wiegt sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit. Bis ihn Vertreter des NS-Propagandaapparats auffordern, auf Tournee nach Deutschland zu gehen, um gegen die US-amerikanische „Negermusik“ anzuspielen. Django Reinhardt weigert sich. Eine Pariser Verehrerin hilft ihm, seiner schwangeren Frau und seiner Mutter unterzutauchen und in ein Dorf in der Nähe der Schweizer Grenze zu gelangen. Als er mit Frau und Mutter über den Genfer See zu kommen versucht, sind ihm die Nazis dicht auf den Fersen.

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The Plight of Roma and Sinti Women: Sexual Violence during World War II in Occupied Poland

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 19.12.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Justyna Matkowska

Dr. Matkowska’s upcoming lecture will bring attention to the often overlooked subject of sexual violence against Sinti and Roma women in occupied Poland during World War II. Dr. Matkowska will shed light on the harmful and traumatic experiences of sexual abuse and violence endured by Romani women. Dr. Matkowska will also address the challenges faced by Romani women, stemming from both persecution and the historical exoticization and sexualization of their identity in European society since the 18th century. Her study delves into the agency and victimization of Romani women at the hands of oppressors during World War II.
Dr. Justyna Matkowska is a Roma scholar, educator, and activist from Poland. She earned her Ph.D. from the University of Wroclaw and holds an MA in Literary Studies from the same university. Dr. Matkowska also completed the Postgraduate Romani Studies Program at the Pedagogical University of Krakow in Poland and holds an MBA degree from the Collegium Humanum – Warsaw Management University. Dr. Matkowska’s research focuses on the Holocaust of Roma and Sinti, Roma feminism, as well as anthropology, race and ethnicity, cultural memory, and the representation of Romani people.
Throughout her professional career, Dr. Matkowska has made significant contributions to academia and government, advocating for Roma rights, minority rights, equal education, and combating antigypsyism and discrimination. With her extensive expertise and deep understanding of these issues, she remains steadfast in her commitment to shedding light on these critical issues and leading positive social change.

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Revisiting Re-envisioning Social Justice Twenty Years Later: Do We Finally See and Hear Romani Women?

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 09.01.24 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Alexandra Oprea

It has been twenty years since Re-envisioning Social Justice from the Ground-Up: Including the Experiences of Romani Women was published. In that paper,I looked at the situation of Romani women using the Critical Race Theory tools bestowed upon me by my mentor, Kimberle Crenshaw. In this lecture, I will dust off my toolbox once more in order to examine how the article has influenced discourses, how intersectionality has otherwise shaped Romani discourses in Europe, and ultimately begin to answer the question of whether we see and hear Romani women.

Alexandra Oprea is a Romanian Romani attorney, author, and activist. Over fifteen years ago, under the tutelage of Kimberlé Crenshaw at both Columbia University and UCLA School of Law, Alexandra pioneered the application of intersectionality theory to Romani women and through a series of articles articulated the gendered dimensions of Romani civil and human rights struggles. Oprea was instrumental in creating some of the “historic firsts” for Romani women’s representation in the global arena, most notably through her written and oral advocacy at the 49th Session (2005) of the UN Commission on the Status of Women, where she called for an intersectional approach to collecting race and gender statistics in order to gain insight into the barriers facing Romani and other minority women. Her advocacy and articles are credited as helping to pave the way for the European Parliament’s historic first report on the “Situation of Roma Women in the European Union.”

Oprea received a B.A. from Vassar College, an M.A. from Columbia University, School of International and Public Affairs, and a J.D. from the UCLA School of Law, where she studied Critical Race Theory, was a Senior Editor on the UCLA Law Review (Volume 57), and founded the Womxn of Color Collective (2008), which remains a thriving campus organization today.

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The Roma Woman: From Stigmatization to Affirmation. Stories about the Struggle to Exist throughout History

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 16.01.24 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Luiza Medeleanu

What and how much do we know about Roma women and Roma in general and what are our sources of information when it comes to Roma? What kind of representations of the Roma woman do we find in the public space?

This research aims to investigate how this contradictory image of the Roma woman was built and if these images reflect the identity of the Roma woman, or rather a false image based on a perception that has been generated, mostly, by people who are not part of the Roma community. Moreover, It discusses the impact of these representations on the identity of Roma women and how they affect their relationships with others and society’s perception of them.

At the same time, It presents other perspectives of Roma women that do not fit into the figure as she is perceived in the collective mind, contributing to the building of a balanced image that actual Roma women identify with and which resonates with them.

Luiza Medeleanu follows an European PhD in Cultural Studies at Center of Excellence in Image Study (CESI), University of Bucharest in collaboration with Central European University Budapest (CEU) and L’École des hautes études en sciences sociales (EHESS), Paris. Her doctoral thesis treats the image of Roma in mainstream series related with the ethics of fictionality and cultural identity. Currently she is Assistant Professor Associate at the Faculty of Foreign Languages and Literatures, University of Bucharest, the Romani department, where she teaches Romani Culture and Literature.

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Antiziganismus – Der akzeptierte Rassismus

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22. Januar 2024 um 19:30 Uhr, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg; Eintritt frei

Auch, wenn nur wenige wissen, was Antiziganismus bedeutet, ist er weit verbreitet. Er bezeichnet eine Form des Rassismus, die sich gegen Sinti und Roma richtet. Durch stigmatisierende Zuschreibungen wie ihr Lebensstil vermeintlich wäre, erfahren sie beispielsweise Ablehnung bei der Wohnungssuche. Bereits seit der Kindheit sind Sinti und Roma auch oft Diskriminierung im Bildungswesen ausgesetzt, wo ihre Leistung schlechter bewertet oder Mobbing durch Mitschüler*innen nicht ernst genommen wird. Es existieren darüber hinaus aber auch viele Stereotype und Vorurteile über Sinti und Roma als Personen selbst, die wenig beleuchtet werden.

David Rosenberg ist am Montag, den 22.01. im DemoZ Ludwigsburg zu Gast um über Antiziganismus und seine Auswirkung aufzuklären. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Herr Rosenberg vertritt das Projekt „Bildungsbotschafter*innen gegen Antiziganismus“ des Landesrat deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V.. Ziel ist es durch Qualifizierung und Empowernment von insbesondere Studierenden über aktuelle Erscheinungsformen von Antiziganismus zu informieren und antiziganistische Narrative aufzubrechen.

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Romnja Feminismus: Politisierung der Biographie als Ermächtigungsstrategie und Rassismuskritik

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 23.01.24 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Elizabeta Jonuz

Vor allem feministische Rom:nja und Sinti:ze, wie Prof. Ceija Stojka (1933–2013), Melanie Spitta (1946-2005), Hildegard Lagrenne (1921– 2007) oder Philomena Franz (1922-2022), um nur einige wenige der Überlebenden des staatlich organisierten Völkermordes zu nennen, offenbaren eine Politisierung ihrer Biographen. Sie schrieben Bücher, drehten Dokumentarfilme und hielten Reden und Vorträge zu Rassismen gegen Rom:nja und Sinti:ze. Die Nachfolgegenerationen feministischer Rom:nja und Sinti:ze, wie Anita Awosusi (1956), Fatima Hartmann Michollek (1959) oder Petra Rosenberg (1952) gründeten u.a. Selbstorganisationen, um gesellschaftliche Missstände, wie ungleicher Zugang zu Ressourcen, Verweigerung sozialer und politischer Macht und Teilhabe sowie alltäglicher und struktureller Rassismen anzuklagen. Politisierung der Biographie als Ermächtigungsstrategie und Rassismuskritik wird heute von jungen feministische Rom:nja und Sinti:zze betrieben. Die zentralen Forderungen und Inhalte der Arbeit sind die Bekämpfung von Rassismus, Sexismus und Diskriminierung von Sintize und Romnja und die Durchsetzung von Frauen und Partizipationsrechten. Doch zu fragen ist u.a.: Auf welche dominanzgesellschaftlichen Rassismen stoßen feministische Rom:nja und Sinti:zze heute? Welcher dominanzgesellschaftliche Preis wird feministischen Romnja und Sintizze abverlangt? Und, wie kann Romnja Feminismus mit einer eigenen Grammatik gelebt und praktiziert werden?

Prof. Dr. Elizabeta Jonuz ist Erzieherin, Diplom-Sozialpädagogin und Professorin für Migration und Internationales an der Hochschule Hannover. Sie war u.a. beteiligt an der Organisation des Kongresses „Upre Romnja“ in Köln (internationaler Kongress von Rom*nja und Sinti*zze, 1996) und Mitredakteurin der „Jekh Chib“, Materialien zur Situation der Roma in der BRD: Roma- Frauen in Bewegung. Gemeinsam mit Jane Weiß veröffentlichte sie 2020 die Studie „(Un-)Sichtbare Erfolge. Bildungswege von Romnja und Sintize in Deutschland“, Wiesbaden: Springer VS.

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Ede und Unku – die wahre Geschichte

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Lesung mit Musik zum Holocaustgedenktag am 27.01.2024, 17:00 – 19:00 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Der Name Unku ist insbesondere vielen Menschen aus Ostdeutschland noch ein Begriff. Denn das Buch „Ede und Unku“, das die kommunistische Schriftstellerin Grete Weiskopf 1931 verfasst hat, war in der DDR Pflichtlektüre.

Doch heute findet sich das Werk in keinem Lehrplan mehr, und auch das Schicksal von Unku und ihrer Familie ist fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Dabei haben der Arbeiterjunge Ede und das Sinti-Mädchen Unku wirklich gelebt. Der Musiker Janko Lauenberger hat sich gemeinsam mit der Journalistin Juliane Grimm-von Wedemeyer auf Spurensuche begeben, um das Schicksal seiner Verwandten zu rekonstruieren. Unku, ihr deutscher Name war Erna Lauenburger, war seine Urgroßcousine und wurde 1944 in Auschwitz von den Nazis ermordet – zusammen mit dem Großteil ihrer Familie. Nun erzählt er die wahre Geschichte von Unku und gleichzeitig auch seine Geschichte als Sinto in der DDR sowie im wiedervereinigten Deutschland.

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Roma Feminism and Decolonial Thought: An Intersectional Exploration

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 30.01.24 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Sebijan Fejzula

This lecture delves into the intersection of Romnja Feminism and decolonial thought, two critical frameworks that have emerged to challenge dominant power structures and advocate for social justice.

Romani and Sinti Feminism, rooted in their situated experiences across Europe, emphasizes the need to address both gender and race discrimination within the society at large. Decolonial thought, on the other hand, confronts the enduring effects of colonialism, seeking to deconstruct colonial narratives, restore marginalized voices, and reimagine more equitable futures. This lecture examines how these two frameworks intersect and mutually inform one another, leading to a deeper understanding of the complexities of oppression, identity, and resistance. By exploring the ways in which Romnja feminists engage with decolonial thought, we gain insights into their strategies for challenging not only patriarchy but also the Eurocentric narratives that perpetuate their marginalization. This analysis contributes to ongoing dialogues about intersectionality, liberation, and the dismantling of oppressive systems, highlighting the transformative potential of combining Romani and Sinti feminism and decolonial thought in the pursuit of a more just and inclusive world.

Sebijan Fejzula serves as a researcher at the Centre for Social Studies and concurrently pursues a Ph.D. in Human Rights in Contemporary Society at the University of Coimbra. She assumes the role of co-editor for the book titled „State Racism: A Collective View from the Perspective of Autonomy and Racial Justice“ (2023) and boasts authorship of several articles, including: „De-Whitening of Romani Women’s Intersectional Experience“ (forthcoming); „Anti-Roma Racism, Social Work, and the White Civilisatory Mission“ (2022); among others. Furthermore, Sebijan stands as a co-founding member of Kale Amenge (Roma for Ourselves), an independent anti-racist Roma political organization dedicated to advancing the collective emancipation of the Roma people and the establishment of Roma political autonomy.

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Sinti und Romani feministische Positionen der Gegenwart: Wissen, Kämpfe und Visionen

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 13.02.24 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Hajdi Barz, Svetlana Kostić, Amdrita Jakupi, Sandra Selimović; Moderation: Roxanna Witt

Dieses Panel thematisiert die gegenwärtigen Fragen Romani und Sinti queer_feministischer Positionen. Seit vielen Jahren in diesem Bereich aktive Persönlichkeiten sind eingeladen, ihr Wissen und ihre Analysen zu teilen und miteinander ins Gespräch zu gehen. Welche politisch-aktivistische Bewegungen gibt es in diesem Bereich? Welche Themen und Interventionsformen sind präsent? Welchen Widerständen begegnen sie? Was verbindet sie mit der Geschichte der Sinti und Romani Bürger*innen- und Menschenrechtsbewegungen? Welche Wünsche und Visionen haben sie für eine gerechtere Zukunft?

Amdrita Jakupi ist systemische Traumatherapeutin und psychologische Beraterin. Sie arbeitetet mit geflüchteten und traumatisierten Frauen*. Amdrita mitbegründet den gemeinnützigen Verein save space e.V. in Köln. Eine Plattform mit Fokus auf Intersektionalität, Inklusion, Empowerment, traumainformierter Bildungs- und Heilungsarbeit.

Hajdi Barz ist langjähriges Mitglied der IniRromnja und im RomaniPhen e.V. Sie beschäftigt sich wissenschaffend mit den Themen Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja, feministisches Empowerment, Selbstorganisierung und rassismuskritische Didaktik und Standards.

Roxanna-Lorraine Witt ist Vorsitzende und Mitgründerin von save space e.V. Sie organisiert u.a. die Durchführung des Kulturfestivals der Sinti:zze und Rom:nja Djelem Djelem Festival in Dortmund. Sie arbeitet u.a. zu den Schwerpunkten Kultur, Sprache, Digitalisierung, Rassismusprävention und psychischer Gesundheit.

Sandra Selimović ist Schauspielerin, Regisseurin, Rapperin und Aktivistin.In ihren Produktionen und Aktivismus setzt sie sich mit Rassismus, Sexismus, Identität, Feminismus und Ausgrenzung auseinander und durchbricht das stereotype Bild und die Klischees der Roma.

Svetlana Kostić hat Soziale Arbeit studiert und ist Teil der IniRomnja und im Vorstand von RomaniPhen e.V.. Außerdem ist sie die Projektleitung des Romnja Power (Main-)streaming Projekts.

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Vergangene Termine

Antiziganismus- und Antisemitismusforschung im Dialog

Podiumsdiskussion am Freitag, 8.12.2023, 18.00-19.30 Uhr in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, Lesesaal –

ACHTUNG: muss wegen Erkrankung von Frau Dr. Körber verschoben werden!!

Im Gespräch: Dr. Karen Körber (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg) und Dr. Frank Reuter (Forschungsstelle Antiziganismus, Heidelberg)
Begrüßung: PD Dr. Yvonne Robel (FZH/GfA), Anna-Sophie Schönfelder (GfA)
Moderation: Dr. Pavel Brunssen (GfA)
Die Gegenwart zeigt, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Formen des Antiziganismus und Antisemitismus nicht immer selbstverständlich, aber notwendig ist. Welche
Schwerpunkte setzen Forschungen dazu derzeit? Wie haben sich ihre Rahmenbedingungen verändert? Wer spricht dabei über, für oder mit wem?

Die Podiumsdiskussion zielt darauf ab, nach Gemeinsamkeiten, Unterschieden sowie Wechselwirkungen zwischen Antiziganismus- und Antisemitismusforschungen zu fragen. Diskutiert wird, inwiefern sie auf eine getrennte oder gemeinsame Geschichte zurückblicken und wie sie in Zukunft gegenseitig voneinander profitieren können. Dabei kommen auch ihre jeweiligen Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zur Sprache.

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Herbstreffens der Gesellschaft für Antiziganismusforschung (GfA) in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in
Hamburg (FZH) statt und ist sowohl vor Ort als auch live im Internet zu verfolgen:
https://uni-hamburg.zoom.us/j/64585066647?pwd=MkJXQXI2Q1hodGd0RTVHS1A2NUVFQT09

Rückfragen an: PD Dr. Yvonne Robel, Forschungsstelle für Zeitgeschichte, robel@zeitgeschichte-hamburg.de

BESTANDSAUFNAHME ÜBER DEN KAMPF GEGEN ANTIZIGANISMUS AN HOCHSCHULEN UND UNIVERSITÄTEN

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08.12.2023 bis 09.12.2023 (17:00 Uhr bis 17:00 Uhr), Evang. Tagungsstätte Hofgeismar, 34369 Hofgeismar

Im Workshop werden zur Vorbereitung einer bundesweit angelegten Erhebung im Rahmen des gleichnamigen und von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes geförderten Forschungsprojektes an der Universität Vechta die aufgrund ihrer einschlägigen Expertise eingeladenen Teilnehmenden methodische und konzeptionelle Bedarfe der Antidiskriminierungsarbeit an Hochschulen und Universitäten diskutieren und so an der Identifikation und Weiterentwicklung geeigneter empirischer Instrumente mitwirken sowie insbesondere für die forschungsethischen Herausforderungen im Themenfeld sensibilisieren.

Projekthomepage https://www.uni-vechta.de/antiziganismus

Ansprechpartner: Susanne Ellrich
Evangelische Akademie Hofgeismar
Gesundbrunnen 11, 34369 Hofgeismar
Tel.: (05671) 881-108 (08:30 – 13:30 Uhr)
E-Mail: susanne.ellrich@ekkw.de

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Anti-Roma Racism: History, Pillars, Legacies, Present-Day Manifestations. An Intersectional Approach

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 05.12.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Margareta (Magda) Matache

Across time and political regimes, European sovereigns, States, and other powerholders have habitually pushed Roma people into and as an absolute periphery, trapping our communities between the politics of ‘must die’ and ‘let die.’ Moreover, during war and peace, the bodies of Roma women and girls have become the targets of specific forms of structural, symbolic, and interpersonal violence. In EU countries with large Roma populations, Roma women live 11 years less than their non-Roma counterparts (FRA, 2021). Largely, structuralracism continues to harm Roma people’s health and well-being severely.

In this lecture, I will examine several manifestations of anti-Roma racism that seem unrelated, disparate, sporadic, isolated, or even chaotic yet form the parts of a steady structure of oppression. I will also explore the bond between structural racism and other systems of oppression and engage with the global scholarly literature on racism, racialization, and reparations through a Roma lens, suggesting possible ways towards reparations, anti-racism, and solidarity.

Dr. Margareta (Magda) Matache is a Lecturer on Social and Behavioral Sciences at the Department of Social and Behavioral Sciences, Harvard T.H. Chan School of Public Health, and the co-founder and Director of the Roma Program at the FXB Center for Health and Human Rights, Harvard University. She is also a member of the O’Neill-Lancet Commission on Racism, Structural Discrimination and Global Health.Dr. Matache’s research and teaching focus on the manifestations and impacts of racism and other systems of oppression in different geographical and political contexts. Her research examines discrimination, reparations, social determinants of health—including education and social and economic disparities—and their nexus with the historical past and contemporary public policies, with a particular focus on anti-Roma racism.

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Kafana Lab: Alle bleiben! Roma* in Deutschland

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Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstraße 227, 10178 Berlin

Diskussion und Konzert • Grüner Salon, Podiumsdiskussion: 19.30 Uhr, Rap-Konzert: 21.00 Uhr

Roma* leben seit 1.000 Jahren in Europa. Doch ihre Geschichte ist eine der Verfolgung und des Ausschlusses aus der Gesellschaft. Trotz wichtigen Beiträgen von Roma* zu den europäischen Kulturen, Wirtschaftssystemen und nicht zuletzt Politiken manifestieren sich bis in die Gegenwart Diskriminierung und Rassismus in vielfältigen Formen – quer durch Europa und auch in Deutschland.

Seit mehr als 30 Jahren fliehen Roma* vor Krieg, Verfolgung und systematischer Diskriminierung nach Deutschland. Abschiebungen finden regelmäßig statt: Die meisten Betroffenen sind Menschen, die bereits in den 1990er Jahren vor den Jugoslawienkriegen flüchteten und in einem System von Kettenduldungen mittlerweile in zweiter Generation ohne permanentes Bleiberecht leben, sowie Menschen, die aus Moldau fliehen, wo durch den strukturellen Antiziganismus in menschenunwürdige Lebensbedingungen gezwungen werden. Doch anstatt seiner historischen Verantwortung der Roma-Minderheit gegenüber gerecht zu werden, schottet sich Deutschland weiter ab und plant aktuell, neben den Westbalkanländern auch Moldau zum „sicheren Herkunftsland“ zu erklären.

Bei der letzten Veranstaltung der „Kafana Lab“ Reihe beschäftigen wir uns mit der Situation, in der Roma* in Europa leben, mit ihren Flucht- und Migrationsursachen und mit der aktuellen Lage in Deutschland. Das Roma Center / Roma Antidiscrimination Network beschreibt die Lage aus seiner langjährigen praktischen Erfahrung mit geflüchteten Roma* und seinen vielen Recherchereisen in verschiedene Länder. Im Anschluss an die Präsentation kommen wir mit dem Publikum ins Gespräch, gestärkt wie immer mit einem frisch aufgebrühten Mokka-Kaffee und einem Sliwowitz-Schnaps.

Im Anschluss Rap-Konzert von:

Kefaet Prizreni aka Romanimus Pryme – Klasse X (Essen)
Selamet Prizreni aka GIP5Y – DZA (Essen)
Kastro Microphone Master (Niš, Serbien)

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Rassismus und Antiziganismus in der Jugendarbeit

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Tagung am 01.12.2023 – 16:00 bis 18:30 Uhr, Hansehaus, Papenmarkt 2, 32423 Minden

Diese Tagung dient als Plattform für Fachleute, Praktiker und Praktikerinnen sowie Aktivistinnen und Aktivisten, um gemeinsam Herausforderungen im Zusammenhang mit Rassismus und Antiziganismus in der Jugendarbeit zu erörtern und Lösungsansätze zu entwickeln.

Anmeldefrist: 5. November 2023

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Intervene! Ein Workshop zur Erarbeitung von Interventionen zur Erinnerung an Sinti* und Roma*

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30. November 2023, Gedenkstätte Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

Die Gedenkstätte Sachsenhausen und das Bildungsforum gegen Antiziganismus laden Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen & politische Bildner*innen, die sich für die Erinnerung an die NS-Verbrechen an den Sinti* und Roma* und gegen Antiziganismus in der Gegenwart engagieren, ein, in den Ausstellungen und auf dem Gelände der Gedenkstätte mit ihren Gedanken und Positionen zu intervenieren.

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird an unterschiedlichen Orten an die Verfolgung der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus erinnert. Im Rahmen von zwei Workshops in der Gedenkstätte und darauf aufbauenden Online-Treffen wollen wir uns mit diesen Orten auseinandersetzen und Interventionen entwickeln. Die Workshops sehen wir als wortwörtliche Werkstätten an, in denen wir miteinander diskutieren und das gemeinschaftliche Ausstellungsmachen ausprobieren. Wir fragen uns: Wie könnten Ausstellungen in der Zukunft aussehen, wenn sie gemeinsam von Menschen mit vielfältigen Expertisen gestaltet werden? Die Interventionen sollen neue Perspektiven in die Gedenkstätte bringen und Diskussionswürdiges sichtbar machen. Gibt es Orte oder Objekte, die besondere Aufmerksamkeit verdienen? Wo lassen sich Bezüge zur Gegenwart, zum Beispiel zu gegenwärtigem Antiziganismus, herstellen? Wie sieht der Umgang mit Exponaten aus, die direkter Ausdruck der antiziganistischen Verfolgungspraxis sind?

Die Interventionen – die ganz unterschiedliche Gestalt annehmen können – werden am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus des Landes Brandenburg am 29. Januar 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Projekt wird gefödert von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung

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Antiziganismus – Ursachen, Erscheinungsformen und Gegenstrategien

Extern, Karin Cudak

Vortrag am Mittwoch, 29.11.2023 // 19 Uhr im LiZe // Dahlienweg 2a, 93053 Regensburg

Stereotype Bilder über Sinti und Roma existieren seit Jahrhunderten und sind auch nach dem NS-Völkermord kaum tabuisiert. In der Gegenwart zeigt sich der Antiziganismus über mediale Hetzkampagnen und anhand von Einstellungsbefragungen. Weniger offen, aber mit erheblichen Konsequenzen für Betroffene, wirken institutionelle Mechanismen, die unerwünschte Zuwanderung unterbinden und sozialrechtliche Ausschlüsse legitimieren sollen.

Obwohl in den letzten Jahren ein gestiegenes Interesse an der Thematisierung des Rassismus gegen Sinti und Roma zu beobachten ist, fristen politische Interventionen seiner Bekämpfung noch ein Schattendasein. Der Vortrag des Sinti Kultur- und Bildungsvereins Ingolstadt möchte das ändern und dazu auffordern, sich gegen jeden Antiziganismus zu stellen.

Referenten: Roberto Paskowski & Thomas Höhne

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A Place for Roma Feminism

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 28.11.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Carmen Gheorghe

The lecture will address the rise of visibility of Roma feminism in different contexts and movements when producing knowledge in research, activism, art and culture. Intersectionality, thus desirable in social movements is still a theory and not a way of acting. I will analyse different models of Roma women’s strategies to understand where is their place or a new feminism is emerging.
Dr. Carmen Gheorghe is a roma feminist, activist and scholar from Romania. She has been engaged in civil society for the last 21 years and her main work was focused on roma women and girls rights through grassroots work, community development, gender issues, intersectionality, politics of identity and reproductive justice. She is the co-founder of E-Romnja Association, a roma feminist ngo in Romania. Since 2018 she developed an academic course on roma feminism and politics of identity.

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Revision

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Film am 27. November 2023, 19:00 Uhr im Karlstorkino Südstadt, Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg; Deutschland 2012 | Regie: Philip Scheffner | 106 Min. | Dokumentarfilm

1992 werden zwei Menschen auf einem Feld nahe der deutsch-polnischen Grenze erschossen. Die Umstände, die zum Tod von Grigore Velcu und Eudache Calderar führten, wurden bis heute nicht aufgeklärt. Offiziell handelte es sich um einen Jagdunfall, eine tragische Verwechslung mit Wildschweinen. Zu einer Verurteilung der Jäger kam es nie, der sich über Jahre schleppende Prozess, in dem entscheidende Fragen nicht verfolgt wurden, endete mit einem Freispruch. Mit ‚Revision‘ wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer europäischen Geschichte ergibt.

Der Film wird gezeigt im Rahmen des Projektes MEDIALE ANTIZIGANISMEN ERFORSCHEN – LEHRKRÄFTE SENSIBILISIEREN, koordiniert durch die Universität Heidelberg und  die Pädagogische Hochschule Heidelberg, um basierend auf den Ergebnissen einer interdisziplinären Medienanalyse zu Antiziganismus digitale Bildungsmaterialien für eine antiziganismus- und rassismuskritische Lehrkräftebildung zu entwickeln.

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Antiziganismus – der akzeptierte Rassismus!

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Workshop von und mit David Rosenberg in der Gedenkstätte Neustadt an der Weinstraße, Le Quartier-Hornbach 13A, 67433  am 24.11.2023, 16 bis 19 Uhr

Am 24.11.2023 wird David Rosenberg, Bildungsbotschafter des Zentralverbands Deutscher Sinti und Roma, einen Workshop über die gesellschaftlich akzeptierteste Form von Rassismus in Deutschland halten: den Antiziganismus.

Eine Anmeldung unter info@gedenkstaette-neustadt.de oder unter 06321/9597472 bei der Gedenkstätte ist aufgrund der begrenzten Teilnehmer nötig.

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Zwischen Paternalismus und Partizipation. Geschichte und Gegenwart kirchlicher Sozialarbeit mit Sinti und Roma

Extern, Yvonne Robel

Fachtagung,  24.11.2023 16:00 – 25.11.2023 18:00 im Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Straße 9, 90459 Nürnberg

Die Jahrestagung des Netzwerks Sinti Roma Kirchen widmet sich der Sozialarbeit kirchlicher Institutionen mit Sinti und Roma in Geschichte und Gegenwart.

Dem Netzwerk Sinti Roma Kirchen geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit dem beschämenden Kapitel kirchlicher Wohlfahrt im Nationalsozialismus sowie mit paternalistischen Ansätzen in der Nachkriegszeit, die bereits damals vehementen Widerstand aus der Sinti- und Roma-Bürgerrechtsbewegung hervorriefen. Im Austausch sollen Impulse zur historischen Aufarbeitung geschehenen Unrechts im Sinne einer Wahrheitskommission gesammelt werden, wie es die Unabhängige Kommission Antiziganismus in ihrem Bericht gefordert hat. Vor diesem Hintergrund richten wir den Blick in die Gegenwart: Wie präsent sind Antiziganismus und Paternalismus in der Sozialarbeit kirchlicher Einrichtungen heute? Wo sind Ansätze echter Partizipation zu finden?

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Erinnerungen im Dialog Podiumsdiskussion am 22. November mit Angehörigen der Sinti und Roma sowie Jüdinnen und Juden aus Heidelberg

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Das ist der Titel einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 22. November 2023, um 18 Uhr im Heidelberger Rathaus, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg

Veranstalter ist das Bündnisprojekt „Gemeinsam Zeitzeugenschaft im Generationenwechsel begegnen“, an dem verschiedene Kooperationspartner aus Heidelberg beteiligt sind. Bei der Veranstaltung im Großen Rathaussaal werden die Ergebnisse eines Projekts vorgestellt, das über eineinhalb Jahre mithilfe von Theaterworkshops, gemeinsamen Ausflügen und der Aufzeichnung von Videointerviews Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung – sowohl Angehörige der Sinti und Roma als auch Jüdinnen und Juden – mit ihren Nachkommen in den Dialog gebracht hat.

Zur Eröffnung der Veranstaltung sprechen Oberbürgermeister Eckart Würzner, Romani Rose, Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, sowie Rabbi Janusz Pawelczyk-Kissin von der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg. In einer anschließenden Podiumsdiskussion werden Bündnisse als zukunftsweisende Modelle für eine lebendige Erinnerungskultur diskutiert: Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Besonderheiten in der kollektiven Verarbeitung von Traumata zwischen beiden Teilnehmergruppen? Was kann der Nachfolgegeneration mitgegeben werden, damit sie befähigt werden, Antiziganismus und Antisemitismus auch in der Gegenwart entschieden entgegenzutreten? Zu Wort kommen Tashina Adolf und Halyna Dohayman als Mitwirkende des Projekts sowie Alina Marotta vom Verein Heidelberger Lupe und Dr. Juliane Solf, Geschäftsleiterin bei AMCHA Deutschland. Moderiert wird die Veranstaltung von Judith Blumberg vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg. Musikalische Beiträge von Jaroslava Skirska und Sandro Roy begleiten das Programm. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Kooperationspartner des Bündnisses sind das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, die Jüdische Kultusgemeinde Heidelberg, das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, der Verein Mosaik Deutschland e.V., die Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg, „Heidelberger Lupe – Verein für historische Forschung und Geschichtsvermittlung“ sowie die Theaterpädagogin und Schauspielerin Nedjma Schreiner. Die Arbeit des Bündnisses wurde über das Programm „Lokale Bündnisse für Überlebende von NS-Verfolgung in Deutschland“ von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)“ gefördert. Eine zusätzliche Förderung der öffentlichen Veranstaltung am 22. November erhält das Bündnis durch die Stadt Heidelberg, Amt für Chancengleichheit, und Mosaik Deutschland e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

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Zwischen Unsichtbarkeit und institutioneller Diskriminierung – antiziganistischer Rassismus in der Gegenwart

Vortrag von Professorin Astrid Messerschmidt im Rahmen der nächsten Veranstaltung der Vortragsreihe „Rassismuskritisch leben“ am Mittwoch, 22. November, 16 bis 18 Uhr online via Teams. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) Düsseldorf lädt alle Interessierten herzlich ein, die sich über das Thema informieren und austauschen möchten.

Sinti:zze und Rom:nja gehören zu den am meisten ausgegrenzten und benachteiligten Minderheiten in Europa. Alte Stereotype aus der langen Geschichte der Stigmatisierung wirken in der Gegenwart nach. Der Rassismus gegen Sint:zze und Rom:nja wird selten benannt und erkannt. Deshalb ist eine Begrifflichkeit erforderlich, die der historischen Besonderheit dieser Form von Rassismus angemessen ist. Die Streitpunkte darum wird der Vortrag aufgreifen. Dabei wird auf das Verhältnis zum Antisemitismus und auf die über Generationen nachwirkende Erfahrung des Genozids im Nationalsozialismus eingegangen.

Die Auswirkungen des Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze werden exemplarisch auf die Erfahrungen im Bildungssystem bezogen. Viele Rom:nja und Sinti:zze haben ihre Schullaufbahn als belastend erlebt, berichten von Zurückweisungen und Demütigungen sowie von fehlender Unterstützung durch Lehrkräfte. Die Missachtung der historischen Verfolgungsgeschichte begünstigt eine zu beobachtende Hemmungslosigkeit beim Äußern von abwertenden Zuschreibungen und bei der Ausübung trennender Maßnahmen wie Sonderbeschulungen. Wird die rassistische Diskriminierung nicht bewusst gemacht, bleiben die eigentlichen Ursachen für Probleme fremd gemachter Gruppen in den Bildungsinstitutionen ausgeblendet und können nicht bearbeitet und schließlich abgebaut werden.

Der Vortrag greift Ergebnisse der „Unabhängigen Kommission Antiziganismus“ auf, die 2021 ihren Bericht „Perspektivwechsel. Nachholende Gerechtigkeit. Partizipation“ im Auftrag der Bundesregierung vorgelegt hat.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bürgerhaus Bilk und dem Kommunalen Integrationszentrum Rhein-Kreis-Neuss statt. Sie wird im Rahmen von „KOMM-AN NRW“ aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

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Erinnerungen im Dialog – Lebendige Erinnerungskultur durch Bündnisse schaffen / Podiumsdiskussion

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22.11.2023, 18:00 – 19:30 Uhr, Rathaus Heidelberg, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg

Podiumsdiskussion mit Angehörigen der Sinti und Roma sowie Jüdinnen und Juden aus Heidelberg.

Bei der Veranstaltung im Großen Rathaussaal werden die Ergebnisse eines Projekts vorgestellt, das über eineinhalb Jahre mithilfe von Theaterworkshops, gemeinsamen Ausflügen und der Aufzeichnung von Videointerviews Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung – sowohl Angehörige der Sinti und Roma als auch Jüdinnen und Juden – mit ihren Nachkommen in den Dialog gebracht hat.

Zur Eröffnung der Veranstaltung sprechen Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, ein Vertreter des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, sowie Rabbi Janusz Pawelczyk-Kissin von der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg. In einer anschließenden Podiumsdiskussion werden Bündnisse als zukunftsweisende Modelle für eine lebendige Erinnerungskultur diskutiert: Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Besonderheiten in der kollektiven Verarbeitung von Traumata zwischen beiden Teilnehmergruppen? Was kann der Nachfolgegeneration mitgegeben werden, damit sie befähigt werden, Antiziganismus und Antisemitismus auch in der Gegenwart entschieden entgegenzutreten? Zu Wort kommen Teilnehmende des Projekts sowie Expertinnen und Experten der Erinnerungskultur. Moderiert wird die Veranstaltung von Judith Blumberg vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

Kooperationspartner des Bündnisses „Gemeinsam Zeitzeugenschaft im Generationenwechsel begegnen“ sind das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, die Jüdische Kultusgemeinde Heidelberg, das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, der Verein Mosaik Deutschland e. V., die Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg, „Heidelberger Lupe – Verein für historische Forschung und Geschichtsvermittlung“ sowie die Theaterpädagogin und Schauspielerin Nedjma Schreiner. Die Arbeit des Bündnisses wurde über das Programm „Lokale Bündnisse für Überlebende von NS-Verfolgung in Deutschland“ von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)“ gefördert. Eine zusätzliche Förderung der öffentlichen Veranstaltung am 22. November erhält das Bündnis durch die Stadt Heidelberg, Amt für Chancengleichheit, und Mosaik Deutschland e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

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Antiziganismus erkennen, sensibilisieren und überwinden: Ein interaktiver Dialog

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Montag, 20. November 2023, 18:00 Uhr, Erzbistum München und Freising, Pettenkoferstraße 5, 83022 Rosenheim

Antiziganismus ist leider nach wie vor weit verbreitet und Vorfälle werden oft nicht erfasst, während ihre Anzahl weiter ansteigt. Wir haben daher Gäste des Verbands Deutscher Sinti und Roma eingeladen, um das Thema Antiziganismus aus erster Hand zu beleuchten. In Zusammenarbeit mit unseren Referent*innen möchten wir eine Einführung in das Thema Antiziganismus bieten, Strategien zur Bekämpfung erörtern und eigene bewährten Methoden und Erfahrungen teilen. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog.

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The Plight of Roma and Sinti Women: Sexual Violence during World War II in Occupied Poland

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 19.12.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Justyna Matkowska

Dr. Matkowska’s upcoming lecture will bring attention to the often overlooked subject of sexual violence against Sinti and Roma women in occupied Poland during World War II. Dr. Matkowska will shed light on the harmful and traumatic experiences of sexual abuse and violence endured by Romani women. Dr. Matkowska will also address the challenges faced by Romani women, stemming from both persecution and the historical exoticization and sexualization of their identity in European society since the 18th century. Her study delves into the agency and victimization of Romani women at the hands of oppressors during World War II.
Dr. Justyna Matkowska is a Roma scholar, educator, and activist from Poland. She earned her Ph.D. from the University of Wroclaw and holds an MA in Literary Studies from the same university. Dr. Matkowska also completed the Postgraduate Romani Studies Program at the Pedagogical University of Krakow in Poland and holds an MBA degree from the Collegium Humanum – Warsaw Management University. Dr. Matkowska’s research focuses on the Holocaust of Roma and Sinti, Roma feminism, as well as anthropology, race and ethnicity, cultural memory, and the representation of Romani people.
Throughout her professional career, Dr. Matkowska has made significant contributions to academia and government, advocating for Roma rights, minority rights, equal education, and combating antigypsyism and discrimination. With her extensive expertise and deep understanding of these issues, she remains steadfast in her commitment to shedding light on these critical issues and leading positive social change.

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Antiziganistisches ‚Wissen‘ als Produkt und Argument behördlicher Praxis – Quellenbasierte/ quellenkritische Diskussion

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Vortrag im Rahmen de Erinnerungspolitischen Fachtags 2023 Relevanz statt Revisionismus – Aufgabenfelder einer demokratischen Erinnerungskultur am 18.11.2023 09:00 Uhr in Salles de Pologne | Hainstraße 16/18 | 04109 Leipzig

Input und Moderation: Alexander Rode (Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus bei Weiterdenken e.V. – Heinrich Böll Stiftung Sachsen)

Stereotype über das „Anders-“ oder „So-Sein“ von Sinti*zze und Rom*nja leitete vor, während und nach dem NS behördliches Handeln. Durch Restriktionen und strukturelle Diskriminierung produzierten viele kommunale Behörden aber gerade erst die Figur des „asozialen Anderen“. In der Arbeitsgruppe werden die historischen Ursprünge antiziganistischen „Wissens“ und die bis heute nachwirkenden Kontinuitäten der Diskriminierung diskutiert. Diskutiert wird auch die Frage, wie die eigentliche Dynamik der historischen Marginalisierungsprozesse – das Handeln lokaler Behörden und deren Akteur*innen – heutigen Diskriminierungserfahrungen von Sinti*zze und Rom*nja gleicht.

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Antiziganismus — Ein Thema für Schule und Unterricht

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Die Fortbildung im Rahmen der Aktionswoche “Vielfalt bildet!” findet am Donnerstag, den 16.11.23, 10:00 – 15:00 Uhr digital statt. Anmeldung über den folgenden Link: https://www.lea-bildung.de/fortbildungen/show/gp0104-antiziganismus-ein-thema-fuer-schule-und-unterricht

In Kooperation mit der lea Bildungsgesellschaft der GEW Hessen bietet der Hessischen Landesverband im Rahmen der Aktionswoche am Donnerstag, den 16.11.23. die Fortbildung “Antiziganismus — Ein Thema für Schule und Unterricht” an. Denn ob als Beschimpfung auf dem Schulhof, im Schulalltag oder auf Social Media, Antiziganismus begegnet Betroffenen immer wieder. Und häufig wird dieser nicht erkannt. Gleichzeitig spielt die Geschichte der nationalen Minderheit im Unterricht kaum eine Rolle, obwohl sie seit über 600 Jahren Teil der deutschsprachigen Gesellschaft ist. Deshalb gibt die Fortbildung Ideen für Unterrichtsinhalte und ermöglicht die Reflexion von Antiziganismus im Schulalltag anhand von realen Fallbeispielen.

Die Aktionswoche „Vielfalt bildet!“ ist eine Veranstaltungsreihe, die sich mit gesellschaftlichen Differenzverhältnissen aus der Perspektive von rassismus- und diskriminierungskritischer Bildung auseinandersetzt.

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Institutionellen Antiziganismus erkennen und unterbinden. Demokratiekonferenz in Hannover

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Mittwoch, den 15.11.2023 | 10.00-12.30 Uhr | aufhof, Schmiedestraße 12, 30159 Hannover

Anfang Oktober sorgte ein Bericht für Aufmerksamkeit, demzufolge immigrierte Roma in Hannover durch eine ‚Unbequemlichkeitskultur‘ abgeschreckt werden sollten (HAZ, 4.10.2023). In der zitierten Studie werden diskriminierende Verwaltungspraktiken der Stadtverwaltung und beim Jobcenter kritisiert. Im Rahmen der Demokratiekonferenz kommen wir gemeinsam in den Austausch und bieten die Möglichkeit, die eigene Arbeitspraxis zu reflektieren.

Das Roma Center, die Beratungsstelle für Sinti und Roma Niedersachsen und die Kompetenzstelle gegen Antiziganismus werden Inputs über die Lebenssituation von Roma und Sinti geben und anschließend in Kleingruppen mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, auch für Menschen außerhalb Hannovers. Wir freuen uns besonders über Teilnehmende, die in Ihrer Arbeit (auch indirekt) mit Roma* und Sinti* in Kontakt sind.

Die Veranstaltung wird vom Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. organisiert, der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Hannover.

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Antiziganismus und antiziganistische Vorfälle 2021-2022

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Mittwoch, 15.11.2023, 15:00 Uhr im Zentrum für Demokratie, Michael-Brückner-Str. 1, 12439 Berlin

Antiziganismus ist eine der am stärksten verbreiteten Formen von Rassismus. Die Bandbreite der Diskriminierungserfahrungen, besonders von nichtdeutschen Rom*nja, ist groß und erschwert ihre gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe massiv. Antiziganismus ist sehr salonfähig in der deutschen Dominanzgesellschaft. Rom*nja und so gelesene Menschen erleben Antiziganismus im Alltag, in Kontakt mit Behörden oder in der Schule. Auf der Veranstaltung stellt die Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) von Amaro Foro e.V. Fallzahlen und Fallbeispiele aus den Projektjahren 2021 und 2022 vor. Die dokumentierten Fälle bringen Licht ins Dunkelfeld und tragen zu langfristigen Veränderungen bei.

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Feminist Intimacies: Romnja Worldmaking and Everyday Resistance

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 14.11.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Ethel Brooks

My presentation will begin with a letter to Amelie Baumann-Blach, who was murdered in Auschwitz on June 26, 1944, and will analyze the testimony of Ella Davis, who, as a child, survived Auschwitz and eight other concentration camps and who died in Columbia, South Carolina, in 2004. Through my recollection of their lives, deaths, and the traces they have left behind, I provide a deeper understanding of Romani women’s experiences in the Holocaust and an analysis that open our understandings of Holocaust history, inter-generational transmission of knowledge, and the gendered polyvocality of memory practice. In so doing, I engage with the gendered possibilities of claiming kinship for history making, collective memory and building common futures, for us Romnja and for everyone.

Prof. Dr. Ethel Brooks is Chair of Women’s, Gender, and Sexuality Studies and Associate Professor of Women’s, Gender and Sexuality Studies and Sociology at Rutgers University. Brooks is a Tate-TrAIN Transnational Fellow at the University of the Arts London, where, in 2011-2012, she was the US-UK Fulbright Distinguished Chair. Brooks was appointed under President Obama to the United States Holocaust Memorial Council, where she served from 2015-2020. She is Chair of the Board of the European Roma Rights Centre and member of the Bavarlipe Academy of the European Roma Institute for Arts and Culture, the RomaMoma Think Tank, and the US Delegation to the IHRA and its Roma Genocide Working Group. Since 2007, she is co-Director of the annual Feminist Critical Analysis course in Dubrovnik, Croatia. Brooks is the author of the award-winning Unraveling the Garment Industry: Transnational Organizing and Women’s Work. Her current book project focuses on encampment, claimstaking and Romani futures.

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Notwendige Konsequenzen aus dem Bericht der unabhängigen Kommission „Antiziganismus“

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Veranstaltung von verdi, Landesverband Hamburg am 13.11.2023, 18:00 – 20:00 – Kaffeewelt, Böckmannstr. 2-3, 20099 Hamburg

Perspektivwechsel – Nachholende Gerechtigkeit – Partizipation. Diese Forderungen an die deutsche Gesellschaft sind die Schlussfolgerungen der Unabhängigen Kommission Antiziganismus und zugleich der Titel ihres aufrüttelnden 800-Seiten-Berichts an den Deutschen Bundestag.

Seit 600 Jahren leben Sinti und Roma hier, meist ausgegrenzt, stigmatisiert und verfolgt. Der traurige Höhepunkt: 500.000 Angehörige der Minderheit fielen europaweit dem Nazi-Terror zum Opfer. Dieser Völkermord wurde in Deutschland über Jahrzehnte geleugnet, die Diskriminierung der Überlebenden und ihrer Nachkommen ging ungebrochen weiter. Erst im Zuge der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma begann die schrittweise Anerkennung der historischen Realität. Allerdings hat sich an der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Ausgrenzung bis heute wenig geändert: die Wenigsten wissen etwas über die lange und leidvolle Geschichte der Minderheit, aktuellen Untersuchungen zufolge möchten 80 Prozent der Befragten keine Sinti oder Roma als Nachbarn haben.

Das soll sich nun ändern. Als ersten wichtigen Schritt zur Umsetzung der Forderungen, die die Unabhängige Kommission erarbeitet hat, wurde Dr. Mehmet Daimagüler von der Bundesregierung zum Beauftragen gegen Antiziganismus berufen. Er wird über die Ergebnisse und aus der Arbeit der Kommission, über seine Arbeit, seine Erfahrungen und die nächsten Schritte im notwendigen Kampf gegen den im Leben der Minderheit allgegenwärtigen Antiziganismus sprechen.

Der Vorsitzende des Landesvereins der Sinti in Hamburg, Arnold Weiß, wird anhand der Erfahrungen der Hamburger Sinti von 1945 bis heute deutlich machen, wie wichtig es ist, dass es auch in Hamburg zu Perspektivwechsel, nachholender Gerechtigkeit und echter Partizipation der Minderheit kommt.

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Botschafter*innen gegen Antiziganismus gesucht!

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Vom 10.–12. November 2023 veranstaltet der Hessische Landesverband Deutscher Sinti und Roma die erste Teamer*innen-Schulung für alle, die sich gegen Diskriminierung, Hass, Gewalt und Antiziganismus einsetzen wollen.

Sinti und Roma sind seit über 600 Jahren Teil unserer Gesellschaft. Dennoch werden sie auch heute noch in vielen Bereichen des Lebens ausgegrenzt und diskriminiert. Mit enormen Folgen: Aufgrund der vielen Vorurteile ist es für sie schwieriger eine Arbeitsstelle oder eine Wohnung zu finden. Ob bei Behördengängen oder in der Schule, der Alltag von Sinti und Roma ist immer wieder von diskriminierenden Erfahrungen geprägt. In einer Studie von 2021 gaben fast 20% der befragten Jugendlichen Sinti und Roma an, dass sie die Schule als einen „feindlichen Ort“ empfinden oder empfanden. Das kann so nicht bleiben!

In der dreitägigen Schulung in Wiesbaden wird das pädagogische Konzept des Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma vorgestellt. In ausgiebigen Praxisphasen werden zudem Moderationstechniken und Methoden der politischen Bildungsarbeit an die Hand gegeben, um anschließend das Erlernte bei einer Hospitation bei einem Workshop mit erfahrenen Teamer*innen auszuprobieren. Danach können selbstständig in Zweierteams Workshops mit Schulklassen durchgeführt werden.

Die Fortbildung richtet sich an alle Interessierten, ob mit pädagogischer Vorerfahrung oder ohne. Bewerbungen bis zum 24.10.2023 mit einem Motivationsschreiben (maximal 1 Seite) und einem Lebenslauf unter verband@sinti-roma-hessen.de

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Stark gegen Antiziganismus

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Bundeskongress am 10.11.2023 / 09:00 – 16:30 Uhr
Veranstalter: Kompetenznetzwerk Antiziganismus
Veranstaltungsort: Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969

Von der Grundschule bis zur Universität prägen Orte und Institutionen der Bildung Lebenswege entscheidend. Umso problematischer ist es, dass unterschiedliche Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung auch und gerade dort Wirkung entfalten. Untersuchungen zeigen, dass etwa die Schule für viele Sinti* und Roma* der Ort ist, an dem sie zum ersten Mal in ihrem Leben mit strukturellem Antiziganismus konfrontiert sind. Doch Schulen und andere Bildungseinrichtungen können auch Orte des Engagements für gleichberechtigte Teilhabe sein – dies setzt allerdings kritische (Selbst-)Reflexion voraus. Hier kommt der außerschulischen Bildung eine zentrale Bedeutung zu, sind es doch vor allem Selbstorganisationen und freie Träger der Bildung, die eine kritische Auseinandersetzung mit Antiziganismus in die Einrichtungen tragen.
Daher wollen wir uns bei unserem diesjährigen Bundeskongress „Stark gegen Antiziganismus“ diesen komplexen Themen widmen – mit dem Blick auf Einrichtungen der formalen Bildung und die Interventionsmöglichkeiten außerschulischer Bildungsarbeit.

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Conference on Critical Engagement with the History of Sinti and Roma: Memory, Representation, and Reparations

09.11.2023, 9:00 – 16:00 (CET); Institute for Advanced Study in the Humanities Essen (KWI) Goethestraße 31, 45128 Essen & Online (ZOOM); Opening Address by Frank Reuter; one of the inputs titled: Voices of Resistance by Sinti and Roma in Petitions for the Release from Concentration Camps – Ego-documents and Speech Acts in a Broader Communicative and Societal Context of Policing by Verena Meier

The conference is a joint event organized by Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) and Academy in Exile. It will be held on 9 November 2023, in a hybrid format, in Essen (Germany).
Through a triadic exploration, the conference seeks to break down the deep-rooted barriers that haveresulted in the persistent omission of the “Gypsy” experience from academia. This omission is evidence of the pervasive power of anti-Gypsyism, a transhistorical, transnational, and intergenerational phenomenon encompassing various forms of systematic and structural discrimination and racism that directly affect Sinti and Roma. Anti-Gypsyism deprives Sinti and Roma of their dignity and rights, undermines their identity and cultural practices, erases their sharedpast and memories, discredits their scholarship, and suppresses their demands for recognition and transitional justice. The central argument is that Sinti and Roma knowledge production, scholarship,and self-representation remain unrecognized and excluded, reflecting the broader power dynamics that shape historical narratives.

In this context, the conference will address three critical dimensions. First, research on Romani historiography acknowledges the multi-layered and overdetermined memories of the Sinti and Romacommunities. Through scholarly and activist inquiry, the conference seeks to bridge temporal gaps, bring forth neglected voices, acknowledge narratives left in the dark, and amplify shared memories.This proactive engagement aims to make the past more tangible and resonant, enriching our collectiveunderstanding of history.

The second theme deals with representations. The history of the Sinti and Roma has been portrayed through the lens of the dominant society, perpetuating harmful narratives. The conference will challenge these misrepresentations and highlight the richness of Sinti and Roma cultures, contributions, and agency. We aim to pave the way for a more accurate and inclusive representationby scrutinizing how mainstream media and cultural discourses have shaped perceptions.

Finally, the concept of reparation will emerge as a critical discourse at the conference. Beyond the matter of financial compensation, the conversation will acknowledge the historical legacies of Sinti and Roma as victims, especially during the Holocaust, and the harrowing experiences of slavery forced upon them. These collective memories have been suppressed, underrepresented, and often silenced. The goal is to give voice to these narratives and reflect on the resilience and survival strategies developed in the face of adversity. The discourse of reparation encompasses broader dimensions of redress, recognition, and justice. Addressing historical injustices requires not only redressing past wrongs but also eliminating the systemic structures that continue to perpetuate discrimination against Sinti and Roma communities.

In an era when inclusivity and equity are paramount, bringing about change in Roma studies is imperative. This transformative journey involves a rigorous process of decolonization and recognition that entails reassessing “Gypsy” identity politics, the contours of memory, and the dynamics of representation. By delving into the depths of Sinti and Roma history, their pastexperiences, and their lived narratives, it is possible to cultivate a collective memory and raise consciousness.

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JOKESI CLUB – JERK, DUI, DRIN -3 FREUNDINNEN IN BERLIN

Extern,

LESUNG UND WORKSHOP MIT TAYO AWOSUSI – ONUTOR am 09.11.2023 / 18:00 – 20:00 UHR, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

JOKESI Club ist das erste deutschsprachige Kinderbuch mit romani und sinti Charakteren als Heldinnen der Geschichte!

Jovanka, Kemi und Sina sind die besten Freundinnen und zufälligerweise auch die Gründerinnen vom JOKESI Club. Der Club hat schon so einige knifflige Rätsel und Fälle gelöst. Die 3 Freundinnen gehen in die 4. Klasse einer Grundschule in Berlin. Eigentlich läuft alles ganz normal, wie immer eben. Bis nach den Herbstferien Lukas neu in ihre Klasse kommt.

Tayo Awosusi-Onutor wird aus ihrem Buch vorlesen und ihre Erfahrungen darüber teilen, wie der JOKESI Club auch im schulischen Umfeld als Bildungsmaterial genutzt werden kann.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die im Bildungsbereich tätig sind.

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Die Rolle der Weiblichen Kriminalpolizei bei der Verfolgung von Sinti:zze und Rom:nja

Extern, Verena Meier

Im Rahmen des Workshops „Ausbildungswege, Verfolgungspraktiken und Diskriminierung – Polizistinnen in Deutschland in historischer Perspektive“ hält Verena Meier (Universität Heidelberg) diesen Vortrag am Donnerstag den 9. November 2023 16:00 Uhr im Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin, Kaiserin-Augusta-Allee 104–106, Raum 1115, 10553 Berlin

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Forgotten Dead: The Memory of the Roma Holocaust

Extern,

Roundtable discussion & short film screening. November 8, 6:00 p.m. CET, Budapest & online
Participants: Angéla Kóczé, Anna Lujza Szász, Daniel Véri

Blinken OSA Archivum | Arany János u. 32, 1051
Registration (both for Zoom and attending in person)
https://forms.office.com/e/YJyV4MLCUX?origin=lprLink
A joint event by CEU’s Romani Studies and Jewish Studies Programs, in cooperation with the Blinken OSA Archivum.

This roundtable discussion explores the circumstances under which the Roma Holocaust was partially forgotten in Central Europe during Socialism and the various ways its representation nevertheless emerged, especially in the cultural sphere.

The event begins with the screening of József Lakatos’s 1981 Forgotten Dead, a short film (17 minutes) dealing with the Roma Holocaust. The pioneering work represents a mixture of the documentary genre, with interviews, including survivors’ testimonies and that of a fiction film.

Blinken OSA Archivum’s current exhibition offers a starting point for the discussion. Titled “Commissioned Memory. Hungarian Exhibitions in Auschwitz, 1960/1965,” it introduces a monumental fine arts collection commissioned for the 1965 Hungarian exhibition in Auschwitz, as well as an exceptional work from 1960 (‘Vampire Hitler,’ based on Simon Wiesenthal’s 1946 drawing), created for the same venue.

The exhibition material is amended with György Jovánovics’s 1974 Plan for a Roma Holocaust Memorial, the earliest Hungarian artwork dealing with the issue that was missing from both 1960s exhibitions. A video interview with the artist will be published on the Archivum’s blog (https://osaarchivum.444.hu/), the complete Hungarian transcript in Artmagazin, whereas the English version is available online: https://www.artmagazin.hu/…/an_unattainable_floating…

Organizers: CEU Jewish Studies Program; CEU Romani Studies Program; Blinken OSA Archivum
Partners: Galeria Centralis; Central European Research Institute for Art History (KEMKI); Tom Lantos Institute

Speakers:
Angéla Kóczé is an Assistant Professor of Romani Studies, Chair of Romani Studies Program, and Academic Director of the Roma Graduate Preparation Program at Central European University, Budapest. Previously, she was a Visiting Assistant Professor in the Department of Sociology and Women’s, Gender, and Sexuality Studies Program at Wake Forest University, Winston-Salem (NC). She was the principal investigator of a research project (2013-16) on Institutionalization of Romani Politics After 1989 in Hungary, funded by the Hungarian Social Research Fund.
Her research focuses on the intersections between gender, ethnicity and class as well as the social and legal inequalities faced by the Roma in various European counties. She has published several peer-reviewed academic articles and book chapters with various international presses including Palgrave Macmillan, Ashgate, and Central European University Press, as well as several thematic policy papers related to social inclusion, gender equality, social justice and civil society. She is a co-editor of The Romani Women’s Movement: Struggles and Debates in Central and Eastern Europe (Routledge, 2019, and The Roma and their Struggle for Identity in Contemporary Europe (Oxford: Berghahn, 2020).

Anna Lujza Szász is a sociologist, she received her doctoral degree in Sociology with her thesis, titled Memory Emancipated. Exploring the memory of the Nazi genocide of Roma in Hungary. She is a researcher at the Art Collection of the Hungarian Academy of Sciences.
Her research involves contemporary visual art; ethical, pedagogical, political implications of various practices of ethnicity and historical remembrance; dynamics between domination and resistance; and the ethnic dimension in structural formations.

Daniel Véri is an art and cultural historian, researcher at the Museum of Fine Arts – Central European Research Institute for Art History (KEMKI) in Budapest. CEU Jewish Studies postdoctoral fellow at the Democracy Institute (2021–22), member of the ‘Confrontations: Sessions in East European Art History’ research group (UCL, 2019–22). He studied at ELTE (history of art: MA, 2009; PhD, 2016), and at CEU (history, 2010).
His research interests include Central European art from the 1945–89 period, especially the artistic reception of Jewish identity and the Holocaust, as well as cultural diplomacy and the cultural history of blood libels. Author of ”Leading the Dead” – The World of János Major (2013), co-author of The Great Book Theft. French Book Exhibition Behind the Iron Curtain (2020). Curator and co-curator of numerous research-based exhibitions.

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Antiziganismus im Film

Vortrag im Roxy Kino am Mittwoch, 8. November, 18.30 Uhr, Konrad-Adenauer-Straße 23, 67433 Neustadt an der Weinstraße

Antiziganistische Traditionslinien im Film stehen im Fokus eines Vortrags der Filmwissenschaftlerin Dr. Radmila Mladenova.

Antiziganismus ist Rassismus gegenüber Menschen oder Gruppen, die als sogenannte „Zigeuner“ benannt werden. Was wir mit diesem Begriff bezeichnen und verbinden, sind keine real-existierenden Personen, sondern Konstruktionen, Klischees und Stereotype, die seit der Frühen Neuzeit tradiert wurden.
Der Vortrag von Dr. Radmila Mladenova gibt Einblicke in die jüngsten Forschungen zum Thema Antiziganismus im Film. Anhand von Kurzfilmen wie D.W. Griffiths Debut „The Adventures of Dollie“ (1908) und Filmausschnitten werden gängige Filmmuster, Motive und Darstellungskonventionen sowie filmische Gegenstrategien thematisiert.

Dr. Radmila Mladenova ist Literatur- und Filmwissenschaftlerin an der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg. Derzeit leitet sie das Teilprojekt zum Bereich Film im Rahmen des Verbundprojekts „Mediale Antiziganismen – Von der interdisziplinären Analyse zur kritischen Medienkompetenz“.
Im Anschluss an den Vortrag wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Mannheim der Film Tom Medina (2021) des französischen Regisseurs Tony Gatlif gezeigt und diskutiert.

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„Jagdszenen aus Niederthann“ – Rekonstruktion eines Kriminalfalls

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Lesung am 8.11.2023, 19:00 – 20:30 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Im bayerischen Niederthann fielen am 5. November 1972 vier Schüsse. Keiner ging daneben. Die Bilanz war erschütternd: eine schwer verletzte und eine tote Romni, die ein Kind unter dem Herzen trug.

Sie flohen aus dem Bauernhof, in dem sie auf die Bewohner getroffen waren. Der Todesschütze kam vor Gericht glimpflich davon. Alle standen zu ihm: die Polizei, die Justiz, die katholische Kirche, die CSU, überhaupt die ganze „anständige“ Gesellschaft, die sich auch finanziell nicht lumpen ließ. Um die Opfer und ihre Angehörigen kümmerte sich niemand. Sie waren Außenseiter und blieben es, von Empathie bis heute keine Spur.

Der Historiker Hans Woller hat den Kriminalfall rekonstruiert, schildert die Hintergründe und Folgewirkungen der Ereignisse, die für Schlagzeilen sorgten. Dabei erzählt er eine Geschichte voller Ressentiments und präsentiert ein Lehrstück über Rassismus.

Eintritt frei.

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Gespräche gegen das Vergessen

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Mi, 08. Nov 20:00 – 22:00, Münchner Volkstheater, Tumblingerstraße 29, 80337 München
München; € 10,00 €
Der Völkermord an den Sinti und Roma gilt immer noch als „vergessener Holocaust“. Spätestens seit den sogenannten Nürnberger Gesetzen im Jahr 1935 betrachteten die Nationalsozialisten von ihnen abfällig als „Zigeuner“ stigmatisierte Menschen ebenso wie Juden offiziell als „fremdrassig“. Antisemitismus und Antiziganismus waren fortan nicht nur legal, sondern gesetzlich verordnet. Die perfiden „Rassengesetze“ entrechteten Minderheiten und bildeten die Legitimationsgrundlage für den systematischen Völkermord der Nationalsozialisten. Rassistische Vorurteile gegenüber Sinti und Roma sind bis heute weit verbreitet. Warum ist das so? Und wie kann man Antiziganismus in der Gesellschaft begegnen?

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Romani und Sinti feministisches Wissen als Gegenerzählungen: Bildungswege von Romnja und Sintizze zwischen Risiko und Selbstermächtigung

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 07.11.23  von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Jane Weiß

Der Vortrag befasst sich mit der Frage der Wissensproduktion in Bezug auf Romnja* und Sintizze*. Die dazu historisch tradierten und bis heute dominierenden Wissensbestände schreiben rassistisch strukturierte Ausschlussverhältnisse – gerade auch im Bildungsbereich – fort und bilden ein selbstreferenzielles System. Weiblich positionierte Personen aus den Communitys der Sinti*zze und Rom*nja werden darin u.a. pauschal als Opfer ihrer eigenen Familien beschrieben, ohne Perspektiven von Selbstbestimmung und Bildung. In den bildungsbiographischen Selbstzeugnissen von Romnja und Sintizze zeigen sich jedoch ganz anders gelagerte Spannungsfelder. In diesen Gegenerzählungen wird vor allem die toxische Wirkung des tradierten dominanten Wissens deutlich wie auch die Folgen von transgenerationaler Traumatisierung. So changieren Bildungswelten für die betroffenen Subjekte ambivalent zwischen Teilhabe und Ausgrenzung, Selbstermächtigung und Risiko zugleich.

PD Dr. Jane Weiß ist Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet als Referentin für communitybasierte historisch-politische Bildung bei der Bundeszentrale für politische Bildung und ist zugleich Privatdozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Mitfrau in der IniRomnja und im RomaniPhen e.V. Außerdem ist und war sie in verschiedenen (bildungs-)politischen Gremien für die gesellschaftliche Gleichstellung von Rom*nja und Sinti*zze tätig.Gemeinsam mit Elizabeta Jonuz veröffentlichte sie 2020 die Studie „(Un-)Sichtbare Erfolge. Bildungswege von Romnja und Sintize in Deutschland“, Wiesbaden: Springer VS.

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Roma & Sinti – Geschichte und Antiziganismus

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Ausstellung  6. November 2023 – 7. November 2023 | 14:00 Uhr – 18:00 Uhr, Hörsaal BI 84.1, Campus Nord, Bienroder Weg 84, 38106 Braunschweig

Die Wanderausstellung „Roma & Sinti – Geschichte und Antiziganismus“ des Bildungsvereins der Roma zu Hamburg e.V. ist am 6. und 7.11. am Nordcampus zu Gast! Die Ausstellung wird im Flur neben dem Hörsaal 84 zu finden sein und besteht aus insgesamt 26 Tafeln, auf denen grundlegende Fakten sowie die vollständige Historie der Roma und Sinti sowie der Antiziganismus beleuchtet werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Holocaust, wobei drei individuelle Geschichten von Sinti im Mittelpunkt stehen, und auf dem Erinnern nach 1945.
Die Ausstellung beinhaltet eine beeindruckende Sammlung von über 100 Fotografien und Grafiken, die die dargestellten Ereignisse und Personen anschaulich illustrieren. Darüber hinaus sind mehr als 200 weiterführende Links zu Publikationen, Websites, Videos, Tonaufnahmen sowie virtuellen Angeboten zu anderen Ausstellungen und Gedenkstätten inbegriffen.
Diese umfassende Ausstellung bietet somit eine tiefgehende und vielschichtige Perspektive auf die Geschichte der Roma und Sinti sowie den ihnen widerfahrenen Antiziganismus. Gerne vorbeikommen!

Die Ausstellung kommt im Rahmen des Gastvortrages von Marko D. Knudsen in einem Seminar für Lehramtsstudierende, das von der Lernwerkstatt Schulpädagogik angeboten wird.

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„Djane Romane(s)? – Zusammenhalt durch Sprache“

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Veranstaltung zum Internationalen Tag der Sprache der Roma von MifriN – Migrant*innen in friedlicher Nachbarschaft, BZW-Beratung für Zugewanderte und Wohnungslose 06.11.2023, 13:30 bis 18:00 Uhr, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen

Zielgruppen der Veranstaltung sind Fachleute aus EU-Zuwanderungsprojekten und Vertreter*innen von Roma-Organisationen aus NRW, Lehrkräfte aus Essener Schulen und Sozialpädagog*innen, Verwaltungsbeschäftigte, Lokalpolitiker*innen sowie neuzugewanderte Roma aus Essen und NRW.

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„‚RASNA DIJAGNOZA: CIGANI“ („Rassediagnose: Zigeuner“)

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6. November at 18:00 opening of exhibition on the Nazi Genocide of Sinti and Roma in the Historical Museum in Sarajevo, Zmaja od Bosne 5, 71000 Sarajevo, Bosnia and Herzegovina. After being shown in the other countries of the Western Balkans, the exhibition can be seen now in Bosnia and Herzegovina. The exhibition is open from 6 Nov till 22 Nov 2023

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Pridružite nam se 6. novembra u 18:00 sati na otvaranju izložbe o nacističkom genocidu nad Sintima i Romima u Historijskom muzeju u Sarajevu. Nakon prikazivanja u ostalim zemljama Zapadnog Balkana, izložba stiže i u BiH. Izložba je otvorena od 6. novembra do 22. novembra 2023. godine.

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Online-Input zum Thema Antiziganismus

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Antiziganismus ist seit mehr als 500 Jahren nachweisbar und führte im Nationalsozialismus zum Völkermord an Hunderttausenden von Sinti* und Roma*. Der heute in Deutschland und Europa gesellschaftlich weit verbreitete Antiziganismus manifestiert sich in Praktiken der Diskriminierung und Gewalt. Zugleich ist Wissen über Geschichte, Gegenwart und Diversität von Sinti* und Roma* kaum präsent. Der Historiker Tim Müller vom Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg führt am 06.11.2023 von 16 – 18 Uhr in einem Online-Input in die Thematik ein. Eine Anmeldung bis 03.11. über anmeldung@lago-bw.de ist notwendig.

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Historische Erscheinungsformen des Antiziganismus bis zur Gegenwart

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Vortrag im Rahmen der 30. Jahrestagung zu Fragen der Geschichte zum Thema „Fremd(e) – Faszination, Ablehnung, Anverwandlung“ von Prof. Dr. i.R. Klaus-Michael Bogdal (Universität Bielefeld) am 4.11.2023 um 12 Uhr in der Universität Paderborn, Hörsaal O 1 (Gebäude O, Pohlweg), 33098 Paderborn

Die 30. Jahrestagung zu Fragen der Geschichte findet am 4. November 2023 von 9:00 bis 17:00 Uhr an der Universität Paderborn in Hörsaal O 1 statt. Wir möchten Sie herzlich einladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Nichts und niemand ist aus sich selbst heraus fremd. Fremdheit erscheint in unterschiedlichem Maße abhängig von der realen oder imaginierten Identität einer Einzelperson oder Gruppe. Sowohl Personen als auch Tiere, Orte oder Dinge können aufgrund zeitlicher oder räumlicher Distanz als fremd aufgefasst werden. Die Begegnung mit Fremdem löst Verunsicherung und häufig auch ambivalente Gefühle zwischen Faszination und Bedrohung aus. Zur Auflösung dieser Irritation haben Menschen schon immer mannigfaltige Formen des Umgangs gefunden – von der Zurückweisung über die Akzeptanz bis zur produktiven Vereinnahmung. Mit Fallbeispielen aus Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, Theologie und Linguistik möchte die Tagung die Mechanismen der Hervorbringung von Fremdheit und Zugehörigkeit durch individuelle oder kollektive, wandelbare Ordnungskategorien diskutieren und die willkürliche Bevorzugung, Marginalisierung oder Ablehnung, die sich bis zur destruktiven Fremdenfeindlichkeit auswachsen kann, problematisieren.

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Sinti und Roma in Wuppertal – Lebensrealitäten

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Dienstag, 31. Oktober 2023 um 16.30 Uhr im Haus der Integration – Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 28 – 42103 Wuppertal

Vortrag und Podiumsgespräche mit Mehmet Daimagüler, Antiziganismus-Beauftragter des Bundes, und weiteren Gästen
Eine Veranstaltung der Antirassismus-Beauftragten in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Wuppertal

Um Anmeldung wird gebeten: suzan.oecal@stadt.wuppertal.de oder orhan.jasarovski@stadt.wuppertal.de

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“The Silk Revolution”: Romani Feminism and the Roma Political and Cultural Movements

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 31.10.23 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Anna Mirga-Kruszelnicka

Both the women’s movement – dominated by white, non-Roma women – and the Roma political movement – largely dominated by Roma men – did not respond adequately to the needs and interests of Romani women. This led to the emergence of Romani feminism, as a platform for Romnia’s emancipation and agency Roma arts and culture played a vital role in this process, galva- nizing visibility around Romani women’s rights and becoming a tool to articulate passionately and powerfully the Romnia’s agenda. This lecture,delivered by dr. Anna Mirga-Kruszelnicka, will trace the genealogy of Romani feminism at the intersection of cultural and political movements in Europe.
Dr. Anna Mirga-Kruszelnicka is an anthropologist and a Roma activist, born in 1985 in Cracow, Poland. She earned her Ph.D. in Social and Cultural Anthropology at the Universitat Autònoma de Barcelona (UAB) in 2016. She holds an MA in European Integration from UAB and an MA in Comparative Studies of Civilizations from the Jagiellonian University in Cracow (UJ).
She has been an employee, member, founder, and collaborator of numerous Roma organisations in Poland and Spain. From 2008 to 2012 she was the European project coordinator at the Federation of Roma Associations in Catalonia (FAGIC). From 2013 to 2015 she was an Open Society Foundations Roma Initiatives Fellow, conducting a comparative study of the Roma associative movements in various countries of Latin America and Europe. From 2015 to 2017 she was the coordinator and curator of the Academic Section (aka. Roma Civil Rights Movement Section) in the RomArchive – Digital Archive of the Roma. Between 2017- 2018 she was a Post-Doctoral Research Fellow of the Romani Studies Program at the Central European University (CEU) in Budapest. She serves as the deputy director of the European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) since January 2018.

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„Keiner spricht gerne darüber – wir schon“

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Unter diesem Motto  lädt das Ressort Zuwanderung und Integration Wuppertal zur ersten Veranstaltung einer neue Gesprächsreihe ein. Diese Reihe beschäftigt sich mit dem Thema Rassismus. Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, 31. Oktober, um 16.30 Uhr im Ressort Zuwanderung und Integration in der Friedrich-Engels-Allee 28 statt.

In Wuppertal leben Sinti und Roma – einige von ihnen schon seit Jahrhunderten. Zugleich sind sie immer noch besonders Diskriminierung und Alltagsrassismus ausgesetzt. Dies wird deutlich durch Beratungsanfragen wegen Ungleichbehandlung beispielsweise in Schulen, bei der Wohnungssuche und im Zusammenleben.

Das Ressort Zuwanderung und Integration möchte Gründe und Auswirkungen von Diskriminierung, vor allem aber Lösungsmöglichkeiten für ein Rassismus-freies Zusammenleben aufzeigen.
Vortrag, Diskussion und Publikumsgespräch

Gast der Auftaktveranstaltung ist Dr. Mehmet Daimagüler, der erste Antiziganismus-Beauftragten des Bundes. Daimagüler ist Jurist und setzt sich als Beauftragter seit Mai 2022 gegen Antiziganismus und für das Leben von Sinti und Roma in Deutschland ein.

Zu Beginn der Veranstaltung gibt er einen Einblick in seine Arbeit und nimmt dann an dem Podiumsgespräch mit Arlin Cakal-Rasch, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Wuppertal, und Almir Krasniqi, vom Verein Roma Musik Talente, teil.

Bei der Podiumsdiskussion und im anschließenden Gespräch mit dem Publikum soll es um die Fragen gehen: Wie empfinden Wuppertaler Sinti und Roma das Zusammenleben? Was funktioniert und wo ist Handlungsbedarf? Was muss getan werden, um Chancengleichheit zu bewirken? Welche Strategien gibt es auf Bundesebene?

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HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minderheit zwischen Verfolgung und Selbstbestimmung

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Für Toleranz und Respekt: Deutsche Bahn präsentiert erstmals Ausstellung gegen
Antiziganismus

Die Ausstellung ist bis November in den Hauptbahnhöfen Dresden, Wiesbaden und
Nürnberg zu sehen. Vom 28. Oktober bis 12. November 2023 ist sie im Hauptbahnhof Nürnberg zu sehen.

Die Deutsche Bahn AG (DB) präsentiert die vom Bildungsforum gegen Antiziganismus konzipierte Wanderausstellung „HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minderheit zwischen Verfolgung und
Selbstbestimmung“ im Nürnberger Hauptbahnhof.

Verschiedene Infopanels geben einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Deutschland. Kernthemen sind Antiziganismus und Verfolgung, aber auch Selbstbestimmung und der lange Kampf um Anerkennung. Mit der Präsentation der Wanderausstellung will die DB dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Grundwerte wie kulturelle Vielfalt und Offenheit zu stärken.

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Mit dieser Ausstellung an unseren Bahnhöfen setzten wir ein deutliches Zeichen gegen antiziganistische Anfeindungen und Übergriffe. Hass und Hetze gegen einzelne Gruppen sind leider wieder salonfähig. Deshalb treten wir als Deutsche Bahn noch entschiedener für Toleranz und Respekt ein. Wir sind ein Unternehmen von Menschen für Menschen. Unsere Gesellschaft funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander.“

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma: „Die Deutsche Bahn setzt heute ein weiteres wichtiges Zeichen, indem diese Ausstellung in Dresden eröffnet wird, die auch in weiteren
Großstädten gezeigt werden soll. Nur über Aufklärung und Information über die 600-jährige Geschichte von Sinti und Roma in Deutschland können die seit Jahrhunderten tiefsitzenden antiziganistischen Klischees in der Gesellschaft geändert und durchbrochen werden.“

Katja Meier, Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung: „Obwohl sie seit mehr als 600 Jahren in Europa zu Hause sind, erfahren Sinti und Sintizze sowie Roma und Romnja tagtäglich Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt. Vorurteile und Stereotype prägen noch immer das Bild dieser Minderheit in Deutschland. Während des Holocaust hat das 500.000 Sinti und Sintizze, Roma und Romnja das Leben gekostet. Und auch heute erleben wir wieder eine Zunahme von Hass und Hetze gegen Minderheiten. Dem müssen wir eine klare Haltung entgegensetzen. Auch darum bin ich froh über das Engagement der Deutschen Bahn gegen Antiziganismus und für mehr Solidarität.“

Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland: „Die Sichtbarmachung und der entschlossene Kampf gegen
Antiziganismus ist eine Aufgabe, der wir uns alle gemeinsam stellen müssen. Dem Staat kommt dabei eine besondere Verantwortung zu, auch weil es in staatlichen Institutionen wie der Polizei immer wieder zu Antiziganismus kommt. Die Gesellschaft darf es sich allerdings nicht so leicht machen, diese
große Aufgabe einfach der Politik zu überlassen. Deshalb freut es mich besonders, dass die Deutsche Bahn mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma eng kooperiert, um mehr über Antiziganismus aufzuklären und den Perspektiven von Sinti und Roma Raum zu geben. Die Deutsche Bahn ist
mehr als ein Unternehmen – sie ist ein Stück Deutschland.“

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Theorizing Romani Women’s Struggle in the Face of Authoritarian Neoliberal Capitalism

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Im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Romani und Sinti Feminismus – Geschichte(n), Bewegung(en) und Theorie(n)“ am 24.10.2023 von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Humboldt-Universität Berlin, Hauptgebäude, Hörsaal 1072, Unter den Linden 6, 10117 Berlin. Online unter https://www.youtube.com/@RomnjaPower. Sie wird immer dienstags von 16-18 Uhr in Präsenz durchgeführt.

Angéla Kóczé
The global economic crisis of 2008 was a turning point in Eastern Europe where the majority of Roma are living, that led to the new mode of political economy described as populist, nationalist or referred to as a new mode of neoliberalism as autocratic/authoritarian neoliberal capitalism. This presentation focuses on the unfolding contradictions through an analysis of gendered and racialized social reproduction of Romani women in Eastern Europe. Anti-Roma racism, criminalization of Roma,mobilized alongside workfare and family-oriented policies to restrict or abandon of racialized working poor surplus populations, those who are exploitable or not even useful for capital. How shall we theorize this struggle today?

Angéla Kóczé is an Assistant Professor, Chair of Romani Studies and Academic Director of the Roma Graduate Preparation Program at Central European University in Budapest and Vienna. She has published several peer-reviewed articles and book chapters with various international presses, including Palgrave Macmillan, Ashgate, Routledge and CEU Press, as well as several thematic policy papers related to social inclusion, gender equality, social justice and civil society. In 2013, the Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington, DC, honoured Kóczé with the Ion Ratiu Democracy Award for her interdisciplinary research approach, which combines community engagement and policymaking with in-depth participatory research on the situation of the Roma. She is a co-editor of The Romani Women’s Movement: Struggles and Debates in Central and Eastern Europe (Routledge, 2019, with Violetta Zentai, Jelena Jovanović and Enikő Vincze) and The Roma and their Struggle for Identity in Contemporary Europe (Oxford: Berghahn, 2020, with Huub van Baar)

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Taikon

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Film am 16. Oktober 2023, 19:00 Uhr im Karlstorkino Südstadt, Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg; Schweden 2015 | Regie: Lawen Mohtadi und Tamasz Gellert.

Der Film wird gezeigt im Rahmen des Projektes MEDIALE ANTIZIGANISMEN ERFORSCHEN – LEHRKRÄFTE SENSIBILISIEREN, koordiniert durch die Universität Heidelberg und  die Pädagogische Hochschule Heidelberg, um basierend auf den Ergebnissen einer interdisziplinären Medienanalyse zu Antiziganismus digitale Bildungsmaterialien für eine antiziganismus- und rassismuskritische Lehrkräftebildung zu entwickeln.

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Antiziganismus in der Flüchtlingspolitik

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Im Rahmen der ALTONAER VIELFALTSWOCHE: DIVERSITÄT, ANTIDISKRIMINIERUNG UND DEMOKRATIESTÄRKUNG, 09. –15.10.2023 findet am Donnerstag, 12.10. 2023, 16.30 – 18.00 Uhr im Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V., Familienbildungszentrum für Sinti und Roma, Achtern Born 127c, 22549 Hamburg diese Veranstaltung statt.

Antiziganismus ist in unserer Gesellschaft immer noch sehr präsent. Bei unserer Veranstaltung werden wir ganz besonders auf die aktuelle Flüchtlingspolitik im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg eingehen: Antiziganismus im Herkunftsland, Antiziganismus während der Flucht, Antiziganismus in den Wohnunterkünften sind unsere Themen. Unsere Referenten, Herr Karl Glowacki – Dolmetscher und Sozialarbeiter in den Wohnunterkünften, sowie Herr Christian Rosenberg vom Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. werden die aktuelle Situation der geflüchteten Roma aus der Ukraine beleuchten. Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme.

Anmeldungen bitte bis zum 11.10. an: Dorota Jarominska, info@sinti-verein.de

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„Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“

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Ausstellung im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg  vom 12.10.2023 – 22.11.2023. Die Ausstellung wird am 11. Oktober um 18 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Vernissage mit Kuratorenführung eröffnet.

Vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, übernahmen die Nationalsozialisten in Deutschland die Regierung. Sie etablierten eine terroristische Diktatur und entrechteten, verfolgten und ermordeten Millionen von Menschen. Bei der Durchsetzung und Sicherung ihrer Herrschaft spielten die Konzentrationslager eine zentrale Rolle.

Heute kennen viele die Namen der großen Konzentrations- oder Vernichtungslager wie Buchenwald und Auschwitz, aber nur wenige haben von frühen KZ wie Ahrensbök oder Breitenau gehört. An elf Stationen beleuchtet die Ausstellung „Auftakt des Terrors“ die Rolle und die Funktion, die den frühen Lagern zukamen. Anhand von Biografien von Verfolgten und Tätern zeigt sie auf, wie diese KZ zur Etablierung und Absicherung der NS-Herrschaft beitrugen. Damit stellt sie auch die Zielsetzung des im Frühjahr 1933 unweit von Heidelberg errichteten Konzentrationslagers Kislau in einen größeren Kontext.

Eintritt frei

Eine Ausstellung des Lernort Kislau e.V. Die Ausstellung wurde gefördert durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft.

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HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minderheit zwischen Verfolgung und Selbstbestimmung

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Für Toleranz und Respekt: Deutsche Bahn präsentiert erstmals Ausstellung gegen
Antiziganismus

Die Ausstellung ist bis November in den Hauptbahnhöfen Dresden, Wiesbaden und
Nürnberg zu sehen. Vom 11. Oktober bis 25. Oktober 2023 wird sie im Hauptbahnhof Wiesbaden gezeigt

Die Deutsche Bahn AG (DB) präsentiert die vom Bildungsforum gegen Antiziganismus konzipierte Wanderausstellung „HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minderheit zwischen Verfolgung und
Selbstbestimmung“ im Wiesbadener Hauptbahnhof.

Verschiedene Infopanels geben einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Deutschland. Kernthemen sind Antiziganismus und Verfolgung, aber auch Selbstbestimmung und der lange Kampf um Anerkennung. Mit der Präsentation der Wanderausstellung will die DB dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Grundwerte wie kulturelle Vielfalt und Offenheit zu stärken.

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Mit dieser Ausstellung an unseren Bahnhöfen setzten wir ein deutliches Zeichen gegen antiziganistische Anfeindungen und Übergriffe. Hass und Hetze gegen einzelne Gruppen sind leider wieder salonfähig. Deshalb treten wir als Deutsche Bahn noch entschiedener für Toleranz und Respekt ein. Wir sind ein Unternehmen von Menschen für Menschen. Unsere Gesellschaft funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander.“

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma: „Die Deutsche Bahn setzt heute ein weiteres wichtiges Zeichen, indem diese Ausstellung in Dresden eröffnet wird, die auch in weiteren
Großstädten gezeigt werden soll. Nur über Aufklärung und Information über die 600-jährige Geschichte von Sinti und Roma in Deutschland können die seit Jahrhunderten tiefsitzenden antiziganistischen Klischees in der Gesellschaft geändert und durchbrochen werden.“

Katja Meier, Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung: „Obwohl sie seit mehr als 600 Jahren in Europa zu Hause sind, erfahren Sinti und Sintizze sowie Roma und Romnja tagtäglich Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt. Vorurteile und Stereotype prägen noch immer das Bild dieser Minderheit in Deutschland. Während des Holocaust hat das 500.000 Sinti und Sintizze, Roma und Romnja das Leben gekostet. Und auch heute erleben wir wieder eine Zunahme von Hass und Hetze gegen Minderheiten. Dem müssen wir eine klare Haltung entgegensetzen. Auch darum bin ich froh über das Engagement der Deutschen Bahn gegen Antiziganismus und für mehr Solidarität.“

Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland: „Die Sichtbarmachung und der entschlossene Kampf gegen
Antiziganismus ist eine Aufgabe, der wir uns alle gemeinsam stellen müssen. Dem Staat kommt dabei eine besondere Verantwortung zu, auch weil es in staatlichen Institutionen wie der Polizei immer wieder zu Antiziganismus kommt. Die Gesellschaft darf es sich allerdings nicht so leicht machen, diese
große Aufgabe einfach der Politik zu überlassen. Deshalb freut es mich besonders, dass die Deutsche Bahn mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma eng kooperiert, um mehr über Antiziganismus aufzuklären und den Perspektiven von Sinti und Roma Raum zu geben. Die Deutsche Bahn ist
mehr als ein Unternehmen – sie ist ein Stück Deutschland.“

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Antiziganismuskritische Bildungsarbeit – Von Schule bis „Tim und Struppi“

Extern, Nadine Küßner

Vortrag von Nadine Küßner am 10.Oktober 2023, 18:30 Uhr, HAUS DER JUGEND, Mitternachtsgasse 8, 55116 Mainz
VORTRAG: Nadine Küßner, Bildungswissenschaftlerin

GESPRÄCH: Sejnur Memisi, RYMECAST – SINTI & ROMA PODCAST

Was kann konkret unter Antiziganismus gefasst werden? Wie kann Antiziganismus erkannt werden und was bedeutet das eigentlich für die eigene Rolle in der Praxis? In diesem Beitrag werden auf Grundlage aktueller Erkenntnisse aus der Wissenschaft und mit Hilfe von praktischen Beispielen die verschiedenen Dimensionen des Antiziganismus aufgezeigt. Was dies wiederum für eine antiziganismuskritische Bildung bedeutet, soll anhand von praktischen Erfahrungen erläutert und anschließend zur Diskussion gestellt werden.

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Stadtrundgang zu Widerstand und Bürgerrechtsbewegung von Sinti und Roma in Darmstadt

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5.Oktober, 16:30 Uhr, Große Bachgasse 7, 64283 Darmstadt
Am 5. Oktober bietet der Hessische Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Kooperation mit der VHS Darmstadt einen Stadtrundgang zum Thema Widerstand und Bürgerrechtsbewegung von Sinti und Roma in Darmstadt an.
Der Rundgang dauert circa 2,5h und umfasst eine Wegstrecke von circa 6 km.

Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, wird um eine Anmeldung gebeten unter: https://www.darmstadt-vhs.de/programm/kurs/Widerstand-und-Buergerrechtsbewegung-von-Sinti-und-Roma/C109-06?fbclid=IwAR2-tu-_QaGYMVclGT3F6iqoXtbQvnkZhq2jE2YJFf-TvaW6wubjSzEfhw8

Erstes Forum Sinti und Roma in Deutschland

Extern,

Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Die Beauftragte gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Sintizze sowie Roma und Romnja in Thüringen, Doreen Denstädt, nimmt am Forum Sinti und Roma in Deutschland teil.
Ort: Humboldt Carré, Konferenz- und Eventzentrum, Behrenstraße 42, 10117 Berlin

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EINWEIHUNG DER GEDENKSTELLE

Extern,

für die 1935 an den Steinfelder Weg zwangsumgesiedelten und 1940 deportierten Sinti und Roma aus Flensburg und Umgebung am Freitag, den 29. September 2023 von 16 – 18 Uhr am Steinfelder Weg, Ecke Valentinerallee, 24941 Flensburg

Über das Programm und den genauen Ablauf siehe

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Sinti und Roma in Geschichte und Erinnerung. Europäische und regionale Perspektiven

Wissenschaftliche Tagung am 28. und 29. September 2023 im IWALEW Haus Bayreuth, Wölfelstraße 2, 95444 Bayreuth; Beginn: 9.30 Uhr.

Bei der Tagung handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Institut für Fränkische Landesgeschichte, dem Verband Deutscher Sinti und Roma (Landesverband Bayern e.V.) und der Evangelischen Arbeitsstelle Antiziganismus in Bayern.

Donnerstag, 28. September 2023

09:30 Uhr Begrüßung Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz
09:45 Uhr Grußwort Ludwig Spaenle, Antisemitismus-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung
10:00 Uhr Grußwort Erich Schneeberger, Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma (Bayern)

10:15 Uhr Martin Ott: Einführung in die Tagung

Grundlagen
10:45 Uhr Ulrich F. Opfermann: Forschung zur Geschichte der mitteleuropäischen Sinti der Frühen Neuzeit
11:15 Uhr Gerhard Baumgartner: Geschichte der Sinti und Roma ein Forschungsüberblick (Moderne)

Vormoderne
14:30 Uhr Günter Dippold: „wären also übler dran als ein Kettenhund“. Zur Verfolgung von „Zigeunern“ im frühneuzeitlichen Franken
15:15 Uhr Matej Beránek: Staatliche Verfolgungen in der Slowakei

Aktuelle Forschungsprojekte
16:00 Uhr Eric Salomon: Grenzübergreifende staatliche Verfolgungsmaßnahmen in der Frühen Neuzeit (Franken, Böhmen, Obere Pfalz)
16:30 Uhr Joey Rauschenberger: Wiedergutmachung für Sinti und Roma. Verwaltungspraxis der Entschädigung von NS-Unrecht in Baden-Württemberg 1945–1975
17:00 Uhr Laura Soréna Tittel: Die Inszenierung staatlicher Macht in antiziganistischen Bildern von Früher Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert

19:00 Uhr Diskussionsrunde: Erinnerungskultur heute: Dotschy Reinhard, Robert Sigel, Hans Woller, Roberto Paskowski

Freitag, 29. September 2023
NS-Zeit
09:00 Uhr Frank Reuter: Resonanzräume. Zeugenschaft von Sinti und Roma nach dem Völkermord
09:40 Uhr Ulrich Schlee: Deportation der Sinti aus Oberfranken
10:20 Uhr Hans Woller: Antiziganismus nach 1945

Erinnerung / Vermittlung vor Ort
11:15 Uhr Leonard Stöcklein: Gegen jeden Widerstand?! Gedenkorte der Sinti und Roma in Bayern
12:00 Uhr Monika Müller: Sinti und Roma im bayerischen Geschichtsunterricht. Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven

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Eröffnung des Informations- und Kulturzentrums der Roma und Sinti in Sachsen (IKS)

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Am 28. September 2023, 17 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße 54, 04275 Leipzig

Das IKS ist der erste offizielle Begegnungs- und Kennenlernort zwischen Roma und Sinti und allen anderen Menschen in Sachsen. Ein Ort der Vernetzung, der Informationen und der Weiterbildung. Unter einem Dach werden das Fachnetzwerk, der Kooperationspartner Romano Sumnal und die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Sachsen (MIA) Veranstaltungen, Ausstellungen und dauerhafte Informationsangebote anbieten und regelmäßig ansprechbar sein.

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Auf den Spuren der Rom*nja und Sint*ezze gestern und heute

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Stencil-Workshop mit Anne Klopfer und Renata Horvathova (RomaRespekt) am Mittwoch, 27. September 2023 16.00 – 19.00 Uhr in: Weiterdenken, Kraftwerk Mitte 32, 01067 Dresden.

Wer sind die Rom*nja und Sint*ezze in Deutschland heute? Was gibt es über Kultur, Sprache und Menschen zu lernen? Wie können wir ohne Vorurteile neue Bilder produzieren? Die Unsichtbarkeit der Rom*nja und Sint*ezze wollen wir im Workshop durch verschiedene Geschichten von Persönlichkeiten sichtbar machen. Wer sind die Rom*nja und Sint*ezzen aus Sport, Musik, Philosophie, Literatur, Film und Subkultur?

Am bekanntesten sind Charly Chaplin, Elvis Presley, Sido und vielleicht noch Johann Wilhelm Trollmann oder Romani Rose. Der Workshop stellt deshalb vor allem interessante Mädchen und Frauen vor. Im Workshop lernt ihr Persönlichkeiten kennen und im Anschluss stenceln wir deren Porträts oder Namen. Mit Siebdrucktechnik können die gestencelten Porträts dann auf Beutel oder Shirt’s gedruckt werden.

Bringt gern alte Klamotten oder Stoffe die bedruckt werden können mit. Die restlichen Materialien und Beutel stellen wir zur Verfügung.

Das Angebot findet im Rahmen der Interkulturellen Tage statt: https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/aktuelles/ikt-2022.php?pk_campaign=Shortcut&pk_kwd=InterkulturelleTage

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Schöne neue Arbeitswelt Ausbeutung und Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt

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Dienstag, 26. September 2023, 9.30 – 16.00 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50-58, 44147 Dortmund

Fachtagung  der AWO-Integrationsagentur und der Migrationsdienste der AWO – Unterbezirk Dortmund, die im Rahmen des Rom*nja Kulturfestivals Djelem Djelem 2023 stattfinden wird.

Die Visaliberalisierung (Aufhebung der Visumpflicht) in der EU brachte viele Vorteile aber auch Herausforderungen mit sich. So ist die Gefahr, in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse zu geraten für Zugewanderte aus Südosteuropa besonders groß. Arbeitgeber*innen nutzen die Abhängigkeit und die Unwissenheit der zugewanderten Arbeitnehmer*innen häufig aus, umgehen geschickt Gesetze und Richtlinien und unterlaufen selbst die Mindeststandards der Arbeitsbedingungen in Deutschland. Dabei sind Frauen* und insbesondere Romnja* oft überproportional im Niedriglohnsektor beschäftigt und von prekären Arbeitsverhältnissen sowie Ausbeutung betroffen. Die Fachtagung soll Hintergrundinformationen zu der Situation von Betroffenen liefern und Wege aufzeigen, ihre Situation zu verbessern.

Anmeldungen: bitte unter Angabe der Institution bis zum 20. September per E-Mail: j.wenzel@awo-dortmund.de

Weitere Informationen und das konkrete Tagungsprogramm

HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minderheit zwischen Verfolgung und Selbstbestimmung

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Für Toleranz und Respekt: Deutsche Bahn präsentiert erstmals Ausstellung gegen
Antiziganismus

Die Ausstellung ist bis November in den Hauptbahnhöfen Dresden, Wiesbaden und
Nürnberg zu sehen. Vom 25. September bis zum 8. Oktober 2023 ist die Ausstellung im Dresdner Hauptbahnhof zu sehen.

Die Deutsche Bahn AG (DB) präsentiert die vom Bildungsforum gegen Antiziganismus konzipierte Wanderausstellung „HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minderheit zwischen Verfolgung und
Selbstbestimmung“ im Dresdner Hauptbahnhof.

Verschiedene Infopanels geben einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Deutschland. Kernthemen sind Antiziganismus und Verfolgung, aber auch Selbstbestimmung und der lange Kampf um Anerkennung. Mit der Präsentation der Wanderausstellung will die DB dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Grundwerte wie kulturelle Vielfalt und Offenheit zu stärken.

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Mit dieser Ausstellung an unseren Bahnhöfen setzten wir ein deutliches Zeichen gegen antiziganistische Anfeindungen und Übergriffe. Hass und Hetze gegen einzelne Gruppen sind leider wieder salonfähig. Deshalb treten wir als Deutsche Bahn noch entschiedener für Toleranz und Respekt ein. Wir sind ein Unternehmen von Menschen für Menschen. Unsere Gesellschaft funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander.“

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma: „Die Deutsche Bahn setzt heute ein weiteres wichtiges Zeichen, indem diese Ausstellung in Dresden eröffnet wird, die auch in weiteren
Großstädten gezeigt werden soll. Nur über Aufklärung und Information über die 600-jährige Geschichte von Sinti und Roma in Deutschland können die seit Jahrhunderten tiefsitzenden antiziganistischen Klischees in der Gesellschaft geändert und durchbrochen werden.“

Katja Meier, Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung: „Obwohl sie seit mehr als 600 Jahren in Europa zu Hause sind, erfahren Sinti und Sintizze sowie Roma und Romnja tagtäglich Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt. Vorurteile und Stereotype prägen noch immer das Bild dieser Minderheit in Deutschland. Während des Holocaust hat das 500.000 Sinti und Sintizze, Roma und Romnja das Leben gekostet. Und auch heute erleben wir wieder eine Zunahme von Hass und Hetze gegen Minderheiten. Dem müssen wir eine klare Haltung entgegensetzen. Auch darum bin ich froh über das Engagement der Deutschen Bahn gegen Antiziganismus und für mehr Solidarität.“

Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland: „Die Sichtbarmachung und der entschlossene Kampf gegen
Antiziganismus ist eine Aufgabe, der wir uns alle gemeinsam stellen müssen. Dem Staat kommt dabei eine besondere Verantwortung zu, auch weil es in staatlichen Institutionen wie der Polizei immer wieder zu Antiziganismus kommt. Die Gesellschaft darf es sich allerdings nicht so leicht machen, diese
große Aufgabe einfach der Politik zu überlassen. Deshalb freut es mich besonders, dass die Deutsche Bahn mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma eng kooperiert, um mehr über Antiziganismus aufzuklären und den Perspektiven von Sinti und Roma Raum zu geben. Die Deutsche Bahn ist
mehr als ein Unternehmen – sie ist ein Stück Deutschland.“

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Sinti und Roma im KZ Buchenwald

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Sonntag, 24.9.2023, 11 Uhr, Information, Gedenkstätte Buchenwald, 99427 Weimar

Die Geschichte der Sinti und Roma in Europa ist auch 2023 weiten Teilen der Gesellschaft kaum oder gar nicht bekannt. Dass diese auch während der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der Verfolgung standen, geht in dem thematischen Umfeld von Weltkrieg und Holocaust oft unter. In meinem Rundgang setze ich mich neben der Geschichte des Antiziganismus mit typischen Stereotypen und Vorurteilen die Sinti:zze und Rom:nja betreffend auseinander. Ich zeige auf, wie das „rassebedingte“ Handeln der Nationalsozialisten systematisiert wurde und schließlich im Porajmos, dem planmäßigen Völkermord an den Sinti und Roma, gipfelte. Anhand ausgewählter Biografien und historischer Orte zeichne ich Lebensstationen von Menschen nach, die als „Zigeuner“ verunglimpft und nach Buchenwald gebracht worden waren.

Tickets: 7 Euro, ermäßigt 3 Euro, Dauer:ca. 2,5 Stunden

Ein Angebot der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie aus Mitteln des Freistaates Thüringen.

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NOELIA VARGAS – „LATCHO DROM“

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Fr 22.09.2023 19 Uhr bis 21 Uhr Flamenco im Rahmen der RomnoPower-Kulturwoche 2023 vom 16.09.2023 – 24.09.2023 im Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 | 68159 Mannheim.

Noelia, die international bekannte spanische Flamenco-Tänzerin, präsentiert im Kulturhaus RomnoKher ihre großartige Flamenco-Show „Latcho Drom“. „Latcho Drom“ bedeutet auf Romanes „Habt eine schöne Reise!“ oder „Viel Glück auf Deinem Weg!“ und ist genau das, was die Künstler in dieser Show vermitteln wollen.
Über Jahrhunderte hinweg wurden „Gitanos“, die andalusi- schen Roma, unterdrückt. Der Flamenco zeigt ihre Verzweiflung und Wut, aber auch ihre Widerstandskraft und ihre überschäumende Lebensfreude. Mit „Latcho Drom“ nimmt Noelia Vargas Sie mit auf eine musikalische Reise durch den Reichtum des Flamencos, der mit den tausendjährigen Wurzeln der Sinti und Roma in Europa verbunden ist.

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Intersektionale Diskriminierung von geflüchteten Rom*nja aus der Ukraine in Ungarn

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Intersectional Discrimination experiences of Roma refugees from Ukraine in Hungary

Research report launch and panel discussion on  Thursday, 21. September 2023 17.30 – 19.30, online; registration: info@weiterdenken.de. organizer: Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)

Since the Russian invasion of Ukraine, many Ukrainians have been forced to leave their country. Among them, around 100,000 Roma left their country. Monitoring reports show that in addition to challenges faced during their journey, many Roma face discrimination and a lack of acceptance as refugees. All refugees are vulnerable. Romnja (term for Roma women) from Ukraine face three overlapping forms of discrimination: As women, as refugees and as victims of racism („anti-Romaism“).

There is a lack of research into these intersectional discrimination experiences of Romnja refugees. To address this gap, a team from FU Berlin and Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen undertook a field researrch in April 2023. The one-week long trip included field research in Budapest and Szabolcs-Szatmár-Bereg. There, they conducted interviews with refugees and civil society organisations, and visited housing facilities at the Ukrainian-Hungarian border (around Tiszabecs). Five expert interviews and four narrative interviews were conducted with fleeing Romnja. They recounted their flight experience and current situation in Hungary.

At the event, the research results will be presented. Afterwards, representatives of local and international NGOs will give an insight during a guided panel discussion. Organisations include (tbc): RomaVersitas, border-monitoring and Association of Roma women „Voice of Romni“. They will deliver an update on the current situation regarding discrimination against Rom*nja from Ukraine in Hungary.

The event will be held in English.

This project is a cooperation between Weiterdenken – Heinrich Böll Foundation Saxony and Bildungswerk Berlin of the Heinrich Böll Foundation Berlin, as well as Heinrich Böll Foundation Prague, the regional office that coordinates the foundation’s activities in Hungary.

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Gemeinsam gegen Antisemitismus und Antiziganismus, für Betroffenenperspektiven und Solidarisierungen!

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Informationsveranstaltung am 21.09.2023 ab 18:30 Uhr im Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz, Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz

Antisemitismus und Antiziganismus – zwei Phänomene, die sich sehr unterschiedlich äußern und einen erheblichen Einfluss auf das Leben von betroffenen Menschen haben. Nicht zuletzt stellen beide Phänomene eine Gefahr für unsere demokratische und pluralistische Gesellschaft dar. Doch an wen können sich Juden und Jüdinnen, Sinti* und Roma* und andere Betroffene sowie Zeugen*innen in Rheinland-Pfalz oder in einem anderen Bundesland wenden, wenn sie antisemitische oder antiziganistische Vorfälle erleben?

In einer gemeinsamen Veranstaltung präsentieren sich die drei Fachstellen Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Rheinland-Pfalz (MIA-RLP), Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS) und Melde- und Dokumentationsstelle für menschenfeindliche Vorfälle in Rheinland-Pfalz (m*power) und geben Ihnen einen Einblick in ihre Dokumentationsarbeit, Beratungsangebote sowie Planungen zu Bildungsaktivitäten. In diesem Rahmen werden auch Betroffene von Antisemitismus und Antiziganismus selbst zu Wort kommen.

Mit dieser Veranstaltung zeigt sich auch, dass eine Solidarisierung stattfindet zwischen jenen, die sich Antisemitismus oder Antiziganismus ausgesetzt sehen.

Anmeldung erforderlich unter info@meldestelle-rlp.de

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Rassismus- und Antisemitismuserfahrungen von Pädagog*innen in Jugendarbeit, Schule und Bildung

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Online-Austausch am 21. Sep 2023 – 14:30, Veranstalter_in: Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment, Anmeldung über Online-Formular.

Viele, die sich in Jugendarbeit, Schule und Bildung gegen Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus engagieren, sind in ihrer Arbeit selbst davon betroffen und gehen unterschiedlich damit um. Einige wollten eigentlich primär Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen werden, sehen sich aber als eine*r von wenigen Schwarzen oder afro-diasporischen Menschen, Muslim*innen oder Jüdinnen_Juden, asiatisch gelesenen Deutschen oder Rom*nja und Sinti*zze… immer wieder auf ihre vermeintliche Andersartigkeit zurückgeworfen. Einige verbinden ihre professionelle Rolle mit dem Auftrag, Diskriminierung gegenüber marginalisierten Gruppen abzubauen, andere stören sich an den Spannungen in ihrer Doppelrolle. Die einen setzen gezielt auf Identifikation mit der Community, die anderen machen Weißsein zum Thema – oder auch alles gleichzeitig.

Die Veranstaltung richtet sich an Praktiker*innen aus Jugendarbeit, Schule und Bildung mit eigenen Antisemitismus- und/oder Rassismuserfahrungen, die sich vor ihrem professionellen Hintergrund mit den angesprochenen Punkten befassen wollen. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 30 begrenzt.

Moderation: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum) und Michelle Pantke (Amadeu Antonio Stiftung)

Input: Nitzan Menagem (Hashomer Hatzair Deutschland) und Melissa Sejdi (Romano Sumnal e.V.)

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Rain of Ash: Roma, Jews and the Holocaust

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Wednesday 20 September 2023 12:00-1:00 pm (EDT) VIRTUAL

Founder of the field of Critical Romani Studies Ethel Brooks will chat with award-winning author Ari Joskowicz about his new book, Rain of Ash: Roma, Jews, and the Holocaust. Jews and Roma died side by side in the Holocaust, yet their murder has not been recognized equally. The Jewish experience of genocide increasingly occupied the attention of legal experts, scholars, educators, curators, and politicians in the postwar years, while the genocide of Europe’s Roma and Sinti remained out of the frame. Prof. Ethel Brooks, Chair of Women’s, Gender, and Sexuality Studies at Rutgers University, and Prof Ari Joskowicz, Chair of the Department of Jewish Studies, Vanderbilt University, will discuss Joskowicz’s exploration of the simultaneous suffering of Roma and Jews during the Holocaust, as well as the unequal yet necessary entanglement of their quests for historical justice and self-representation. Rain of Ash was awarded the 2022 Ernst Fraenkel Prize.

Chair: Prof. Raz Segal

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VERLEIHUNG DES KULTUR- UND EHRENPREISES DER SINTI UND ROMA

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Mi 20.09.2023 20 Uhr bis 21 Uhr im Rahmen der RomnoPower-Kulturwoche 2023 vom 16.09.2023 – 24.09.2023 im Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 | 68159 Mannheim.

Seit 2014 vergibt der VDSR-BW den Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma für besondere Verdienste in den Bereichen Kultur, Bildung und Bürgerrechte. Die Preisverleihung findet immer am Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung von Sinti und Roma auf dem Territorium des heutigen Deutsch- lands (20. September 1407 in Hildesheim) statt.
Unsere diesjährigen Preisträger haben Herausragendes für die Minderheit geleistet – u.a. als Intellektueller und Sprachforscher, Bürgerrechtsaktivist und kulturell Engagierter sowie als Zeitzeugin der nationalsozialistischen Verfolgung und Unterstützerin junger Sinti und Roma.

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WAKE UP ON MARS

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So 17.09.2023 19 Uhr bis 21 Uhr, Film im Rahmen der RomnoPower-Kulturwoche 2023 vom 16.09.2023 – 24.09.2023 im Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 | 68159 Mannheim.

Regie: Dea Gjinovci, Dauer: 74 min Sprachen: Albanisch, Schwedisch mit englischen Untertiteln. (Eine deutsche Übersetzung liegt im Kulturhaus RomnoKher aus.)

Furkan, das jüngste Mitglied einer in Schweden lebenden Roma-Familie, versucht, mit der mysteriösen Krankheit seiner beiden Schwestern fertig zu werden. Ibadeta und Djeneta befinden sich seit mehreren Jahren in einem komaähnlichen Zustand und sind Opfer des sogenannten „Resignationssyn- droms“. Die Familie versucht ein normales Leben in Mittel- schweden zu führen, aber bisher wurde ein Asylantrag nach dem anderen abgelehnt. Furkan versucht, seiner Realität zu entfliehen, indem er sein eigenes Raumschiff baut, um seinen Traum zu verwirklichen: auf dem Mars zu leben und seine beiden Schwestern zu retten. Im Mittelpunkt steht eine Frage: „Was passiert mit Menschen, was passiert mit Kindern, wenn alle Hoffnung verloren ist?“
Die Regisseurin Dea Gjinovci ist eine schweizerisch-albanische Dokumentarfilmerin, die zwischen Paris, London und Genf lebt. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm „Wake up on Mars“ wurde vom Sundance Film Institute unterstützt, beim Tribeca Film Festival 2020 aufgeführt, war auf zahlreichen Festivals zu sehen und wurde 2022 für den Swiss Film Award in Zürich als „Bester Dokumentarfilm“ nominiert. Ihre Arbeit wurde als „eine reine Verkörperung der menschlichen Würde“ beschrieben.

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DER KOFFER MEINES GROSSVATERS

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Sa 16.09.2023 20 Uhr bis 21:45 Uhr im Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 | 68159 Mannheim im Rahmen der RomnoPower-Kulturwoche 2023 vom 16.09.2023 – 24.09.2023.

Theaterstück von Mustafa Zekirov, Rom, Musiker, Schauspieler, Liedermacher und Hobbymaler.

Mit seinem Monodrama „Der Koffer meines Großvaters“ – seinem „intimen Geständnis“, wie er es nennt – tritt er als Mensch und als Künstler mit dem Publikum in Kontakt, um von der Lage seiner Menschen zu berichten. Durch Musik, Lieder und persönlich Erlebtes erzählt er die Geschichte der Reise eines Roma-Mannes und des „Koffers“, den er mit sich trägt …

„Nach fast zehn Jahrhunderten der Reise von Indien bis hierher haben es die Gadsche geschafft, uns von ihren Vorurteilen uns gegenüber zu überzeugen. Nun liegt es an uns, diese Vorurteile zuerst in uns und dann bei anderen zu überwinden.“
Die Inszenierung „Der Koffer meines Großvaters“ ist die erste künstlerische Zusammenarbeit von Mustafa Zekirov (Schauspieler) und Rahim Burhan (Regie) nach ihrer gemeinsamen Arbeit im Roma-Theater „Pralipe“.

Verband Deutscher Sinti & Roma, Landesverband Baden-Württemberg e. V.
Anmeldung elefon +49 (0)621 911091-00 E-Mail info@sinti-roma.com

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Umgang mit Antiziganismus

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Fortbildung am Samstag, 16.09.2023, 10.00 – 15.00 Uhr im Zukunftsladen in Toitenwinkel, 18147 Rostock.

Im Rahmen der Fortbildung werden Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus thematisiert. Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für
Gegenstrategien aufgezeigt werden.

Veranstalter*in: Bildungsforum gegen Antiziganismus; Dokumentationszentrum „Lichtenhagen im Gedächtnis“.
Anmeldung: lichtenhagenarchiv@soziale-bildung.org

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„Sinti und Roma in Mecklenburg und Vorpommern“

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BUCHVORSTELLUNG am Donnerstag, 14.09.2023, 19.00 Uhr im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Straße 21 18057 Rostock
Die Annalise-Wagner-Preisträgerin Natalja Jeske hat sich auf die Suche nach Spuren von Sinti und Roma im Nordosten Deutschlands gemacht. Anhand zahlreicher Quellen und Zeitzeugenaussagen berichtet sie in ihrem Buch über den Kampf von Sinti und Roma um Selbstbehauptung als Bürgerinnen und Bürger der deutschen Gesellschaft ebenso wie über ihre dramatische Verfolgungsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus.

Veranstalter*in: RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V.; Landeszentrale für
politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern; Literaturhaus Rostock; Dokumentationszentrum „Lichtenhagen im Gedächtnis“

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Stadtführung auf den Spuren der Heidelberger Sinti

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12.09.2023, 17:00 – 18:30 Uhr; Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

In das Sammellager am Hohenasperg verschleppten NS-Schergen im Frühjahr 1940 hunderte Sinti aus ganz Südwestdeutschland – darunter auch Familien der Minderheit aus Heidelberg. Nur wenige Tage später begann die Deportation der Kinder, Frauen und Männer in die Gettos und Konzentrationslager im besetzten Polen.

Vor ihren ehemaligen Wohnungen in der Steingasse, der Kleinen Mantelgasse oder der Pfaffengasse wird vom Schicksal der Familien Reinhardt, Lehmann, Winter und Steinbach berichtet. Der Rundgang stoppt in der Steingasse auch vor dem Sandsteinrelief, mit dem seit 1993 an die Heidelberger Opfer des NS-Völkermordes erinnert wird

Treffpunkt ist das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in der Bremeneckgasse 2.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Intervene! 1. Workshop zur Erarbeitung von Interventionen zur Erinnerung an Sinti* und Roma*

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Workshop am 12.09.2023, 10:00 Uhr – 12.09.2023, 16:00 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

Die Gedenkstätte Sachsenhausen und das Bildungsforum gegen Antiziganismus laden Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen & politische Bildner*innen, die sich für die Erinnerung an die NS-Verbrechen an den Sinti* und Roma* und gegen Antiziganismus in der Gegenwart engagieren, ein, in den Ausstellungen und auf dem Gelände der Gedenkstätte mit ihren Gedanken und Positionen zu intervenieren.

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird an unterschiedlichen Orten an die Verfolgung der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus erinnert. Im Rahmen von zwei Workshops in der Gedenkstätte und darauf aufbauenden Online-Treffen wollen wir uns mit diesen Orten auseinandersetzen und Interventionen entwickeln. Die Workshops sehen wir als wortwörtliche Werkstätten an, in denen wir miteinander diskutieren und das gemeinschaftliche Ausstellungsmachen ausprobieren. Wir fragen uns: Wie könnten Ausstellungen in der Zukunft aussehen, wenn sie gemeinsam von Menschen mit vielfältigen Expertisen gestaltet werden? Die Interventionen sollen neue Perspektiven in die Gedenkstätte bringen und Diskussionswürdiges sichtbar machen. Gibt es Orte oder Objekte, die besondere Aufmerksamkeit verdienen? Wo lassen sich Bezüge zur Gegenwart, zum Beispiel zu gegenwärtigem Antiziganismus, herstellen? Wie sieht der Umgang mit Exponaten aus, die direkter Ausdruck der antiziganistischen Verfolgungspraxis sind?

Die Interventionen – die ganz unterschiedliche Gestalt annehmen können – werden am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus des Landes Brandenburg am 29. Januar 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt.

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45 Jahre Verteidigung der Bürgerrechte deutscher Sinti und Roma

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07.09.2023, 17:00 – 18:30 Uhr; Veranstaltungsort: Maison de Heidelberg, 4 rue des Trésoriers de la Bourse, 34000 Montpelllier

Vernissage in Anwesenheit von Dotschy Reinhardt, Vertreterin des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma (Heidelberg), und der Delegation der Stadt Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg.

„Diese Ausstellung ist allen Sinti und Roma gewidmet, die sich nach dem Ende des Nazi-Regimes in Deutschland und Europa für die Rechte unserer Minderheit eingesetzt haben, sowie allen Freunden und Unterstützern, ohne die unsere Arbeit für die Bürgerrechte nicht die Anerkennung erhalten hätte, die sie heute erfährt. Diese Ausstellung ist auch den jüngeren Generationen gewidmet, die diesen Weg, der noch lange nicht zu Ende ist, weitergehen werden.“ (Romani Rose, 2016)

Sinti und Roma leben seit über 600 Jahren in Deutschland, wo sie eine fest etablierte nationale Minderheit bilden. Gleichzeitig halten sich die Vorurteile ihnen gegenüber seit Jahrhunderten hartnäckig und reichen von versteckter oder offener Diskriminierung bis hin zu rassistischer Verfolgung. Bis Anfang der 1980er Jahre wussten nur wenige, dass über 500.000 Sinti und Roma von den Nationalsozialisten systematisch verfolgt und ermordet wurden.

Nach 1945 wurden die rassistischen Denkmuster des Nationalsozialismus in staatlichen Institutionen wie der Polizei und dem Justizsystem weitgehend fortgeführt. Der Zugang der vom NS-Regime verfolgten Angehörigen der Minderheit zu Entschädigungen wurde immer wieder behindert und die Strafverfolgung der für den Völkermord Verantwortlichen schnell eingestellt. So konnten Polizisten, die direkt an der Verfolgung von Sinti und Roma beteiligt gewesen waren, ihre Karriere in der Bundesrepublik Deutschland ungestört fortsetzen. In den Entschädigungsverfahren legten dieselben Polizisten Sachverständigengutachten vor, in denen die rassistische Verfolgung von Sinti und Roma während der NS-Zeit bestritten und geleugnet wurde. Diese Sichtweise wurde in einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1956 aufgegriffen, das jede Möglichkeit einer Entschädigung für Sinti und Roma, die jahrelang vom NS-Regime verfolgt wurden, blockierte…

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Bildungssituation(en) von ausländischen Roma in der Schule

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14. Dialogveranstaltung im Rahmen des Aktionsplans Roma von: Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung am 04.09.2023: 14:00 – 17:00 Uhr; online

Die vierte Dialogveranstaltung im Jahr 2023 – im Programmdialog die 14. Dialogveranstaltung – beschäftigt sich mit dem Thema Bildungssituation(en) von ausländischen Roma in der Schule.
Dr. Karin Cudak, Europa-Universität Flensburg stellt die Bildungssituation(en) von Sinti und Roma im deutschen Bildungssystem vor. Danach präsentiert Francesca Ialuna, Universität Duisburg-Essen die Ergebnisse der NaDiRa-Kurzstudie zum Thema „Antiziganismus in der Schule“.

Im zweiten Teil der Dialogveranstaltung tauschen sich Veronika Patočková, RomaTrial e.V., Ágnes Simon, Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. und Diana Dima, Kulturen im Kiez e.V. über Diskriminierungserfahrungen im Bildungssystem und über Möglichkeiten der Meldung, Dokumentation, Auseinandersetzung und des Vorgehens aus.

Kontakt: programmdialog@minor-wissenschaft.de

Programm: Download als PDF (0,2 MB)

Zoom Link: https://us06web.zoom.us/j/83257750232

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Der Weg der Sinti und Roma

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Mobile Ausstellung vom 1.9.2023 bis 26.9.2023 im Einkaufzentrum bé in der Nürnberger Straße 43–47, 36179 Bebra.

Die Ausstellung  vom Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Hessen kann bis einschließlich 26. September jeden Montag bis Freitag von 12.00 ‑18.00 Uhr und samstags von 11.00 — 16.30 Uhr besucht werden. Audioguides zur Ausstellung können vor Ort ausgeliehen werden. Zudem stehen zwei Medienstationen zur Verfügung, die viele weitere Informationen zum Thema Antiziganismus, aktuelle Analysen sowie Zeitzeug*inneninterviews enthalten.

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„Angriff Auf DIE Demokratie“

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24.08.2023 – 18:00 bis 21:00 Uhr, Bildungszentrum Mer Ketne, Königstraße 3, 32423 Minden

Andre Wolf referiert über die Rolle der sozialen Medien und gibt interessante Einblicke in die demokratiegefährdende Rolle von Fake News.

Wie können wir Fake News erkennen, wie können wir ihnen entgegenwirken, spielen Fake News auch eine Rolle beim Antiziganismus?

Eine Anmeldung ist bis zum 18. August per E-Mail an info@sintiroma.eu möglich.
Verein Deutscher Sinti e. V. Minden, http://www.sintiroma-minden.de
Projekt Mer Ketne – Wir zusammen!
Verein Deutscher Sinti e. V. Minden, 32423 Minden

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Solidarität und Erinnern – Europäischer Holocaust-Gedenktag für die Roma

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Mittwoch, 2. August 2023, 17:30 Uhr, Rom e.V. Venloer Wall 17, 50672 Köln

Am 2. August 2023 lädt Rom e.V. zu der Veranstaltung ein.

Gemeinsam soll an die Opfer erinnert werden, die während des Genozids an Sinti:ze und Rom:nja in der NS-Zeit, auch Samuradipen genannt, ihr Leben lassen mussten. Es ist von großer Bedeutung, ihre Geschichte und ihr Leid nicht zu vergessen.

Die Gedenkfeier wird ein Ort der Solidarität und des Zusammenhalts sein. Es soll aber auch die Perspektive der Hoffnung spürbar gemacht werden, gemeinsam mit Freund:innen und Verbündet:innen zu gedenken.

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Europäischer Holocaust-Gedenktag der Sinti und Roma

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Gedenkveranstaltung am 02.08.2023 ab 11:00 Uhr, Mahnmal für deportierte Sinti und Roma, Bischof-Stein-Platz, 54290 Trier

In der Nacht vom 2. auf 3. August 1944 wurden die letzten ca. 4.300 Sinti und Roma im sog. „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau ermordet.
Seit den 1980er Jahren wird der 2. August von Selbstorganisationen der Minderheit als Gedenktag für alle Sinti und Roma-Opfer begangen.
Am 15. April 2015 erkannte auch das europäische Parlament mit einer Resolution den 2. August als Europäischen Gedenktag für den
NS-Völkermord an Sinti und Roma an.

Der Landesverband begeht den Gedenktag dieses Jahrmit einer Kranzniederlegung am Mahnmal in Trier.

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Lesung am Gedenktag zum Genozid an den Sinti und Roma

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Berichte, Biografien, Lyrik am 02.08.2023, 17:00 Uhr im S-Forum, Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg

Insgesamt wurden im Deutschen Reich und den von der Wehrmacht besetzten Ländern Osteuropas bis zu 500.000 Sinti und Roma von den Nationalsozialisten umgebracht. Noch immer gilt der „Porajmos“ (dt. „das Verschlingen“) als ein „vergessener Holocaust“, weil er in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist und die Überlebenden lange dafür kämpfen mussten, überhaupt als Opfer der Verfolgung durch die Nazis anerkannt zu werden.

Seit 2015 gilt der 2. August als europäischer Gedenktag für die Opfer des Porajmos. Die Stadt Augsburg und der Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben würdigen das Datum mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung und möchten damit zugleich ein Zeichen gegen Rassismus und Antiziganismus setzen.

In diesem Jahr findet das Gedenken in Form einer musikalisch umrahmten Lesung von Zeitzeugenberichten, Opferschicksalen sowie Lyrik von Autorinnen wie Ceija Stojka statt. Eröffnet wird die Lesung mit Beiträgen von Bürgermeisterin Martina Wild und Marcella Reinhardt, der Vorsitzenden des Regionalverbands.

Eine Veranstaltung der Stadt Augsburg und des Regionalverbands Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V.

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Zum Gedenken anlässlich des europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma

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Einladung des Vereins Roma Integration Zentrum – RIZ e.V. und des Bildungsforums gegen
Antiziganismus am 02. August 2023, Mittwoch, 02. August 2023, 15:00 – 16:15 Uhr, Gedenkhalle Oberhausen, Konrad-Adenauer-Alle 46 Oberhausen, 46049 Oberhausen
Dieser Gedenktag ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweit gesetzlich verankerter Gedenktag. Im Jahr 2015 wurde er von der EU als „European Holocaust Memorial Day for Sinti and Roma“ beschlossen. Wir möchten unter dem Motto: „Ma bister, hem dik“ (Vergiss nicht, und schau hin) auch in Oberhausen ein Zeichen des Respekts setzten, und diesen Tag mit einer Veranstaltung ehren.

Wir bitten Sie bis zum 29.07.2023 Ihre Anwesenheit/und Personenanzahl per Mail zu bestätigen unter der Adresse: info@romaintegrationzentrum.de

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Einweihung der Gedenktafel für Sinti und Roma aus Koblenz

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02. August 2023 – 15:30 bis 17:00 Uhr, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Straße der Nationen, 16798 Fürstenberg/Havel

Aus Anlass des Europäischen Gedenktages für die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma wird am 2. August 2023 um 15.30 Uhr in der Gedenkstätte Ravensbrück eine Gedenktafel für die in das KZ Ravensbrück deportierten Sinti und Roma aus Koblenz eingeweiht. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung ein.

Das von der Stadt Koblenz gestiftete Erinnerungszeichen geht auf eine Initiative des Vereins „Kultur und Integration Rheinland-Pfalz e.V. (für Sinti und Roma und Menschen in Not)“ und dem Swing-Musiker Django Heinrich Reinhardt zurück, dessen Familie zunächst nach Auschwitz und dann nach Ravensbrück verschleppt wurde.

Nach einer Begrüßung werden Dr. Margit Theis-Scholz, Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Lara Raabe, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Antiziganismus des Historischen Seminars der Universität Heidelberg, sowie Django Heinrich Reinhardt und Michael Weiß vom Verein „Kultur und Integration RLP e.V.“ sprechen. Musikalische begleitet wird die Gedenkveranstaltung vom Jazz-Duo Taylor Swing & Amando, die ebenfalls aus der Musikerfamilie Reinhardt stammen. Im Anschluss laden wir dazu ein, bei einem Kaffee ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung findet am „Neuen Gedenkort“ in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück statt. Wir bitten Sie bei Ihrer Anreise die aktuellen Umleitungen und Sperrungen auf der B96 zu berücksichtigen.

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Wissenschaftsstadt Darmstadt gedenkt der im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma

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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gedenkt am Mittwoch, 2. August 2023, um 18.30 Uhr gemeinsam mit dem Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma und der Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“ der Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, deportiert und hunderttausendfach ermordet wurden. Das Gedenken findet am Mahnmal vor dem Justus-Liebig-Haus in der Große Bachgasse, 64283 Darmstadt stat; es spricht Bürgermeisterin Barbara Akdeniz in Vertretung für Oberbürgermeister Hanno Benz.

Einige der Darmstädter Sinti und Roma wohnten in der Nähe des Mahnmals in der Großen Bachgasse, das an sie und das Unrecht erinnert, das ihnen zugefügt wurde. Dort werden von der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Bürgerinnen und Bürger jährlich am 2. August Gedenkveranstaltungen ausgerichtet. Das Datum bezieht sich auf den 2. und 3. August 1944, das heißt auf die Tage, an denen Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der SS liquidiert und Tausende Menschen in den Gaskammern ermordet wurden.

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Gedenkveranstaltung zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August 2023

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2. August 2023, 11.15 Uhr in Stanisławy Leszczyńskiej 11, 32-600 Oświęcim, Polen; online.

Die Kinder, kranken und alten Menschen hatten keine Chance zu überleben: In der Nacht vom 2. August 1944 wurden diese letzten 4300 Sinti und Roma im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der SS – trotz ihres erbitterten Widerstands – in die Gaskammern getrieben und ermordet.

Zum 79. Jahrestag der Auflösung des Lagerabschnitts B II e laden der Zentralrat und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit dem Verband der Roma in Polen und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau am 2. August 2023 zu der zentralen internationalen Gedenkveranstaltung an den Ort des Menschheitsverbrechens ein. Erst 2015 wurde dieser Tag vom Europäischen Parlament als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma anerkannt.

Hochrangiger Gast ist in diesem Jahr mit Nicola Beer die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, die anlässlich des Gedenkens eine Ansprache hält. Für die Holocaust-Überlebenden der Sinti und Roma spricht Gerda Pohl aus Deutschland. Die offizielle Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzten Europa beginnt am Mittwoch, den 2. August 2023, um 11.50 Uhr im Abschnitt B II e der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und endet nach Niederlegung der Kränze am Mahnmal für Sinti und Roma um 13.30 Uhr. Neben Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma aus vielen Ländern, Repräsentanten des polnischen Staates, der Kirchen und anderer internationaler Institutionen und Organisationen, sind auch die Botschafter verschiedener Länder und weitere diplomatische Vertreter anwesend. Zusammen mit dem Internationalen Roma Jugendnetzwerk TERNYPE organisiert das Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrum zudem erneut in Krakau unter dem Titel „Dikh He Na Bister” („Look and don’t forget“) eine mehrtägige Bildungsveranstaltung mit über 150 jungen Sinti und Roma und Nicht-Angehörigen der Minderheit aus ganz Europa, die auch an dem Gedenkakt teilnehmen werden.

Die Gedenkveranstaltung wird live über die Website https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/ gestreamt. Das Video wird dort anschließend dauerhaft mit einem breiten Informationsangebot (DE/EN/PL/Romanes) zum Holocaust an der Minderheit verfügbar sein.

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Vortrag zum Thema Sinti und Roma und Antiziganismus

Extern,

Im Rahmen des Tages der Offenen Tür des Polizeipräsidiums München AM SAMSTAG, 15.07.2023 um 12.30 im Polizeipräsidium, Ettstraße 2 80333 München hält Madhouse gGmbh diesen Vortrag.

Treffpunkt 5 Minuten vor Vortragsbeginn am Treppenaufgang zum Rittersaal.

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Sinti und Roma in Magdeburg: Aufarbeitung der NS- und Nachkriegszeit

Extern, Verena Meier

Am 11. Juli um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer, Alter Markt 6, 39104 Magdeburg.

Die Veranstaltungsreihe des Stadtarchivs widmet sich diesmal einem dunklen Kapitel der Magdeburger Vergangenheit. Verena Meier von der Universität Heidelberg spricht über den Völkermord an Sinti und Roma im Nationalsozialismus und dessen schwierige Aufarbeitung. Die Veranstaltung beginnt am 11. Juli 2023 um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer. Alle interessierten Magdeburger*innen sowie Gäste der Stadt sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Der Völkermord an Sinti und Roma im Nationalsozialismus war ein staatlich organisiertes Verbrechen, das arbeitsteilig umgesetzt wurde. Im Kern des Täter*innen-Netzwerkes stand die Kriminalpolizei. Sie knüpfte an eine längere Tradition der Überwachung von Personen an, die unter der diskriminierenden Fremdbezeichnung „Zigeuner“ zusammengefasst und verfolgt wurden. Im Vortrag wird mit Fokus auf die Kriminalpolizeistelle Magdeburg die Verfolgung im Wechselspiel zwischen lokalen Initiativen und zentralen Direktiven dargelegt. Ebenso wird nach der Kollaboration von Einrichtungen und Einzelpersonen außerhalb der Kriminalpolizei gefragt. Zur Sprache kommen aber auch die Handlungsspielräume und Widerstandsversuche durch die Verfolgten und ihren Helfer*innen.

Schließlich wird die Aufarbeitung der Verbrechen seit dem Kriegsende beleuchtet. Wie gingen die Alliierten und die Organe der DDR mit den Verbrechen sowie der NS-belasteten Kriminalpolizei nach 1945 um und wie verhielt sich die Nachkriegsgesellschaft gegenüber Tätern wie Opfern?

Die Referentin Verena Meier M. A. war unter anderem für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma tätig. Seit 2018 ist sie Doktorandin an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg und arbeitet an ihrer Promotion mit dem Arbeitstitel: „Kriminalpolizei und Völkermord. Die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg und die Aufarbeitung dessen unter den Alliierten sowie in der DDR“. 2022 war sie Dietrich-Moderhack-Stipendiatin der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt.

Das Programm der Veranstaltungsreihe gibt es als Flyer oder online auf www.magdeburg.de/stadtarchiv.

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Antiziganismus – Ein neuer alter Hut?

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In Kooperation mit der Gießener Dext-Fachstelle veranstaltet das Jugendbildungswerk am Dienstag, 11. Juli, von 18 Uhr bis 21 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum Jokus (Ostanlage 25a) die kostenlose Infoveranstaltung. Sinti und Roma sind die größte Minderheit in Europa und seit mehr als 600 Jahren an der europäischen Kultur beteiligt.

Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Geschichte des Antiziganismus und zeigt alltäglichen sowie strukturellen Antiziganismus auf. Sie möchte Hilfestellung geben, Diskriminierungen von Sinti und Roma zu erkennen und ihnen zu begegnen. Es wird erläutert, was Antiziganismus ist und was er für die Betroffenen bedeutet. Anhand von Beispielen werden Handlungsempfehlungen vorgestellt sowie mögliche Entgegnungen und Reaktionen auf antiziganistische Vorurteile aufgezeigt.

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Rassismus gegen Sinti* und Roma* in Geschichte und Gegenwart

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05.07.2023 um 15:00 – 19:00 Uhr in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

Wer sind »Sinti und Roma« eigentlich? Was ist »Antiziganismus«? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Der erste Teil des Seminars ist ein Workshop des Bildungsforums gegen Antiziganismus. Hier werden Ihnen Kenntnisse über die Geschichte und Gegenwart von Sinti* und Roma* vermittelt. Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen von »Antiziganismus« werden thematisiert, welcher als spezifische Form des Rassismus weit verbreitet und gesellschaftlich breit akzeptiert ist. Über die Arbeit mit Biographien von Vertreter*innen der Minderheit nähern Sie sich den vielfältigen Lebensrealitäten von Sinti* und Roma*.

Was hat »Antiziganismus« mit mir zu tun?
Im zweiten Teil werden Sie sich selbst und Ihre Arbeit in Kleingruppen reflektieren – angeleitet durch pädagogische Referent*innen von Selbstorganisationen der Minderheit. Hierdurch können Sie auch Selbstorganisationen der Sinti* und Roma* aus Berlin kennenlernen.
Diese Veranstaltung ist Teil der der Veranstaltungsreihe „Politische Bildung für pädagogische Fachkräfte“, die in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung angeboten wird. Die halbtägigen Fortbildungen sind speziell auf sozialpädagogische Fach- und Führungskräfte zugeschnitten.

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EMPATHIEMASCHINE FILM? Filmreihe gegen Antiziganismus: Der Müllhubschrauber

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Montag, 3. Juli 2023, 19:00 Uhr, Karlstorkino Südstadt, Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg

DER MÜLLHUBSCHRAUBER: Schweden 2015 | Regie: Jonas Selberg Augustsén | 100 Min. | Spielfilm

ZUr Filmreihe gegen Antiziganismus

Über Antiziganismus im Film reden ist eine Sache – Empathie gegenüber Sinti*zze und Rom*nja zu entwickeln eine andere – angesichts der in den Medien immer wieder auftretenden Vorurteile und Klischees.

Die Filmreihe gegen Antiziganismus präsentiert an insgesamt sechs Abenden Filme, die zeigen, wie im Kino antiziganistische Ressentiments durch die Bildsprache des Films aufgebrochen werden können.

Sie beleuchten die gesamte Bandbreite des Themas: Sklaverei im früheren Rumänien, NS-Völkermord, Morde an Roma an der deutsch-polnischen Grenze zu Beginn der 1990er Jahre, Abschiebungen von Kriegsflüchtlingen in den Kosovo. Aber auch Künstler*innen wie Django Reinhardt, Ceija Stojka, Lita Cabellut, Jovan Nicolić, Andrè Raatzsch und Katarina Taikon sind Teil der Filmreihe. Wir zeigen Filme sowohl von international renommierten Filmemachern wie Tony Gatlif, Peter Nestler und Philip Scheffner als auch von Newcomern wie Alina Șerban, Leonor Tellers und Sejad Adamaj. Im Fokus der Reihe steht die Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung von Sinti*zze und Rom*nja.

Die Filmreihe ist konzipiert vom Verbundprojekt „Mediale Antiziganismen – Von der interdisziplinären Analyse zur kritischen Medienkompetenz“ (MeAviA) der Universität Heidelberg, der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Heidelberg School of Education.

Die Filmreihe wird verwirklicht in Kooperation mit dem Medienforum Heidelberg e.V. / Karlstorkino, dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma und dem Goethe-Institut Mannheim. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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„Django – Ein Leben für die Musik“ / Film

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30.06.2023, 17:00 – 19:00 Uhr, Theatersaal des Augustinums Heidelberg, Jaspersstraße 2, 69126 Heidelberg

Frankreich, 1943. Der begnadete Jazz-Gitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gypsy-Swing, einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können.

Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Tournee nach Deutschland schicken wollen. Django weigert sich. Seine Pariser Geliebte hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter unterzutauchen. Über den Genfer See will er in die Schweiz gelangen, doch die Nazis sind ihm dicht auf den Fersen.

Die Filmbiographie von Étienne Comar über den legendären Jazz-Gitarristen hat 2017 die Berlinale eröffnet.

In Kooperation mit dem Augustinum Heidelberg.

Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

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Geisterbahn: Tragödie einer Sinti-Familie

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Lesung am 30.06.2023, 18:00 – 19:00 Uhr im Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz, Universitätsplatz, 69117 Heidelberg

In „Geisterbahn“ erzählt Ursula Krechel die Geschichte der deutschen Sinti-Familie Dorn aus Trier, die infolge der mörderischen Rassenpolitik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt ist.

Die älteste, noch minderjährige Tochter wird zwangssterilisiert, die Familie ins KZ deportiert, fünf Kinder werden ermordet und ihr ganzer Besitz von den Nationalsozialisten „verwertet“. Als die Dorns nach Ende des Krieges in ihre Heimatstadt zurückkehren, haben sie nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern auch jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren. Zumal die Ausgrenzungen und Demütigungen nahtlos weitergehen.

Die Tragödie dieser Sinti-Familie steht stellvertretend für eine Opfergruppe, die bis heute kaum berücksichtigt wird. Für ihren Roman hat Ursula Krechel unter anderem in den Beständen des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg recherchiert und zahlreiche Gespräche mit Holocaust-Überlebenden und Nachgeborenen geführt – auch mit Christian Pfeil aus Trier und seinen Angehörigen.

Lesung im Rahmen von feeLit – Internationalen Literaturfestivals Heidelberg.

Ursula Krechel wurde 1947 in Trier geboren und lebt heute in Berlin. Sie war Theaterdramaturgin und lehrte an der Universität der Künste Berlin sowie der Washington University St. Louis.1974 debütierte sie mit dem Theaterstück Erika, das gleich in sechs Sprachen übersetzt wurde. Für ihre Gedichtbände, Essays und Romane wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für ihren – später verfilmten – Roman „Landgericht“ erhielt sie 2012 den deutschen Buchpreis. Darin befasst sich Ursula Krechel ebenso wie in „Shanghai fern von wo“ (2008) und „Geisterbahn“ mit Exilerfahrungen und den Verbrechen im Nationalsozialismus.

Christian Pfeil ist ein deutscher Sinto und Überlebender des Holocaust. Er wurde 1944 im Ghetto Lublin geboren. Dorthin waren seine Eltern und älteren Geschwister im Mai 1940 von Trier aus deportiert worden. Wie durch ein Wunder überlebten er und seine engsten Angehörigen die menschenunwürdigen Bedingungen. Viele Verwandte hingegen wurden ermordet. Nach der Befreiung kehrte die Familie von Christian Pfeil nach Trier zurück. Dort baute er sich eine erfolgreiche Existenz als Gastronom auf, die immer wieder durch rechtsextreme und rassistische Gewalttaten überschattet wurde. Seit vielen Jahren setzt er sich für die Stärkung des lokalen Gedenkens in seiner Heimatstadt ein.

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„Krieg, Flucht, Bildung“

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Podiumsdiskussion am 27. Juni 2023, 19:00-21:00 im Café 221qm des AStA TU-Darmstadt, Alexanderstrasse 2, 64283 (in Präsenz/hybrid).

Organisiert wird die Podiumsdiskussion vom Vibi!-Projekt an der TU-Darmstadt in Kooperation mit den Projektakteur*innen Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Landesverband Deutscher Sinti und Roma (Hessen), Roza e.V. und GinCo e.V. sowie mit der studentischen Initiative „Diskriminierung gemeinsam bewältigen“. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende von pädagogischen Fächern und an Lehrkräfte bzw. pädagogisch Tätige, Sozialarbeiter*innen, Selbstorganisationen und Migrant*innenselbstorganisationen und an die interessierte Öffentlichkeit.

Wie beeinflussen Kriegs- und Fluchterfahrungen die Bildung in der Migrationsgesellschaft? Welche Diskriminierungen erleben Geflüchtete Menschen im gesellschaftlichen Alltag bzw. wie wird in pädagogischen Tätigkeitsfeldern, u.a. in der Schule und der Sozialen Arbeit, damit umgegangen? Auf dem Podium diskutieren Vertreter*innen von Selbstorganisationen und Migrant*innenselbstorganisationen nach einleitenden Statements mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

Swetlana Ginsburg, Aktivistin/MSO-Gründerin (GinCo e.V.): „Geflüchtete Kinder und Sprache“
Luqman Guldivê, Kinderbuchautor/Journalist (Yeni Özgür Politika): „Flucht, Migration, Schule“
Dr. Yücel Meheroğlu, Antiziganismusforscherin (Melde- und Informationsstelle Antiziganismus): „Diskriminierung Geflüchteter ukrainischer Roma“
N.N., (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland): „Anti-Schwarzer Rassismus im Kontext von Flucht und Bildung“

Für alle, die in Präsenz nicht dabei sein können und aber gerne wären, erfolgt die Anmeldung zum digitalen Zugang formlos per Mail an ece.kaya@tu-darmstadt.de bis 26.06.23.

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Verdeckter Rassismus? Antiziganismus in Medien, Öffentlichkeit und im Bildungsbereich

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HSE-Terrassengespräche am 21.06.2023 u m 18 Uhr auf der HSE-Terrasse (Voßstraße 2, Gebäude 4330, D-69115 Heidelberg)

Die „Gespräche auf der HSE-Terrasse“ sind eine lebendige Veranstaltungsreihe für Forschende, Studierende und Lehrkräfte aus Heidelberg und Umgebung. Bei Getränken, Musik und Abendsonne können sich hier Menschen aus Schule, Akademie und Lehrkräftebildung miteinander zu aktuellen und kontroversen Themen austauschen. Dazu präsentieren Mitglieder der HSE-Forschungs- und Transfercluster gemeinsam mit Heidelberger Lehrer:innen pointierte Forschungs- und Erfahrungsberichte zu aktuellen Fragen. Im Fokus stehen gesellschaftlich relevante Themen, die auch und gerade für den Unterricht in Seminarräumen und Klassenzimmern von zentraler Bedeutung sind.
Nach etwa einstündigem Austausch hierüber bietet der anschließende „gemeinsame Feierabend“  dann die Möglichkeit, Diskussionen zu vertiefen und sich informell zu unterreden.

Bei schlechtem Wetter finden die Gespräche im direkt angrenzenden Konferenzraum statt.

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Die Verfolgung von Roma und Sinti in Hamburg während des deutschen Faschismus

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18.06.2023, 16:30 – 18:30, Jugend- und Stadtteilhaus Tesch, Max-Brauer-Allee 114, 22765 Hamburg

Das Schicksal von Roma und Sinti während des deutschen Faschismus ist vielen Menschen bis heute unbekannt. Die Stigmatisierung und fortgeführte Verfolgung der Roma und Sinti nach 1945 führte zu einem Schweigen über die Verbrechen der deutschen Faschisten oder zu einer Betrachtung ihrer Geschichten als Schicksale einer Opfergruppe „zweiten Ranges“.

Es wird über die am 16. Mai 1940 verhafteten Hamburger Sintifamilien und ihre Lebensgeschichten berichtet. Nachdem ihre Kinder zuvor aus der Schule abgeholt und anschließend die Eltern verhaftet worden waren, wurden die Familien für vier Tage in einem Schuppen im Hamburger Hafen eingepfercht und am 20. Mai vom Hannoverschen Bahnhof aus nach Belzec deportiert. Für die Mehrzahl wurde es eine Reise in den Tod. 1943 folgten zwei weitere Deportationen, die direkt nach Auschwitz gingen.

Der Landesverein der Sinti lässt am Wissen über die Deportationen und wie diese grauenhafte Erfahrung bis heute in den Familien wirkt, teilhaben.Was kann aus der Vergangenheit für den Kampf für Gleichheit, Freiheit und Solidarität – und gegen Antiziganismusgelernt werdcn.

Die Veranstaltung ist Teil der Kooperation zwischen dem Jugend- und Stadtteilhaus Tesch und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und findet im Rahmen der anstehenden Jugendgedenkstättenreise zu den vergessenen Mordlagern des Holocaust nach Bełżec, Sobibór und Majdanek statt.

Vorwissen oder die Mitfahrt an der Gedenkstättenreise sind jedoch keine Voraussetzung zur Teilnahme an der Veranstaltung.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

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„Democracy in Uncertain Times“ — A Century of Genetic Studies of Roma.

Vortrag von Mihai Surdu im Rahmen der Tagung am 13. Juni 2023, 12- 13 Uhr an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Aula, Justus-Liebig-University Main Building , Ludwigstrasse 23, 35390 Giessen.

Die Tagung dauert vom 12.-13. Juni 2023 und wird vom Teilprojekt C10 „Zwischen Minderheitenschutz und Versicherheitlichung. Die Herausbildung der Roma-Minderheit in der modernen europäischen Geschichte“ des SFB 138 „Dynamiken der Sicherheit. Formen der Versicherheitlichung in historischer Perspektive“ in Kooperation mit der Sektion „Menschenrechte und Demokratie“ des Gießener Graduiertenzentrums Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS) organisiert.

Die Konferenz besteht aus Paneln zu den Themen Insecure Societies, The Rise of Autocracy, Securitization of Borders, Disasters and Protests, Securitization of Climate Politics, Racialized Democracy, Democratic Regression und Struggles and Change. Bei diesen werden zahlreiche Gäste aus Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie und angrenzenden Disziplinen aktuelle Probleme der Demokratie und Prozesse der Versicherheitlichung diskutieren, darunter Mihai Surdu, Luciana Ballestrin, Maeve Cooke, Jodi Dean, Rainer Forst, Ina Kerner, Marina Martinez Mateo, Nomalanga Mkhize, Vicki Squire, Tilo Wesche und Raul Zelik und viele mehr.

Um Anmeldung unter folgendem Link wird gebeten: www.uni-giessen.de/ggs/uncertain_times

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Erinnerung, Gedenken, Verantwortung – Antiziganismus bekämpfen

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Gedenkveranstaltung am Sonntag, 11. Juni 2023 um 12. 30 Uhr in der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, Otto-Rosenberg-Platz, 12681 Berlin-Marzahn

Anlässlich des 87. Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das Zwangslager Berlin-Marzahn erklären die Landesvorsitzenden der Berliner LINKEN Franziska Brychcy:

„1936 errichteten die Nazis im Vorfeld der Olympischen Spiele das Zwangslager Marzahn und internierten alle Sinti und Roma, derer sie in Berlin habhaft werden konnten. Die meisten der Gefangenen wurden 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Am Otto-Rosenberg-Platz erinnert die Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn an die Verbrechen der Nazis. Der Namensgeber des Platzes wurde in Marzahn gefangen gehalten und überlebte die spätere Deportation nach Auschwitz.

Jährlich erinnert der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg an diese Ereignisse. Auch DIE LINKE beteiligt sich an diesem Gedenken. Berlin hat eine besondere Verpflichtung für diesen Ort und dazu beizutragen, das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“

und Maximilian Schirmer:

„Wir gedenken der Ermordeten und ergreifen Partei für all jene, die antiziganistischer Verfolgung, Bedrohung und Gewalt ausgesetzt sind.

Es ist unsere Aufgabe, uns jeder Form von Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus aktiv entgegenzustellen. Niemand darf schweigen, wenn Menschen zu Opfern werden. Ein aktives Erinnern muss für uns bedeuten, das Gedenken an die Verbrechen mit dem Kampf gegen Neonazismus zu verbinden.“

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Feierlichen Eröffnung des Fachnetzwerkes Antiziganismus/Antiromaismus | Dresden

01.06.2023, 16:00 – 19:00 Uhr | Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, Kraftwerk Mitte 32/ Trafohalle, 01067 Dresden

Im Jahr 2023 hat sich das landesweite Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus gegründet. Es wird einen ersten Einblick in die Arbeit gegeben.

Das Fachnetzwerk versteht sich als regionale Schnittstelle aller im Themenfeld Antiziganismus/Antiromaismus Aktiven und Betroffenen. Ziel ist es, gemeinsam gegen Vorurteile und Rassismus gegenüber Rom*nja und Sint*ezze in Sachsen zu kämpfen. Dafür soll Wissen gebündelt, Freundschaften gepflegt und aufgebauet werden und Menschen vernetzt werden.

Programm

16:00 Uhr Eröffnung durch Gjulner Sejdi, Projektleiter des Fachnetzwerks und Vorsitzender von Romano Sumnal – Roma und Sinti in Sachsen e.V.

• Grußworte

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (angefragt)
Petra Čagalj Sejdi, Mitglied des Sächsischen Landtags (angefragt)
Tobias von Borcke, Fachbeirat des Netzwerkes und Vorstand der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e.V.

• 16:30 Uhr Einblick in die bisherige Arbeit und die Zukunft des Netzwerkes

• 16:45 Uhr Vorstellung der Neuerscheinung Roma und Sinti in Sachsen. Eine vergessene Minderheit durch Vertreter:innen unseres Kooperationspartners Romano Sumnal e.V.

• 17:30 Uhr Lesung aus dem Roman Amalinca mit den Autorinnen Eva Ruth Wemme und Silvia Cristina Stan (Berlin)

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Der Weg der Sinti und Roma

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Vom 31. Mai bis zum 14. Juli 2023 präsentiert der Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma. Wie ´Zigeuner´-Bilder und Vorurteile einen Völkermord möglich machen können“ des Landesverbandes Hessen des Verbandes deutscher Sinti und Roma. Die Ausstellung kann montags bis freitags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 18 Uhr in der Adelungstraße 51, Gebäude E10, 64283 Darmstadt besucht werden.

Ausstellungseröffnung und Begleitprogramm:

Mittwoch, 31. Mai: Eröffnung der Ausstellung, anschließend Film- und Diskussionsveranstaltung „Der lange Weg der Sinti und Roma“ zur Bürgerrechtsbewegung der Minderheit gegen Antiziganismus in Politik, Medien und Wissenschaft
Freitag, 2. Juni: Exkursion zum Kulturhaus ROMNOKHER in Mannheim
Dienstag, 11. Juli: Rassistische Diskurse und institutionelle Diskriminierungen am Beispiel „bandenmäßiger Sozialmissbrauch“ und „Clan-Kriminalität“: (k)ein Auftrag für Soziale Arbeit?
Freitag, 14. Juli: Abschlussveranstaltung über Antiziganismus und die Geschichte und Rolle Sozialer Arbeit
Kontakt: Prof. Dr. Julika Bürgin, julika.buergin@h-da.de

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Antiziganismus und Rassismus gegen Sinti und Roma

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Im Rahmen der Veranstaltungsserie „Flagge zeigen – Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“ am
25. Mai 2023 in 70173 Stuttgart in der Königsstraße vor dem Kunstmuseum findet um 16.20 Uhr die Lesung von Esther Reinhardt-Bendel zum Thema Antiziganismus und Rassismus gegen Sinti und Roma statt. Sie wird veranstaltet von der Initiative Sinti-Roma-Pride.

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Fear the Fortune Teller: American Romani Women and the NYPD

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Romani History Seminar on Wednesday, 24 May at 5:00 PM CET, online via Zoom discussing Dalen Wakeley Smith’s draft book chapter, “Fear the Fortune Teller: American Romani Women and the NYPD.”
Ann Ostendorf has kindly accepted to be discussant.

Starting in 1914 the New York Police Department started to crack down on those people deemed to be „pretending to tell the future“ in New York City. Chief amongst these lawbreakers were the American Romani people who had called New York City home for a generation. Over the course of the next 50 years, the NYPD utilized heavy-handed and often extra-legal measures to target „Gypsies“ in the city proper. Interestingly the task force charged with seeking out and arresting these „Gypsies“ was primarily the Women’s Bureau of the NYPD. Policewomen and their male counterparts increasingly used surveillance of American Romani homes, businesses, and neighborhoods to target women who potentially could be fortune tellers often relying on supposed victims to both identify and harass the individuals without evidence. But far from being simply a method of targeting one racialized group the NYPD used their experiences and lessons learned with American Romani women to target other women of color deemed to be breaking a myriad of progressive era laws that aimed to constrain disorder and maintain gender norms and proper female labor practices. This chapter especially focuses on the role of law enforcement, the magistrate court system, and the often opaque rule of law to show how American Romani people were targeted as potential threats to the fragile social and racial order during the lead-up to World War II.

Zoom registration link:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZEpcOqhrz0rG9UG7GDU-vZq-JBczArGXHmG

Registered participants can access the draft chapter using the link provided in the Zoom registration confirmation email.

Romani History Seminar hosts online discussions of unpublished texts, such as dissertation chapters, draft papers, and book chapters. Our goal is to bring together specialists in Romani history and scholars from related fields to provide collective feedback on ongoing historiographical work.

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Auf den Spuren der Heidelberger Sinti

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Stadtführung am 16.05.2023, 17:00 – 18:00 Uhr; Startpunkt: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

In das Sammellager am Hohenasperg verschleppten NS-Schergen am 16. Mai 1940 hunderte Sinti aus ganz Südwestdeutschland – darunter auch Familien der Minderheit aus Heidelberg. Drei Tage später begann die Deportation der Kinder, Frauen und Männer in die Gettos und Konzentrationslager im besetzten Polen. Vor ihren ehemaligen Wohnungen in der Steingasse, der Kleinen Mantelgasse oder der Pfaffengasse wird vom Schicksal der Familien Reinhardt, Lehmann, Winter und Steinbach berichtet. Der Rundgang stoppt in der Steingasse auch vor dem Sandsteinrelief, mit dem seit 1993 an die Heidelberger Opfer des NS-Völkermordes erinnert wird.

Sinti in Heidelberg

In den kleinen Häusern der Altstadt waren schon seit langer Zeit zahlreiche Sinti-Familien zu Hause, sie gingen von dort ihrer Arbeit nach und verdienten ihren Lebensunterhalt als Händler und Handwerker. Die meisten Männer hatten bereits im Ersten Weltkrieg und später auch im Zweiten Weltkrieg für Deutschland gekämpft. „Nicht wenige von ihnen haben als Frontkämpfer hohe Auszeichnungen erhalten“, sagt die Bürgerrechtsaktivistin Ilona Lagrene. Sie selbst kam nach dem Zweiten Weltkrieg zur Welt und wuchs in unmittelbarer Nähe des Geburtshauses von Friedrich Ebert auf. Aus ihrer Familie kehrten über 20 Angehörige nicht aus den Vernichtungslagern zurück, beinahe ebenso viele litten Zeit ihres Lebens unter den Folgen der bestialischen Menschenversuche der Nationalsozialisten.

Vertreibung

Die systematische Vertreibung der Minderheit aus Heidelberg begann bereits Mitte der 1930er Jahre. Im Sommer 1935 wurde aus einer zunächst gegen eine Sinti-Familie gerichteten Einzelaktion eine allgemeine Vertreibungsmaßnahme für das gesamte Stadtgebiet. Der Versuch der städtischen Behörden, die vorher erfassten Heidelberger Sinti-Familien zwangsweise abzuschieben, scheiterte an der fehlenden gesetzlichen Grundlage. Übrig blieb, den Druck sowohl wirtschaftlich als auch sozial zu steigern, in der Hoffnung, durch den Entzug der Erwerbsgrundlage und die drangsalierenden Kontrollmaßnahmen würden die Sinti aus Heidelberg weg ziehen. Tatsächlich zogen von den im Sommer 1935 in Heidelberg lebenden Sinti-Familien die meisten bis Mitte 1936 nach Ludwigshafen.

Deportation

Am 16. Mai 1940 wurden in ganz Deutschland insgesamt 2.500 Sinti und Roma verhaftet. Unter den 61 in Ludwigshafen festgenommen Sinti kamen 19 Personen aus Heidelberger Familien. Sie alle wurden in provisorisch eingerichtete Sammellager gebracht. Von dort aus wurden sie nur wenige Tage später mit Zügen in die Ghettos und Konzentrationslager im besetzten Polen deportiert. Für die Mehrzahl der deportierten Männer, Frauen und Kinder war es eine Fahrt in den Tod.

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„Was heißt hier Minderheit?“

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Podiumsdiskussion am 16.05.2023, 18:00 – 19:00 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2 – 69117 Heidelberg

Die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Deutschland, die Geschichte und die Rolle der autochthonen nationalen Minderheiten sowie der Regionalsprache Niederdeutsch sind in Deutschland nur wenig bekannt.

Die Wanderausstellung „Was heißt hier Minderheit?“ will das ändern und zeigt Eindrücke aus fünf Gruppen: der dänischen Minderheit, den deutschen Sinti und Roma, dem sorbischen Volk, der friesischen Volksgruppe und der niederdeutschen Sprechergruppe. Am Beispiel dieser Gruppen stellt die Ausstellung auch allgemeine Fragen nach Identität und dem Verhältnis von Eigenem und Fremdem.

Begleitend zur Ausstellung findet am 16. Mai um 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma eine Podiumsdiskussion statt. Vertreter*innen der vier nationalen Minderheiten treten in einen Austausch und berichten von ihren eigenen Gruppen, aber auch von der gemeinsamen Arbeit und den Anliegen des Minderheitenrates.

Teilnehmer*innen:

Judit Šołćina/Scholze, Geschäftsführerin der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V

Karl-Peter Schramm, Vorstandsmitglied Seelter Buund

Dotschy Reinhardt, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Moderation: Dawid Statnik, Vorsitzender des Minderheitenrates und Vorsitzender der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V.

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Widerstand: Erinnerung, Gegenwart, Zukunft

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16. Mai, 17:00 – 21:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher B 7, 16, 68159 Mannheim
17:00 Uhr Resistance Day – Forum junger Stimmen
19:00 Uhr „Widerstand! Sinti und Roma im 20. Jahrhundert“
Staffel 1 der Videoreihe: „Völkermord und Widerstand in Kroatien“ Im Anschluss Diskussion

Europaweit ist der 16. Mai der Tag des Gedenkens an den Widerstand der Sinti und Roma gegen den Nationalsozialismus. Am 16. Mai 1944 setzten sich Sinti und Roma im „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau gegen die SS zur Wehr. Und nicht nur dort stellten sie sich dem Völkermord und der Gewaltherrschaft entgegen. Wer weiß davon?

Sinti und Roma leisteten vielleicht mehr als jede andere Gruppe in Europa Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Als Partisanen, Soldaten und Teil der Résistance, im Alltag und als Retter von anderen Verfolgten bewiesen sie im nationalsozialistisch beherrschten Europa ihren Willen zur Selbstbehauptung und kämpften gegen Unrecht und Unmenschlichkeit.

Wir erinnern an diese unbekannte Geschichte – und wir fragen danach, welche Relevanz der Widerstand für Gegenwart und Zukunft hat.

Wir beginnen mit einem Forum junger Stimmen mit Romani-Hintergrund. Widerstand bedeutet Empowerment. Junge Menschen aus der Minderheit der Sinti und Roma berichten von ihrem alltäglichen Widerstand. Sie erinnern, sie performen, sie rezitieren. Sie rufen uns zu: Stehen wir auf, wir können etwas bewirken!

Im zweiten Teil präsentieren wir die erste Staffel unserer Filmreihe „Widerstand! Sinti und Roma im 20. Jahrhundert“ und diskutieren über die Bedeutung des Widerstands in Europa heute, für Sinti, für Roma, für alle Menschen.

Anmeldung und Informationen unter: info@sinti-roma.com | 0621–911091-00

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Gedenkveranstaltung am Mahnmal für Sinti und Roma im Hiroshimapark in Kiel

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16. Mai 2023 |11:00 Uhr, Hiroshimapark, Fleethörn 15–27, 24103 Kiel

Einmal jährlich gedenkt der Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. Landesverband Schleswig-Holstein den Opfern des Nationalsozialismus sowie den Leiden der Überlebenden. Der zentrale Gedenktag am Mahnmal der Sinti und Roma im Kieler Hiroshima-Park findet jeweils am 16. Mai des Jahres statt. Das Datum ist mit Bedacht gewählt, weil am 16. Mai 1940 die norddeutschen Sinti und Roma die systematische Verschleppung in die Lager und Ghettos des besetzten Polens erfahren mussten. Nur wenige der Verschleppten kehrten nach dem Ende der NS-Herrschaft wieder zurück.
Viel zu lange ist dieses Verbrechen verschwiegen worden. Erst seit dem 17. Mai 1997 erinnert ein Gedenkstein im Kieler Hiroshimapark, an die im Faschismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma. Die sogenannten Mai-Deportationen wurde ein Modell zu einer bürokratisch organisierten menschenverachtenden Prozedur -eine Generalprobe zum Völkermord an einer Minderheit. Aus Norddeutschland stammend, wurden rund 2.500 Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma als vermeintlich unzuverlässige Personen aus kriegsbedingten Gründen in das Generalgouvernement Polen deportiert. Nicht alle Zahlen sind bekannt; sicher ist jedoch, dass aus Kiel 105 Sinti an diesem Tag verschleppt wurden, 64 aus Lübeck, 50 aus Neumünster, 50 aus Flensburg, 10 aus Oldenburg und 4 aus Rendsburg.

Als Mahnung, Erinnerung und des Gedenkens an diesem vielfachen Verbrechen findet die Gedenkveranstaltung am Gedenkstein im Kieler Hiroshimapark statt. Im Anschluss gibt es einen kleinen Stehempfang im Gewerkschaftshaus Kiel. Dieser ist vom Gedenkstein fußläufig in 3 Minuten zu erreichen. Dort bietet sich die Möglichkeit eines gemeinsamen Austausches.

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Between Solidarity and Racism — Ukrainian Roma*-Refugees in Europe

GFA-Veranstaltung,

Panel Discussion. 12.05.2023 / 18:00 – 20:00 Uhr, Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Since the Russian invasion of Ukraine, millions of people are fleeing from the war. In contrast to other – past and present – refugee movements, the access of Ukrainian refugees to the European Union is considerably facilitated. Nevertheless, many Roma* refugees report discrimination and racism during their flight – both in Ukraine and within the EU.

Together with activists and experts from Ukraine, Poland and Germany, we will shed light on the situation of Ukrainian Roma* in these three countries. What forms of racism are they confronted with? How can we fight this racism? And how can we enforce a solidarity that includes everyone?

Panelists

Natali Tomenko is a Roma human rights activist and is working for the Agency for the Advocacy of Roma Culture in Ukraine (ARCA) and the European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC).

Małgorzata Kołaczek is an Assistant Professor at the Jagiellonian University of Kraków and Deputy Director at the Institute for Intercultural Studies.

Yücel Meheroğlu is a scientific advisor at Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA).

Organized by the Educational Forum Against Antigypsyism and the Society For The Research On Antigypsyism

New Directions in the Study of the Roma Genocide

This two-day, in-person symposium, organised by The Wiener Holocaust Library and the University of Cambridge, will be held at the Library 10 – 11 May 2023. It will bring together early career researchers and senior academics to discuss new directions in the study of the Roma genocide.

Location: The Wiener Holocaust Library, London, 29 Russell Sq, London, WC1B 5DP, England

Co-convenors: Dr Barbara Warnock, The Wiener Holocaust Library, Clara Dijkstra, The Wiener Holocaust Library and University of Cambridge, Dr Celia Donert, University of Cambridge

This symposium is generously supported by the Fondation pour la Mémoire de la Shoah, the George Macaulay Trevelyan Fund through the Faculty of History at the University of Cambridge, and the Past & Present Society.

Explore the full Draft Programme here.

Der offene Blick – Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma

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Film im Rahmen der Filmreihe gegen Antiziganismus: Empathiemaschine Film? am Montag, 8.5.2023, 19.00 Uhr im Karlstorkino, Marlene-Dietrich-Platz 3, Rohrbach, 69126 Heidelberg

Deutschland, Österreich 2022 | Regie: Peter Nestler | 101 min. | Dokumentarfilm | dt. Originalfassung.

Dokumentarfilm über Künstlerinnen und Künstler der Minderheit der Sinti und Roma, die in ihren Arbeiten oft die leidvolle Erfahrung der Verfolgung im 20. Jahrhundert thematisieren. Der Film wirft erhellende Einblicke in eine höchst kreative und lebendige Kunstszene und stellt dem die feindseligen Klischees gegenüber, denen Sinti und Roma ihrerseits gerade auch in der Kunst vielfach ausgesetzt waren und sind. Die aufmerksame Inszenierung sensibilisiert mit großem Nachdruck für ihre oft marginalisierte Kunst und zeigt den schöpferischen Akt der Kunstschaffenden als permanenten Akt der Revolte.

Zu Gast: Produzent Dieter Reifarth

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Roma und Sinti – „Unter uns und doch anders“

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Ausstellungseröffnung in der VHS Neuss am Montag, 8. Mai 2023 um 18 Uhr in der 1. Etage im RomaNEum, Brückstr. 1, 41460 Neuss

„Lustig ist das Zigeunerleben“ heißt es in einem deutschen Volkslied. Dies ist nur ein Beispiel für die vielen Klischees und Vorurteile, mit denen die Kultur der Roma und Sinti bis heute behaftet ist. Die Ausstellung der Katholischen Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz wird am Montag, 8. Mai 2023 um 18 Uhr in der 1. Etage im RomaNEum eröffnet. Sie gewährt Einblicke in Kultur und Alltagsleben einer der Mehrheitsgesellschaft weithin unbekannten ethnischen Minderheit. Die Ausstellung zeigt die kulturelle Vielfalt der Gruppen, ihre Herkunft aus Indien und die lange Wanderung bis Europa, ihre Leidensgeschichte vom nationalsozialistischen Völkermord über die Nachkriegszeit bis zum Antiziganismus bzw. Rassismus heute auf. Am 11.05.2023. um 17 Uhr hält die Religionswissenschaftlerin Dr. Ulrike Peters einen weiteren Vortrag zum Thema.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Beauftragten für Diversität, Integration und Antirassismus der Stadt Neuss. Sie wird vom 08.-31.05.2023 im RomaNEum frei zugänglich zu den üblichen Öffnungszeiten gezeigt.

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Zur Situation und Perspektiven der aus der Ukraine vertriebenen Roma

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Im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Erinnerungsort Topf & Söhne: Hellwach für Menschenrechte,  Sorbenweg 7, 99099 Erfurt findet um 19:00 Uhr
ein Gespräch mit Renata Conkova, RomnoKher Thüringen e.V., zu diesem Thema statt.

„Hellwach für Menschenrechte“ heißt im Kontext des Krieges gegen die Ukraine den Blick auf die Minderheit der Roma zu richten. Rund 400.000 von ihnen leben in der Ukraine, ihre Diskriminierung und gewaltsame Übergriffe gegen sie haben sich unter den Bedingungen des Krieges verstärkt. Während die Männer im Krieg kämpfen, sind ihre binnenvertriebenen Familien oft von Informationsflüssen und Hilfslieferungen abgeschnitten. Ins Ausland geflüchtete Angehörige der Minderheit erhalten von privater wie von staatlicher Seite zum Teil nicht dieselbe Unterstützung wie andere Geflüchtete. Angesichts der langen Geschichte des Antiziganismus in Europa und der Radikalisierung der Verfolgung bis zur Vernichtung im Nationalsozialismus ist es eine besondere Verantwortung der deutschen Gesellschaft, für die Menschenrechte der Minderheit der Roma einzutreten.

Im Gespräch mit Renata Conkova werden Situation und Perspektiven der aus Ukraine vertriebenen Roma in Thüringen thematisiert. Als Mitarbeiterin bei RomnoKher Thüringen e.V., dem 2017 gegründeten Landesverband der Thüringer Sinti und Roma, betreut sie viele der aus der Ukraine nach Thüringen geflüchteten Roma und steht mit Roma in der Ukraine in Kontakt. Sie wird darüber berichten, was der Krieg gegen die Ukraine für die Minderheit der Roma bedeutet, unter welchen Bedingungen die Geflüchteten in Thüringen leben und welche Hilfe sie brauchen.

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Sichtbar machen – Romaleben in Solingen

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Fachtag am Samstag, 29. April, 12 – 16.30 Uhr im Museum Zentrum für verfolgte Künste, Wuppertaler Str. 160, 42653 Solingen

Noch immer werden Roma, die größte ethnische Minderheit Europas, diskriminiert. Am Fachtag im Zentrum für verfolgte Künste möchten wir Romaleben in Solingen sichtbar machen, indem wir für ihre Situation sensibilisieren, Diskriminierungen benennen und den Dialog aller fördern.

Bürgermeister Thilo Schnor und Aslı Sevindim werden die Veranstaltung eröffnen und Kasm Cesmedi (Vorsitzender des Landesrates der Roma NRW) in einem Vortrag einen Überblick zur aktuellen Lage und den Herausforderungen von Roma geben.

Um einen tiefergehenden Einblick zu bekommen, werden Workshops zu verschiedenen Themen angeboten und der Tag mit einer Podiumsdiskussion abgeschlossen.

Programm
➔ Musikalische Eröffnung von Nevzat Ibrahimi und Enis Ibraimi
➔ Grußworte von Bürgermeister Thilo Schnor und Aslı Sevindim (Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW)
➔ Impulsvortrag von Kasm Cesmedi (Landesrat der Roma NRW)
————– Workshops —————
➔ Schul- und Bildungssituation von zugewanderten Roma in NRW
➔ Antiziganismus – Ursachen und Handlungsansätze
➔ Soziale Situation zugewanderter Roma in NRW
➔ Empowerment zugewanderter Roma-Frauen im Kontext von Power-Sharing

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Amaro Filmos – Wir sind hier!

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Film am 28.04.2023 | Volksbühne – Grüner Salon, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin.

 

In Amaro Filmos (auf Romanes „Unser Film“) geben junge Roma* aus Berlin einen Einblick in ihr Leben und in ihre Gedankenwelt. Mit Humor und Selbstbewusstsein beantworten die Protagonist*innen die Frage: Wie sehen wir uns? Wie werden wir von anderen gesehen? Und was bewegt uns?

Der partizipativ entwickelte Dokumentarfilm beleuchtet nicht nur die Träume, Zukunftswünsche und Rollenbilder einer Generation, sondern auch brennende gesellschaftliche Probleme: Rassismus, Gentrifizierung und die damit einhergehende räumliche Verdrängung einer ganzen Community.

Etwa zehn Jahre lang lebten viele Familien aus einer rumänischen Roma*-Gemeinschaft in einem Wohnblock in Berlin-Friedrichshain. Die Filmprotagonist:innen erlebten ihr Haus als einen Ort des Zusammenhalts und der ersten Freundschaften, aber auch als einen Schauplatz von Diskriminierung bis hin zu lebensbedrohlicher Gewalt.

Ab Anfang 2022 standen viele der Mieter:innen aufgrund von Immobilienspekulation vor der drohenden Wohnungslosigkeit. Im November des Jahres zog die letzte Familie aus.

In Amaro Filmos zeigen vor allem junge Menschen zwischen 14 und 23 Jahren, dass sie sich nicht unterkriegen lassen und lautstark ihren Platz in der Gesellschaft einfordern – ganz nach dem Motto: Wir sind hier! Durch Redebeiträge auf Demos, durch Forumtheater, Workshops gegen Antiziganismus und Empowermentarbeit verschaffen sie sich Gehör und gestalten aktiv die Gesellschaft mit.

Der Film feiert am 20. Januar 2023 in Anwesenheit des Filmteams und der Protagonist:innen seine Uraufführung im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Vorstellungen in Brandenburg und Sachsen werden folgen.

Als Begleitprogramm werden Podiumsdiskussionen und Antiziganismus-Workshops angeboten.

Der Film entstand in Kooperation mit dem Filmemacher, Fotografen und Sozialarbeiter Olad Aden, dem Friedrichshainer Streetwork-Team von Gangway Straßensozialarbeit in Berlin e.V. und der Berliner Roma*-Selbstorganisation RomaTrial e.V. Er ist Teil des Bildungsprogramms gegen Antiziganismus „WIR SIND HIER!“ und wurde gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und aus den Mitteln des Berliner Partizipations- und Integrationsprogramms.

Regie, Kamera und Schnitt:Olad Aden

Eine Koproduktion von:RomaTrial e.V. & Gangway Straßensozialarbeit in Berlin e.V.

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Das Haymatministerium — Romnja* und Sintizze* Power

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Do, 27.04.2023, 20:00 Uhr im Nationaltheater Mannheim, Mozartstraße 9, 68161 Mannheim

In Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V., nimmt die neueste Ausgabe der Reihe für die (post-) migrantische, diverse Gesellschaft den Romnja* PowerMonth zum Anlass, um die überregionale und lokale Situation von Romnja* und Sintizze* näher zu beleuchten.

Unter Moderation von Verena Lehmann, Referentin für Bildung und Antiziganismus, diskutieren die Berliner Aktivistin und Sozialpädagogin Isidora Randjelović, die Referentin und Bildungsberaterin aus Mannheim, Slavica Husseini, sowie die Wiener Schauspielerin und Künstlerin Sandra Selimović über folgende Fragen:

Welche Rollen übernehmen Frauen* der Communities in der Öffentlichkeit und in der Kunst? Welche Kämpfe müssen sie insbesondere in Mannheim kämpfen? Welchen rassistischen Klischees und Vorurteilen sind sie spätestens seit der NS-Zeit kontinuierlich ausgesetzt? Und was setzen feministische und aktivistische Initiativen dem entgegen?

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Sinti*zze und Rom*nja zwischen Verfolgung, Widerstand und Selbstbehauptung

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Digitaler ASF-Salon am Montag, 24. April 2023 um 18:00 Uhr mit Silas Kropf, Freiberuflicher Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement

Dem nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti*zze und Rom*nja gingen Jahrhunderte der Verfolgung, Verdrängung und Stigmatisierung voraus. Nach 1945 haben die Überlebenden oft eine zweite Verfolgung erleiden müssen, Entschädigung kamen nicht oder viel zu spät. Rassistische Forschungen und Erfassungen wurden teilweise von denselben sog. Wissenschatler*innen und Beamt*innen fortgeführt. Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja ist bis heute weit verbreitet, laut aktuellen Meinungsumfragen ist diese Form der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit besonders stark ausgeprägt. Zugleich hat sich aus den verschiedenen Communities eine Bürgerrechtsbewegung gebildet, die für eine Anerkennung und Entschädigung des Völkermords an den Sinti*zze und Rom*nja kämpfte und die sich heute erfolgreich gegen Diskriminierung und für gleichberechtigte Teilhabe in dieser Gesellschaft einsetzt. Selbstorganisationen und Künstler*innen setzen den rassistischen Klischees eigene Positionen und Perspektiven entgegen. Ganz unterschiedliche Lebensrealitäten werden sichtbar.
Über diese komplexe Geschichte und Gegenwart voller Brüche und Dynamik wird mit Silas Kropf diskutiert, Freiberuflicher Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement.

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Thementag „Sinti und Roma“

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So 23.04.,  11.30 – 17.00 Uhr, Naxoshalle,Waldschmidtstraße 19 HH, 60316 Frankfurt /Main

Das Bewusstsein für rassistische Ausgrenzung wächst in unserem Land nur langsam. Ganz besonders langsam in Bezug auf den Antiziganismus. Deshalb widmet das naxos.Kino am 23. April einen ganzen Sonntag der Situation von Sinti und Roma in Europa.

3 Filme an einem Tag – Pro Film: 5 Euro – Tageskarte: 12 Euro
11.30 Uhr DER LANGE WEG DER SINTI UND ROMA
von Adrian Oeser, D 2022,
erzählt von dem Unrecht, das dieser Bevölkerungsgruppe in der Bundesrepublik auch noch nach der Vernichtungspolitik des Naziregimes angetan wurde. Sichtbar werden institutionelle Kontinuitäten und rassistische Verfolgung in Hessen bis hinein in die jüngste Vergangenheit.

13.00 Uhr EUROPA PASSAGE
von Andrei Schwartz, D 2022
begleitet eine Gruppe von Roma, die zwischen Rumänien und Hamburg pendeln und auf der Straße um ihr Überleben kämpfen. Filmemacher Andrei Schwartz spricht ihre Sprache und kommt so ihren Träumen, ihrem Heimweh und der Verzweiflung eines Lebens ohne Perspektiven nah.
Filmtrailer: https://youtu.be/_fm4ayziwW8

15.00 Uhr ROMA IN FRANKFURT
von Otto Schweizer, Ulrike Holler, Cornelia Rühlig, D 2014
lässt jüngere und ältere Menschen von ihren Diskriminierungserfahren erzählen, zeigt aber auch Wege der Selbstermächtigung.

Zum Gespräch eingeladen sind Filmemacher und Angehörige einer verfolgten Minderheit, die weiterhin auf unerträgliche Weise diskriminiert wird.

Wir erwarten zum Filmgespräch:
zu Der Lange Weg der Sinti und Roma: Julie Halilic und Adrian Oeser (Regisseur)
zu Roma in Frankfurt: Joachim Brenner (Geschäftsführer des Fördervereins Roma) und Anita Adam, Mitarbeiterin im Förderverein Roma
Moderation: Ruth Fühner, naxos.Kino

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Der Völkermord an den Sinti und Roma und die Bundesrepublik. Der lange Weg zur Anerkennung 1949-1990

Matinee am Sonntag, den 23. April 2023 um 11:00 Uhr im Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Else-Josenhans-Straße 3, 70173 Stuttgart

Buchpräsentation und Diskussion mit dem Autor, Sebastian Lotte-Kusche, und dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus, Mehmet Daimagüler

Im letzten Jahr wurde in der Bundesrepublik an 40 Jahre Anerkennung des Völkermords an den Sinti und Roma erinnert. Wie es dazu kam, hat der Historiker Dr. Sebastian Lotto-Kusche von der Universität Flensburg erforscht. Im Dezember 2022 erschien seine Studie „Der Völkermord an den Sinti und Roma und die Bundesrepublik. Der lange Weg zur Anerkennung 1949-1990“. In ihr geht es um den zähen Prozess, in dem gegen alle Widerstände die vier Sätze sagbar und schließlich zur Selbstverständlichkeit wurden, die Helmut Schmidt nach dem ersten Treffen eines Bundeskanzlers mit Vertretern von Sinti und Roma am 17. März 1982 in einer Presseerklärung mitteilen ließ: „Den Sinti und Roma ist durch die NS-Diktatur schweres Unrecht zugefügt worden. Sie wurden aus rassischen Gründen verfolgt. Viele von ihnen wurden ermordet. Diese Verbrechen sind als Völkermord anzusehen.“

Der Regierungschef der Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reichs erkannte dessen Verbrechen an den Sinti und Roma endlich öffentlich an. Das symbolträchtige Ereignis markierte auch die Ankunft der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in der politischen Kultur der Bundesrepublik. Es war ein Kampf gegen das organisierte Unwissen und die gezielte Leugnung, gegen NS-„Expert*innen“ sowie das öffentlich gepflegte Vorurteil. Zahlreiche Bundesgenoss*innen stärkten das Anliegen der Sinti und Roma. Diese Koalitionen rekonstruiert die neue Studie, die schon jetzt ein Grundlagenwerk ist. Als erster Historiker schreibt Lotto-Kusche Sinti und Roma in den historischen Mainstream der alten Bundesrepublik ein.

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de

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SOLIDARITÄT MIT DEN UKRAINISCHEN ROMA

Extern, Daniel Strauß

Im Rahmen des Roma-Tag Festivals am 22. APR., Sa, 18:00 Uhr, Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, 70182 Stuttgart

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine steht der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg (VDSR-BW) Landkreisen, Kommunen, Landeserstaufnahmestellen und vielen weiteren Institutionen in Baden-Württemberg bei der Arbeit mit geflüchteten Roma aus der Ukraine als fester Ansprechpartner zur Seite.
Informationsveranstaltungen sowie zahlreiche Einzelgespräche mit unterschiedlichem Akteur: innen aus der Arbeit mit Geflüchteten bestätigen immer wieder, wie hoch der Bedarf an adäquater Vermittlung und Aufklärungsarbeit zu dieser Thematik ist.

Auch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg hat diesen Bedarf erkannt und unterstützt diese Arbeit mit Mitteln aus dem Projekt ReFIT (Regionale Förderung von Inklusion und Teilhabe).
Eine Gesprächsrunde mit Mehmet Daimagüler (Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus), Daniel Strauß (Landesvorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg und Ko-Vorsitzenderder Bundesvereinigung der Sinti und Roma), Romeo Franz MdEP, Jovica Arvanitelli (VDSR-BW)

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Antiziganismus – Was ist das eigentlich?

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Workshop zum Thema Antiziganismus am Freitag, 21. April 2023, 10:00 – 13:00 Uhr; DRK-Kreisverband Bielefeld, August-Bebel-Straße 8, 33602 Bielefeld

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus bietet der DRK-Kreisverband Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem freiberuflichen Referenten Herrn Silas Kropf einen Workshop zum Thema Antiziganismus an.
Obwohl zahlreiche Sinti und Roma bereits seit vielen Generationen in Deutschland leben und ein Teil der Gesellschaft sind, bestimmen Diskriminierung und Ausgrenzungen oftmals noch immer ihren Alltag. Insbesondere durch den Kontext der Aufnahmebereitschaft gegenüber Flüchtlingen hat diese Thematik wieder an Bedeutung gewonnen.
Der Workshop soll einen Überblick über das Thema Antiziganismus verschaffen und neben einem kurzen geschichtlichen Rückblick sollen im Rahmen der Veranstaltung die Auswirkungen des Antiziganismus auf das Leben der Betroffenen beleuchtet und anschließend reflektiert werden, mit welchen Strategien Diskriminierungen und Stereotypen entgegengewirkt werden kann, um die Sensibilität im alltäglichen Handeln zu fördern.
Der Workshop wird aus einer Mischung aus Input- und kleineren Gruppenarbeitsphasen bestehen.

Anmeldungen gerne an dabelstein@drk-bielefeld.de
Veranstalter DRK- Kreisverband Bielefeld e.V.
Ansprechpartner Jan Dabelstein und Fabian Srowig
Zielgruppe: alle am Thema interessierten Personen, Mitarbeiter*innen im Bereich Flucht und Migration, Sozialarbeiter*innen

KLISCHEE UND WIRKLICHKEIT – EINFÜHRUNG IN DIE GESCHICHTE DER SINTI UND ROMA

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Im Rahmen des Roma-Tag Festivals am 20. APR., Do, 19:30, Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, 70182 Stuttgart

„Immer unterwegs und lieber singend am Lagerfeuer als tüchtig zu arbeiten“:
Silke Stürmer, Beauftragte für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma zeigt, wie solche Klischees entstanden – und welche Folgen sie hatten und haben
– von Diskriminierung bis zum Völkermord.

In einem Dokumentarfilm (25 Min.; 2022) kommen Sinti und Roma zu Wort:
– was bedeutet es ein Rom zu sein? Welche Hoffnungen hat eine Stuttgarter Sintezza? Und ist Diskriminierung ein Problem der Vergangenheit?

Alles musikalisch begleitet und gerahmt von Ljubomir Lekic (Akkordeon), der traditionelle serbische Romamusik mit Blues und Jazz aus den USA zusammenführt.

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‚Antiziganismus‘ in Emden?

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Mittwoch, den 19. April 2023, 18.30 Uhr im Kulturbunker, Geibelstr. 30 A, in 26721 Emden/Barenburg

Die Oldenburgerin Sara Paßquali, M.A., Trainerin und Beraterin zu den Schwerpunkten Rassismuskritik, Antidiskriminierung, Antiziganismus, Diversity (Management), Intersektionalität, Gender und Empowerment referiert über die Jahrhunderte lange Verfolgung, Ausgrenzung bis hin zu dem Versuch, die Minderheit zu vernichten. Der Rassismus gegen Sinti und Roma ist tief verwurzelt und wird bis heute lediglich als Randphänomen betrachtet. Aktuelle Studien und öffentliche Debatten zeigen deutlich, dass die größte Minderheit Europas noch bis heute vielerorts Diffamierung, Diskriminierung und soziale, ökonomische und politische Marginalisierung ausgesetzt ist. Was das aktuell für die Menschen der Minderheit bedeutet und wie es langfristig zum Abbau von diesem spezifischen Rassismus kommen kann, wird versucht, alltagstauglich in diesem Vortrag darzustellen.

In der anschließenden Diskussion gilt es auszutauschen, wo und in welchen Bereichen unserer Stadt antiziganistische Stereotypen zeigt- und fühlbar sind und mögliche Strategien zur Auflösung auch dieser Form von Diskriminierung zu besprechen.

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Rom*nja und Sinti*zze in Österreich – Sensibilisierung gegen antiziganistische Vorurteile

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13. April 2023, von 9.30 bis 12.30 Uhr 15., Gasgasse 8-10, Amtshaus, Stiege 1, 1. Stock, links, 1150 Wien – Österreich
Anmeldung: per E-Mail an anmeldungen@ma17.wien.gv.at
Die Teilnahme ist kostenlos.

Antiziganismus ist eine spezifische und die häufigste Form des Rassismus gegenüber Rom*nja und Sinti*zze. Um diesem Phänomen effektiv entgegenzuwirken, ist es notwendig, die Auswirkungen des Antiziganismus auf die Stellung der Volksgruppe Roma nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa besser zu verstehen und zu hinterfragen. Dieser Workshop zielt darauf ab, negative Vorurteile gegenüber Rom*nja und Sinti*zze abzubauen und Wege aufzuzeigen, wie heute Ungleichheiten und Diskriminierung von Rom*nja und Sinti*zze verhindert werden können.
Referentin: Danijela Cicvaric (Sozialarbeiterin und Leiterin des Vereines Romano Centro)

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Was heißt hier Minderheit?

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Ausstellung  vom 12.04.2023 bis zum 21.05.2023 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2 – 69117 Heidelberg. Die Ausstellung wird am 12. April 2023 um 18 Uhr eröffnet.

Deutschland verfügt über eine Vielfalt von Kulturen, Sprachen und regionalen Identitäten. Dennoch sind Geschichte, Rolle und Selbstverständnis der autochthonen (einheimischen) nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch nur wenig bekannt oder gelten gar als gut gehütetes Geheimnis. Zugleich bestimmt so manches Klischee ihr Bild in der Öffentlichkeit, das mit der Lebenswirklichkeit kaum etwas zu tun hat. Doch welche Geschichte(n), Sprachen und Realitäten verbergen sich tatsächlich hinter dem Begriff „Minderheit“? Und inwiefern kann man deutsch, aber gleichzeitig auch Dänin, Sinto, Romni, Sorbe, Friesin oder Plattsprecher sein? Einen Einblick in Leben, Kultur und Sprache der vier nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch gibt die interaktive Wanderausstellung „Was heißt hier Minderheit?“.

Ausstellung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2023.

Eine Ausstellung des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands und des Bundesraat för Nedderdüütsch.

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INTERNATIONALER TAG DER ROM:NJA*

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Abschlussveranstaltung zum Romnja* Power Month am 8. April, 19 Uhr im Südblock Admiralstraße 1-2, 10999 Berlin

Wir laden Euch herzlich zu unserer Abschlussveranstaltung des RPM im Südblock ein! Gemeinsam zuhören, ins Gespräch gehen und unsere Communities und Communities-übergreifende Arbeit feiern!
Programm:
19:00 Lesung mit Gianni Jovanovié und Oyendamole Alashe „Ich ein Kind der kleinen Mehrheit“
Danach Live Acts und Party:
Gesang mit Laura Nattermann Flowerpower – God is Trans – Act mit Antonella
Rap von Mindi Panther
Lieder für die Seele mit Zorica Jovanovié & Dejan Jovanovié
TAYO & Band
Tanzen zu DJ Aldessas Beats

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Bergen setzt ein Zeichen gegen Antiziganismus

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Die Videobotschaft von Bürgermeisterin Dettmar-Müller anlässlich des Internationalen Roma-Tags finden Sie am 08.04. auf der Website und den Social-Media Pages der Stadt Bergen.

In Bergen wird auch in diesem Jahr zum Internationalen Roma-Tag am 08. April die Roma-Flagge vor dem Rathaus gehisst. Die Flagge steht für die internationale Roma-Bürgerrechtsbewegung.

Für die Bürgerrechtsbewegung und das kollektive Gedächtnis der Sinti und Roma hierzulande ist Bergen ein wichtiger Ort. Im Jahr 1979 fand in der Gedenkstätte Bergen-Belsen die erste internationale Gedenk- und Protestkundgebung zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma statt. Circa 2.000 Teilnehmende, darunter 500 Sinti und Roma aus zwölf europäischen Staaten, forderten damals die offizielle Anerkennung des Völkermordes und prangerten dabei die aktuell andauernden Menschenrechtsverletzungen an.

In ihrer Videobotschaft anlässlich des Internationalen Roma-Tages erinnerte Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller: „Der Völkermord an den Sinti und Roma war der Tiefpunkt einer jahrhundertelangen Geschichte von Rassismus und Verfolgung. Auch heute sind sie mit einer anhaltenden Diskriminierung konfrontiert.“

Die Stadt Bergen sieht sich als Stadt des Friedens und der Internationalität. Für eine kleine Stadt sind das zwar große Worte, aber auch ein Programm, das durch das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger tagtäglich mit Leben gefüllt wird. Heute ist Bergen ein gemeinsames und friedliches Zuhause für Menschen aus über 70 Nationen. Mit dem Hissen der Roma-Flagge zum 08. April setzt Bergen ein Zeichen der Solidarität gegen Rassismus und Diskriminierung von Sinti und Roma in unserer Gesellschaft.

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Sinti-Familien werden Wormser Bürger

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Margita Köhler-Eichberger beleuchtet bei ihrem Vortrag das Schicksal der Wormser Sinti-Familien zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Der Vortrag findet am 5. April um 17 Uhr im Wormser Rathaus statt, Marktplatz 2, 67547 Worm.

Erst während des ersten Weltkriegs konnten sich Sinti-Familien in Worms niederlassen und wurden zu Wormser Bürgern. Mit dem Machtwechsel 1933 erlebten Sinti und Sintizze sowie Romnja und Roma die schrittweise Ausgrenzung aus der nationalsozialistischen Gesellschaft, bis letztendlich ihre Vernichtung beschlossen und ausgeführt wurde.

Der Vortrag von Margita Köhler-Eichberger beleuchtet das Schicksal der Wormser Sinti-Familien zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sollen für das Thema Antiziganismus und für die damit verbundene gemeinsame Geschichte sensibilisiert werden und ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen.

Organisatoren der Veranstaltung sind die Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Worms. Um Anmeldung bis 4. April unter integration@worms.de oder der Telefonnummer (0 62 41) 853 – 71 02 wird gebeten.

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,GRENZÜBERTRITT-S B E S C H E I N I G U N G“ FORMEN DER POLITISCHEN (AUSGRENZUNGEN UND MÖGLICHKEITEN EINES DEMOKRATISCHEN MITEINANDERS

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4. April, 18 Uhr Vernissage und Podiumsdiskussion im FHXBFriedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin; Ausstellung bis 11. April

Der Widerstandskampf von Sintizze und Rom:nja geht weiter. Ein Zeichen davon ist die Resilienz der Community. Das Rroma Informations-Centrum e.v. ist eine der Organisationen, die diesen Kampf in sich tragen. Seit 9 Jahren machen sie es in Form von Demos, heute demonstrieren wir euch eine Kunstausstellung. Diese Ausstellung soll den Tag der Roma würdigen, indem das politische Erbe auf künstlerische Art zum Ausdruck kommt. Insofern ist diese Ausstellung ein politischer Akt der Selbstermächtigung, aber zugleich auch ein Anstoß zur Reflexion über die institutionellen Formen der Diskriminierung, mit denen Rom:nja und Sinti:zze konfrontiert sind.
Mit Kunstwerken von Shira Wachsmann und Tamara Moyzes wollen sie nicht nur zur Reflexion über die Konzepte von Grenzen, Diskriminierung(en) und Demokratie beitragen, sondern auch über die Praktiken reflektieren, die sie implizieren.
In einer daran anschließenden Podiumsdiskussion mit der Wissensschaffenden und Community-Arbeiterin Hajdi Barz (inirromnja) sowie der Juristin Magdalena Benavente (MRBB) soll unser Vorhaben im Rahmen eines Austausches über die rechtlichen Konsequenzen historischer Diskriminierungen gegen Rom:nja und Sintlizze sowie das Empowermentpotenzial politischer Arbeit verdeutlicht werden.
Eingeladene Künstlerinnen:
Shira Wachsmann (http://www.shirawachsmann.com)
Tamara Moyzes (http://www.tamaramoyzes.info)
Aktivistinnen: Magdalena Benavente, Migrationsrat und HajdiBarz, inirromnja, kuratiert von Pedro Alexander Bravo Lavín

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Antiziganismus und Queer – intersektionale Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Diskriminierung

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Einführung in gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus. Bildungsforum gegen Antiziganismus, Pädagogische Leitung: Kevin Rosenberger

3. April 15 Uhr, bis 5. April 2023, 14.30 Uhr
; 
Akademie Waldschlösschen, Bildungs- und Tagungshaus, 37130 Reinhausen bei Göttingen; Kosten:
 180 €

Antiziganismus wird der spezifische Rassismus genannt, der sich vor allem gegen Sinti*zze und Rom*nja richtet. Er hat in Deutschland und Europa eine lange Geschichte und fand seinen furchtbaren Höhepunkt im nationalsozialistischen Völkermord, dessen Anerkennung und Aufarbeitung erst durch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma erkämpft werden musste.
Antiziganismus ist bis heute weit verbreitet und hat massive negative Auswirkungen auf Betroffene. Die zugrundeliegenden Stereotype werden dabei ebenso wie die diskriminierenden Praktiken häufig nicht erkannt und gesellschaftlich zu wenig geächtet.
Im Rahmen des Seminars werden historische und gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus thematisiert. Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für Gegenstrategien aufgezeigt werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kompetenznetzwerk zum Abbau von Homosexuellen- und Transfeindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ statt in Kooperation mit dem „Bildungsforum gegen Antiziganismus“ als Teil des Kompetenznetzwerks im Themenfeld Antiziganismus statt.

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Und eisig weht der kalte Wind – Lernen aus der Vergangenheit

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Buchvorstellung und Vortrag des Ersten Vorsitzenden der Sinti Union Hessen, Ricardo Laubinger und Konzert des Ricardo-Laubinger-Swingtett am Samstag, 1. April, um 19 Uhr, im Gemeindehaus der Stiftskirche, Nußbaumgasse 12,
76829 Landau in der Pfalz

Im Rahmen der Veranstaltung wird sich auch MIA, die Meldestelle für Antiziganismus des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma RLP, vorstellen.

Ricardo Laubinger wird in seinem Vortrag die Geschichte der deutschen Sinti und die Verfolgung der deutschen Sinti und Roma im Nationalsozialismus aufzeigen. Er spricht über das Leben der Sinti vor der Verfolgung, während der Verfolgung und über ihr Leben danach. Emotional und direkt wird er an diesem Abend auch über die Inhalte seines Buches „Und eisig weht der kalte Wind“ sprechen, in dem er seine eigene Familiengeschichte, die Lebens- und Leidensgeschichte der Sinti-Familie Weiss-Laubinger von 1925 bis 2017 aufgearbeitet hat. Insbesondere die Geschichte seiner Mutter „Sichla“ Weiss, einer deutschen Sintiza, die im Alter von 14 Jahren von den Nationalsozialisten zusammen mit all ihren Angehörigen von Hamburg aus nach Polen in die Konzentrationslager verschleppt wurde. Sichla Weiss war fast 20 Jahre alt, als sie endlich von den Alliierten befreit wurde. Sie hatte fünf fürchterliche und grauenvolle Jahre Haft in verschiedenen Konzentrationslagern überlebt, und hatte ihre gesamte Familie und mehr als 60 weitere Angehörige verloren. Aber die Diskriminierung und Verfolgung sollte auch nach dem Krieg weitergehen.

Das Publikum wird an diesem Abend die Möglichkeit haben Fragen zu stellen und mit Ricardo Laubinger in den Austausch zu gehen, sowie sein Buch an diesem Abend vor Ort zur erwerben.

Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um Spenden für die Sinti Union Hessen e.V. gebeten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland Pfalz.

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Hilfe für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine im aktuellen Krieg

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31.März 2023, 18 Uhr, Vorlesungsraum im Historischen Seminar der Uni Heidelberg, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg.

Öffentlicher Vortrag von Dr. Tetiana Pastushenko im Rahmen des Symposiums Status quo and quo vadis? New Research on the Recognition and Compensation of Nazi Injustice in Comparative Perspective und der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

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Eröffnungsveranstaltung des ROMADAY 2023

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März 31 @ 18:30 – 23:00, Grüner Salon an der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin. Eintritt: 5 €.

Anlässlich des Internationalen Tages der Roma* untersucht das Projekt „No Climate for Nomads“ vom 31. März bis 8. April 2023 die globalen Zusammenhänge des Umweltrassismus: Während (historisch) nomadische Gruppen durch Umweltzerstörung ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, werden andere Menschen zur Migration gezwungen – und in der Folge stigmatisiert.

Zum 52. ROMADAY kommen Roma*, Schwarze, Indigene, traditionell nomadische und Personen of Colour in Berlin zusammen – Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, die in ihren Performances, Filmen, Musik und Diskussionen nach Wegen zu mehr Klima- und Umweltgerechtigkeit suchen.

Am 31.3. um 18.30 Uhr wird das Programm im Markt-Format mit Ständen und Infotischen und künstlerischen Präsentationen auf der Bühne eröffnet. Für alle, die während des Ramadan-Monats fasten, sowie für alle anderen, wird es Essen vor Ort geben. Es kommen Roma* zu Wort, die aus Moldau vor menschenunwürdigen Lebensbedingungen nach Berlin geflohen sind, und die nach dem Ende des Winterabschiebestopps am 31.3. akut vor Abschiebung bedroht sind. Darüber hinaus können vor Ort alle, die sich auf die kämpferische Romaday-Parade am 8. April vorbereiten möchten, ihre eigenen Textilien bedrucken!

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RASSISMUS- UND EMPOWERMENTSTUDIE UND DIE FOLGEN DES UKA-BERICHTES

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31. März 18:30 Uhr in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin. Die Veranstaltung wird auch auf dem Romnja Power YouTube-Kanal live gestreamt.

In dieser Podiumsdiskussion reflektieren wir die Arbeit der UKA, des Vorgehens und der Ergebnisse der beiden großen Studien zu Rassismus und Empowerment sowie der Effekte des Berichtesder Kommission.
Teilnehmende der Podiumsdiskussion sind Saraya Gomis (Staatssekretärin für Vielfalt und Antidiskriminierung), Haidi Barz (Studie zu Empowerment von Sinti:zze und Rom:nja), Isidora Randjelovic (Studie zu Rassismuserfahrungen von Rom:nja und Sinti:zze in Deutschland) und Dr. Jane Weiß (Mitglied der UKA). Zusammen möchten wir rekapitulieren, was seit der Veröffentlichung des Berichtes geschehen ist, an welchen Empfehlungen der Kommission noch weitergearbeitet werden muss, um Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze abzubauen.

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Antiziganismus: Wie erkennen, wie intervenieren, wie vorbeugen?

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31.03.2023, 9:00 – 13:00 Uhr, online

Die Fachstelle Rechtsextremismusprävention beginnt auch dieses Jahr wieder mit verschiedenen Online-Workshops, von denen sich dieser mit Antiziganismus beschäftigt. Antiziganismus ist nicht nur in der extremen Rechten zu finden, sondern auch in der deutschen Mehrheits­gesellschaft. Wie haben sich die hartnäckigen Vorurteile entwickelt? Und wie prägen sie noch heute den Alltag in Deutschland? Der Workshop findet in Kooperation mit Amaro Foro e.V. statt.

Um präventiv in der Jugend- und Bildungsarbeit mit Antiziganismus umzugehen, ist es notwendig, entsprechende verinnerlichte Stereotype zu erkennen und zu reflektieren. Der Workshop beginnt mit einer Einführung in wichtige Begrifflichkeiten und gängige Vorurteile. Im zweiten Teil des Workshops wollen sich die Teilnehmenden anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag dazu austauschen, wie mit Konflikten, rassistischen Äußerungen und antiziganistischer Gewalt umgegangen werden kann und wie effektive präventive Maßnahmen aussehen könnten.

Veranstalter: Fachstelle Rechtsextremismusprävention (fa:rp)
Telefon: 030 60401950
E-Mail: kontakt@farp.online

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Zeichnen gegen das Vergessen

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Film am 31.03.2023, 17:00 – 19:00 Uhr im Theatersaal des Augustinums Heidelberg, Jaspersstraße 2  69126 Heidelberg

Seit über zehn Jahren widmet sich der Künstler Manfred Bockelmann (Bruder des Sängers Udo Jürgens) dem Zeichnen gegen das Vergessen.

Mit großformatigen Kohlezeichnungen schuf Manfred Bockelmann eindrückliche Denkmäler für die im Holocaust ermordeten Kinder. Der Dokumentarfilm „Zeichnen gegen das Vergessen“ begibt sich durch die Augen des Künstlers auf eine Reise zu Archiven in die USA und in das Konzentrationslager Auschwitz. Dabei sucht Manfred Bockelmann keine Schuldigen – stattdessen geht es um die positive Kraft, hinzuschauen und die Opfer des Holocaust nicht zu verdrängen, damit so ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht noch einmal passiert.

Eine Filmvorführung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2023. In Kooperation mit dem Augustinum Heidelberg.

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Status quo and quo vadis? New Research on the Recognition and Compensation of Nazi Injustice in Comparative Perspective

Am 30. und 31. März 2023 findet das von der Forschungsstelle Antiziganismus (Verena Meier, Joey Rauschenberger M.A.) in Kooperation mit der Hochschule für jüdische Studien (Philipp Zschommler, M.A.) organisierte wissenschaftliche Symposium in Heidelberg statt. Veranstaltungsort ist der Hannah-Arendt-Saal, Hochschule für Jüdische Studien, Landfriedstraße 12, 69117 Heidelberg.

Panellists:
Friederike Apelt Wolfenbüttel, Tiarra Cooper Amherst, Massachusetts, Philipp Dinkelaker Frankfurt (Oder), Maryna Dubyk Bad Arolsen, Karola Fings Heidelberg, Magdalena Gebhart Frankfurt (Main), Constantin Goschler London/Bochum, Sarah Grandke Regensburg, Borbála Klacsmann Dublin, Jens Kolata Frankfurt (Main), Théophile Leroy Paris, Petre Matei Cluj-Napoca,
Jörn Petrick Coblenz, Nastasja Pilz Stuttgart,
Lara Raabe Heidelberg, Julia Roos Bloomington, Indiana,
Anne Rothfeld Washington D.C., Mirjam Schnorr Frankfurt (Main), Dina von Sponeck Heidelberg, Jana Stoklasa Hanover,
Claire Topsom London, Paul Weindling Oxford

Um Anmeldung an  FSA-Symposium@zegk.uni-heidelberg.de wird gebeten.

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Was ist Antiziganismus?

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März 29 @ 17:00 – 18:00, Hallplatz, 90402 Nürnberg

Wie die letzten zwei Jahre findet auf dem Hallplatz in Nürnberg eine Kundgebung statt. Es wird der theoretischen Frage nachgegangen, was Antiziganismus ist und Luca Fabièn wird als betroffene Person einen Erfahrungsbericht mitbringen. Außerdem sind noch ein paar Überraschungsgäste zu erwarten.

Veranstaltende: we integrate e.V.,
Evang. Jugend Nürnberg, Xenos e.V.

Zielgruppe: Alle Interessierten
barrierefrei, außer WC

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Outreach 2023 – gegen Antiziganismus und Klassismus

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Film / Plenum / Diskussion, Mi, 29.3.2023 – 19:00 – 21:00, ESG-Aula, Breul 43, 48143 Münster

Mit der Veranstaltung: „Outreach 2023 – gegen Antiziganismus und Klassismus“ möchte die Deutsch-Bulgarische Elterninitiative „Jan Bibijan“ e.V., über Antiziganismus und Klassismus informieren, sensibilisieren, Aufmerksamkeit wecken, ein Netzwerk zu gründen, um einen Dialog zum Abbau der rassistischen Strukturen in der Verwaltung der Stadt Münster zu beginnen, aber auch in die Stadtgesellschaft zu tragen, um mehr Wertschätzung und Toleranz gegenüber Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen aus Südosteuropa in Münster zu erzielen. Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft für bedrohte Völker, Arbeit und Leben DGB/VHS NRW, Stolipinovo in Europa e.V. und dem Deutsch-Bulgarischer Geschichtsverein „Pamet“ e.V. unterstützt. Mit einer Dokumentarfilmvorführung, einer Diskussionsrunde und zwei kulturellen Beiträgen soll über Ausgrenzungen und Diskriminierungen von Menschen aus Südosteuropa in der Corona-Krise im Münsterland, über prekäre Beschäftigungen von Menschen aus Südosteuropa in NRW und dem Tod eines bulgarischen Leiharbeiters auf dem Thyssen-Krupp-Werksgelände in Bruckhausen in Okt. 2022 informiert und diskutiert werden.

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Vorstellung der Auswertung der Dokumentationsstelle Antiziganismus (Dosta)

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29. März 2023 um 10:00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Auswertung der Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) mit den Fallzahlen für 2021 und 2022. Es werden Fallbeispiele präsentiert, es gibt einen Überblick über Entwicklungen und Phänomenbereiche und Möglichkeit für Fragen und Interviews.

Für das Jahr 2022 wird besonders auf die Situation geflüchteter Rom*nja aus der Ukraine eingegangen. Außerdem werden die Ergebnisse einer Studie zu antiziganistischer Diskriminierung im Bildungsbereich präsentiert, die im Bericht enthalten ist. Anschließend wird kurz auf unser Medienmonitoring eingegangen und der neue Fotopool für Medienschaffende vorgestellt. Nach der Präsentation gibt es eine Diskussion mit Expert*innen über die Entwicklungen und Forderungen im Bereich Bildung.

Um Anmeldung unter presse@amaroforo.de; Pressevertreter*innen wird gebeten mit Angabe an, für welches Medium berichtet werden soll.

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Antiziganismus: Geschichte und Gegenwart eines unterschätzten Rassismus

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März 28 @ 17:30 – 20:00, Haus der Nachbarschafft, Straße am Schoelerpark 37, Berlin 10715

Antiziganismus bezeichnet den jahrhundertealten Rassismuskomplex, der sich vor allem gegen Sinti und Roma richtet. Antiziganismus ist als spezifische Form des Rassismus bis heute weit verbreitet, gesellschaftlich breit akzeptiert und kaum geächtet. In der Geschichte führte die Feindschaft gegenüber der größten Minderheit Europas immer wieder zu brutaler Verfolgung bis hin zum Völkermord: Bis Ende des zweiten Weltkriegs ermordeten die Nationalsozialisten und ihre Verbündeten hunderttausende Sinti und Roma in ganz Europa – ein Unrecht, dessen Anerkennung erst durch die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma erstritten werden musste.

Im Vortrag wird Antiziganismus in seiner historischen Genese und seinen gegenwärtigen Dimensionen beleuchtet sowie die Geschichte von Sinti und Roma zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung skizziert.

In Kooperation mit dem „Bildungsforum gegen Antiziganismus“

Ab 17.30 Uhr wird es ein Abendessen geben und 18 Uhr beginnt der Vortrag mit anschließender Diskussion.

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Erinnerungslücken und Antiziganismus

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25. März 2023, 16:00 Uhr Humboldt Forum, Schlossplatz, 10178 Berlin

Öffentliche Führung mit André Raatzsch

André Raatzsch, Kurator der Freifläche „Gleichberechtigte Bürger*innen“, wirft einen kritischen Blick auf die Ausstellung BERLIN GLOBAL. Die dialogische Führung knüpft an der Freiflächen-Präsentation zur Geschichte Berliner Sinti*zze und Rom*nja an, nimmt aber auch weitere Stationen von BERLIN GLOBAL in den Fokus. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Antiziganismus heute, Bilderpolitik, erinnerungskulturelle Debatten um den Holocaust sowie die Rolle herausragender Persönlichkeiten aus der Minderheit.

Die Führung ist Teil des Begleitprogramms der Freiflächen-Ausstellung „Gleichberechtigte Bürger*innen“ des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Anschließend an der Führung werden alle Teilnehmer*innen zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen.

André Raatzsch

Der Kunstwissenschaftler André Raatzsch leitet das Referat Dokumentation am Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Zusammen mit dem Historiker Jan Kreutz kuratierte er die Freiflächen-Ausstellung „Gleichberechtigte Bürger*innen“ zur Geschichte der Berliner Sinti*ze und Rom*nja. Ziel seiner Arbeit ist es, die Darstellung und Vermittlung deutscher Geschichte um die vernachlässigte Perspektive der Minderheit zu erweitern.

– Preis: 10 EUR, inkl. Eintritt

– Gruppengröße: 22 Personen

– Sprache: Deutsch

– Dauer: 90 Minuten

– ab 14 Jahren

Sprachen: Deutsch

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Geflüchtete Roma in Europa – Diskriminierung und Rassismus

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Fr, 24. März 2023 – 19:00 Uhr, mosaique e.V. – Haus der Kulturen, Katzenstraße 1, 21335 Lüneburg

Rom*nja erleben auch als Geflüchtete aus der Ukraine Diskriminierung und Rassismus. Dies ist nichts Neues – die Abwehr geflüchteter Roma hat eine lange Tradition. Die Referent*innen des Roma Center e.V./Roma Antidiscrimination Network berichten von ihren Erfahrungen und kommen mit den Teilnehmer*innen ins Gespräch.

Veranstaltende:
VVN-BdA Lüneburg und Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA) im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus 2023

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Antiziganismus in der medialen Welt

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Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus gibt es am Freitag, 24. März, um 19.30 Uhr im Foyer der Stadtbibliothek Germering (Landsberger Str. 41) ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler und Konfliktmanager Radoslav Ganev zum Thema „Antiziganismus in der medialen Welt“.

Antiziganismus beschreibt die besondere Form der Ausgrenzung von Sinti und Roma. Positive Geschichten oder herausragende Persönlichkeiten sind kaum bekannt. Dies ist nicht nur auf Unwissen zurückzuführen, sondern auch auf Strukturen und Mechanismen in der medialen Welt, die eine andere Darstellung besonders erschweren.

Radoslav Ganev hat die Romaselbstorganisation Romanity gegründet und möchte dazu beitragen, dass neue Bilder über die Minderheitengruppe entstehen.

Anmelden für die Veranstaltung kann man sich bei Frauke Stechow per Mail an frauke.stechow@germering.bayern.de oder unter Tel. 089/ 89419-254.

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Pädagogik im Kontext von Antiziganismus

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März 24 @ 09:00 – 16:00, Herrnstr. 19, 80539 München

Das Seminar bietet aus fachlicher wie Betroffenen-Expertise theoretische Grundlagen zu Antiziganismus (Geschichte) und wechselt zwischen Vorträgen, Diskussionen und interaktiven/selbstreflexiven Methoden ab.
Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, sich mit eigenen Wissensbeständen über Sinti*zze und Rom*nja auseinanderzusetzen, gängige Vorurteile zu hinterfragen und einen sensiblen Umgang hinsichtlich Diskriminierungserfahrung zu entwickeln. Die Annäherung an eine diskriminierungssensible Haltung und Praxis in pädagogischen Bereichen werden Schwerpunkt dieses Seminars. Im Austausch mit den Teilnehmer*innen können Fragestellungen aus dem eigenen pädagogischen Alltag bearbeitet und diskutiert werden. Eine Handreichung mit Bildungsmaterial und Methoden für den schulischen und außerschulischen Kontext werden abschließend vorgestellt.
Katharina Schwaiger und Benjamin Adler, Madhouse
Anmeldung über: pizkb.polit.rbs@muenchen.de

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Sinti und Roma- eine verkannte Minderheit

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Antiziganismus damals und heute; Do., 23.03.2023, 19:30 – 21:00 Uhr Leinfelden, Neuer Markt, Raum 1, Neuer Markt 1, 70771 Leinfelden-Echterdingen
Kursgebühr 14,00 €
Kursleitung Esther Reinhardt-Bendel

Der Vortrag wirft einen Blick auf die Geschichte des Antiziganismus. Er zeigt die historischen Kontinuitäten von Ausgrenzung und Verfolgung sowie die Folgen für Sinti und Roma bis in die Gegenwart. Diskriminierung gehört bis heute in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen zu ihrem Alltag. Der Vortrag erklärt, wer Sinti und Roma sind und wo und wie die Diskriminierungen stattfinden. Die Stuttgarter Referentin Esther Reinhardt-Bendel hat vor sieben Jahren gemeinsam mit anderen die Initiative „Sinti-Roma-Pride“ ins Leben gerufen und heißt Ihre Fragen willkommen.

Volkshochschule
Leinfelden-Echterdingen, Neuer Markt 3 | 70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon 0711 1600-315 | Fax 0711 1600-305
E-Mail: vhs@le-mail.de

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Amaro Filmos – Wir sind hier!

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23. März 2023 um 18:30, Grüner Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin

„Natürlich können Frauen auch Gangster sein!“

In Amaro Filmos (auf Romanes „Unser Film“) geben junge Roma* aus Berlin einen Einblick in ihr Leben und in ihre Gedankenwelt. Mit Humor und Selbstbewusstsein beantworten die Protagonist*innen die Frage: Wie sehen wir uns? Wie werden wir von anderen gesehen? Und was bewegt uns? Der partizipativ entwickelte Dokumentarfilm beleuchtet nicht nur die Träume, Zukunftswünsche und Rollenbilder einer Generation, sondern auch brennende gesellschaftliche Probleme: Rassismus, Gentrifizierung und die damit einhergehende räumliche Verdrängung einer ganzen Community.

Etwa zehn Jahre lang lebten viele Familien aus einer rumänischen Roma*-Gemeinschaft in einem Wohnblock in Berlin-Friedrichshain. Die Filmprotagonist*innen erlebten ihr Haus als einen Ort des Zusammenhalts und der ersten Freundschaften, aber auch als einen Schauplatz von Diskriminierung bis hin zu lebensbedrohlicher Gewalt. Ab Anfang 2022 standen viele der Mieter*innen aufgrund von Immobilienspekulation vor der drohenden Wohnungslosigkeit. Im November des Jahres zog die letzte Familie aus.

In Amaro Filmos zeigen vor allem junge Menschen zwischen 14 und 23 Jahren, dass sie sich nicht unterkriegen lassen und lautstark ihren Platz in der Gesellschaft einfordern – ganz nach dem Motto: Wir sind hier! Durch Redebeiträge auf Demos, durch Forumtheater, Workshops gegen Antiziganismus und Empowermentarbeit verschaffen sie sich Gehör und gestalten aktiv die Gesellschaft mit.

Der Film feiert am 20. Januar 2023 in Anwesenheit des Filmteams und der Protagonist*innen seine Uraufführung im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Vorstellungen in Brandenburg und Sachsen werden folgen. Als Begleitprogramm werden Podiumsdiskussionen und Antiziganismus-Workshops angeboten.

Der Film entstand in Kooperation mit dem Filmemacher, Fotografen und Sozialarbeiter Olad Aden, dem Friedrichshainer Streetwork-Team von Gangway Straßensozialarbeit in Berlin e.V. und der Berliner Roma*-Selbstorganisation RomaTrial e.V. Er ist Teil des Bildungsprogramms gegen Antiziganismus „WIR SIND HIER!“ und wurde gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und aus den Mitteln des Berliner Partizipations- und Integrationsprogramms.

Regie, Kamera und Schnitt: Olad Aden; Eine Koproduktion von RomaTrial e.V. & Gangway Straßensozialarbeit in Berlin e.V.

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Antiziganismus – gestern und heute

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März 23 @ 19:00 – 20:30, Oertelplatz 11, 80999 München, 2. OG

Der Referent Radoslav Ganev (Politologe, Konfliktmanager, Gründer von Romanity e.V. und Migrationsbeauftragter im BA 7 Sendling-Westpark) berichtet über den gesellschaftlich etablierten Rassismus gegenüber Sinti und Roma im Wandel der Zeit. Im Anschluss an den Vortrag findet eine Podiumsdiskussion statt.
Referent: Radoslav Ganev
Anmeldung über: www.mvhs.de oder Tel. 48006-6830 – Kurs Q125504

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80 Jahre Beginn der Deportationen der Sinti und Roma aus Deutschland nach Auschwitz im März 1943

Zweites Webinar in der Reihe „Ausgrenzung, Deportation und Widerstand als Themen in der historisch-politischen Bildung“ der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz am Do., 23. März 2023, 19-20.30 Uhr auf Zoom.

In diesem Frühjahr jähren sich die Proteste in der Berliner Rosenstraße 1943, der Beginn der Deportationen der Sinti und Roma aus Deutschland nach Auschwitz 1943 zum 80. Mal und der Boykott von Geschäften jüdischer Inhaber:innen 1933 zum 90. Mal.

Wir nehmen die Jahrestage zum Anlass, um mit Ihnen in den Austausch zu kommen: In einer digitalen Veranstaltungsreihe kontextualisieren wir diese Ereignisse historisch und stellen unseren pädagogischen Umgang im schulischen und außerschulischen Bereich anhand von Materialien und Formaten der Gedenk- und Bildungsstätte vor.

Zudem diskutieren wir die Relevanz dieser Ereignisse heute.

Tobias von Borcke (Bildungsforum gegen Antiziganismus, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma): Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Deportationen der Sinti und Roma in einzelnen Städten dargestellt anhand von ausgewählten Biografien

Aya Zarfati (GHWK): Deportationsfotos in der historisch-politischen Bildung am Beispiel des Projektes #LastSeen

Die Online-Veranstaltungen richten sich an Multiplikator:innen der schulischen und außerschulischen Bildung.

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Vortragsabend Die Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz

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23. März 2023, 19.00 – 21.00 Uhr, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz, Gerti-Spieß-Saal

Ausgangspunkt für die Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz waren die in der Nachkriegszeit fortgesetzten antiziganistischen Kontinuitäten in Staat und Gesellschaft. Die Anerkennung des NS-Völkermords wurde den Sinti und Roma bis Anfang der 1980er Jahre verwehrt.
Erst mit der Gründung der Bürgerrechtsbewegung der Minderheit veränderte sich ihre Situation.

Referent: Jacques Delfeld Sr. ist 1. Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma sowie stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Veranstalter: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband
Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung RLP

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Eine stetige Mahnung an alle

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Stadt Hanau erinnert an 80. Jahrestag der Deportation Hanauer Sinti am 23. März, 18.30 Uhr am Neustädter Rathaus, Am Markt 14, 63450 Hanau

„Das Unrecht von einst ist durch nichts wieder gutzumachen, aber es ist unsere Aufgabe, dem Vergessen entgegenzutreten, damit sich so etwas nie wiederholen kann,“

Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck laden die Hanauer Bürgerschaft zu dem gemeinsamen Gedenken ein.

OB Kaminsky und Rinaldo Strauß vom Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen, werden in ihren Redebeiträgen auf das Geschehene, aber auch auf diese Verpflichtung, die aus dem Geschehenen heraus erwächst, eingehen. Im Anschluss hieran werden von Schülerinnen und Schülern der Lindenau-Schule die Namen der Hanauer Sinti vorgetragen, die von den Nationalsozialisten deportiert wurden.

Ihnen zu Ehren wird an diesem Tag eine Tafel enthüllt, zum stetigen Erinnern und Gedenken an die Betroffenen und als stetige Mahnung an die Gesellschaft, sich gegen Diskriminierung jeder Art einzusetzen und hasserfüllter Hetze entgegenzutreten, wo immer sie laut wird. Es folgt eine Kranzniederlegung. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Sergej Hartmann am Piano und June Heilig an der Violine.

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45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

Extern,

Am Mittwoch, 22. März, um 17.30 Uhr wird die Ausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ in der Volkshochschule Hanau eröffnet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich für diese Veranstaltung bei Abigail Adams, DEXT-Fachstelle Hanau (abigail.adams@hanau.de), anmelden.

Silas B. Kropf, Mitglied der Initiative „Sinti:zze und Rom:nja in Deutschland stärken“ und Bildungsreferent zu Antiziganismus und Demokratiekompetenzen, wird im Anschluss der Ansprache von Oberbürgermeister Claus Kaminsky in die Thematik einführen.

Die Poster-Ausstellung wurde vom „Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg“ im Jahr 2016 konzipiert und zeigt die bedeutenden Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit. Von der Gründung des „Zentral-Komitees der Sinti West-Deutschlands“ im Jahr 1971 bis hin zur aktuellen Arbeit des „Zentralrats Deutscher Sinti und Roma“ werden zahlreiche Aktionen der Bürgerrechtsbewegung durch Fotografien aus fünf Jahrzehnten veranschaulicht. Auf 17 Plakaten werden interessante und informative Einblicke in diesen oft unbeachteten Teil deutscher Geschichte geboten.

Die Ausstellung wird vom 23. bis zum 31. März von montags bis freitags (8.00 bis 20.00 Uhr) im ersten und zweiten Stock der Volkshochschule Hanau (Ulanenplatz 4, 63452 Hanau) für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Pressekontakt: Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

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ZUMRETA SEJDOVIC ÜBER IHR LEBEN UND IHREN KAMPF UM BLEIBERECHT!

Extern,

22. März 18:30 Uhr. Zoomveranstaltung, Online – Anmeldung : svetlana.kostic@romaniphen.de

Im Gespräch mit Madeleine Does (Poliklinik Veddel) spricht Zumreta Seidovie über ihr Leben und ihren langen Kampf für ein Bleiberecht für alle.
Zumreta Sejdovic gründete 2015 das selbstorganisierte Romani Kafava, ein Beratungs- und Begegnungscafé für Rom:nja im Hamburger Süden und erfüllte sich somit ihrenWunsch, einen diskriminierungsfreien Raum für Roma und Romnja zu gestalten, Unterstützung zu organisieren und in Veranstaltungen nicht-Rom:nja denRaum zu bieten, über sich und ihr Leben zu erzählen.
Das Romani Kafava versucht, Menschen bei ihrem Kampf um einen Aufenthalt zu unterstützen, Familien bei Krankheit oder sozialen Probleme zu beraten und in Notsituationen zu begleiten. Zumreta Sejdovic und ihre Kollegin Maya Adzovic sind bei der Poliklinik Veddel angestellt. Gemeinsam mit Nina erzählt Zumreta über die Situation von Rom:nja in Deutschland und Europa, über verschlungene Fluchtwege und über Formen des Widerstands und des Empowerments.

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Über den Antiziganismus und seine Ursache

Extern, Wilhelm Solms

Vortrag und Benefizveranstaltung für Sinti und Roma von Prof. Dr. Wilhelm Solms am Mittwoch, 22.3.2023 um 19:00 Uhr im Tagungsgebäude der Kreisverwaltung Marburg, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf lädt ein für Mittwoch, 22. März – 19 Uhr, zu einer Benefizveranstaltung im Marburger Landratsamt. Die Spenden fließen in ein Stipendium für ein Kind einer Sinti- oder Roma-Familie aus dem Kreis. Zu Gast ist Professor Dr. Wilhem Solms, der zum Thema „Über den Antiziganismus und seine Ursache“ referiert.

Das Stipendium der Hildegard Lagrenne Stiftung soll die Preisträgerin oder den Preisträger auf ihrem oder seinem Bildungsweg unterstützen und damit ein Zeichen gegen die alltäglichen Diskriminierungen, die junge Angehörige dieser deutschen Minderheit immer noch erfahren, setzen.

Das Sinti-Duo Sunny Franz (Violine) und Sascha Reinhardt (Gitarre) umrahmt Solms Vortrag musikalisch. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch.

Eine vorherige Anmeldung für die Teilnahme an der Veranstaltung ist erwünscht. Anmeldungen sind per E-Mail an einladung@marburg-biedenkopf.de möglich.

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Zum 80. Jahrestag der Deportationen von Rom*nja und Sinti*zze

Extern,

Denkmal-Tour am Samstag, 18. März 2023, 14:00 bis 16:00, vor dem Bulgarischen Kulturinstitut, Leipziger Str. 114-115, 10117 Berlin

Im Februar 2023 jährte sich der Beginn der Deportationen der Rom*nja und Sinti*zze aus Deutschland in das faschistische KZ Auschwitz-Birkenau zum 80. Mal. Die DenkMalTour nimmt den Jahrestag zum Anlass, um sich auf die Spuren der Geschichte und Kultur der größten Minderheit Europas in Berlin zu begeben. Dabei werden historische Entwicklungen und Kontinuitäten erläutert und für den Antiziganismus in Europa heute sensibilisiert.

Referentinnen: Margarita Mileva, NaturFreunde Berlin e.V., und Dr. Janeta Mileva, Helle Panke e. V. und NaturFreunde Berlin e.V.

Treffpunkt: Vor dem Bulgarischen Kulturinstitut, Leipziger Str. 114-115, 10117 Berlin

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den NaturFreunden Berlin statt.

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ZUSAMMENKOMMEN: GENERATION ADEFRA STAMMTISCH@ROMANIPHEN

Extern,

17. März 18 Uhr im RomaniPhen Archiv, Karl-Kunger-Straße 17, 12435 Berlin

Zur Feier des Romnia* Power Month findet der Generation ADEFRA Stammtisch auch dieses Jahr wieder im RomaniPhen Archiv statt. Generation ADEFRAe. V. – Schwarze Frauen in Deutschland – ist ein kulturpolitisches Forum von und für Schwarze Frauen.
Der regelmäßig stattfindende Generation ADEFRA Stammtisch lädt im Rahmen des Romnia* Power Months in die Räume des RomaniPhen Archives ein. Wie immer sind Sistahs* of African Heritage, Romnja*, Sintizzi* und POC Sisters*, TransSisters and Inter*Sisters welcome.

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Antiziganismus

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17.03.2023 um 09:00 – 17:00 Uhr, Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

Antiziganismus bzw. Rassismus gegen Roma* und Sinti*, stellt ein aktuelles und eigenständiges Macht-und Gewaltverhältnis dar, das sich über Jahrhunderte in der europäischen Gesellschaft herausgebildet hat und deshalb in der Gegenwart tief verwurzelt ist, schreibt die Unabhängige Kommission Antiziganismus in ihrem Bericht im Mai 2021.
Dieses strukturelle Phänomen, das bis in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht, wurde jahrzehntelang ignoriert, der historischen Verantwortung im Kampf gegen Antiziganismus kommt Deutschland bis heute nicht ausreichend nach: Im Bildungssystem spielt Antiziganismus als Thema nach wie vor kaum eine Rolle, es wurden Fälle von gesetzwidriger Sondererfassung von Roma* und Sinti* bekannt. Seit Monaten wird diskutiert, ob das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas durch den Bau einer S-Bahn-Linie beeinträchtigt werden kann.
Der Berlin Monitor von 2019 zeigt, dass 17 % der Befragten der These zustimmen, dass Roma* und Sinti* aus den Innenstädten vertrieben werden sollten.
Im Workshop werden:
• die aktuellen Erscheinungsformen des Antiziganismus und deren Auswirkungen auf Roma* und Sinti* diskutiert
• in Bezug auf die jeweiligen Arbeitskontexte die gängigen antiziganistischen Bilder identifiziert und entkräftet
• praxisnahe Gegenstrategien entwickelt

Dieses Seminar richtet sich an Mitarbeitende der Verwaltungseinrichtungen des Landes Berlin, der landeseigenen Betriebe sowie von gemeinnützigen Trägern und Vereinen.

Die Teilnahme ist nach Online-Anmeldung (siehe Link „Homepage“ unter „Weitere Informationen“) entgeltfrei.

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Antiziganistische Ermittlungsansätze der Polizei und Sicherheitsbehörden

Extern, Markus End

16. März 2023, 19.00 – 21.00 Uhr, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz, Gerti-Spieß-Saal

Von der Einrichtung eines speziellen ‚Nachrichtendienstes‘ 1899 in München bis in die Gegenwart lassen sich personelle, institutionelle und materielle Verbindungslinien der deutschen Polizeiarbeit ziehen.
Der Schwerpunkt des Vortrags wird – nach einer kurzen historischen Einbettung – darauf liegen, die heutige Situation darzustellen. Dazu werden vielfältige Beispiele gegenwärtiger antiziganistischer polizeilicher Ermittlungsansätze vorgestellt, analytisch eingeordnet und kritisiert.

Referent: Dr. Markus End ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Antisemitismusforschung
(Technische Universität Berlin).

Veranstalter: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung RLP

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Gedenkstunde an die Deportation von Gießener Sinti und Jenischen

Extern,

16.03.2023, 17:00 Uhr, Hermann-Levi-Saal, Berliner Platz 1, 35390 Gießen; Gedenken an den 80. Jahrestag der Deportation von 14 Angehörigen der Gießener Sinti und Jenischen am 16. März 1943 nach Auschwitz-Birkenau und an weitere deportierte Angehörige der Gießener Sinti und Jenischen.

Programm

Musikalische Eröffnung: Johann Sebastian Bach, BWV 1007, Suite Nr. 1 G-Dur, Sarabande | Emily Härtel, Violoncello

Begrüßung und Rede: Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher

Rede: Rinaldo Strauß, Landesverband Hessen des Verbandes Deutscher Sinti und Roma

Musikalisches Zwischenspiel: Johann Sebastian Bach, BWV 1008, Suite Nr. 2 d-moll, Sarabande

Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen sprechen zu den von ihnen bearbeiteten Themen:

  • Verfolgung der Sinti*zze und Jenischen in Gießen (Michelle Damm)
  • Anna Mettbach, geb. Kreuz (Katharina Spies)
  • Johanna Klein und Hedwig Kersten, geb. Klein (Kevin Schaub)
  • Elisabeth Schilling, geb. Mettbach (Hannah Görg)

Musikalischer Ausklang: Johann Sebastian Bach, BWV 1009, Suite Nr. 3 C-Dur, Sarabande

Gang zum Mahnmal für alle Opfer und Verfolgten des Naziregimes am Berliner Platz

„Wo sind wir geblieben“ – Namenslesung der deportierten Gießener Sinti und Jenischen

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Gadje-Rassismus & Co.

Extern, Merfin Demir

Webseminar mit Merfin Demir am 16. März, 10:00 – 11:30 Uhr, @ Digital via Zoom; Anmeldeschluss am 09. März 2023; Kosten | 15,00 €

Vielfaltssensible und Reflektierte Pädagogische & Sozialarbeiterische Praxis im Umgang mit Rom*nja und Sinti*zze

»Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja ist eine historisch gewachsene und transnational organisierte Gewalt, die auf die Psyche und die Körper von romani Subjekten transgenerationell einwirkt und Lebenserschwernisse, Verletzungen und Krankheiten, verkürzte Lebenserwartung bis hin zum Tod verursacht. Diese Gewalt schließt Rom*nja individuell und/oder kollektiv und in Verschränkung mit weiteren gesellschaftlichen Platzierungen wie Klasse, Gender, Sex, religiöser Zugehörigkeit von materiellen, finanziellen sowie symbolischen Ressourcen und von gesellschaftlicher Anerkennung und struktureller Teilhabe aus.«

Anhand diesen Definitionsvorschlages von Isidora Randjelović werden wir die thematische Komplexität beleuchten und uns mit der Bedeutung auf die eigene pädagogische und sozialarbeiterische Praxis auseinandersetzen.

Referierender:Merfin Demir: Gründer und Geschäftsführender Vorsitzender von Terno Drom e.V., hat u.a. bei der Studie „Rassismuserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja“ der Alice Salomon Hochschule Berlin im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus mitgewirkt.

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Antiziganismus als verdrängter Gegenstand der politischen Theorie

Im Rahmen der Tagung „Kämpfe um Diversität – Theorie an der Grenze von Wissenschaft und Politik“ vom 15. -17. März 2023 ist am 16.März von 9 – 10.30 Uhr dieser Vortrag von Laura Tittel (Uni Gießen) als Panel 3 „Diversifizierung des Kanons I“ in der Universität Duisburg-Essen zu hören.Tagungsort ist die Universität Duisburg-Essen, Geibelstraße 41, 47057 Duisburg, Gebäude SG, Raum SG135.

Detaillierte Informationen zur Anreise, zum Programm und zum Lageplan gibt es nach Anmeldeschluss über den Verteiler der o.g. Tagungsadresse. Die Tagung findet als Präsenzveranstaltung statt.

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„ANTI WIE?“ COMMUNITY-GESPRÄCH Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja

Extern,

15. März 18 Uhr. Videopremiere auf dem Romnja Power Youtube-Kanal

Anti-Wie? Was kann man denn noch sagen? Antiziganismus? Zu weit gefasst, zu alt, was soll eigentlich Ziganismus sein? Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja? Zu lang. zu neu, zu gegendert? Und was ist eigentlich mit den Gadje? Gadje- Rassismus? Zu hart, zu unbekannt, zu einseitig? Und was ist mit den BPoCs?Sind sie dann auch Gadje?
Es wurde Zeit, dies in der Community weiter zu diskutieren.

Wir, von Romaniphen e.V. haben zwei Werkstätten zu der Begriffsdiskussion um die Bezeichnungen, die unsere Rassismuserfahrungen u n dden historisch gewachsenen und strukturellen Rassismus adäquat beschreiben, veranstaltet. Eingeladen waren Engagierte aus Selbstorganisationen, die seit vielen Jahren oder aber erst seit Kurzem, dafüraber umso intensiver, politische und Bildungsarbeit leisten und mit denen wir in unterschiedlichen Zusammenhängen miteinander gearbeitet, diskutiert und demonstriert haben. In einer geschlossenen Veranstaltung sprachen wir gemeinsam über unsere Definitionen, Erfahrungen und Positionen zu den verschiedenen Begriffen. In dieser Diskussion ging es auch um unterschiedliche Konzepte und Verständnisse, die unsere alltägliche Arbeit beeinflussen.

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Gedenkveranstaltung

Extern, Daniel Strauß

Die Gedenkveranstaltung findet  am 15. März 2023 um 16:00 Uhr am Zeichen der Erinnerung, dem einstigen Deportationsbahnhof (Nordbahnhof), Nordbahnhofstraße 73/1. 70191 Stuttgart unter Beteiligung des Landesvorsitzenden Daniel Strauß statt.  Zum Abschluss bietet sich ab 18:00 Uhr im Erinnerungsort “Hotel Silber” die Möglichkeit zu Reflexion und Gespräch.

Im März 1943 wurden fast 500 Sinti und Roma aus dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg nach Auschwitz deportiert. Die reichsweiten Märzdeportationen waren die Folge des “Auschwitz-Erlasses” vom Dezember 1942, mit dem Heinrich Himmler als Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei die Radikalisierung und Systematisierung des Völkermords an den Sinti und Roma befohlen hatte.

Am 15. März 1943, vor 80 Jahren, fand der erste und größte Abtransport statt: Über den Nordbahnhof Stuttgart wurden 234 Sinti nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Fast alle wurden dort ermordet. In ganz Europa fielen bis zu 500.000 Sinti und Roma dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer, den SS, Polizei, Wehrmacht und deutsche Verbündete verübten, mit der Unterstützung der Bahn und vieler anderer gesellschaftlicher Kräfte. Die Deportationen fanden vielfach vor aller Augen statt.

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Ausgrenzung und Diskriminierung — Antiziganismus in unserer Gesellschaft

Extern,

14.03.2023, 19.00 Uhr, Capitol, Waldhofstr. 2, 68169 Mannheim

Diskussionsrunde mit Filmbeitrag in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti & Roma

Gezeigt wird ein kurzer Videofilm, der als Grundlage für die Diskussionsrunde dienen soll. In wieweit hat sich die Lage der Sinti und Roma in Deutschland geändert.
Welche Arten von Diskriminierung gibt es heute und welche Instrumente werden eingesetzt um Diskriminierung und Antiziganismus zu bekämpfen.

– Videofilm von 2014 „Umfrage zur Berufs- und Wohnsituation von Sinti und Roma in Deutschland“ ca. 5 min

An der Diskussionsrunde werden Verena Lehman (Mitarbeiterin des VDSR) und Jovica Arvanitelli (Leiter der Beratungsstelle für Gleichberechtigte Teilhabe) teilnehmen.

Diskussionsrunde mit Filmbeitrag in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti & Roma

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„NIEMAND SIEHT MICH“ ÜBER DIE OPFERUNG DES OPFERSEINS

Extern,

Szenische Lesung am 11. März 91 Uhr im RomaniPhen Archiv, Karl-Kunger-Straße 17, 12435 Berlin

Die Veranstaltung wird auch auf dem RomPnojawer YouTube-Kanal live gestreamt.
Rom:nja und Sinti:zze sind seit über 600 Jahren ein wichtiger Teil des europäischen Kultur- und Kunsterbes. Sie haben stark die Gesellschaften, in denen sie leben, mit geformt, so auch die deutsche Gesellschaft. Jedoch sind ihre Werke wenig bekannt. Die performative Lesung beinhaltet literarische Werke europäischer Sintizze und Rom:nja Schriftsteller:innen aus den 1930er Jahren bis in die Gegenwart, die in einer chronologischen und thematischen Vorstellung dargeboten werden. Ausgewählte Werke werden so gelesen, dass sie die Transformationen in der Sprache durch die Zeit in Bezug auf Themen, die Sinti:zze und Rom:nja wichtig sind/beschäftigen, hörbar machen. Durch eine Klanginstallation wird die Sichtbarkeit von romani Literatur verstärkt. Damit werden Raum für Interpretationen und Reflexionen über den Wandel in der Gesellschaft künstlerisch angeregt, um Positives und auch den Bedarf an Veränderungen zu erkennen und ohne Zwangsmechanismen zu praktizieren.
Die Reihe ist ein Projekt des Rom*nja in Power Theaterkollektivs in Kooperation mit dem Rroma/Ether Klub Theater und dem feministischen Archiv RomaniPhen e.V.
Das Projekt wurdevrealisiert mit freundlicher Unterstützung der Initiative DRAUSSENSTADT, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung und der Stiftung EVZ.

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Der lange Weg zur Anerkennung. Deutsche Sinti und Roma nach Auschwitz

Extern, Frank Reuter

Do 09. März 2023, 19:00 Uhr, Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz, Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz

Die Nachkriegsgeschichte der deutschen Sinti und Roma ist geprägt von einem asymmetrischen Täter-Opfer-Verhältnis. Um sich selbst zu entlasten, betrieben die für den Völkermord Verantwortlichen aus Polizei und Rassenforschung eine gezielte Kriminalisierung der Überlebenden. Erst die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma, die sich Ende der 1970er Jahre formierte, konnte das Täternarrativ sukzessive delegitimieren und eine eigene Perspektive öffentlichzur Geltung bringen.

Referent:
Dr. Frank Reuter ist wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle
Antiziganismus an der Universität Heidelberg.

Veranstalter:
Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz und der Forschungsstelle Antiziganismus.

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Studientag Antiziganismus

Extern,

Termine: 9./ 16./ 23. März 2023 jeweils 13.00 – 16.00 Uhr, Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz, Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz
Anmeldung: franziska.hendrich@haus-des-erinnerns-mainz.de

Begleitend zur Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ thematisiert der Studientag Antiziganismus zwischen 1933 und 1945 anhand eines Zeitzeugeninterviews. Anschließend diskutieren wir über die „Zweite Verfolgung“ sowie über Formen des modernen Antiziganismus.

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Der lange Weg der Sinti und Roma

Extern,

Filmveranstaltung am 9. März 18.30 Uhr im Babylon Kino (Diele) Nürnberger Str. 3, 90762 Fürth

Im März 1943 fanden überall im damaligen Deutschen Reich Verhaftungen von Sinti und Roma statt. Die anschließenden Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz und der nationalsozialistische Genozid radikalisierten eine von Rassismus motivierte Ausgrenzungs- und Verfolgungsgeschichte, die auch nach 1945 nicht endete.

Zum Gedenken an die Deportation der Sinti und Roma im März 1943 zeigt das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverband der Sinti und Roma den kürzlich mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2022 ausgezeichneten Film “Der lange Weg der Sinti und Roma”.
Die 45-minütige Dokumentation thematisiert den Kampf der
Bürgerrechtsbewegung um Anerkennung und Entschädigung und lässt Protagonist*innen selbst zu Wort kommen. So auch die Holocaustüberlebende Zilli Schmidt, die im Alter von 98 Jahren vergangenen Oktober verstorben ist. Sie widmete die letzten Jahre ihres Lebens, um sich als Zeitzeugin für die Bürgerrechte von Sinti und Roma einzusetzen.

Nach der Filmvorführung gibt es ein anschließendes Gespräch mit dem Sinto Roberto Paskowski, der in Fürth geboren und aufgewachsen ist. Als langjähriger Aktivist der Bürgerrechtsbewegung berichtet er von seiner politischen Arbeit und beantwortet Fragen aus dem Publikum.
Länge des Films: 45 Minuten

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„Ich habe Angst, dass Auschwitz nur schläft“ (Ceija Stojka)

Extern, Karola Fings

Vortrag und Gespräch im Gedenken an die nach Auschwitz deportierten Sinti und Roma am Donnerstag, 9. März 2023, 19 Uhr, Bildungsforum gegen Antiziganismus (im Aufbau Haus am Moritzplatz), Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin

Auf der Grundlage eines Erlasses von Heinrich Himmler vom Dezember 1942 begann Ende Februar 1943 die systematische Verschleppung der deutschen Sinti und Roma vom Kleinkind bis zum Greis ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Es folgten Deportationen auch aus anderen Ländern des deutsch besetzten Europas.

Dem Holocaust an Sinti und Roma fielen Hunderttausende zum Opfer. Auschwitz als einer der Haupttatorte steht als Symbol für dieses historische Verbrechen. 80 Jahre nach dem Beginn der Depotrationen möchten wir mit unserer Veranstaltung an die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus erinnern und auf die Bedeutung dieser Geschichte aus heutiger Perspektive hinweisen.

Die Historikerin Karola Fings berichtet in ihrem Vortrag über Vorgeschichte und Verlauf der Deportationen und ordnet diese in die Geschichte des nationalsozialistischen Völkermordes an Sinti und Roma ein.
Mit Margitta Steinbach sprechen wir darüber, wie sich Verschleppung und Völkermord in der Zeit des Nationalsozialismus bis heute auswirken und welche Bedeutung sie für Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma in der Gegenwart haben.

Eine Veranstaltung des Kompetenznetzwerks #Antiziganismus in den Räumen des Bildungsforum gegen Antiziganismus

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Weitere Informationen demnächst unter https://www.kompetenznetzwerk-antiziganismus.de/

Kampf und die Erinnerung. Das Gedenken an Verfolgung und Ermordung der Sint:izze und Rom:nja im Nationalsozialismus

08 März, 2023 17:00 — 18:30, Zentralbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg

Der Vortrag von Leonard Stöcklein skizziert die Aufarbeitung des Porajmos seit Mitte der 1980er Jahre und diskutiert anhand konkreter Beispiele auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene verschiedene erinnerungskulturelle Fragen.
In Kooperation mit Miteinander e.V.

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Der Weg der Sinti und Roma in Deutschland seit dem 15. Jahrhundert. Ausgrenzung – Verfolgung – Völkermord – Selbstorganisation – Anerkennung

Zum 80. Jahrestag der Deportation der Sinti und Roma aus Gießen. 07.03.2023, 18:15 Uhr, Volkshochschule Gießen, Fröbelstraße 65, 35394 Gießen

Anmeldeschluss: 27.02.2023

Vor 80 Jahren, am 16. März 1943, wurden von Gießen aus – wie aus anderen Teilen Oberhessens – Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, die meisten dort ermordet. Der Völkermord hat eine lange Vorgeschichte und eine Nachgeschichte: Die Ausgrenzungspolitik gegenüber den Menschen der seit über 600 Jahren hier lebenden Minderheit, begründet in Vorurteilen und Ressentiments, begünstigte in hohem Maße den Völkermord, der erst 1982 von der Bundesrepublik gegenüber den Überlebenden als solcher anerkannt wurde. Die Geschichte der Ausgrenzungen und Verfolgungen über die Jahrhunderte wie auch Aspekte der eher unbekannten Beiträge der Roma und Sinti zur europäischen Kultur werden angesprochen und dargestellt.

Inhalte des Kurses:

Herkunft und Kultur. Vorurteile, Ressentiments und Verfolgungen vom 15. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre
Ausgrenzungen, Verfolgungen, Völkermord während der nationalsozialistischen Herrschaft und abermalige Diskriminierung 1925 bis in die 1970er Jahre
Veränderungen nach 1980 und nach 1990. Sinti und Roma in Deutschland – Roma in Europa zwischen politischem Aufbruch, Anerkennung als Minderheit und fortgesetzter Diskriminierung
Im Kurs wird auch immer wieder versucht werden , auf die Region Gießen und die oberhessische Region einzugehen. Max. 20 Teilnehmer*innen.
Literaturhinweis: Karola Fings, Sinti und Roma, München 2016; Udo Engbring-Romang, Der Weg der Sinti und Roma, Marburg 2019.

Kursnr.: AN1122
07.03.2023 | 14.03.2023 | 21.03.2023 jeweils 18:15 – 20:30 Uhr

Kosten

23,40 € (ermäßigt 18,80 €) ab 10 Teilnehmer*innen
29,30 € (ermäßigt € 23,40) bei 8 und 9 Teilnehmer*innen
39,00 € (ermäßigt € 31,20) bei 6 und 7 Teilnehmer*innen

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Die Verfolgung der Mainzer Sinti zwischen 1933 und 1945

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Vortragsabend am 7. März 2023, 19.00 – 21.00 Uhr, Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz
Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz

In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 1940 wurde ein Großteil der Mainzer Sinti durch die Schutz- und Kriminalpolizei verhaftet und im Polizeigefängnis inhaftiert. Am helllichten Tag des 16. Mai wurden sie zum Güterbahnhof gebracht und von dort aus in das Sammellager Hohenasperg deportiert.

Der Politikwissenschaftler Herbert Heuß, der lange Jahre in der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Deutschland arbeitete, widmet sich in seinem Vortrag der Verfolgungsgeschichte der Mainzer Sinti.

Herbert Heuß war bis Ende 2022 wissenschaftlicher Leiter im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.

Veranstalter: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz

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Antiziganistische Zustände und Gegenstrategien 2023

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Fachtagung am Samstag, 4. März, 14:30 Uhr, und Sonntag, 5. März 2023, 10 bis 14 Uhr in der Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover

In Kooperation mit dem Landesverband deutscher Sinti in Niedersachsen e. V., der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Polizei Hannover lädt die Gedenkstätte Ahlem am 4. und 5. März zu einer Fachtagung ein. Die Tagung bietet ein breit angelegtes Programm mit Referent*innen und Fachleuten aus Selbstorganisationen von Sinti und Roma, aus Initiativen und Projekten der politischen Bildung und der Beratung sowie aus Hochschulen und der sozialen Arbeit. Unter anderem werden der Bundesbeauftragte Dr. Mehmet Daimagüler sowie Romeo Franz, Abgeordneter im Europaparlament, zur Tagung beitragen.

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Antiziganistische Zustände und Gegenstrategien 2023

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Vortrag von Dr. Mehmet Daimagüler am Donnerstag, 3. März 2023, 16 Uhr, BBS Hannah Arendt, Andertensche Wiese 26, 30169 Hannover

Die Feindschaft gegen Menschen aus den Gruppen der Sinti und der Roma ist als Antiziganismus bekannt. Für die Mehrheit bedeutet das meist nur eine gelegentliche Auseinandersetzung mit Begriffen wie dem Z-Wort oder der korrekten Bezeichnung einer Soße zum Schnitzel. Für Sinti und Roma sind Vorurteile und Feindlichkeit jedoch alltäglich und schmerzhaft. Aus Anlass des 80. Jahrestages der Deportation nach Auschwitz bietet der Vortrag von Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus, einen Überblick über den aktuellen Antiziganismus in Deutschland und bildet den Auftakt einer Fachtagung am 4. und 5. März in der Gedenkstätte Ahlem. Anmeldung per Mail an: gedenkstaette@region-hannover.de

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Von Niedersachsen nach Auschwitz

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Sonderausstellung von Freitag, 3. März, bis Mittwoch, 5. April 2023 in der Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, 30169 Hannover

Die Ausstellung „Von Niedersachsen nach Auschwitz“ dokumentiert die Verbrechen an den deutschen Sinti und Roma während des nationalsozialistischen Völkermordes. Präsentiert wird sie am historischen Ort in der Polizeidirektion Hannover an der Waterloostraße 9, da die Polizei in der NS-Zeit für die Überwachung und Verfolgung zuständig war. Viele Sinti erinnerten sich nach der Befreiung an die Polizeidirektion Hardenbergstraße als Ort brutaler Verhöre und Erniedrigungen. Auch pseudowissenschaftliche, so genannte „Rasse-Untersuchungen“ fanden hier statt. Der Besuch der Ausstellung ist nur nach Voranmeldung möglich. Die Gedenkstätte Ahlem bietet außerdem Bildungsformate für Schulklassen und andere Gruppen zur Ausstellung an. Anmeldung per Mail an: gedenkstaette@region-hannover.de

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Der Koffer mit Geschichte(n)

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3./ 10./ 17. März 2023 jeweils 09.00 – 12.00 Uhr, Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz, Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz
Anmeldung: franziska.hendrich@haus-des-erinnerns-mainz.de

Der Koffer mit Geschichte(n) ist eine interaktive Begleitung zur Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ . Durch Bild- und Audiomaterial lädt er zur direkten Auseinandersetzung mit Geschichte ein.

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Wieder gut gemacht? Die Geschichte der Wiedergutmachung seit 1945

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Lesung von Manfred Schmitz-Berg am 02.03.2023, 19:00 – 20:00 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Die Terrorherrschaft der Nazis hat zu millionenfachem Unrecht geführt. Verfolgte aus fast allen Ländern Europas, wenn sie denn überlebten, hatten oft lebenslange schwerste körperliche und seelische Beeinträchtigungen zu ertragen. Wer davon verschont blieb, sah seine wirtschaftliche Existenz vernichtet oder sein Vermögen entzogen.

Wie ist die Bundesrepublik mit den Opfern und Geschädigten der Naziherrschaft umgegangen? Gab es für alle oder wenigstens die meisten Betroffenen eine „Wiedergutmachung“ (wenn eine solche überhaupt möglich sein kann)? Oder wurde zumindest versucht, angemessenen Ersatz für sämtliche erlittene Schäden zu leisten? Neben diesen Fragen werden exemplarisch einige Entschädigungsfälle vorgestellt.

Das Buch von Manfred Schmitz-Berg, Richter a.D. am Oberlandesgericht Düsseldorf und Mediator, ist 2017 erstmals im Grupello-Verlag Düsseldorf erschienen. 2022 folgte eine zweite überarbeitete Auflage in der Edition Virgines.

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Dimensionen des Völkermordes an den Sinti und Roma

Extern, Karola Fings

02.03.2023, 19.00 – 21.00 Uhr, Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptan,
Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz

Ob in Mainz oder Kaiserslautern, in Koblenz oder Trier: Überall auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz wurden ab 1933 Sinti und Roma aus dem beruflichen und gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, als „Fremdrasse“ erfasst sowie in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Nur wenige überlebten. Anlässlich des 80. Jahrestages der Deportationen in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau veranschaulichen Stimmen von Überlebenden die Dimensionen des Völkermordes, der jahr-
zehntelang geleugnet und nur ungenügend aufgearbeitet wurde.

Referentin: Dr. Karola Fings ist Leiterin des Projekts „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“ an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg.

Veranstalter: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem
Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz und der Forschungsstelle Antiziganismus.

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Drei Jahre und ein paar Tage

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Podiumsdiskussion in Erinnerung an die Attentate von Hanau und Halle am 25.02.2023, 19:00 – 22:00 Uhr im Kulturhaus Karlstorbahnhof, Marlene-Dietrich-Platz 3 69126 Heidelberg

„Solange ich dunkle Haare habe, einen dunklen Teint, macht es keinen Unterschied, ob ich in meiner Tasche einen deutschen Pass trage oder nicht.“

Aus der Zeugenaussage von İsmet Tekin, Nebenkläger im Prozess zum Anschlag in Halle 2019.

Zwei Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau, bei dem Ferhat Unvar, Hamza Kurtovic, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Paun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saracoglu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin ihr Leben verloren, wird in Hanau der Toten gedacht. Hunderte Menschen demonstrieren für eine angemessene Erinnerung, soziale Gerechtigkeit, lückenlose Aufklärung und politische Konsequenzen.

Im Kontext aktueller Debatten um Einbürgerung und doppelte Staatsbürgerschaft wird die Zugehörigkeit von vielen Menschen in Deutschland wieder einmal in Frage gestellt. „Verramschen“, „Sozialtourismus“, „Black Friday Pass“. So lauten nur einige der rassistischen Schlagwörter in einer erhitzten Debatte, in welcher vor allem das Selbstverständnis der in Deutschland Lebenden ausgehandelt wird. Wer wird als „deutsch“ gelesen und wer nicht? Ist Deutschland ein Einwanderungsland und wenn ja, was heißt das?

Darüber diskutieren Julia Kildeeva (Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion Deutschland), Silas Kropf (Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement), Argyri Paraschaki-Schauer (Geschäftsführerin des Landesverbands der kommunalen Migrantenvertretungen) und Yasemin Soylu (Geschäftsführerin Muslimische Akademie Heidelberg i.G.) mit der Moderatorin Aisha Camara.

Eröffnet wird die Podiusmdiskussion Drei Jahre und ein paar Tage mit einem Grußwort von Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Einleitende Worte durch Danijel Cubelic, Leiter des Amtes für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

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Antiziganismus in der frühen Bundesrepublik

24. Februar 2023, 16 Uhr, Nördl. Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Das Forum Landesgeschichte im Generallandesarchiv Karlsruhe beschäftigt sich am Freitag, den 24. Februar 2023, ab 16 Uhr mit rassistischen Klischees und Stereotypen. In vier Vorträgen gehen Expertinnen und Experten der Geschichte des Antiziganismus in der frühen Bundesrepublik nach.

Rassistische Vorurteile und Stereotypen prägten über Jahrhunderte das Zusammenleben von Sinti und Roma und einer „Mehrheitsgesellschaft“, die sie als „Zigeuner“ diskreditierte. Die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma während der Zeit des Nationalsozialismus war lange Zeit kein Thema der öffentlichen Erinnerungskultur. Im Begriff des Antiziganismus wird diese besondere Form des Rassismus begrifflich gefasst. Neue Arbeiten aus diesem Forschungsbereich werden auf dem „Forum Landesgeschichte“ diskutiert.

Folgende Themen kommen beim Forum Landesgeschichte zum Vortrag:

Julia Wolrab M. A., Wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg
Annäherung an ein Projekt: Zwischen Diskriminierung und Romantisierung. Eine vergleichende Betrachtung der Geschichte der Sinti und Roma in Baden und Brandenburg zwischen 1918 und 1990

Laura Hankeln, Doktorandin am Historischen Seminar, Universität Heidelberg
Staatliche Dimensionen des Antiziganismus: Kontinuitäten und Brüche im baden-württembergischen Behördenapparat nach 1945

Joey Rauschenberger M. A., Wiss. Mitarbeiter an der Forschungsstelle Antiziganismus, Heidelberg
Wiedergutmachung für Sinti und Roma? Praxis der Entschädigung von NS-Unrecht in Baden-Württemberg, 1945-1975

Daniela Gress M. A., Wiss. Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Antiziganismus, Heidelberg
Protest und Anerkennung. Geschichte des Bürgerrechtsaktivismus von Sinti und Roma im deutschen Südwesten

Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“

Extern, Frank Reuter

Ausstellungseröffnung am 23. Februar 2023, 14.00 Uhr, Landtag Rheinland-Pfalz, Lobby im Deutschhaus,
Platz der Mainzer Republik 1, 55116 Mainz,

Dauer der Ausstellung: 23.02. – 23.03.2023 täglich von 8.00 – 18.00 Uhr

Die Ausstellung zum Völkermord an den Sinti und Roma zeigt die Geschichte ihrer Verfolgung von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa.

Darüber hinaus wird auch die Geschichte der erst spät als NS-Opfer anerkannten Überlebenden des Holocaust behandelt. Es war die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reiches“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte gemacht hat. Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti und Roma in Europa nach 1989.

Die transportable Ausstellung ist unter www.sintiundroma.org um zahlreiche Videos, Fotos und Dokumente erweitert. Pädagogen und Lehrkräfte erhalten damit ein Werkzeug, um die Geschichte des Holocaust an den Sinti und Roma beispielsweise im Rahmen einer Unterrichtseinheit zu vermitteln.
Der wissenschaftliche Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg, Dr. Frank Reuter, wird in die Ausstellung einführen.

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Podiumsdiskussion zu Antiziganismus in der Gesellschaft

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Podiumsdiskussion am 23. Februar 2023 in der Räucherei, Preetzer Straße 35 in 24143 Kiel

Es geht um die Frage, wie antiziganistische Stereotypen und Deutungsmuster erkannt und dekonstruiert werden können. Wir wollen sensibilisieren und auf die Besonderheiten antiziganistischer Vorurteile aufmerksam machen.

Wie lange kann sich die Gesellschaft die Ausgrenzung von Sinti und Roma leisten?

1. Kurzvorstellung Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus 2021
2. Thema: Wieviel Antiziganismus verträgt unsere Gesellschaft?

Teilnehmende: Dr. Mehmet Gürkan Daimagüler, Antiziganismusbeauftragter der Bundesregierung – Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,

Johannes Callsen, Minderheitenbeauftragter und Dänemark-Bevollmächtigter der Landesregierung Schleswig-Holstein

Emran Elmazi, Wissenschaftlicher Leiter des Bildungsforums gegen Antiziganismus

Matthäus Weiss, Vorsitzender Landesverband Schleswig-Holstein – Verband Deutscher Sinti und Roma e.V.

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Was ist Antiziganismus?

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Workshop am 11.02.2023 ab 15:00 bis 18:00 Uhr im Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover

Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja hat eine lange Tradition, der seinen traurigen Höhepunkt im Völkermord an ca. 500.000 Personen während der NS-Zeit fand. Gerne würde man denken, dass in Deutschland nach dieser historischen Zäsur eine konsequente und kritische Aufarbeitung der Ursachen und eine konsequente Position gegen Antiziganismus in all seinen Formen folgte. Doch die späte Anerkennung des Völkermordes im Jahr 1982 und der noch spätere Bau eines Gedenkortes 2012 lassen bereits anderes vermuten. Die diskriminierende Fremdbezeichnung hat weiter Konjunktur und selten regt sich Widerspruch, wenn die lokale Presse wieder einmal populistische Vorurteile schürt.

In einem Workshop mit Silas Kropf, B.A. Soziale Arbeit, M.A. Organisations- und Personalentwicklung und deutscher Sinto aus Hanau, wollen wir über 3 Stunden versuchen uns dem Themenkomplex Antiziganismus aus verschiedenen Perspektiven zu nähern, vergangene und aktuelle Debatten nachzuvollziehen und kritische Perspektiven und Gegenstrategien zu erarbeiten.

2019 wurde Silas Kropf in die Unabhängige Kommission Antiziganismus im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat berufen. Zudem war er u.a. von 2017-2019 stellvertretender Vorsitzender der Jugendselbstorganisation Amaro Drom e.V.

Anmeldung erforderlich telefonisch unter 0511 168 42402 oder per Mail an Stadtteilzentrum-Lister-Turm@Hannover-Stadt.de.

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Was hat Antiziganismus mit mir zu tun?

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Ein interaktives Gespräch mit Ilona Lagrene und Julian Harm. Am Freitag, 10. Februar, 15:00 – 17:00 Uhr. Ab 15 Uhr besteht Gelegenheit zur Führung durch die Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

Anmeldung unter Telefon 06731/4081251 oder per E-Mail an frauenbuero@alzey-worms.de

Der nationalsozialistische Rassismus gipfelte auch im massenhaften, europaweiten Mord derer, die als „Zigeuner“ definiert wurden. Nach wie vor konstruiert die Mehrheitsgesellschaft soziale Gruppen, die aufgrund einer angenommenen stereotypen Lebensweise diskriminiert werden. Diese spezifische Form des Rassismus, der Antiziganismus, ist Thema des diesjährigen Erzählcafés.

Dabei werden Betroffenenperspektiven, historische Biografien und lokalhistorische Studien mit Bezug zum historischen Ort der Gedenkstätte KZ Osthofen und dessen unmittelbarer Umgebung berücksichtigt. Gemeinsamsoll den Fragen nachgegangen werden: Was ist Antiziganismus? Was hat Antiziganismus mit mir zu tun? Und was können wir aus der Perspektive von Betroffenen lernen?

Hierzu wurde Ilona Lagrene eingeladen, Bürgerrechtlerin der ersten Stunde, Gründerin und ehemalige Vorstandsvorsitzende des Vereins Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg und heutige zweite Vorsitzende im Vorstand des Vereins Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz; außerdem der Geschichts- und Lehramtsstudent Julian Harm, der seine Bachelorarbeit über lokalgeschichtliche Themen rund um das Thema Antiziganismus geschrieben hat. Begleitet wird die Veranstaltung von dem international renommierten Pianisten und Komponisten Aaron Weiss.

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Roma in der Slowakei – Perspektiven in Öl von Bruder Lukas Ruegenberg

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Ausstellung vom 08.02.2023 – 19.03.2023 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg. Ausstellungseröffnung am 8. Februar 2023 um 18 Uhr gemeinsam mit dem Künstler.

Öffnungszeiten: Di 9.30–19.45 Uhr / Mi, Do, Fr 9.30–16.30 Uhr / Sa, So 11.00–16.30 Uhr. Mo und an Feiertagen geschlossen.

Schon lange engagiert sich Bruder Lukas Ruegenberg für Roma in Habeš (Slowakei). Mehrfach war er vor Ort, um den dort lebenden Menschen Hilfe zukommen zu lassen. Seine Erfahrungen verarbeitete er zu einer Reihe von beeindruckenden Ölgemälden, die im Rahmen der Ausstellung in Heidelberg gezeigt werden.

Bruder Lukas Ruegenberg (geb. 1928 in Berlin) studierte von 1947 bis 1951 freie Malerei an der Berliner Kunstakademie. Mit dem Entschluss, fortan als Benediktinermönch zu leben, trat er 1951 in die Abtei Maria Laach ein. Daneben ist er in Köln als Sozialarbeiter aktiv. Am bekanntesten aber ist er wohl für seine Bilderbücher, die sich vorwiegend mit den Themen Holocaust, Antisemitismus und „Drittes Reich“ auseinandersetzen.

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Gedenkgottesdienst für Sinti und Roma – Erklärung der EKD zur Bekämpfung von Antiziganismus

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Am 29.01.2023, 18:00 – 21:00 Uhr im Berliner Dom, Am Lustgarten, 10178 Berlin.

Es hat lange gedauert, bis der Holocaust an 500.000 ermordeten Sinti und Roma im nationalsozialistisch beherrschten Europa einen Platz in der Erinnerungskultur unseres Landes und der Evangelischen Kirche erhielt. Die ersten bundesweiten Gedenkgottesdienste dafür fanden 2020 und 2022 im Berliner Dom statt. Diese Tradition soll mit einem Gottesdienst am Sonntag, 29. Januar 2023 um 18.00 Uhr fortgesetzt werden. Prälatin Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, hält die Predigt. Sie vertritt die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Dr. h.c. Annette Kurschus.

Nach dem Gottesdienst wird Prälatin Anne Gidion die Erklärung des Rates der EKD zur Bekämpfung von Antiziganismus an den Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma Romani Rose übergeben. Mit dieser Erklärung festigen die EKD, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie das Netzwerk Sinti, Roma und Kirchen erstmals offiziell ihre Zusammenarbeit, um Antiziganismus im Alltag von Kirche und Gesellschaft entgegenzuwirken. Ziel ist es, die lange Geschichte der Ausgrenzung und Verfolgung aufzuarbeiten und die Partizipation von Sinti und Roma in Politik und Gesellschaft zu stärken.

Im Anschluss an die Übergabe der Erklärung wird es einen feierlichen Empfang in der Tauf- und Traukapelle des Berliner Domes geben. Das „Tcha Limberger Trio“ aus Belgien gestaltet den Abend musikalisch.

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Eine Sinti-Familie auf der Flucht vor den Nazis

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Lesung mit Musik und Gesang am 28.01.2023, 18:00 – 20:00 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag: Opernsänger Mirano Cavaljeti-Richter und Historikerin Annette Leo erzählen von ihrem Buchprojekt.

Am Ende seiner beruflichen Laufbahn hat der Opern- und Operettensänger Mirano Cavaljeti-Richter seine Lebensgeschichte niedergeschrieben. Er erzählt von seiner Kindheit in einer Sinti-Familie, die als Komödianten durch die kleinen Städte und Dörfer Deutschlands zogen und ihre Varieté-Programme vorführten. 1939 flohen sie vor der nationalsozialistischen Verfolgung über die Grenze nach Italien und weiter über den Balkan.

Gemeinsam mit der Historikerin Annette Leo hat er seine Erinnerungen veröffentlicht. Beide berichten an diesem Abend von ihrer Zusammenarbeit und stellen das Buch vor. Mit dabei sind auch sein Enkel Tibor Grünholz und sein Schwiegersohn Peter Grünholz sowie Chandor Krause, die ihn mit Geige, Bass und E-Piano bei einigen Gesangsstücken begleiten.

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Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

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28.01.2023, 17:00 – 19:00 Uhr, Festhalle in der Festhalle des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden, Heidelberger Str. 1 a, 69168 Wiesloch

​Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden befasste sich ab den 1980er Jahren intensiv mit den dunkelsten Kapiteln seiner Geschichte. Erste Mahnmale entstanden auf Initiativen der Kirchen und Mitarbeitenden.

Weitere 30 Jahre dauerte die Aufarbeitung weitgehend unbekannter Geschehnisse um die Täter und Opfer. Dabei gelang es auch, die Namen der über 2000 abtransportierten T4-Opfer zu recherchieren.

Ähnlich wie die Ermordung psychisch Kranker gehörte auch der Holocaust an den Sinti und Roma über Jahrzehnte zu den vernachlässigten Kapiteln der deutschen Geschichte. Erst 1982 erkannte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt den Völkermord an den Sinti und Roma im Nationalsozialismus offiziell an.

Es bedurfte schon immer engagierter und mutiger Menschen, die sich Ausgrenzungen, Hass, fremdenfeind-lichen, menschenverachtenden Aktivitäten sowie menschenrechtsverletzenden gesellschaftspolitischen Strömungen entgegensetzten. Die Ausstellung zeigt den langen Weg, den die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma im Kampf für eine gleichberechtigte Teilhabe inzwischen zurückgelegt hat. Doch noch immer sind Sinti und Roma mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Antiziganismus konfrontiert.

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Widerstand! Sinti und Roma im 20. Jahrhundert

Extern, Daniel Strauß

Film und Diskussion am 27. Januar 2023, 16 Uhr im Hotel Silber, Dorotheenstraße 10, 70173 Stuttgart

Wer vom Widerstand gegen den Nationalsozialismus spricht, darf von Sinti und Roma nicht schweigen: Sinti und Roma leisteten vielleicht mehr als jede andere Gruppe in Europa Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Als Partisanen, Soldaten und Teil der Résistance, im Alltag und als Retter von anderen Verfolgten, vor allem von Kindern, bewiesen sie im nationalsozialistisch beherrschten Europa immer wieder ihren Willen zur Selbstbehauptung und kämpften gegen Unrecht und Gewaltherrschaft. Die Wahrnehmung dieser Widerstandsgeschichte überwindet auch die dominanten Opfernarrative: Die Geschichte von Sinti und Roma wurde nicht nur von den herrschenden Mächten gemacht. Sinti und Roma nahmen und nehmen ihre Geschichte in ihre eigenen Hände. Um diesen Widerstand in seiner Vielfalt und Stärke zu erkennen, war sowohl die Erweiterung des Widerstandsbegriffs erforderlich, die sich in Forschung und Erinnerungskultur durchgesetzt hat, als auch ein neuer, vergleichender, europäischer Zugang zur Geschichte der Sinti und Roma.

Am 27. Januar 2023 legt der Landtag von Baden-Württemberg den Schwerpunkt seines Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus auf die in allen Opfergruppen anzutreffende Widerständigkeit. Das Hotel Silber setzt diesen Impuls fort und stellt gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg an diesem Tag den Widerstand von Sinti und Roma in den Mittelpunkt. Im Rahmen seines historisch-politischen Bildungszentrums RomnoKher produziert der VDSR-BW eine dokumentarisch-animierte Filmreihe über den Widerstand von Sinti und Roma. Die erste Staffel ist dem Widerstand in Kroatien gewidmet, wo das faschistische Ustascha-Regime im Zweiten Weltkrieg eine antiziganistische Vernichtungspolitik verfolgte. Die drei kurzen Folgen dieser Staffel erleben an diesem Tag ihre Uraufführung. Begleitet wird die Aufführung von einem Gespräch über die persönliche Erinnerung an den Widerstand im früheren Jugoslawien und darüber, wie Gedenkarbeit Widerstand und Handlungsmacht von Opfergruppen vermitteln kann.

U.a. mit Jovica Arvanitelli, Slavica Husseini, Silke Stürmer, Daniel Strauß; Moderation: Dr. Tim Müller.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: VDSR-BW, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen-hs@hdgbw.de oder info@sinti-roma.com.

Internationaler Holocaust-Gedenktag 2023

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27.01.2023, 12:30 – 13:00 Uhr, Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Simsonweg, 10117 Berlin

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und des 78. Jahrestages der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 laden das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ein, gemeinsam an die 500.000 ermordeten Sinti und Roma Europas und alle anderen Menschen, die der nationalsozialistischen Willkürherrschaft zum Opfer fielen, zu erinnern.

Nach einer Begrüßung durch Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, sprechen der Holocaust-Überlebende Christian Pfeil, Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, und Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Christian Pfeil hat zeitlebens nicht nur mit den eigenen Erinnerungen an die fünfeinhalbjährige Verfolgungsgeschichte seiner Familie zu kämpfen. Er schrieb Lieder über den Holocaust in seiner Muttersprache Romanes. Nach mehreren öffentlichen Auftritten wurde er in seiner Heimatstadt Trier mit dem Tod bedroht, sein Restaurant verwüstet. Aus der Mehrheitsgesellschaft erhielt er keine Unterstützung.

Programm
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Christian Pfeil, Holocaust-Überlebender

Petra Pau, Ansprache im Namen des Präsidiums des Deutschen Bundestages

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma

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Anerkennung der IHRA-Arbeitsdefinition Antiziganismus durch das BKA

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Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zur Bekämpfung von Antiziganismus am 27. Januar 2023, 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr in der BKA-Zentrale, Liegenschaft B 4, Kynaststraße 3, 10317 Berlin (großer Besprechungsraum im Erdgeschoss)

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust unterzeichnen der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, und der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, eine gemeinsame Vereinbarung über die zukünftige Zusammenarbeit gegen Antiziganismus. Grundlage bildet die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der International Holocauust Remembrance Alliance (IHRA), die das BKA aus diesem Anlass anerkennt.

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Niemanden vergessen! Veranstaltung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 in Augsburg

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Am, 27.01.2023, 14:30 – 15:30 Uhr, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg

Auschwitz ist zum Symbol für die Schoa, den millionenfachen Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden, die Ermordung Hunderttausender Sinti und Roma sowie unzähliger weiterer Menschen durch die Nationalsozialisten geworden. Im Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers. Das Datum der Befreiung, der 27. Januar, wurde 1996 von Deutschland und 2005 von den Vereinten Nationen zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des nationalsozialistischen Regimes erklärt.

Gemeinsam mit den in der Friedens- und Erinnerungsarbeit tätigen Initiativen, Vereinen, Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Partnern begeht die Stadt Augsburg diesen Gedenktag 2023 in einem neuen Format. Die Gedenkstunde für die Opfer des NS-Regimes beginnt am Freitag, den 27. Januar 2023 um 14:30 Uhr auf dem Rathausplatz und findet ihren Abschluss am Gedenkraum im Unteren Fletz des Rathauses.

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Amaro Filmos – Wir sind hier! • Filmprojektion

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20. Januar 2023 @ 18:30 – 20:30| 3€, Grüner Salon an der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178  Berlin

„Natürlich können Frauen auch Gangster sein!“

In „Amaro Filmos“ (auf Romanes „Unser Film“) geben junge Roma* aus Berlin einen Einblick in ihr Leben und in ihre Gedankenwelt. Mit Humor und Selbstbewusstsein beantworten die Protagonist*innen die Frage: Wie sehen wir uns? Wie werden wir von anderen gesehen? Und was bewegt uns? Der partizipativ entwickelte Dokumentarfilm beleuchtet nicht nur die Träume, Zukunftswünsche und Rollenbilder einer Generation, sondern auch brennende gesellschaftliche Probleme: Rassismus, Gentrifizierung und die damit einhergehende räumliche Verdrängung einer ganzen Community.

Etwa zehn Jahre lang lebten viele Familien aus einer rumänischen Roma*-Gemeinschaft in einem Wohnblock in Berlin-Friedrichshain. Die Filmprotagonist*innen erlebten ihr Haus als einen Ort des Zusammenhalts und der ersten Freundschaften, aber auch als einen Schauplatz von Diskriminierung bis hin zu lebensbedrohlicher Gewalt. Ab Anfang 2022 standen viele der Mieter*innen aufgrund von Immobilienspekulation vor der drohenden Wohnungslosigkeit. Im November des Jahres zog die letzte Familie aus.

In „Amaro Filmos“ zeigen vor allem junge Menschen zwischen 14 und 23 Jahren, dass sie sich nicht unterkriegen lassen und lautstark ihren Platz in der Gesellschaft einfordern – ganz nach dem Motto: Wir sind hier! Durch Redebeiträge auf Demos, durch Forumtheater, Workshops gegen Antiziganismus und Empowermentarbeit verschaffen sie sich Gehör und gestalten aktiv die Gesellschaft mit.

Der Film feiert am 20. Januar 2023 in Anwesenheit des Filmteams und der Protagonist*innen seine Uraufführung im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Vorstellungen in Brandenburg und Sachsen werden folgen. Als Begleitprogramm werden Podiumsdiskussionen und Antiziganismus-Workshops angeboten.

Der Film entstand in Kooperation mit dem Filmemacher, Fotografen und Sozialarbeiter Olad Aden, dem Friedrichshainer Streetwork-Team von Gangway Straßensozialarbeit in Berlin e.V. und der Berliner Roma*-Selbstorganisation RomaTrial e.V. Er ist Teil des Bildungsprogramms gegen Antiziganismus „WIR SIND HIER!“ und wurde gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und aus den Mitteln des Berliner Partizipations- und Integrationsprogramms.

Deutschland, 2022, 45 Minuten; Regie, Kamera und Schnitt: Olad Aden

Eine Koproduktion von:
RomaTrial e.V. & Gangway Straßensozialarbeit in Berlin e.V.

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Stadtrundgang zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in Wiesbaden

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Do., 19. Januar 2023, 16.30 Uhr, Treffpunkt Kurhaus Wiesbaden, Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden. Ca. 4 km, Dauer etwa 2 Stunden
Einen ersten Eindruck des Rundgangs können Sie bereits online in der Web-App gewinnen unter https://siro-hessen.app/

Sinti und Roma sind und waren Teil der deutschen Gesellschaft. Dennoch wurden sie stets stigmatisiert, ausgegrenzt und verfolgt. Im Nationalsozialismus fand die Verfolgung mit dem Volkermord ihren schrecklichen Höhepunkt. Die Deportation der Wiesbadener Sinti jährt sich 2023 zum 80. Mal.
Der Stadtrundgang zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in Wiesbaden führt ausgehend vom Kurhaus zu verschiedenen Orten der Verfolgung und beleuchtet die Geschichte der Sinti in Wiesbaden seit Beginn des 20. Jahrhunderts, die systematische Verfolgung im Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit. Dabei wird auch die Rolle verschiedener Wiesbadener Institutionen bei der Verfolgung deutlich.

Der Rundgang erfolgt anhand der SiRo-App. Die SiRo-App des Hessischen Landesverbandes wurde kürzlich um die Stadt Wiesbaden erweitert. Nach Darmstadt folgt nun die hessische Landeshauptstadt mit aktuell drei verschiedenen Rundgängen und vielen weiteren Informationen zu Biografien Wiesbadener Sinti und Roma.

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THE STATE OF NATURE AND ANTIGYPSISM. On the Exclusiveness of Social Contract Theory

18. January , 5-7 pm; offline: Zeughaus S3, online, Justus Liebig Universität Gießen, Senckenbergstraße 3, 35390 Gießen
Laura Tittel, Justus Liebig Universität Gießen

Events will take place in a hybrid format. Participation is possible on-site or online – the link for online participation will be sent after registration at hannes.s.kaufmann@sowi.uni-giessen.de.

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Roma-Kinder als homines educandi und die vielen Gesichter des „Antiziganismus“

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Der Vortrag von Dr. Sevasti Trubeta über Kindheitswissenschaften und Kindheitsforschung aus der Perspektive der Professoren und Professorinnen beginnt am 15. Januar um 16.15 Uhr im Audimax auf dem Campus Stendal in der Osterburger Straße 25, 39576 Stendal.

Dr. Sevasti Trubeta spricht über Roma-Kinder als homines educandi und die vielen Gesichter des „Antiziganismus“.

In ihrem Vortrag wirft Sevasti Trubeta zunächst einen Blick auf die Geschichte und berichtet darüber, wie politische Akteure und Gelehrte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Frage aufwarfen, wie man aus den „Zigeunern“ nützliche Bürger machen kann, anstatt sie zu vertreiben. Im Zeichen der Aufklärung wurden die Roma als homines educandi und daher „korrigierbar und kultivierbar“ durch Bildung betrachtet. Nach heutigen Sichtweisen und Forschungsansätzen enthalten diese Auffassungen Ansätze des Antiziganismus, d.h. eines spezifischen, historisch tradierten Rassismus gegen Roma und Sinti. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erkämpft die Roma- und Sinti-Bürgerbewegung das Recht auf Bildung und gleiche Bildungschancen für Roma/Sinti-Kinder und betrachtet diese als eine Ressource gegen den Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften. Auch internationale Menschen- bzw. Kinderrechtsorganisationen verweisen auf die Wechselwirkung zwischen Ausbildungsbenachteiligung von Roma/Sinti-Kindern, prekären sozialen Lagen (Armut) und Tradierung bzw. Reaktivierung rassistischer Ressentiments. Vor diesem Hintergrund werden aktuelle Diskurse und Praktiken in Bezug auf Bildungs- und Sozialprojekte für diese Zielgruppe vorgestellt.

Seit dem Sommersemester 2018 vertritt Sevasti Trubeta die Professur Kindheit und Differenz (Diversity Studies) am Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften der Hochschule Magdeburg-Stendal. Ihr Forschungsinteresse gilt den Themenfeldern Migration und Flucht, Rassismusforschung, Biopolitik und Eugenik sowie Medikalisierung und Diversity. Vor ihrer Zeit an der Hochschule war sie unter anderem an der Freien Universität Berlin als Gastprofessorin beschäftigt und in der Forschung beim „Centrum Modernes Griechenland“ tätig.

Das vollständige Programm der Ringvorlesung:
www.hs-magdeburg.de/ringvorlesungen

Organisation:
Prof. Dr. Beatrice Hungerland, Catharina Franz

Kontakt für Nachfragen der Medien:
catharina.franz@gast.hs-magdeburg.de

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Öffentliche Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma

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Freitag, 16. Dezember, um 15 Uhr bei der Gedenktafel an der Hochschule Karlsburg, An d. Karlstadt 8, 27568 Bremerhaven

Am 16. Dezember 1942, genau vor 80 Jahren, begannen die Nazis mit den Deportationen und der Ermordung der Sinti und Roma aus ganz Europa. Dem fielen über 500.000 Sinti und Roma zum Opfer.

Nach 1945 setzte sich die Diskriminierung fort. Europaweit werden Sinti und Roma ausgegrenzt und sind häufig Opfer staatlicher Gewalt. Deshalb möchte das Bündnis in Bremerhaven durch die Beteiligung an der öffentlichen Gedenkveranstaltung ein Zeichen gegen Diskriminierung und Antiziganismus setzen. Bei der Veranstaltung sprechen Stadtrat Michael Frost und Roberto Larze, Vorsitzender des Bremerhavener Sinti-Vereins.

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EINFACH EIN MENSCH. SINTI UND ROMA IN WÜRTTEMBERG

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Filmvorführung, Musik und Gespräch am Freitag, den 16. Dezember 2022 um 18:00 Uhr im Hotel Silber, Dorotheenstr. 10, 70173 Stuttgart

Am 16. Dezember 1942 führte der „Auschwitz-Erlass“ von Heinrich Himmler zur Radikalisierung des Völkermords an den Sinti und Roma. Anlässlich des 80. Jahrestags geht es im „Hotel Silber“ um die Geschichte, den Alltag und den Kampf um Anerkennung von Angehörigen der Minderheit in Baden-Württemberg. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Einfach ein Mensch“ von Stefan Adam und Silke Stürmer. Die Filmaufführung wird umrahmt von einem Kurzvortrag des Historikers Dr. Tim Müller, dem wissenschaftlichen Leiter des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, und von „Gypsy Jazz“ der Ravensburger Band „Die Drahtzieher“.

Eine gemeinsame Veranstaltung von:
Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Baden-Württemberg, Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg, Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen-hs@hdgbw.de

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Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma

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15. Dezember 2022, 11 Uhr, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg; Treffpunkt: 10.30 Uhr, Platz vor dem Neuen Museum, gemeinsamer Gang zum Gedenkort ,,Station Z“

Begrüßung: Prof. Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Ansprachen:
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland
Tobias Dünow, Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Kranzniederlegung
Musikalische Begleitung: Ferenc Snétberger

Der Auschwitz-Erlass“ vom 16. Dezember 1942 schuf die Grundlage für die Deportation von Sinti
und Roma aus ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.
Hunderttausende wurden während des Holocaust in Zwangslagern und durch Einsatzgruppen ermordet.
Im KZ Sachsenhausen waren mehr als 1.000 Sinti und Roma inhaftiert.

Anmeldung bis zum 11. Dezember unter: veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de

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Manifestations of Antigypsyism – Roma in Social Science

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Vortrag von Dr. Dezso Mate am 15. Dezember um 19 Uhr im Hörsaal des Historischen Seminars der Uni Heidelberg, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg

Über Erscheinungsformen des Antiziganismus in der Wissenschaft und die besondere Bedeutung von Forschenden aus der Gruppe der Sintizze und Sinti sowie Romnja und Roma in den Sozialwissenschaften. Der Vortrag wird auf Englisch stattfinden.

Dr. Mate ist Soziologe am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen und Fellow des „Academy in Exile“ Programms. Er engagiert sich außerdem als Aktivist für Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Romnja und Roma sowie LGBTIQ.

„MANIFESTATIONS OF ANTIGYPSYISM – ROMA IN SOCIAL SCIENCE“
Romani cultural heritage is influential across the world. Romani knowledge production and narratives, however, are still lacking recognition in the academia and public representation. Since the Enlightenment thinker Heinrich Moritz Gottlieb Grellmann published his work „Dissertation on the Gipsies“ in 1783 Romani people have been turned into constant objects of international scholarship. More precisely, they are faced with academic Antigypsyism that has contributed to intolerant attitudes and oppression in society. For hundreds of years, the various manifestations of Antigypsyism have subconsciously shaped and damaged Romani identity politics and have obliterated Romani narratives from history
The lecture presents a piece of critical Romani research on the past periods, on the approaches and dilemmas of the studies on „Gypsies“ and Romani scholarship through the lens of academic Antigypsyism.
Romani academic recognition requests ground-breaking reflective actions to cultivate Roman identity politics, cultural heritage and collective memory. Essential knowledge production is a fundamental need, whereby Romani people can challenge the status quo of several centuries, the lack of representation and recognition.
Critical narratives are necessary to analyse the social and historical embeddedness of such categories and distinctions as „Roma/Gadjo“ and „Gypsy/Peasant“. These positions are currently still at odds with what practitioners of privileged science call „the discourse of suffering“

Eine Kooperationsveranstaltung der Forschungsstelle Antizgianismus an der Uni Heidelberg und der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention an der Pädagogoischen Hochschule Heidelberg.

 

Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung

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Dokumentarfilm | Deutschland 2021 | 113 Minuten | Regie: Peter Nestler; Filmvorführung und Filmgespräch mit Peter Nestler am 14. Dezember 2022, 18 Uhr im Kino Delphi Lux,  Kantstraße 10, 10623 Berlin

Der Völkermord an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten wurde in Deutschland über Jahrzehnte geleugnet, während die Überlebenden weiterhin Schikanen und Ausgrenzung erfuhren. Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Unrecht und Widerstand“ von Peter Nestler beschreibt den langen Weg einer Minderheit aus der Rechtlosigkeit und Diskriminierung in die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, deren Engagement 1982 zur offiziellen Anerkennung des NS-Völkermords an der Minderheit führte. Im Fokus der Erzählung stehen Romani Rose und dessen Familie, ihr Widerstand und ihr Beharren auf Gerechtigkeit.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma) und Peter Nestler (Regisseur), Moderation: Shelly Kupferberg (Journalistin)
Der Eintritt ist kostenlos, bitte melden Sie sich bis zum 11. Dezember an unter: veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de

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Sinti und Roma in Deutschland — Eine Bestandsaufnahme zum Themenfeld Antiziganismus

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13.12.2022, 18 Uhr auf Youtube, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Vor rund einem halben Jahr nahm der erste Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung seine Arbeit auf. Zeit, einen Blick auf die Frage zu werfen: Warum braucht es dieses Amt überhaupt? Wie geht es Sinti und Roma in Deutschland? Welche Probleme bestehen? Welche Vorbehalte bestehen in der Gesellschaft auch heute noch? Und was kann dagegen unternommen werden? Und welche Rolle spielt der Ukrainekrieg bei wichtigen Fragen im Bereich des Bleiberechts?

Darüber und über viele weitere Fragen spricht Christoph Giesa mit der Rechtsanwältin und Vorsitzenden des Bundes Roma Verbands Nizaqete Bislimi-Hošo und dem Antiziganismusbeauftragten der Bundesregierung Dr. Mehmet Daimagüler.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Bundesromaverband e.V

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Roma rights and the fight against antigypsyism

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Friday, 09 Dec 2022 / 09:00 – 13:00 (CET), Södertörn university Sweden & Online
7 Alfred Nobels allé, Huddinge, Sweden

Launch of the national report on Sweden, ‘Considering the Swedish Commission Against Antigypsyism 2014-2016: Experiences, lessons learned and recommendations

The Swedish Commission against Antiziganism has frequently been cited as a promising example of how governments could take responsibility to address the history of antigypsyism and to raise awareness about Roma rights. We invite you for a more nuanced discussion – what has this Commission managed to achieve? What have been the weaknesses? And what can we learn? At this event, we will launch the CHACHIPEN report on Sweden ‘Considering the Swedish Commission against Antiziganism 2014-2016‘.

Experts from Finland, Germany, Norway and Sweden, as well as, those working at the European level, will be presenting their experiences in the fight against historically-rooted antigypsyism and political processes around the promotion of Romani rights. Roma and non-Roma academics, lawyers, representatives of the Swedish government and Roma civil society will further discuss the potential of setting up dedicated Antigypsyism Commissions among the other transitional justice tools to address the darkest chapters of the Roma past and ongoing antigypsyism.

This event falls within the framework of the European Union’s funded project ‘Paving the way for Truth and Reconciliation Process to address antigypsyism in Europe: Remembrance, Recognition, Justice and Trust-Building’. Project is abbreviated as ‘CHACHIPEN’, meaning ‘truth’ in the Romani language. CHACHIPEN aims to address historically rooted antigypsyism and its legacies by employing transitional justice approaches and tools, such as, for example, truth and reconciliation commissions.

The event is open to the public, hybrid (online webinar) and it will also be broadcasted on CEPS Youtube Channel. The conference will offer Swedish/English translation.

If you are interested to attend the event in person, please contact Valeria Redjepagic, at valeria.redjepagic@sh.se.

This project is funded by the European Union’s Rights, Equality and Citizenship Programme (2014-2020) and counts with a kind contribution from the German Federal Foreign Office.

Speakers list

Soraya Post, City of Gothenburg, Sweden/ former MEP and member of the Swedish Commission against Antiziganism
Dr. Mehmet Daimagüler, Antigypsyism Commissioner of the German Federal Government
Dr. Jan Selling, Södertörn University, CHACHIPEN Swedish expert
Dr. Marko Stenroos, Helsinki University
Sunita Memetovic, Defence lawyer, human rights activist in Sweden
Dr Solvor Lauritzen, MF Norwegian School of Theology, Religion and Society
Hans Caldaras, Romani Elder, author, singer and human rights activist in Sweden
Thomas Hammarberg, Swedish MP/ Former Head of the Swedish Commission against Antiziganism
Isabela Mihalache, European Roma Grassroots Organisations (ERGO) Network

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Völkermord an Rom:nja in Belarus 1941 – 1944

Ausstellung im Foyer Seminargebäude EWF Nürnberg, Regensburger Straße 160, 90478  Nürnberg vom 08.12. bis 22.12.

In einem vom Auswärtigen Amt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung finanzierten „Oral-History“-Projekt arbeitet Leo Stöcklein, Mitarbeiter des Lehrstuhls Didaktik der Geschichte, seit September 2019 in einem Team von Menschen aus Deutschland und Belarus an der Erinnerung des Völkermordes an Rom:nja in Belarus 1941-44. Ein Ergebnis des Projektes ist eine Wanderausstellung. Diese ist vom 08.12 bis 22.12.2022 im Foyer des Seminargebäudes im Erdgeschoss der EWF in Nürnberg zu sehen. Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen!

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Antiziganismus: Bilder und Gegenstrategien

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08. Dezember 2022, 13:00 – 09. Dezember 2022, 13:00

Antiziganismus kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die ihren historischen Tiefpunkt im Holocaust an Sinti und Roma im Nationalsozialismus fand. Bis heute sind antiziganistische Klischees verbreitet, sie führen zu Stigmatisierung und Ausgrenzung, immer wieder auch zu physischer Gewalt. Gesellschaftlich wird Antiziganismus häufig nicht erkannt und allzu oft ignoriert oder gar legitimiert.

Im Rahmen eines digitalen Fachtags soll eine ausführliche Beschäftigung mit dieser spezifischen Form des Rassismus erfolgen. Ein Schwerpunkt liegt auf Bildwelten des Antiziganismus sowie auf kulturellen und visuellen Gegenstrategien. Im Rahmen von Workshops wird es Gelegenheit für Austausch und Gespräche geben, großes Vorwissen zum Thema wird nicht vorausgesetzt.
Es wird gebeten, sich bis zum 6. Dezember 2022 anzumelden unter: https://bagkr.de/anmeldung-antiziganismus/

Die Zugangsdaten werden einen Tag vor der Veranstaltung versendet.

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Ukrainische Rom*nja auf der Flucht – die Situation der Schutzsuchenden im Landkreis Fürstenfeldbruck

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Mi., 07.12.22 von 16.00-18.00 Uhr, Online

In unserem Landkreis sind in den letzten Monaten auch zahlreiche ukrainische Rom*nja angekommen. Viele von ihnen bringen Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung mit. Dabei birgt die Flucht für sie noch mal ganz spezielle Hindernisse und eine Weiterführung antiziganistischer Erfahrungen. Welchen spezifischen Problemen sind sie auf der Suche nach Schutz ausgesetzt? Wie wirken Diskriminierungen und Antiziganismus weiter? Wie können wir diesen Geflüchteten auf Augenhöhe begegnen und sie bedarfsgerecht unterstützen?

Im Gespräch mit der Caritas Fürstenfeldbruck teilt Radoslav Ganev sein Fach- und Erfahrungswissen. Die Veranstaltung findet online via Zoom statt und die Teilnehmer*innen sind eingeladen, ihre Fragen über den Chat einzubringen. Das LIFEstudioFFB zeichnet das Gespräch zudem auf und veröffentlicht es, damit es auch später noch angesehen werden kann. www.ffbaktiv.de/expertenrunde-ukraine-hilfe/

Zoom-Zugangsdaten: us06web.zoom.us/j/85118330199

Meeting-ID: 851 1833 0199
Kenncode: 524809

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Geleugnet – spät anerkannt – sichtbare Folgen in der Gegenwart: Der Völkermord an den Sinti und Roma Europas

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Veranstaltung am 5. Dezember um 18.00 Uhr im Haus Babylon, Stephan-Born-Straße 4, 12629 Berlin

Die Veranstaltung besteht aus einem etwa einstündigen Vortrag von Jana Mechelhoff-Herezi, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Denkmal, Leitung Erinnerung an Sinti und Roma und einer nachfolgenden Diskussion.

Ausgangspunkt sind die Ermordung der europäischen Sinti und Roma und die jahrzehntelange Leugnung dieser rassistischen Verbrechen. Erst 1981 wurde sie durch eine offizielle Anerkennung als Völkermord beendet.

Die Folgen des Völkermords selbst und der jahrelangen Marginalisierung der Opfer – der Ermordeten und ebenso jener, die überlebten – haben schwerwiegende Folgen für die Gegenwart. Sie prägt die Sicht der Dominanzgesellschaft auf Angehörige der Communities von Roma und Sinti, zugleich beschneidet sie die Teilhabemöglichkeiten der Getroffenen bis heute empfindlich.

Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte des Völkermords und dessen späte Anerkennung soll es um die konkreten Erscheinungsweisen des Antiziganismus im deutschen Bildungssystem gehen und darum, was dies für die betroffenen Schüler*innen und ihre Bildungsperspektiven bedeutet. Dabei geht es um die Dethematisierung des Rassismus generell und gegen Roma und Sinti im Besonderen – auch der Völkermord als Leerstelle im Unterricht zählt hier mit dazu.

Anschließend wird auf die Sichtbarkeit des Antiziganismus in einem breiteren Kontext eingegangen. Welche Rolle spielt er in politischen, insbesondere neurechten Bewegungen und wie wird er in der Bundesrepublik Deutschland gemessen? In welcher Weise gehen etwa die Verfassungsschutzberichte auf Antiziganismus als Form der extrem rechten Bedrohungen ein?

Abschließend wird die derzeitige Praxis der dominanzgesellschaftlichen Erinnerungskultur hinsichtlich des Völkermords an den Sinti und Roma thematisiert, die einen Ausdruck in der Infragestellung des erst vor 10 Jahren eröffneten Denkmals für die im NS ermordeten Sinti und Roma Europas durch einen S-Bahn-Neubau am Gelände des Denkmals findet.

Vorherige Anmeldung bis zum 04.12.2022 per Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

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WIR SIND HIER!

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Forum Theater, Dezember 4, 18:30 – 22:30, Rosa-Luxemburg-Platz 2, Berlin, 10178 Germany

Ein interaktives Theaterstück mit Forum im Anschluss.

Ein Forumtheaterstück der Jugendgruppe WIR SIND HIER! über Verfolgung, Zurückweisung und Unterdrückung von Roma* in Deutschland. Nach einer sehr späten Anerkennung des Holocaust an Roma* und Sinti* gibt es wieder rassistische Anschläge und das Holocaust-Denkmal soll wegen einer neuen S-Bahn-Linie teilweise zerstört werden. Genug ist genug! Sollen wir eine Roma*-Armee gründen, brauchen Roma* einen eigenen Staat oder was können wir tun, um Rassismus und Unterdrückung von Roma* und Sinti* zu stoppen?

Die Jugendgruppe WIR SIND HIER! setzt sich aus jungen Roma und Romja von RomaTrial e.V. aus Berlin und Kiev zusammen, die Romanes, Rumänisch, Ukrainisch, Deutsch, Englisch, Russsisch und Spanisch sprechen. Die künstlerische Arbeit im Theater ist Teil des politischen Engaments, das außerdem die Anleitung von Peertrainings, die Organisation von Demos, Veranstaltungen, Auftritte bei Podiumsdiskussionen und die Produktion von Videos und social media content umfasst.

Das interaktive Theaterstück entstand zwischen März und Juni 2021 in einem Probenprozess mit den Methoden des teatro das opridmidas unter Anleitung von Christoph Leucht (Theaterwerkstatt KURINGA). Es wurde am 17. Juni 2021 beim Jugendtheaterfestival „Festiwalla“ in Berlin uraufgeführt, seitdem fanden Gastspiele in Dortmund, Mannheim und Bernau statt. Am 29. Mai 2022 wurde die Gruppe zum Theatertreffen der Jugend ins Haus der Berliner Festspiele eingeladen.

Veranstalter: RomaTrial e.V.

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Antiziganismus auch in NRW?

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03.12.2022 (Sa), 15.00: Film und Lesung in der Auto-Kultur-Werkstatt akw, treppenhausgalerie, Teichstraße 32, 33615 Bielefeld

Carmen Marschall-Strauss und Oswald Marschall

Vortrag und Film über die Vernichtung von Sinti und Roma im Holocaust

Einführung: Brigitte Siebrasse (Bielefeld)

Lesungen: Leonore Franckenstein und Nilgün Isfendiyar (beide Bielefeld)

Eine Veranstaltung der Initiative Lesen-gegen-das Vergessen in Kooperation mit der akw

Eintritt: 8/6 €

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Das Element der Nicht-Identität im Antiziganismus

GFA-Veranstaltung, Magdalena Freckmann

Vortrag von Magdalena Freckmann am 3. Dezember 2022 | 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Identität ist für die Konstruktion ethnisierender Fremdbilder und die auf ihnen beruhenden Gewaltverhältnissen eine zentrale Kategorie: Das „Eigene“ und das „Fremde“ werden einander in der Imagination polar gegenübergestellt, mittels der ihnen zugeschriebenen Eigenschaften werden die Einzelnen dabei als Angehörige einer Gruppe identifiziert. Wie im Vortrag argumentiert wird, wird im Antisemitismus und im Antiziganismus aber gleichzeitig die Unzulänglichkeit der Identitätskonstruktionen verhandelt, was sich in der Vorstellung von einer „nicht-identischen Identität“ niederschlägt.

Anhand dieser Konstruktion sollen im Vortrag Parallelen und Unterschiede in der Struktur antisemitischer und antiziganistischer Bilder untersucht werden. Dabei soll gezeigt werden, dass die Vorstellung von der „Grenzüberschreitung“ durch die antisemitisch und antiziganistisch Stigmatisierten, durch die vermeintlich zentrale gesellschaftliche Ordnungskategorien wie Nation und Geschlecht in ihrem Bestehen bedroht werden, für das Verständnis dieser Bilder zentral ist.

Magdalena Freckmann, Studium der Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Mitarbeit im Forschungsprojekt „Rassismus im Fürsorgekomplex: Mechanismen kommunaler Inklusions- und Exklusionspraktiken gegenüber Migrant:innen aus EU-Mitgliedsstaaten“ des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Berlin, befasst sich schwerpunktmäßig mit theoretischen Perspektiven auf Antiziganismus. Ihr Vortrag wird auf dem im März dieses Jahres in der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung erschienenen Aufsatz „Das Element der Nicht-Identität im Antiziganismus“ beruhen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Gesellschaft für Antiziganismusforschung, des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma sowie der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention der PH Heidelberg.

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Rostock 1992: Solidarität jüdischer Aktivist:innen mit Roma aus Südosteuropa

Nürnberg, Radiosendung aus der Serie „Zwischenfälle“ der „Hörgeschichten“ auf Radio Z, Community Radio aus Nürnberg. Ein Beitrag von Leonard Stöcklein.

30 Jahre nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen ist die antiziganistische Motivation der damaligen Gewalttaten gegen die in Rostock um Asyl bittenden 300 Roma verdrängt worden und in der breiten Öffentlichkeit unbekannt. Erst langsam scheint sich dies zu ändern: Diese Sendung möchte ihren Beitrag dazu leisten.

Sie nimmt dafür eine ebenso weniger bekannte Solidaritätsaktion französischer Jüd:innen und Juden um die „Nazi-Jägerin“ Beate Klarsfeld in den Blick.

Gemeinsam mit dem Rom und Bürgerrechtsaktivisten Rudko Kawczynski organisierten sie eine Demonstration vor dem Rostocker Rathaus, brachten dort eine Gedenktafel in Erinnerung an die in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma an.

Über dieses Kapitel der Solidarität zwischen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma, die beide aus „rassischen“ Gründen im Nationalsozialismus verfolgt worden waren, berichtet die heutige Sendung.

Nähere Infos und Radiobeitrag

Pädagogische Bearbeitung von Antisemitismus und Antiziganismus

Extern,

Online-Fortbildung für Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildung.
Donnerstag , 1.12.2022, Freitag, 2.12.2022, Montag, 5.12.2022, Dienstag, 6.12.2022 jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 13.11.2022 verbindlich an unter:
www.wie-schaffst-du-das.de/fortbildungen

Veranstalter*in: BildungsBausteine e. V., Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin

Das Themenfeld
Antisemitismus und Antiziganismus (auch Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja oder Gadje-Rassismus genannt) haben in Deutschland eine lange Tradition. Während des Nationalsozialismus gipfelten die beiden Ideologien in die Massenmorde an den europäischen Jüdinnen*Juden sowie Sinti*zze und Rom*nja. Gadje-Rassismus und Antisemitismus sind in vielfacher Hinsicht miteinander verknüpft, auch im Hinblick auf die Funktionen, die sie für die weiße, nichtjüdische Dominanzgesellschaft erfüllen. Bis heute sind beide Ideologien – teils in offener, teils in versteckter Form – tief in unserer Gesellschaft verwurzelt und haben schwerwiegende, nachhaltige Folgen für die Betroffenen.

Das Projekt
Hierzu haben die Bildungs Bausteine im Rahmen des Projekts „Wie schaffst Du das? – Erfahrungen mit Antisemitismus und Antiziganismus“ neue pädagogische Konzepte, Methoden und Materialien entwickelt und erprobt. Anhand der Methoden werden Gemeinsamkeiten, Differenzen und Verschränkungen zwischen beiden Diskriminierungsformen sichtbar gemacht sowie Handlungsoptionen für eine vielfältige Gesellschaft erarbeitet. Gemeinsam mit Schüler*innen werden vier Interviewkurzfilme mit jüdischen und romani Personen ge
dreht, die sich auf unterschiedliche Weise mit Diskriminierung sowie mit Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Widerständigkeit auseinandersetzen. Die Kurzfilme rücken die Perspektiven der Befragten und gleichzeitig die Fragestellungen der Jugendlichen in den Mittelpunkt.

In den eintägigen Fortbildungen möchten wir interessierten pädagogischen Fachkräften und anderen
Multiplikator*innen unseren Ansatz einer verknüpfenden Bearbeitung von Antisemitismus und Gadje-Rassismus vorstellen. Neben einer inhaltlichen Einführung und einer Selbstreflexion zum Themenfeld werden gemeinsam ausgewählte Methoden erprobt sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten diskutiert. Zusätzlich präsentieren wir zwei der Kurzfilme und führen in das pädagogische Begleitmaterial ein.

Die Online – Fortbildungen werden jeweils von zwei erfahrenen Referent*innen des Projektteams durchgeführt, die langjährige Expertise in der antisemitismus- und rassismuskritschen Bildungsarbeit mitbringen.

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Geflüchtete Roma in Europa. Diskriminierung und Rassismus

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Digitale Info-Veranstaltung am 01. Dez. 2022 um 16.00 Uhr

Die Solidarität mit Geflüchteten aus der Ukraine ist groß. Diese Solidarität verschwindet jedoch sehr schnell, wenn es sich bei den Geflüchteten nicht um weiße Menschen handelt. Roma erleben seit Beginn des Krieges Diskriminierung und Rassismus. Auf der Flucht und in den Unterstützungsstrukturen. Dies ist nichts Neues – die Abwehr geflüchteter Roma hat eine lange Tradition. Sie führt uns zurück zu den Kriegen in Jugoslawien, zum Pogrom in Rostock-Lichtenhagen und zu Abschiebungen von in Deutschland geborener Menschen in Länder, in denen sie noch nie waren.

Das Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network arbeitet seit vielen Jahren zu Flucht und Migration von Roma, gegen Diskriminierung sowie im Kontext Gedenken.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten, im antirassistischen Kontext aktiv sind sowie auch an alle, die sich für das Thema interessieren, und bietet nach dem Input des Roma Centers/ RAN Raum für Fragen.

Das Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage (WABE) wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Anmeldungen können bis zum 28. November unter Telefon 04231/12-457 oder per E-Mail
unter info@wabe-info.de erfolgen.

Veranstalter/Verantwortlich: WABE e.V.

Kooperationspartner*innen: Roma Center e.V./ Roma Antidiscrimination Network
Stadt Verden (Aller), Abteilung Inklusion und Integration

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Antiziganismus und Queer – intersektionale Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Diskriminierung

Extern,

Einführung in gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus
Mi, 30.11.2022, 13:00 — Fr, 02.12.2022, 14:30; Akademie Waldschlösschen – Bildungs- und Tagungshaus, 37130 Reinhausen bei Göttingen

Antiziganismus wird der spezifische Rassismus genannt, der sich vor allem gegen Sinti*zze und Rom*nja richtet. Er hat in Deutschland und Europa eine lange Geschichte und fand seinen furchtbaren Höhepunkt im nationalsozialistischen Völkermord, dessen Anerkennung und Aufarbeitung erst durch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma erkämpft werden musste.
Antiziganismus ist bis heute weit verbreitet und hat massive negative Auswirkungen auf Betroffene. Die zugrundeliegenden Stereotype werden dabei ebenso wie die diskriminierenden Praktiken häufig nicht erkannt und gesellschaftlich zu wenig geächtet.
Im Rahmen des Seminars werden historische und gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus thematisiert. Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für Gegenstrategien aufgezeigt werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kompetenznetzwerk zum Abbau von Homsexuellen- und Transfeindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ statt in Kooperation mit dem „Bildungsforum gegen Antiziganismus“ als Teil des Kompetenznetzwerks im Themenfeld Antiziganismus statt.

Bildungsforum gegen Antiziganismus
Pädagogische Leitung: Kevin Rosenberger

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Der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus Entstehung, zentrale Forderungen, Resonanz

Extern, Frank Reuter

Vortrag von Dr. Frank Reuter am Mittwoch, 30. November 2022 – 18:15 Uhr an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.811, 60323 Frankfurt am Main
Hybridveranstaltung

Teilnahme über den Videodienst Zoom Meetings nur nach Anmeldung!
Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/oO05fKrUw7A

Die von der Bundesregierung 2019 eingesetzte Unabhängige Kommission Antiziganismus (UKA) war die erste wissenschaftliche Kommission ihrer Art. Im Frühjahr 2021 hat sie ihren Abschlussbericht der Öffentlichkeit übergeben. Der Referent, Mitglied der UKA, stellt zentrale Inhalte sowie Empfehlungen des umfassenden Berichts vor und fragt nach seiner Rezeption. Dabei geht er auch auf die von der UKA beauftragten Studien ein, die eine wichtige Ressource für künftige wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Auseinandersetzungen mit dem vielschichtigen Phänomen Antiziganismus darstellen.

Dr. Frank Reuter ist wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Technische Veranstaltungsinformation: Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Die Teilnahme in Präsenz ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme in Präsenz oder über den Videodienst Zoom Meetings schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »30. November 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.
Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.
Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Erinnerungskulturen und politische Bildung zu Antisemitismus und Gadje-Rassismus

Extern,

28.11.2022 um 18:00 – 20:00 Uhr, FMP1, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin; mit Livestream

Zum Abschluss seines Projekts „Wie schaffst Du das?!“ diskutiert der Verein BildungsBausteine e.V. gemeinsam mit der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD), in der junge Intellektuelle, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen neue Strategien und Visionen für ein pluralistisches Erinnern entwickeln, über Überschneidungen von Erinnerungskulturen und politischer Bildungsarbeit sowie über Spannungsfelder intersektionaler Ansätze. Außerdem werden erstmals Ausschnitte aus den im Projekt entstandenen Interviewfilmen präsentiert.

Im Gespräch:

Anita Awosusi, Bürgerrechtlerin und Autorin
Hamze Bytyçi, Schauspieler, Filmemacher und Aktivist
Sarah Grandke, Wiss. Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (angefr.)
Dmitrij Kapitelman, Schriftsteller und Journalist

Moderation:
Max Czollek, Kurator der CPPD

Anmeldung bitte bis zum 24.11.2022 per E-Mail an: info[at]bildungsbausteine.org

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Rassendiagnose Zigeuner. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Weg der Anerkennung

Extern,

26.11.2022, 15:00 Uhr Aktionstag im Stadtmuseum Paderborn, öffentliche Führung durch die Wanderausstellung, STADTMUSEUM PADERBORN, Am Abdinghof 11, 33098 Paderborn

Eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma ab dem 9. Oktober
09.10.2022 – 08.01.2023

Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Verfolgung von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma wurden in Europa von den Nationalsozialisten ermordet. Der Perspektive der Täter werden in der Ausstellung Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt: Historische Familienfotos von Sinti und Roma geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen und lassen sie als Individuen hervortreten. Damit macht die Ausstellung die zerstörten Lebenswege hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar. Die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden, wird dargestellt. Es war die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reichs“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte gemacht hat.

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Magdeburg – Sachsenhausen – Niederhagen/Wewelsburg. Wege verfolgter Sinti und Roma im KZ-System nach der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ 1938

Extern, Verena Meier

24.11.2022 Do | 19.00 Uhr, Kreismuseum Wewelsburg, Burgwall 19 33142 Büren-Wewelsburg

Vortrag von Verena Meier, Universität Heidelberg

Bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges bildeten KZ-Häftlinge mit dem schwarzen Winkel (sogenannte „Asoziale“) die größte Häftlingsgruppe in den Konzentrationslagern. Mit dem Erlass zur „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ vom 14. Dezember 1937 ermächtigte der Reichsinnenminister Wilhelm Frick die Kriminalpolizei, KZ-Einweisungen vorzunehmen. 1938 folgten größere Verhaftungswellen durch die Gestapo und Kripo im gesamten Deutschen Reich. Unter den Verfolgten waren zahlreiche männliche Sinti und Roma. Nach dem Ende des Kriegs hatten sie Schwierigkeiten eine Anerkennung als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung zu erlangen, da beide deutschen Staaten u.a. weiter argumentierten, dass es sich um „präventive Kriminalitätsbekämpfung“ gehandelt habe und antiziganistische Vorurteile weiter tradiert wurden.

Der Vortrag von Verena Meier (Uni Heidelberg) beleuchtet das Handeln der verantwortlichen Täter*innen der Kriminalpolizei in Magdeburg und richtet den Fokus auf die Deportation männlicher Sinti und Roma aus dem Raum Magdeburg im Zuge der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ im Juni 1938 in die Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen. Einige von ihnen wurden im September 1941 vom KZ Sachsenhausen in das KZ Niederhagen verlegt. Der biografische Fokus des Vortrags wird auf diesen Häftlingen liegen. Ein genaues Bild über die Deportationspraxis und die arbeitsteilige Täterschaft im Zuge dieser KZ-Einweisungen sowie die Handlungsspielräume der Verfolgten und Formen des Widerstandes geben die Gefangenenbücher des Polizeigefängnisses sowie die kriminalpolizeilichen Personalakten. Diese Überlieferungen bilden den Ausgangspunkt des quellenbasierten Vortrags.

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Negatives Gedächtnis und verdrängte Aufarbeitung. Erinnern an rechte Gewalt in Deutschland

Extern,

24. November, 19:30 – 21:00; Landeszentrale für polit. Bildung Ba-Wü / Gedenkstättenarbeit, Stadtbibliothek am Mailänder Platz,
Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Podiumsgespräch mit Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus, und Prof. Dr. Tanja Thomas, Universität Tübingen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Erinnerungskonflikte – Erinnerungskulturen“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, die in Kooperation mit der Stadtbibliothek Stuttgart und dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart stattfindet.

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Die Genese des modernen Antiziganismus im deutschsprachigen Raum

Vortrag am 21.11.2022 von Laura Soréna Tittel (Universität Gießen)  über Aufklärung, Kapitalismus und Staatenbildung. Die öffentliche Veranstaltung findet am Montag, 21. November 2022 um 19.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Aula im Altbau der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg

Die Herausbildung des modernen Antiziganismus lässt sich anhand dreier großer Stränge gesellschaftlicher Entwicklung verstehen: Erstens entstand mit der Durchsetzung des kategorialen Denkens in der Aufklärung eine neue Basis für eine hierarchisierende Differenzierung zwischen Menschen. Zweitens findet sich im Kapitalismus eine spezifische Funktionslogik wider, die ungleicher Verhältnisse bedarf und diese immer wieder herstellt. Und drittens bildeten sich moderne Nationalstaaten, die sich als Sicherheitsgaranten legitimieren und durch Bedrohungsnarrative von außen speisen. Antiziganismus ist auf unterschiedliche Art und Weise mit diesen gesellschaftlichen Großentwicklungen verwoben; er ergibt sich aus diesen und verfestigt sie zugleich.

Laura Soréna Tittel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wird in ihrem Vortrag darüber sprechen, wie sich Antiziganismus innerhalb dieser gesellschaftlichen Bezugsrahmen institutionell verfestigte und letztlich zur Kriminalisierung von Armut und rassistischen Abwertung von Menschen, die als „Zigeuner“ oder „Zigeunerinnen“ stigmatisiert wurden, beitrug. Sie wird dies für den deutschsprachigen Raum exemplarisch anhand von Gesetzestexten und bildlichen Darstellungen durch polizeiliche Institutionen analysieren und gesellschaftstheoretisch einordnen.

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Zum Verhältnis von politischer Theorie und Antiziganismus

21.11.2022 16:00 Uhr,  INF 517, Raum TW 113, Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg

Dr. Laura Soréna Tittel (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Ab dem Wintersemester 2022/23 organisiert die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention das Café Antiziganismuskritik und Bildung und bietet Interessierten die Möglichkeit, im Rahmen eines informellen Zusammenkommens Begriff, Geschichte und Erscheinungsformen des Antiziganismus zu diskutieren. Studierende werden die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Ideen und Interessen sowie thematische Abschlussarbeiten vorzustellen und etwaige theoretische, methodische und technische Probleme der Konzeption oder Bearbeitung zu besprechen.

Unregelmäßig werden außerdem externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Gäste geladen, um mit diesen die gemeinsame Auseinandersetzung über einschlägige theoretische und empirische Studien zu suchen.

Um Vorabanmeldung wird gebeten unter StudIP oder unter antizigpraev@ph-heidelberg.de

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Djelem, djelem thaj kaj reslem

Extern,

FILM – PREMIERE mit Rahmenprogramm am 19.11.2022 vom Projekt RomBuK gemeinsam mit dem Kooperationspartner Romane Romnja im Turistarama Kino Köln, Mauritiussteinweg 102, 50676 Köln; Anmeldungen zur Premiere vom 19.10.2022 bis zum 11.11.2022 unter: rombuk@romev.de

Djelem, djelem thaj kaj reslem

Ich ging, ich ging und wo bin ich angekommen?

Eine Zeile aus dem Lied Djelem, djelem, der internationalen Hymne von Rom:nja und Sinti:ze.

Sie steht für den langen und beschwerlichen Weg, den die größte Minderheit Europas gehen musste und immer noch gehen muss.

Der Film ist ein biographisch-historisches Zeitdokument: Zehn Sinti:ze und Rom:nja sprechen über sich und ihre Familiengeschichte vor dem Hintergrund der jüngsten deutschen und europäischen Geschichte: Sie gewähren sehr persönliche Einblicke in ihre Leben, die von Rassismus und Ausgrenzung, von den Erfahrungen im Nationalsozialismus, von Flucht, Ausbeutung und Gewalt geprägt waren und sind. Darauf lassen sie sich aber keinesfalls reduzieren. Sie sind allesamt starke Persönlichkeiten, die auf unterschiedliche Arten Widerstand leisten und sich zur Wehr setzen.

Rahmenprogramm:

Vor der Premiere begrüßen Projektleitung, Projektgruppe und Kooperationspartner.

Nach der Filmpremiere wird es eine Podiumsdiskussion und genügend Raum für Fragen geben.

Moderation: Elvira Ajvazi

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Finissage: 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

Extern, Frank Reuter

Fachvortrag von Dr. Frank Reuter am Freitag, dem 18.11.22 um 14 Uhr im Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek Freiburg, Platz der Universität 2, 79098 Freiburg

Der Fachvortrag von Dr. Frank Reuter von der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg über »Kontinuitäten des Antiziganismus« gibt Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Kontinuität und Erscheinungsform des Antiziganismus.

Aktuell wird die Veranstaltung mit der Vorstellung des Vorstandes der neuen Landesvertretung Autochthoner Sinti und Roma in Baden-Württemberg verbunden: Ismael Reinhardt, Natalie Reinhardt, Jane Simon werden jeweils ihren Arbeitsschwerpunkt vorstellen, dabei wird Ismael Reinhardt die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit in den Vordergrund stellen der hier auch als Interessenvertreter seiner Stadt Ansprechpartner für den Themenbereich ist. Ansprechpartner für die Stadt und den Landkreis zu sein, die
jahrhundertealte Geschichte der Freiburger Sinti in ihrer Stadt sichtbar zu machen, das sind ihm wichtige Anliegen. Er kommt aus einer Familie, die vom Holocaust betroffen und
auch am Aufbau der Bürgerrechtsbewegung beteiligt war. Aus dieser Perspektive heraus gestaltet Herr Reinhardt die neue Landesvertretung Richtung Zukunft und setzt neue
Akzente auf kommunaler Ebene.

Bei der Veranstaltung werden Merkmale und Strukturen von Antiziganismus aufgezeigt, die Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma als gesamtgesellschaftlichen Beitrag für die Demokratie in den Fokus gestellt, sowie aktuelle Handlungsstrategien auf Landesebene und lokaler Ebene gegen den gruppenbezogenen Menschenhass vorgestellt.

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Antiziganismus

Extern,

Fr., 18. November 2022, 18:00-20:00 Uhr im Landratsamt Sigmaringen, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen, Raum: AB. Mindestens 15 Teilnehmer, Anmeldung bei Sanja Mühlhauser: sanja.muehlhauser@lrasig.de

Herr Branislav Stojkov lebt seit einigen Jahren in Deutschland und ist selbst ein Rom aus Serbien. Sein Vortrag über Antiziganismus, Clankriminalität und Integration, kann er durch persönliche Erfahrung abrunden. Danach besteht die Möglichkeit Fragen an Herrn Stojkov zu richten und zu besprechen.

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Antiziganismus – Aktuelle Dynamiken in Deutschland

Extern,

Freitag, 18.11.2022, 9:00-12:00 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, Raum F007 und auf Zoom (hybrid)

Wie äußert sich Antiziganismus heute in Deutschland? Welche aktuellen Dynamiken hat der Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze und als solche wahrgenommene Personen im Kontext der Pandemie und der Flucht vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entwickelt? Welche Strategien gibt es im Kampf gegen ihre Diskriminierung im Alltag, auf den Straßen und in den Behörden? Diese Fragen wollen wir mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis diskutieren. Christian Hinrichs ist Autor einer viel beachteten Studie zu Mechanismen des Antiziganismus in deutschen Kommunen. Violeta Balog und Katharina Schwaiger können von der Arbeit der Selbstorganisationen Madhouse (München) und Amaro Foro (Berlin) berichten. Yücel Meheroğlu und Violeta Balog sind bei den Dokumentationsprojekten Dosta und MIA aktiv, die die Salonfähigkeit des Antiziganismus und seine vielfältigen Wirkweisen dokumentarisch festhalten.

Um eine Anmeldung bis zum 16.11.2022 wird gebeten unter: ikk@ikk.lmu.de. Den Link zur digitalen Teilnahme an der hybriden Veranstaltung erhalten Sie nach der Anmeldung.

Der Präsenzteil der Veranstaltung findet unter den am Veranstaltungstag gültigen Hygienevorschriften der LMU statt. Angesichts hoher Covid-19 Infektionszahlen bitten die Veranstalter*innen darum, auf freiwilliger Basis tagesaktuell getestet zu kommen und eine FFP2-Maske zu tragen.

Veranstaltet vom Institut für Ethnologie, dem Institut für Interkulturelle Kommunikation und der Emmy Noether Nachwuchsforschungsgruppe „Contestations of ‚the Social'“ am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie.

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Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung damals und heute

Extern,

Do. 17.11.2022, 18:00 – 20:00; Online-Veranstaltung

Im Rahmen einer Digitalen Workshop-Woche vom 14. bis 18.11.2022, veranstaltet von der Ökumenischen Migrationsarbeit im Landkreis Biberach in Zusammenarbeit mit Diakonie und Caritas findet am 17. November unter dem Titel „Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung damals und heute –
wie gelingt ein positives Miteinander auf Augenhöhe?“
der Workshop Nr.4 mit Kemal Ahmed, dem Vorsitzenden und Koordinator des “Netzwerkes Pro Sinti & Roma“ sowie Seán McGinley, Politikwissenschaftler und Soziologe aus Berlin statt.

Veranstalter: Anlaufstelle Pro Sinti und Roma

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ROMAPHOBIA in Europe

17 November 2022 , 9.30am-5pm, Room 3.23, Loughborough Univerisity London and Online (MS Teams), 3 Lesney Avenue, The Broadcast Centre, Here East, Queen Elizabeth Olympic Park,  London; Online

Lead by Dr Petre Breazu and Professor Aidan McGarry.

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Ausgrenzung, Verfolgung, Selbstbewusstsein. Sinti & Roma in unserer Region in Vergangenheit und Gegenwart

Extern,

Di. 15.11.2022, 19:30 Uhr, Gemeindesaal St. Johannes, Schillerstr. 16, 79312 Emmendingen
Der Referent Prof. Dr. Heiko Haumann wird anhand von Beispielen aus unserer Region vier Schwerpunkte behandeln:

Das erste Auftreten von „Zigeunern“ um 1400 und die Entstehung des „Zigeunerbildes“
Die Verschärfung von Diskriminierung und Verfolgung im 17./18. Jahrhundert und deren Folgen
Rassenpolitik und versuchte Ausrottung der „Zigeuner“ während der nationalsozialistischen Herrschaft
Fortdauernde Ausgrenzung nach 1945 und der gegenwärtige Zustand, dabei wird auch immer auf die Reaktionen der Sinti und Roma, -auf ihr Verhalten und auf ihr Selbstbewusstsein eingegangen

Veranstalter: Anlaufstelle Pro Sinti und Roma

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Freizügigkeit für alle? welfare bordering und institutioneller Antiziganismus in der erweiterten EU

14.11.2022 18:15 – 19:45 Uhr;  Online
Ringvorlesung „Grenzziehungen und Aushandlungen in Migrationsgesellschaften“

Referent: Dr. Tobias Neuburger, Technische Universität Berlin

Zoom Link: https://us02web.zoom.us/j/83682650222

Meeting-ID: 836 8265 0222

Informationen und Kontakt: miriam.stock(at)ph-gmuend.de

Veranstalter:
Dr. Margarete Menz, Prof. Dr. Daniel Rellstab, Prof. Dr. Miriam Stock

 

Zwei Welten. Sinti und Roma – Schritte zur Anerkennung als NS-Verfolgte und antiziganistische Kontinuität

Extern,

Eine Buchvorstellung  am 11. November 2022 19:00 Uhr, Frank-Loebsches Haus, Kaufhausgasse 9, 76829 Landau in der Pfalz

Die Sinti und Roma wurden in der Bundesrepublik Deutschland vielfach nicht als „rassisch“ Verfolgte anerkannt, sondern waren weiterhin in der Nachkriegszeit staatlicher und gesellschaftlicher Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt. Die Landeszentrale für politische Bildung hat das Forschungs- und Publikationsprojekt „Zwei Welten“ des Landesvereins der Sinti in Hamburg gefördert.

Das daraus entstandene Buch ist eine Gegenüberstellung. Einerseits sollen die Anstrengungen der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma als NS-Verfolgte in den letzten Jahrzehnten aufgezeigt werden, andererseits sollen personelle und ideologische NS-Kontinuitäten in der Nachkriegsgesellschaft aufgezeigt werden. Für diese Kontinuität steht beispielhaft der Landauer Amtsarzt und Professor, Hermann Arnold (1912–2005). Arnold galt jahrzehntelang in der Bundesrepublik als maßgebender „Zigeunerexperte“ und führte die systematische Erfassung und rassistische Kategorisierung der Sinti und Roma weiter. Nach dem Krieg war er viele Jahre Leiter des Gesundheitsamtes Landau.

Das vorgestellte Buch zeigt ausgewählte Dokumente aus Arnolds Nachlass, seine Netzwerke und die Kontinuität der NS – „Zigeunerforschung“ in der Nachkriegsgeschichte.

Kooperationspartner: Landesverein der Sinti in Hamburg e.V.

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Der Schlüssel zu Bildung — Bildungschancen von Sinti und Roma in Deutschland.

Do, 10. November 2022, 18:00 Uhr in der Adolf-Reichwein-Schule, Bugginger Str. 83, 79114 Freiburg im Breisgau

Die soziale Teilhabe der hier lebenden Sinti & Roma zu verbessern, ist ein
gesellschaftsrelevantes Thema. Die Anlaufstelle Pro Sinti & Roma hat
das Ziel, sich aktiv für gleiche Bildungschancen einzusetzen und
frühzeitig zum Thema Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung
aufzuklären. Die Benachteiligung der Sinti und Roma ist immer noch
deutlich zu spüren. Ein zentraler Aspekt, sind antiziganistische
Diskriminierungsformen – in der Geschichte und Gegenwart.
In dieser Veranstaltung  wird aus der Praxis berichtet und über die
Möglichkeiten zur Überwindung dieser Hindernisse, diskutiert.
Referent ist Herr Dzoni Sichelschmidt aus
Hamburg. Herr Sichelschmidt ist dort Bildungsbeauftragter für Sinti &
Roma an der Stadtteilschule am Hafen und langjähriger Experte auf
seinem Gebiet.
Im anschließenden Podium diskutieren dann gemeinsam Herr
Sichelschmidt mit Natascha Hofmann (Sozialwissenschaftlerin), Axel Rees (Schulrat, Staatl. Schulamt Freiburg) sowie Samira Bajramovic (Bildungsberaterin f. Sinti und Roma). Moderatorin ist Jenny Warnecke.

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Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma

Extern, Frank Reuter

10. November, 19:00 – 20:30 Uhr; Trott-war e.V., Falkertstraße 56, 70176 Stuttgart

Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma – von der Ausgrenzung bis zur systematischen Vernichtung.

Dr. Frank Reuter, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg

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Soziale Inklusion von Jugendlichen Rom:nja und Sinti:zze stärken

Extern,

10. November – 11. November, Berlin wannseeFORUM, Hohenzollernstraße 14, 14109 Berlin

Ziel der Fortbildung des SFBB ist es, dass Fachkräfte Erscheinungsformen von Antiziganismus erkennen, diese sichtbar machen können und Handlungsoptionen in ihrem Arbeitsfeld entwickeln. Anmeldeschluss: 22.09.22.

Junge Rom:nja und Sinti:zze erleben durch ihre ethnische Zugehörigkeit Ausgrenzungen und werden oft an gleichberechtigten Zugängen und der Teilhabe an der Gesellschaft gehindert. Als die größte Minderheit Europas sind sie noch immer Stereotypen und Bildungsbarrieren ausgesetzt. Daher wird in der Fortbildung u. a. den folgenden Fragen nachgegangen: Wie sehen die Lebensrealitäten von jugendlichen Rom:nja und Sinti:zze aus? Wie sehen historische und gegenwärtige Formen von Antiziganismus aus? Welche Fremdbilder habe ich als Fachkraft selbst verinnerlicht? Wie kann Präventions- und Empowermentarbeit aussehen? Wie kann ich soziale Inklusion von jungen Rom:nja und Sinti:zze stärken?

Ziel der Fortbildung ist es, dass Fachkräfte Erscheinungsformen von Antiziganismus erkennen, diese sichtbar machen können und Handlungsoptionen in ihrem Arbeitsfeld entwickeln. Es wird aufgezeigt, wie an der Seite von Betroffenen interveniert und Diskriminierung strategisch entgegengewirkt werden kann. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Interventionen geübt und Antidiskriminierungsmaßnahmen aus der fachlichen Perspektive hergeleitet. Ebenfalls erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in das Berliner Landes-Antidiskriminierungsgesetzt (LADG). Sie erfahren, wie das LADG Fachkräfte in der Arbeit mit jungen Rom:nja und Sinti:zze stärken kann. In der Fortbildung wird ein Raum geschaffen, in dem Fachkräfte sich auch eigene Vorurteile bewusst machen können, um sie ablegen zu können. In den Methoden der Fortbildung wird der Fokus auf die eigenen Ressourcen und Anliegen der Teilnehmenden gelegt, eigene Praxisbeispiele sind herzlich Willkommen.

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(Un)sichtbares Leben in der Dominanzgesellschaft – Antiziganismus/ Gadjé-Rassismus und Queerfeindlichkeit in Deutschland

Extern,

Forum von Freitag, 4. November 17:00 – Sonntag,  17:00, 6. November 2022 in 66459 Kirkel

Das Forum wird neben dem Porajmos und der Verfolgung der Sinti_zze und Rom_nja im Nationalsozialismus auch die Verfolgung von Menschen aus der LGBTQIA*-Community während des NS thematisieren.

Freitagabend Auftaktvortrag der Autorin, Sängerin, Aktivistin, Regisseurin und Mutter Tayo Awosusi-Onutor.

Samstag gibt es Workshops zur Intersektion Gadjé-Rassismus und Queerfeindlichkeit mit dem Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement Silas Kropf.

Zu Aspekten der Diskriminierungsgeschichte von queeren Menschen in Deutschland vom Kaiserreich über die NS-Zeit bis heute wird Vorstandsmitglied des LSVD Saar Irene Portugall einen Workshop geben.

Außerdem wird Éva Ádám, pädagogische Leitung bei Amaro Drom e.V. einen Einstiegsworkshop zur Verfolgungsgeschichte der Sinti*zze und Rom*nja anbieten.

Samstagabend wird vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma Saarland ein generationenübergreifendes Zeitzeug_innengespräch geführt, welches vom Torino Reinhardt Ensemble musikalisch begleitet wird. Den Sonntag lassen wir mit Austausch- und Diskussionsrunden ausklingen.

Das Forum soll Raum zum Austausch verschiedener Menschen und Gruppen bieten. Es richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahre und junge Erwachsene. Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchten wir uns mittels Vorträgen und Workshops in die Themenfelder Gadjé-Rassismus/ Antiziganismus und LGBTQIA*-Feindlichkeit einarbeiten und verschiedene Aspekte intensiver beleuchten.

Um Anmeldung wird gebeten.

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Was hat Antiziganismus mit mir zu tun?

Extern,

Ein interaktives Gespräch mit Ilona Lagrene und Julian Harm im Erzählcafé am Freitag, 4. November 2022, 16.00 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen. Ab 15.00 Uhr besteht Gelegenheit zur Führung durch die Gedenkstätte KZ Osthofen

Veranstaltende: Gleichstellungsstelle/Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms und Förderverein Projekt Osthofen e.V.

Der nationalsozialistische Rassismus gipfelte auch im massenhaften, europaweiten Mord derer, die als Zigeuner definiert wurden. Nach wie vor konstruiert die Mehrheitsgesellschaft soziale Gruppen, die aufgrund einer angenommenen stereotypen Lebensweise diskriminiert werden. Diese spezifische Form des Rassismus, der Antiziganismus, ist Thema des diesjährigen Erzählcafés. Dabei berücksichtigen wir Betroffenenperspektiven, historische Biografien und lokalhistorische Studien mit Bezug zum historischen Ort der Gedenkstätte KZ Osthofen und dessen unmittelbarer Umgebung.

Gemeinsam möchten wir mit Ihnen den Fragen nachgehen: Was ist Antiziganismus? Was hat Antiziganismus mit mir zu tun? Und was können wir aus der Perspektive von Betroffenen lernen? Dafür haben wir eingeladen: Ilona Lagrene, Bürgerrechtlerin der ersten Stunde, Gründerin und ehemalige Vorstandsvorsitzende des Vereins Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg und heutige zweite Vorsitzende im Vorstand des Vereins Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz; sowie den Geschichts- und Lehramtsstudenten Julian Harm, der seine Bachelorarbeit über lokalgeschichtliche Themen rund um das Thema Antiziganismus geschrieben hat.

Begleitet wird die Veranstaltung von dem international renommierten Pianisten und Komponisten Aaron Weiss.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung im Gleichstellungsbüro des Landkreises Alzey-Worms, Ernst-Ludwig-Straße 36, 55232 Alzey, Tel. 06731-4081251, frauenbuero@alzey-worms.de

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Latscho kirati – Bilder über Sinti und Roma

Extern,

Mittwoch, 2. November 2022, 19:00 Uhr im Buchcafe Verein für Kultur und Kommunikation e.V, Brink 11, 36251 Bad Hersfeld

Ein Abend zu Antiziganismus

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “hinsehen! erkennen! handeln! – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit”.

Vortrag und Diskussion

Wir reden und diskutieren über Klischees und Realitäten mit Sinti*zze nd Roma*nja – auch aus dem Landkreis Hef-Rof – wie auch mit Antiziganismusbeauftragen des Landes und des Bundes.

Weitere Infos folgen in Kürze.

Die Veranstaltung wird auch online via ZOOM übertragen.
Dafür bitten wir um Anmeldung unter: verwaltung@buchcafe-badhersfeld.de

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„Ich hatte nie eine Kindheit“

Extern,

29.10.2022, 18:00 – 20:00 Uhr, Lutherkirche, Friedrich-Ebert-Straße 45, 67549 Worms

Stefan Köcher, der „letzte Überlebende aus Worms“ berichtet am Samstag, dem 29. Oktober, von 18 bis 20 Uhr, im Luthersaal der Luthergemeinde Worms über seine Erfahrungen mit antiziganistisch motiviertem Rassismus während der NS-Zeit, im Nachkriegsdeutschland und der Wormser Gegenwart. Einleitende Worte über den Ehrengast und über den spezifischen Rassismus Antiziganismus werden von Julian Harm gesprochen. Moderiert wird der Abend von dem Wormser Stadtratsmitglied Carlo Riva. Ein Abend, um Menschen eine Stimme zu geben, denen es zu lange nicht ermöglicht wurde, über ihre Benachteiligung und Ausgrenzung zu sprechen. Eine musikalische Begleitung wird den Abend bereichern. Um das Tragen eine medizinischen Mund- und Nasenmaske oder FFP2 Maske wird gebeten.

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Diskriminierung von Roma – Ursache, Folgen und Antidiskriminierungsstrategien

Extern,

27.10.2022 von 17:00 bis 18:30 Uhr, Volkshochschule Duisburg, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg

Über Roma ist viel publiziert worden. Meist von Nicht-Roma. Hier kommen führende Vertreter der Roma zu Wort, um über die eigene Volksgruppe zu berichten.

In seinem Vortrag wird Emran Elmazi auf die Diskriminierung von Roma und die daraus resultierenden Folgen eingehen. Diese werden anhand von Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland erläutert sowie mögliche Gegenstrategien vorgestellt.

Emran Elmazi, Jahrgang 1986, hat Rechtswissenschaften an der Universität Trier studiert. Seit 2015 ist er im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg beschäftigt: zunächst als Leiter des Referats Dialog und seit 2021 als wissenschaftlicher Leiter des Zentrums. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte der Einrichtung sind, die über 600-jährige Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland zu dokumentieren sowie Gegenstrategien gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu entwickeln. Emran Elmazi verantwortet zudem seit 2015 das vom Bundesfamilienministerium geförderte „Bildungsforum gegen Antiziganismus“ als „Kompetenzzentrum gegen Antiziganismus“ im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“. Er ist Vorstandmitglied von „Amaro Drom e.V.“, der Jugendorganisation von Roma und Nichtroma.

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Geflüchtete Roma aus der Ukraine in Mecklenburg-Vorpommern

Extern,

Austausch am 27.10.2022 im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, R.107

Romn*ja leben seit 700 Jahren in Europa. Ihre Geschichte ist eine der Verfolgung und des Ausschlusses aus der Gesellschaft. Bis in die Gegenwart manifestieren sich Diskriminierung und Rassismus in vielfältigen Formen. Dies trifft nun auch die geflüchteten Roma aus der Ukraine. Sie erleben auf der Flucht und in den Ankunftsorten, so auch in Mecklenburg-Vorpommern, Diskriminierung und Ausschluss. Dies zieht sich von den Fluchtwegen über die Unterbringung hin zum erschwerten Zugang zu Leistungen, Bildung und Arbeit.
In der Veranstaltung mit dem Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network beschäftigen wir uns mit dieser Situation und diskutieren Lösungsansätze für die Verbesserung der Situation vor Ort.

Der Workshop bietet Raum zu Nachfragen und Austausch. Er richtet sich an Multiplikator:innen, Mitarbeiter:innen von Verwaltungen und Behörden, Ehren- und Hauptamtliche im Bereich Flucht und Migration sowie Politiker:innen.

Die Veranstaltung findet hybrid statt. Die Plätze im Ministerium sind auf 20 Personen begrenzt.

Bitte melden Sie sich bis 20.10.2022 per Mail die E-Mailadresse integrationsbeauftragte@sm.mv-regierung.de unter Angabe Ihrer Präferenz für eine Teilnahme online oder in Präsenz an. Ohne eine solche Angabe gehen wir von einer Online-Teilnahme aus.

Eine Bestätigung der Anmeldung erfolgt voraussichtlich am 24.10.2022.

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Blickwechsel Bamberg – Bildung und Begegnung gegen Antisemitismus und Antiziganismus

Extern,

Sonntag, 23. Okt. 2022 von 10:00 bis 17:00 in  der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, Willy-Lessing-Straße 7A, 96047 Bamberg

Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma – beide Gruppen sind in unserer Gesellschaft besonders stark von Gewalt, von Hass und Hetze und abwertenden Zuschreibungen betroffen. Antisemitismus und Antiziganismus sind keine neuen Phänomene – die Verbreitung von Verschwörungstheorien gerade in der Corona-Pandemie oder die alltägliche Verwendung in den sozialen Medien zeigen ihre Aktualität. Wie dem entgegnen? Im Seminar werden Ansätze erprobt, um menschenfeindliches Verhalten im Alltag nicht unwidersprochen stehen zu lassen und Betroffene zu schützen. Im Gespräch mit Jüdinnen und Juden und Sinti und Roma werden persönliche Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft.

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung des LBE mit der Israelitischen Kultusgemeinde, dem Landesverband der Sinti und Roma und dem Antisemitismusbeauftragten der Stadt Bamberg. Die Teilnahme am Seminar inkl. Verpflegung ist kostenfrei. Das Seminar wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Referent: Stephan Schwieren (LBE)

Fragen an Stephan Schwieren, tel 0911 810129-19, schwieren@lbe-bayern.de.

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Gedenken an den Holocaust an den Sinti und Roma. Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Extern,

Tagung am 22.10.2022 – 23.10.2022 in Evangelischen Akademie zu Berlin / Blauer Saal, Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin

Tagung anlässlich des 10. Jahrestages der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas am 22. und 23. Oktober 2022 in der Evangelischen Akademie zu Berlin, im Haus der EKD

Im Zentrum der Tagung steht die Frage nach aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen auf dem Gebiet des Gedenkens an den Holocaust an den Sinti und Roma. Den Ausgangspunkt wird die Beschäftigung mit der Entstehung und Durchsetzung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas bilden.

Neue Gedenkprojekte wie das niederländische „Nationaal Holocaust Namenmonument“ in Amsterdam folgen dem Prinzip eines gemeinsamen Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik unter Juden, wie unter Sinti und Roma. Auch in Deutschland ist eine zunehmende Vernetzung zwischen Vertretern der beiden Opfergruppen zu beobachten. Gleichzeitig aber ist die deutsche Gedenkkultur noch immer stärker durch ein Nebeneinander als durch ein Miteinander geprägt.

Vor diesem Hintergrund wirft die Tagung die Frage nach neuen Formen des gemeinsamen Gedenkens an die Opfer des Holocaust und anderer Massenverbrechen der Nationalsozialisten auf. Dazu bringt die Konferenz Vertreter unterschiedlicher Opfergruppen mit Akteuren aus Wissenschaft , Bildung und Gedenkstätten zusammen.

Im Zentrum stehen dabei die folgenden Fragen:

Wie sollen Akteure im Bereich des Gedenkens mit den Herausforderungen durch neuen Nationalismus und eine zunehmend polarisierte Gesellschaft umgehen? Welche Aufgaben müssen sie sich stellen?
Wie politisch sollen sie sich künft ig positionieren? Wie unterscheiden sich diese Herausforderungen im internationalen Vergleich?
Welche Rolle können und sollen Bildungsprogramme gegen Antiziganismus und Antisemitismus sowie für Demokratiebildung spielen?
Die Tagung wird durch das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Evangelische Akademie zu Berlin organisiert.

Programm

Samstag, 22. Oktober

19:00 bis 20:30 Abendveranstaltung zum Auftakt der Tagung

Begrüßung Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Begrüßung Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin
Grußwort Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Claudia Roth (angefragt)
Keynote Speech: Klaus-Michael Bogdal, Universität Bielefeld: Gedenken – Film – Antiziganismus“
20:30 bis 22:00 Empfang

Sonntag, 23. Oktober

9:30 bis 10:30: Die nationalen Denkmäler für den Holocaust in Berlin als Orte der Demokratie und des Gedenkens für die gesamte bundesdeutsche Gesellschaft

Begrüßung: Christian Staffa, Evangelische Akademie und André Raatzsch, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Impulsvortrag: Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung

10:30 bis 11:00 Kaffeepause

11:00 bis 12:30 Aktuelle Ausstellungsprojekte auf dem Weg zu einem gemeinsamen Erinnern an alle Opfer des Holocaust

Chair: Jan Selling, Head of department of Romani Studies Södertörn University

Lauren Willmott, Curator Holocaust Galleries des Imperial War Museum London
Luke Ryder, Curator United States Holocaust Memorial
12:30 bis 14:00 Mittagspause

14:00 bis 15:30 Politische Positionierung von Gedenkinstitutionen

Chair: André Raatzsch, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Christoph Heubner, Geschäftsführender Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees
Deborah Hartmann, Direktorin Haus der Wannsee-Konferenz
15:30 bis 16:00 Kaffeepause

16:00 bis 17:30 Aktuelle und zukünftige Herangehensweisen und Herausforderungen in der Bildungsarbeit zum Holocaust

Chair: Emran Elmazi, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Floriane Azoulay, Direktorin Arolsen Archives
Piotr Cywiński, Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau

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Bundeskongress „Stark gegen Antiziganismus!“: Erinnerung und Empowerment

Extern,

22.10.2022, 10:00 – 16:00 Uhr; Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Bundeskongress des Kompetenznetzwerks Antiziganismus: Erinnerung und Empowerment – 10 Jahre nach der Einweihung des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas.

Weitere Infos folgen in Kürze.

Veranstalter: Bildungsforum gegen Antiziganismus, Amaro Drom

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Zwischen Diskriminierung und Empowerment – Kurd*innen und Rom*nja in Berlin

Extern,

19.10.2022, 16-18:30 Uhr im K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

Registerstelle Neukölln und Amaro Foro e.V. führen diese gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Kurd*innen und Rom*nja in Berlin zwischen Diskriminierung und Empowerment – Parallelen und Unterschiede in den Lebensrealitäten“ durch.

In einem ersten Teil stellen Vertreter*innen von Yekmal e.V. und der Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) ihre Arbeit vor. Anhand diskriminierender Fallbeispiele analysieren wir die rassistischen Strukturen, mit denen beide Communities in allen Lebensbereichen zu kämpfen haben. Anschließend kommen wir mit weiteren Vertreter*innen der Zivilgesellschaft über die Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten der Meldestellenlandschaft ins Gespräch. Warum lohnt es sich überhaupt, Diskriminierung zu melden? Wie kann Melden oder eine Beschwerde empowernd sein? Mit welchen Hürden bzw. Hemmschwellen sind Betroffene konfrontiert und wie können wir diese überwinden? Welche Strukturen sind in Berlin vorhanden, welche müssten weiterhin entstehen?

Merih Ergün, Registerstelle Neukölln, ein Projekt von Yekmal e.V.

Áron Korózs, Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA), Amaro Foro e.V.

Ferat Koçak, linker Aktivist „Der Neuköllner“

Valerie Laukat, Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA), Amaro Foro e.V.

Ezgi Özcan, Fair mieten – Fair wohnen, TBB

Nuran Yiğit, Projektleitung „KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen!“ an der Fachstelle Kinderwelten/ISTA und „POWER ME“

Amaro Foro e.V. ist ein transkultureller Jugendverband von Rom*nja und Nicht-Rom*nja. Gemeinsam engagieren wir uns gegen Antiziganismus und für Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Die „Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA)“ erfasst seit 2014 systematisch antiziganistisch motivierte Vorfälle in Berlin, als erste dieser Art. Mit den jährlichen Auswertungen möchten wir Antiziganismus in Berlin sichtbar machen und so die Öffentlichkeit sowie Akteur*innen aus Politik und Verwaltung dafür sensibilisieren. Projektwebseite: https://amaroforo.de/projekte/dosta/

Yekmal e.V. versteht sich als Migrantenselbstorganisation und als politisch unabhängige und konfessionell ungebundene, den Menschenrechten und dem Prinzip der Gleichberechtigung verpflichtete Nichtregierungsorganisation (NRO), die gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus eintritt. Als kurdischer Verein und Träger Sozialer Arbeit sehen wir uns insbesondere Menschen mit kurdischen Wurzeln verpflichtet, für die Yekmal eine wichtige Anlaufstelle ist und die bei uns Hilfe und Unterstützung finden. Seit November 2021 leitet Yekmal die Registerstelle in Neukölln, die rassistische, antisemitische, LGBTI*Q-feindliche*, antiziganistische, rechtsextreme und andere diskriminierend motivierte Vorfälle im Bezirk dokumentiert. Projektwebseite: https://yekmal.com/unsere-bereiche/centrum-fuer-anti-diskriminierung/register-neukoelln/

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45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

Extern, Frank Reuter

Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek zeigt Fotografien und Texte aus fünf Jahrzehnten, die den Blick auf bekannte und weniger bekannte Ereignisse aus der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung der Minderheit lenken.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 19.10.2022 um 14 Uhr im Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek feierlich eröffnet. Mit einem öffentlichen Fachvortrag von Dr. Frank Reuter von der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg über „Kontinuitäten des Antiziganismus“ erhalten die Besucherinnen und Besucher einen vertieften Einblick in die Thematik. Einen aktuellen Bezug erhält die Veranstaltung mit der Vorstellung der Meldestelle Antiziganismus Baden-Württemberg (Natalie Reinhardt, Landesvertretung deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg) und dem anschließenden Beitrag des Antiziganismusbeauftragten des Bundes, Mehmet Daimagüler.

Durch die Veranstaltung leitet Ismael Reinhardt (Vorstandsmitglied der Landesvertretung deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg), der hier als Interessenvertreter seiner Stadt die Anliegen und Belange der autochthonen Sinti vertritt. Ansprechpartner für die Stadt und den Landkreis zu sein, die jahrhundertealte Geschichte der Freiburger Sinti in ihrer Stadt sichtbar zu machen – das sind ihm wichtige Anliegen. Mit dieser Auftaktveranstaltung möchte er es nicht bei einem Aufzeigen des Antiziganismus belassen, sondern die Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma als gesamtgesellschaftlichen Beitrag für die Demokratie in den Fokus stellen und aktuelle Handlungsstrategien vorstellen.

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10. Dialogveranstaltung im Rahmen des Aktionsplans Roma

Extern, Toralf Stark

18.10.2022, 10:00 – 12:45 Uhr; Online über Zoom

Moderierter Programmdialog im Rahmen der Weiterentwicklung des Aktionsplans Roma

Die vierte Dialogveranstaltung im Jahr 2022 – im Programmdialog die 10. Dialogveranstaltung – ist in zwei Teile eingeteilt und beschäftigt sich mit dem Thema Antiziganismuskritische Perspektive. Im ersten Teil stellt Toralf Stark die Ergebnisse seiner aktuell erschienenen Pilotstudie (gemeinsam mit S. Pickel) zum Thema Antiziganismus als eigenständige Form des Rassismus gegenüber Sinti*zze und Rom*nja vor. Die Studie ist Teil des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

Im zweiten Teil wird dem Wunsch aus der Umfrage vom September 2021 nachgekommen, stärker einen Austausch innerhalb des Programmdialogs anzuregen. Mit Beispielen aus der Dokumentationsstelle Antiziganismus – DOSTA, die von Georgi Ivanov und Violeta Balog vorgestellt werden, wird in einen Erfahrungsaustausch über Antiziganismus in der sozialen Arbeit getreten und gemeinsam über Handlungsoptionen zur Verbesserung diskutiert.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes Moderierter Programmdialog im Rahmen der Weiterentwicklung des Aktionsplans zur Einbeziehung ausländischer Roma statt.

Das Projekt wird im Auftrag und mit Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales umgesetzt.

Kontakt: programmdialog@minor-wissenschaft.de

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Vorstellung des Freiburger Roma/Sinti Diskriminierungsbericht

Extern,

Freitag, 14.10.22 um 19:00 Uhr – 21:30, Evangelische Hochschule Freiburg – Raum A 5, Bugginger Str. 38, 79114 Freiburg
Der Freiburger Roma/Sinti Diskriminierungsbericht 2022 ist da, mit vielen Beschreibungen von erlebtem Rassismus durch die Betroffenen. Eine beeindruckende Sammlung. In der VA wird der Bericht vorgestellt und diskutiert.

Mit Dr. G. Ruiz, Leiter des im Aufbau befindlichen bundesweiten Netzwerkes Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) und Politischer Referent beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma; C. Reinhardt Sinti Verein Freiburg, eV; T. Wald Roma Büro Freiburg, eV

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Bilder – Macht – Antiziganismus

14.10.2022, 9- 16 Uhr,  Online. Veranstalter Rom e. V.; Vera Tönsfeldt, Archiv und Dokumentationszentrum, Rom e. V.

Welche Wege können wir gehen, wenn wir rassifizierende, sterotypisierende und in vielen Fällen klischeebehaftete Bildbestände digitalisieren und öffentlich publizieren möchten? Welche Aspekte sollten einbezogen werden?

Die Tagung gibt einen Überblick über aktuelle Debatten und Diskussionen, die im Prozess der Digitalisierung mitgedacht werden sollten.
Bilder – Macht – Antiziganismus

„Was gezeigt werden kann und was nicht gezeigt werden darf – es gibt wenige Fragen, die in der Öffentlichkeit heftiger umstritten sind als diese“, schreibt Susan Sontag 2003 in ihrem Werk über Kriegsfotografie „Das Leiden anderer betrachten“. Dass diese Frage inzwischen auch wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen erreicht hat, zeigen zahlreiche Diskussionen und Projekte der vergangenen Jahre, die sich um eine neue Sicht auf problematische Bildzeugnisse bemühen, auch weit über Kriegsfotografien hinaus. Es gilt einen längst überfälligen reflektierten und sensibilisierten Umgang mit rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder antiziganistischen Darstellungen von Menschen zu entwickeln. Und diesen nicht erst vom Ende, sondern vom Anfang eines solchen Bestandes her zu denken – z.B. bei der Bearbeitung und Bereitstellung entsprechender Sammlungen in Datenbanken.

Im Rahmen des Digitalisierungsprojektes DigiRom lädt der Rom e. V. zu einer eintägigen Online- Tagung ein, die sich unter Einbezug interdisziplinärer ebenso wie Community-Perspektiven dem Themenkomplex des visuellen Antiziganismus widmet und ferner der Frage nachgeht, wie innerhalb der Digitalisierungs- und Datenbankarbeit ein sensibler Umgang mit diskriminierenden Sammlungsbeständen gefunden werden kann.

Mit einem Fokus auf die Geschichte, Dimensionen und Wirkungsweisen antiziganistischer Motive in visuellen Medien geht es in der ersten Vortrags-Session der Veranstaltung um historische und zeitgenössische Beispiele von Fremd- und Selbstrepräsentation von Rom:nja und Sinti:zze.

Die zweite Vortrags-Session widmet sich der Frage, wie kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen problematische (z.B. rassistische) Sammlungsbestände digital aufarbeiten und zugänglich machen können, und welche Bedeutung eine communitybasierte Auseinandersetzung dabei einnehmen kann.

In der dritten Session bieten zwei Workshops die Möglichkeit, entweder eine persönliche Perspektive auf den antiziganistischen Blick kennenzulernen oder sich mit konkreten Gegenstrategien auseinanderzusetzen.

Um Anmeldung wird bis zum 12. Oktober 2022 gebeten. Anmeldungen an: dokuzentrum@romev.de.

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Verfolgung der Sinti & Roma jetzt und heute

Extern,

Do, 13. Oktober 2022, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Gemeindesaal St. Peter, Haagener Str. 95, 79539 Lörrach

Referent: Adem Ademi, Koordinator der Anlaufstelle / Netzwerk Pro S.R. im Landkreis Lörrach

Die soziale Teilhabe der hier lebenden Sinti & Roma zu verbessern, ist ein gesellschaftsrelevantes Thema. Die Anlaufstelle Netzwerk Pro Sinti & Roma hat das Ziel, sich aktiv für gleiche Bildungschancen und Antiziganismus einzusetzen und frühzeitig zum Thema Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung aufzuklären.
Die Benachteiligung der Sinti und Roma ist immer noch deutlich zu spüren. Ein zentraler Aspekt, der (Aus)Bildungswege von Sinti und Roma beeinflusst, sind antiziganistische Diskriminierungsformen – in der Geschichte und Gegenwart. Wir möchten in dieser Veranstaltung aus der Praxis berichten und über die Möglichkeiten zur Überwindung dieser Hindernisse, diskutieren.

Anmeldung bis 10.10.22 per Email mit dem Betreff « JETZT & HEUTE VERFOLGUNG DER SINTI & ROMA -». Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung«
an die folgende Email-Adresse: k.ahmed@ksew.de oder Reinhard.Zahn@caritas-loerrach.de

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„Hanau. Auschwitz.“

Zur Verfolgung der Sinti und Roma in Hanau und Umgebung

Dienstag · 11. Oktober 2022 · 19.30 Uhr, Lesecafé der Stadtbibliothek im Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18a · 63450 Hanau

Am 23. März 1943 wurden nach vorher erstellten Listen die meisten der in Hanau und Umgebung lebenden Sinti und Roma verhaftet und in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

Die wenigen, die zurückblieben, wurden sterilisiert. Ziel der Nazis war es, die Sinti und Roma als „Rasse“ zu vernichten.

Wie die Verfolgung der Sinti in Hanau und Umgebung durchgeführt wurde, untersuchte eine Dokumentation, die auch auf die Diskriminierungspraxis vor 1933, die Enteignung und auf die lange Zeit der verweigerten Anerkennung der Verfolgung nach 1945 eingeht.

Referent: Udo Engbring-Romang · Historiker
Moderation: Horst Koch-Panzner · VVN-BdA

Anmeldung erbeten unter: mkk@vvn-bda.de

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Antiziganismus

Extern,

Freitag, 7. Oktober 2022, 09.00 bis 17.00 Uhr in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, Seminarraum 1;

Antiziganismus bzw. Rassismus gegen Roma* und Sinti*, stellt ein aktuelles und eigenständiges Macht- und Gewaltverhältnis dar, das sich über Jahrhunderte in der europäischen Gesellschaft herausgebildet hat und deshalb in der Gegenwart tief verwurzelt ist, schreibt die Unabhängige Kommission Antiziganismus in ihrem Bericht im Mai 2021.

Dieses strukturelle Phänomen, das bis in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht, wurde jahrzehntelang ignoriert, der historischen Verantwortung im Kampf gegen Antiziganismus kommt Deutschland bis heute nicht ausreichend nach: Im Bildungssystem spielt Antiziganismus als Thema nach wie vor kaum eine Rolle, es wurden Fälle von gesetzwidriger Sondererfassung von Roma* und Sinti* bekannt. Seit Monaten wird diskutiert, ob das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas durch den Bau einer S-Bahn-Linie beeinträchtigt werden kann.
Der Berlin Monitor von 2019 zeigt, dass 17 % der Befragten der These zustimmen, dass Roma* und Sinti* aus den Innenstädten vertrieben werden sollten.

Im Seminar werden

  • die aktuellen Erscheinungsformen des Antiziganismus und deren Auswirkungen auf Roma* und Sinti* diskutiert,
  • in Bezug auf die jeweiligen Arbeitskontexte die gängigen antiziganistischen Bilder identifiziert und entkräftet sowie
  • praxisnahe Gegenstrategien entwickelt.

Leitung: Hamze Bytici und Veronika Patockova, Roma Trial e.V.

Kooperationspartner: LADS Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung

Weitere Informationen zur LADS Akademie: https://www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/diversity/diversity-trainings/

Dieses Seminar richtet sich an Mitarbeitende der Verwaltungseinrichtungen des Landes Berlin, der landeseigenen Betriebe sowie von gemeinnützigen Trägern und Vereinen.

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Auftaktveranstaltung von MIA Sachsen – Melde- und Informationsstelle Antiziganismus | Leipzig

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06.10. 2022, 16:00-18:00 Uhr in der Alten Handelsbörse Leipzig, 04109 Leipzig

Der Rassismus gegen Roma und Sinti ist in Deutschland und auch in Sachsen leider immer noch weit verbreitet. Wir wollen Antiziganismus in Sachsen effektiv bekämpfen, Betroffene unterstützen und die Öffentlichkeit informieren. Hierzu müssen wir wissen, wo und wie sich dieser zeigt und wer antiziganistische Handlungen begeht. Dies wollen wir mit unserer Meldestelle erreichen.

MIA Sachsen ist Teil einer bundesweiten Arbeitsgemeinschaft. Seit Beginn 2022 sind in Deutschland vier Melde- und Informationsstellen eingerichtet worden: in Berlin, in Rheinland Pfalz, in Nordrhein-Westfalen und in Sachsen.

Ziel ist es mit MIA Sachsen einen Beitrag zu einer demokratischen, diskriminierungsarmen Gesellschaft zu leisten.

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Antiziganismus im deutschen Bildungssystem

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Podiumsdiskussion am 5. Oktober 2022, 16:00, Ort: Grüner Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2,10178 Berlin

Der Rassismus gegen Roma* und Sinti* ist allgegenwärtig – insbesondere in der schulischen Ausbildung wird dies deutlich. In der Bildungsstudie von RomnoKher von 2021, für die 600 Sinti* und Roma* in Deutschland interviewt wurden, berichten 60 Prozent von Diskriminierungen an der Schule.
Viele Roma* und Sinti* erleben ihre Schullaufbahn als belastend, berichten von Zurückweisungen und Demütigungen sowie von fehlender Unterstützung durch Lehrkräfte. Sie werden von den Lehrkräften oft als eine Bedrohung gesehen, bei gleichzeitiger Zuschreibung von Bildungsdefiziten.

Wie lassen sich strukturelle Veränderung in Richtung eines gleichberechtigten, diskriminierungskritischen Bildungssystems vollziehen? Wie können Selbstorganisationen von Roma* und Sinti* hier zu zentralen Playern werden?

Mit: Veronika Patočková (RomaTrial), David Paraschiv (WIR SIND HIER!), Sabina Salimovska (Schulmediatorin)Moderation: Christoph Leucht (Hildegard Lagrenne Stiftung); Eintritt: 3 Euro

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Bartoszewski. Widerstand – Erinnerung – Versöhnung

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Ausstellung vom 05.10.2022 – 14.11.2022 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg; Di 9.30–19.45 Uhr / Mi, Do, Fr 9.30–16.30 Uhr / Sa, So 11.00–16.30 Uhr, Mo und an Feiertagen geschlossen.

Gezeigt wird ein Überblick über das Leben und Wirken des international geachteten Brückenbauers, der nicht der nicht dem traditionellen chronologischen Lebenslauf darstellt, sondern jene Themen in den Fokus rückt, die Bartoszewski am wichtigsten waren und die einen spannenden Einblick in seine facettenreichte Persönlichkeit geben. Zugleich erzählt die Ausstellung von der jüngsten polnischen und mitteleuropäischen Geschichte.

Widerstand – Erinnerung – Versöhnung: Drei Bereiche im Leben des Auschwitz-Überlebenden und ehemaligen polnischen Außenministers Władysław Bartoszewski. Die Ausstellung widmet sich seiner Biografie, indem sie auf diese drei Aspekte aufmerksam macht, die für ihn selbst am wichtigsten waren und den besten Einblick in seine facettenreiche Persönlichkeit geben.

Es ist nicht nur erstaunlich, sondern grenzt geradezu an ein Wunder. Denn ausgerechnet die deutsch-polnische Versöhnung wurde für Władysław Bartoszewski (1922-2015) zum Lebensthema. Obwohl er die Gräuel der Nationalsozialisten miterlebte, in KZ Auschwitz verschleppt wurde und sich nach seiner Entlassung am Warschauer Aufstand beteiligte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Intellektuelle und Politiker dann erneut zum Opfer eines totalitären Systems. Vor dem Hintergrund dieser persönlichen Erfahrungen hat er sich bis zu seinem Tode obendrein dem Schutz der Menschenrechte und dem Kampf gegen Rassismus verschrieben. Dabei engagierte sich der ehemalige polnische Außenminister und langjährige politischer Berater auch nachdrücklich für die Rechte der Sinti und Roma.

Vom 6. Oktober bis 14. November macht die Ausstellung „Bartoszewski. Widerstand – Erinnerung – Versöhnung“ im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg Station. Die Schau wird am Mittwoch, 5. Oktober, um 19 Uhr in der Bremeneckgasse 2 eröffnet.

Die Ausstellung wurde vom Haus der Begegnung mit der Geschichte in Warschau in Kooperation mit Dr. Marcin Barcz und dem Pan-Tadeusz-Museum der Ossoliński-Nationalbibliothek in Wrocław konzipiert. Die Übersetzung erfolgte durch Prof. Klaus Ziemer. Gezeigt wird die Ausstellung in Heidelberg von der Initiative Partnerschaft mit Polen und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

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Geflüchtete Roma aus der Ukraine. Diskriminierung im Kontext Unterbringung

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Online-Konferenz des Bundes Roma Verbands am 29.09.2022 von 11 bis 13 Uhr über Zoom

Geflüchtete Roma aus der Ukraine erleben vielfältige Formen von Diskriminierung auf den Fluchtwegen und in den Ländern, in die sie fliehen, so auch in Deutschland. Die Unterbringungs-Situation gehört hier zu den zentralen Problemen ukrainischer Roma. Es fehlt an angemessenen Unterkünften, Kinder werden nach Monaten noch nicht beschult, die Menschen erhalten keine Unterstützung bei der Antragstellung, es kommt zu rassistischen Vorfällen in den Unterkünften und Unterstützungsstrukturen durch andere Geflüchtete, Dolmetscher:innen oder Mitarbeiter:innen, Medien ergehen sich in einseitiger und stereotyper Berichterstattung.

In der Online-Konferenz befassen wir uns aus der Praxis mit der Situation und diskutieren Lösungsansätze mit den Teilnehmenden.

Begrüßung und Vorstellung | Bundes Roma Verband & Mehmet Daimagüler, der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus

Präsentation zur Situation der Roma aus der Ukraine | Roma Antidiscrimination Network

Kurze Inputs zur Unterbringung | Perspektiven aus der Praxis

Diskussion von Lösungsansätzen

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Haupt- und Ehrenamtliche in der Geflüchteten-Hilfe, an Politik und Verwaltung sowie Wohlfahrtsverbände.

Zur Zusendung des Zoom-Links für die Veranstaltung, bitten wir um Anmeldung bis 25. September 2022 unter mail@bundesromaverband.de.

https://www.facebook.com/events/1241444319979544

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„Onkel, behalt mich hier, ich will doch nicht nach Auschwitz“

Extern,

28.09.2022, 19:00 – 20:30 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Willy Blum und die Kinder von Buchenwald: Lesung der Autorin und Historikerin Annette Leo und Ausstellungseröffnung.

Als er ermordet wurde, war Willy Blum 16 Jahre alt. Von ihm überdauerte nur ein Eintrag auf einer Deportationsliste, neben dem durchgestrichenen Namen von Stefan Jerzy Zweig, der durch den Roman „Nackt unter Wölfen“ weltweit Berühmtheit erlangte. Das Schicksal von Willy Blum aber blieb lange völlig unbekannt. Erst die Historikerin Annette Leo hat sich auf Spurensuche begeben und die Geschichte des Sinto-Jungen und seiner Familie recherchiert.

Im Anschluss wird in der Dauerausstellung zum Holocaust an den Sinti und Roma ein spannendes Kofferprojekt vorgestellt, das die Biografien von insgesamt neun verfolgten Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt rückt. Darunter auch die Geschichte von Willy Blum und seinem jüngeren Bruder Rudolf. Beide gehörten zu den 200 Kindern von Buchenwald, deren Namen sich auf der Deportationsliste in die Vernichtung finden. Den ihnen in der Sonderschau gewidmete Koffer wird Ella Braun bei der Vernissage symbolisch öffnen. „Onkel, behalt mich hier, ich will doch nicht nach Auschwitz“ lautet das Zitat eines Buchenwald-Häftlings, der den Kindern im Lager noch begegnet ist.

Damit wird die Dauerausstellung um eine biografische Ebene erweitert und ein einzigartiger musealer Vermittlungsansatz erprobt. Die in alten Koffern präsentierten Objekte, Fotos und Dokumente sind anfassbar. Lebensgeschichten werden auf diese Weise sinnbildlich greifbar. Neben Überblickstexten können Sequenzen aus Zeitzeugeninterviews abgerufen werden. Diese erläutern die Bedeutung der Objekte und die dahinterstehenden Geschichten. Die eher unkonventionelle Präsentationsform trägt dem Wunsch vieler Jugendlicher, aber auch von älteren Besucherinnen und Besuchern des Dokumentationszentrums Rechnung, Geschichte nicht nur aus der Distanz betrachten zu können, sondern sie anfassen und quasi „an sich heranlassen“ zu können.

Die Inhalte der biografischen Koffer dienen dabei nicht nur als Exponate, sondern zugleich auch als Arbeitsmaterialien für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Ausstellung sowie den Akzenten „entdecken“, „forschen“ und „reflektieren“. In Vorbereitung ist zudem ein Workshopangebot für Gruppenarbeit ab 2023.

Für die persönliche Teilnahme an der Veranstaltung wird um vorherige Anmeldung unter info@sintiundroma.de gebeten. Die Lesung aus „Das Kind auf der Liste“ kann via Zoom auch digital besucht werden. Der Teilnahmelink kann ebenfalls unter info@sintiundroma.de erfragt werden.

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WIDERSTAND UND BÜRGERRECHTSBEWEGUNG VON SINTI UND ROMA

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Am Dienstag den 27.09.2022 (Treffpunkt: Ludwig-Metzger-Platz. Strecke: ca. 5,5 km, ca. 2,5 Stunden) bieten Mitarbeiter*innen des hessischen Landesverbands einen Stadtrundgang durch Darmstadt zum Thema “Widerstand und Bürgerrechtsbewegung von Sinti und Roma” an und fokussieren sich dabei auf Darmstädter Persönlichkeiten.Gerne können Sie sich bereits vorab anmelden unter verband@sinti-roma-hessen.de
Dieser Stadtrundgang nimmt Sie mit zu Orten, die Schlaglichter einer vielfältigen und widerständigen Geschichte von Sinti und Roma widerspiegeln.

 

80. Jahrestag der Deportation der Darmstädter Juden und Sinti

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Gemeinsame Gedenkveranstaltung am 25. September, um 11 Uhr am Gedenkort „Denkzeichen Güterbahnhof“ (Bismarckstraße/Ecke Kirschenallee, 64293 Darmstadt) der vor 80 Jahren deportierten Darmstädter Juden und Sinti. Medienvertreterinnen und -vertreter sowie Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Nach Begrüßung durch die Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“ sprechen Stadtrat Michael Kolmer, in Vertretung für Oberbürgermeister Jochen Partsch, Vertreterinnen und Vertreter der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Hessen sowie die Vizepräsidentin des Hessischen Landtags, Heike Hofmann, MdL.

„Dies ist ein Menschheitsverbrechen, das, wie die menschenvernichtende Politik des Naziregimes insgesamt, uns auch noch nach Jahrzehnten fassungslos macht – und beschämt“, erklärt Stadtrat Kolmer. „Dieses Verbrechen geschah nicht irgendwo, sondern es vollzog sich hier, mitten in unserer Stadt, vor den Augen und mit Wissen der Darmstädterinnen und Darmstädter. Dessen müssen wir uns stets bewusst sein. Wir denken mit Trauer an die Opfer, und wir nehmen die Geschichte als Auftrag, wachsam zu sein und allen Tendenzen des Rassismus und der gesellschaftlichen Intoleranz entschlossen die Stirn zu zeigen. Die Verantwortung, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus nicht zuzulassen, tragen wir alle gemeinsam.“
Dieser Schmerz und diese Vernichtung darf sich niemals wiederholen

„Auch in diesem Jahr kommen wir gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Darmstadt am Güterbahnhof zusammen, um der Verfolgten zu gedenken. Indem wir an ihre Geschichten erinnern, zollen wir ihnen nicht nur Respekt und benennen das damalige Recht als Unrecht. Vielmehr erinnern wir ebenfalls uns an unsere Aufgabe, dass sich dieser Schmerz und diese Vernichtung niemals wiederholen dürfen“, mahnt Adam Strauß, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma. „Bereits seit einigen Jahren beobachten wir mit Besorgnis den erstarkenden Nationalismus und Rassismus. Diese Tendenzen zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten, ist unser aller Verantwortung.“
Irith Gabriely wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Die Gedenkveranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma, der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und der Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“ statt.

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Der lange Weg der Sinti und Roma

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Film und Diskussion mit dem Regisseur Adrian Oeser am 18.09.2022, 19 Uhr im Kulturhaus RomnoKher Mannheim, B 7, 16, 68159 Mannheim (Eingang über den Hinterhof ); im Rahmen der Kulturwoche Romno Power

Anhand von persönlichen Lebenswegen zeichnet der Dokumentarfilm emotional und eindrucksvoll die Geschichte von Deutschlands größter nationaler Minderheit nach. Unter den historischen Aufnahmen aus den ARD-Archiven fand Filmautor Adrian Oeser viele Szenen, die deutlich machen, wie sehr der Rassismus gegen Sinti und Roma nach 1945 fortdauerte – und wie stark er auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde.

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Antiziganismus – der Rassismus gegenüber Sinti & Roma

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SAMSTAG 24.09. 11.00 – 15.00 Uhr; DIE GANZE WOCHE LANG 24.09. – 03.10. 2022 im Rahmen der Interkulturelle Woche 2022  vom 24. September bis 3.Oktober; Ort: Innenstadt

Die Sinti Union Schleswig-Holstein e. V. macht seit einigen Monaten den Antiziganismus (Rassismus gegenüber Sinti und Roma) online sichtbar. Diese antiziganistischen Fälle werden im Rahmen der Interkulturellen Woche in der Neumünsteraner Innenstadt anhand von Plakataktionen sichtbar gemacht.

Kontakt: Sinti Union Schleswig-Holstein e. V., SintiUnionSH@web.de,
sintiunionsh (Instagram)

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The Role of the Police in the Persecution of Roma during the Holocaust

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Friday, September 23, 11am-12:30pm CT

This virtual workshop explores the history of race and policing through the experiences of European Roma from the late 19th century through the Holocaust and into the present. Scholars from the US, Europe, and beyond will address the confluence of the criminalization and racialization of the category of “Gypsy,” the role of the police in the persecution and genocide of Roma in the Holocaust, and the legacies of this history for Romani communities to the present day. The program will open with a roundtable of scholars and activists who will address the contemporary stakes of the history of the criminalization and police persecution of Roma in Europe and explore resonances with parallel histories of race and policing in the American context.

Presented by: The Center for Austrian Studies, The Center for Holocaust and Genocide Studies, and the Institute for Global Studies

Moderator: Justyna Matkowska, Postdoctoral Fellow, Adam Mickiewicz University and Lecturer, University at Albany

Speakers: Pavel Baloun, Postdoctoral Researcher, Institute of History of the Czech Academy of Sciences, Czechoslovak “Wandering Gypsies”: A Legislative Term and Its Practice in the Interwar Period; Benjamin Thorne, Associate Professor of History, Wingate University, „Everyone Knows They Are All Criminals”: Institutional Bias and Police Brutality Against Roma during the Romanian Holocaust; Jan Láníček, Senior Lecturer, School of Humanities & Languages, University of New South Wales, Ordinary Gendarmes? Czech Police Forces and the Holocaust in the Protectorate of Bohemia and Moravia

Respondent: Sheer Ganor, Assistant Professor of History, University of Minnesota

Nähere Infos und Registrierung

 

 

Legacies of Genocide: Romani Communities in the Aftermath of the Holocaust

Extern,

Friday, September 23, 1:30-3:00pm CT

This virtual workshop explores the history of race and policing through the experiences of European Roma from the late 19th century through the Holocaust and into the present. Scholars from the US, Europe, and beyond will address the confluence of the criminalization and racialization of the category of “Gypsy,” the role of the police in the persecution and genocide of Roma in the Holocaust, and the legacies of this history for Romani communities to the present day. The program will open with a roundtable of scholars and activists who will address the contemporary stakes of the history of the criminalization and police persecution of Roma in Europe and explore resonances with parallel histories of race and policing in the American context.

Presented by: The Center for Austrian Studies, The Center for Holocaust and Genocide Studies, and the Institute for Global Studies

Moderator: Angéla Kóczé, Assistant Professor and Chair, Romani Studies Program, Central European University

Speakers: Margareta Matache, Director, Roma Program, FXB Center for Health and Human Rights, Harvard University, Practices of Denial and Distortion of the Samudaripen/Porrajmos in Southeastern Europe; Ioanida Costache, Andrew W. Mellon Postdoctoral Fellow in the Humanities, University of Pennsylvania, Race, Genocide, and Romani Life: Legacies of Persecution; Ana Ivasiuc, Lecturer in the Anthropology of Crime and Security, Department of Anthropology, Maynooth University, The Racial Policing of the Roma in Contemporary Italy; Anabel Carballo Mesa, Ph.D. Candidate, University of Barcelona; Romane Zorako: Historic Roma and Sinti Resilience

Respondent: Ari Joskowicz, Associate Professor of Jewish Studies and European Studies, Vanderbilt University

Nähere Infos und Registrierung

ZUR AKTUELLEN SITUATION VON ROMA IM UKRAINE KRIEG – KRIEG UND RASSISMUS

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EIN VORTRAG VON ROMEO FRANZ, Europaabgeordneter von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Bürgerrechtler und ehem. Vorstand der Hildegard Lagrenne Stiftung.

FREITAG 23.09. 18:00 UHR, Ernst-Ludwig-Saal, Schwanenstr. 42 64297 Darmstadt

Das Eberstädter Bündnis gegen Antiziganismus ist ein lokales Bündnis aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Einzelpersonen, welches sich für die Aufklärung über Antiziganismus einsetzt. Bereits das vierte Jahr in Folge organisisert das Bündnis Veranstaltungen und Projekttage zum Thema. Der hessische Landesverband Deutscher Sinti und Roma ist seit der Gründung des Bündnisses Mitglied. Romeo Franz ist Europaabgeordneter, Bürgerrechtler und Angehöriger der Minderheit und wird in seinem Vortrag am Freitag den 23.09.2022 im Ernst-Ludwig-Saal in Darmstadt die Lage ukrainischer Roma unter Berücksichtigung der aktuellen Kriegssituation thematisieren. Aktuell befindet sich Romeo Franz zusammen mit Dr. Mehmet Daimagüler, dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Roma, in der Ukraine. Vor Ort informieren sie sich über die inner-ukrainische Fluchtsituation von Roma.

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Fehler im System? Institutioneller Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja. Ausschlusspraktiken, Rassismuserfahrungen, Gegenstrategien

Fehler im System? Institutioneller Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja. Ausschlusspraktiken, Rassismuserfahrungen, Gegenstrategien

Die Diskriminierung von Sinti:zze und Rom:nja wirkt in und durch Institutionen wie Polizei, Schule oder im Jobcenter. Besteht das Problem in zahlreichen Fehlern Einzelner innerhalb dieser Institutionen oder liegt es vielmehr „im System“ selbst begründet? Institutioneller Rassismus ist fundamentaler Bestandteil der oben genannten Organisationsstrukturen. Es sind die Wechselwirkungen zwischen rassistischen Diskursen und Wissensbeständen sowie institutionellen Ausschlusspraktiken die wir als institutionellen Rassismus auf der Veranstaltung in den Mittelpunkt stellen.

In vier Vorträgen und einer Podiumsdiskussion beschäftigen wir uns mit den Wirkungsweisen und Ausprägungen des institutionellen Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja. Dabei werden die institutionelle Ausschlusspraktiken und Rassismuserfahrungen beleuchtet und Gegenstrategien diskutiert.

Programm

  • Empowerment-Ansätze von Sinti*zze und Rom*nja (Hajdi Barz)
  • Community-basierte Forschung zu Rassismuserfahrungen (Prof. Dr. Iman Attia)
  • Abschiebestopp und Bleiberecht für Roma aus humanitären und historischen Gründen (Kenan Emini)
  • Institutioneller Antiziganismus im EU-Binnengrenzregime: wohlfahrtsstaatliche Grenzziehungen in der kommunalen Praxis (Tobias Neuburger)
  • Launch einer Podcast-Serie zum Thema Institutioneller Antiziganismus von RYMEcast (mit Sejnur Memiši)
  • Podiumsdiskussion: Institutioneller Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze: Handlungsperspektiven und Gegenstrategien
Wann und Wo?
  • Freitag, 23.09.2022 von 12:00-16:30 Uhr
  • Universität Hannover, Conti-Hochhaus, 14. OG
  • Königsworther Platz 1, 30167 Hannover.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Weitere Informationen auf www.idd.uni-hannover.de
Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“ aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab.

Fehler im System? Institutioneller Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja

Tagung am 23.09.2022, 12:00 bis 16:30 Uhr, Universität Hannover, 14. OG Campus-Hochhaus, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover.

Die Diskriminierung von Sinti*zze und Rom*nja wirkt in und durch Institutionen wie Polizei, Schule oder im Jobcenter. Besteht das Problem in zahlreichen Fehlern Einzelner innerhalb dieser Institutionen oder liegt es vielmehr „im System“ selbst begründet? Institutioneller Rassismus ist fundamentaler Bestandteil der oben genannten Organisationsstrukturen. Es sind die Wechselwirkungen zwischen rassistischen Diskursen und Wissensbeständen sowie institutionellen Ausschlusspraktiken die wir als institutionellen Rassismus auf der Veranstaltung in den Mittelpunkt stellen. In zwei Vorträgen und einer Podiumsdiskussion beschäftigen wir uns mit den Wirkungsweisen und Ausprägungen des institutionellen Rassismus gegen Sinti*zze und Romn*nja. Dabei werden die institutionelle Ausschlusspraktiken und Rassismuserfahrungen beleuchtet und Gegenstrategien diskutiert.

Programm
Empowerment-Ansätze von Sinti*zze und Rom*nja (Hajdi Barz)
Community-basierte Forschung zu Rassismuserfahrungen (Prof. Dr. Iman Attia)
Abschiebestopp und Bleiberecht für Roma aus humanitären und historischen Gründen (Kenan Emini)
Institutioneller Antiziganismus im EU-Binnengrenzregime: wohlfahrtsstaatliche Grenzziehungen in der kommunalen Praxis (Tobias Neuburger)
Launch einer Podcast-Serie zum Thema Institutioneller Antiziganismus von RYMEcast (mit Sejnur Memiši)
Podiumsdiskussion: Institutioneller Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze: Handlungsperspektiven und Gegenstrategien

Organisiert vom Institut für Didaktik der Demokratie (IDD) in Kooperation mit dem AStA Uni Hannover. Gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“. Kontakt: Patrick Bredl, Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover, bredl@idd.uni-hannover.de

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Constructing the Gypsy Threat: Roma at the Nexus of Race and Criminalization

Extern, Hilde Hoffmann

Thursday, September 22, 11am -12:30pm CT

This virtual workshop explores the history of race and policing through the experiences of European Roma from the late 19th century through the Holocaust and into the present. Scholars from the US, Europe, and beyond will address the confluence of the criminalization and racialization of the category of “Gypsy,” the role of the police in the persecution and genocide of Roma in the Holocaust, and the legacies of this history for Romani communities to the present day. The program will open with a roundtable of scholars and activists who will address the contemporary stakes of the history of the criminalization and police persecution of Roma in Europe and explore resonances with parallel histories of race and policing in the American context.

Presented by: The Center for Austrian Studies, The Center for Holocaust and Genocide Studies, and the Institute for Global Studies

Moderator: Hilde Hoffmann, Researcher, Institute for Media Studies, Ruhr University Bochum

Speakers: Ilsen About, Assistant Professor, CNRS, IRIS, EHESS, Paris; The International Criminal Police Commission (ICPC) and the “Gypsy Question” in Europe, 1924-1940: Theories, practices and consequences
Habiba Hadziavdic, Adjunct Faculty in Modern and Classical Languages, University of St. Thomas; Persisting Tropes in the Filmic Representations of European Roma; Chelsi West Ohueri, Assistant Professor, Department of Slavic and Eurasian Studies, University of Texas, Austin; Constructing the Gabel: examining surveillance and criminalization in the production of racialized Romani Identities in Albania

Respondent: Jennifer Illuzzi, Associate Professor of History, Providence College

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Antiziganismus. Ein Zustandsbericht

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Vortrag zum Thema „Antiziganismus“ am 22.09.2022 / 19:00 Uhr im AnStatt Theater des Alten Schlachthofs in Straubing, Heerstraße 35, 94315 Straubing.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landesverband der Sinti und Roma Bayern statt.

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Film “Aferim!”

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Filmvorführung mit Einführung von Dr. Iulius Rostas am 21. September 2022, 20:00 Uhr im
Kulturhaus RomnoKher
B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof )
68159 Mannheim
Osteuropa im Jahre 1835. Der altgediente Gendarm Costandin und sein Sohn reiten durch die steinige Landschaft der Wallachei. Sie suchen einen “Zigeunersklaven”, der seinem Besitzer – einem mächtigen Bojaren – entlaufen ist. Der unerschütterliche Costandin begegnet jeder Situation mit munterer Weisheit, doch sein Sohn blickt nachdenklich auf die Welt. Auf ihrer Odyssee begegnen sie Menschen unterschiedlicher Nationalität und verschiedenen Glaubens. Was alle verbindet, sind die Vorurteile, die sie gegeneinander hegen.

Silberner Bär 2015. Preisgekrönter Balkan-Western des rumänischen Filmregisseurs Radu Jude (2015). Ein Film, den man gesehen haben muss, um die Geschichte der Roma-Sklaverei in Rumänien zu verstehen.

Länge des Films: 108 Minuten. Für Essen und Getränke ist gesorgt. Eintritt frei.
Anmeldung und weitere Infos unter info@sinti-roma.com oder 0621/91109100.

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Verleihung des Kultur- und Ehrenpreises der Sinti und Roma

Extern,

DIENSTAG 20.9.2022,  19 Uhr im im Rahmen der Kulturwoche Romno Power, B 7, 16, 68159 Mannheim (Eingang über den Hinterhof )

Engagement für Bildung und Bürgerrechte: CHRISTIAN ROSENBERG
Gesellschaftliches Engagement: ANDREAS FREUDENBERG
Beitrag zur Antiziganismusforschung: DR. IULIUS ROSTAS
Seit 2014 vergibt der VDSR-BW den Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma für besondere Verdienste in den Bereichen Kultur, Bildung und Bürgerrechte. Die Preisverleihung findet immer am Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung von Sinti und Roma auf dem Territorium des heutigen Deutschland (20. September 1407 in Hildesheim) statt.
Unsere diesjährigen Preisträger haben Herausragendes für die Minderheit geleistet – u.a. als Vorsitzender einer Selbstorganisation, als Kuratoriumsvorsitzender der Freudenberg Stiftung und als international führender Antiziganismusforscher.

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Film: „Der lange Weg der Sinti und Roma“

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Filmvorführung und Diskussion mit dem Regisseur Adrian Oeser am 18. September 2022, 19:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof ), 68159 Mannheim

Anhand von persönlichen Lebenswegen zeichnet der Dokumentarfilm emotional und eindrucksvoll die Geschichte von Deutschlands größter nationaler Minderheit nach. Unter den historischen Aufnahmen aus den ARD-Archiven fand Filmautor Adrian Oeser viele Szenen, die deutlich machen, wie sehr der Rassismus gegen Sinti und Roma nach 1945 fortdauerte – und wie stark er auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde.

Länge des Films: 45 Minuten.

Für Essen und Getränke ist gesorgt. Eintritt frei.
Anmeldung und weitere Infos unter info@sinti-roma.com oder 0621/91109100.

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VIELFALT BILDET! RASSISMUS- UND DISKRIMINIERUNGSKRITISCHE BILDUNG IN PRAXIS UND DISKURS

Freitag, 16. September und Samstag, 17.Sepember 2022 im Schader-Forum Darmstadt, Goethestraße 2, 64285 Darmstadt

Gemeinsame Tagung der Schader-Stiftung und dem Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der Technischen Universität Darmstadt, die anstrebt, wissenschaftliche und außeruniversitäre sowie insbesondere auch aktivistische Perspektiven zu den Themen Rassismus und Diskriminierung miteinander zu verbinden.

Vortrag: Bildungssituation von Sinti und Roma in Deutschland, Dr. Katharina Rhein

Vortrag: Antiziganismuskritische Bildung, Nadine Küßner und Arne Schrader

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Roma und Antiziganismus

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Workshop-Reihe zur Thematik „Roma und Antiziganismus“, Freitag, 16. September, von 15 bis 19 Uhr, Berliner Platz 22, 58089 Hagen

Dritter Teil. Bei der Veranstaltung untersuchen die Teilnehmenden das Thema Antiziganismus im Hinblick auf die Ethnisierung und Kriminalisierung der Roma-Minderheit noch einmal genauer.

Eine Anmeldung zum dritten Teil der Workshop-Reihe ist auch ohne die Teilnahme an den ersten beiden Veranstaltungen möglich und erfolgt über den zuständigen Ansprechpartner im Kommunalen Integrationszentrum, Robin Palm, entweder unter Telefon 02331/207-3851 oder per E-Mail an robin.palm@stadt-hagen.de.

Kommunales Integrationszentrum: Workshop über Diskriminierung junger Roma im Bildungssystem

Missständen im Bildungssystem gegenüber Angehörigen der Roma-Minderheit entgegenwirken und Fachkräfte hinsichtlich dieser Diskriminierungsformen aufklären und sensibilisieren: Das war das Ziel des Workshops „Gleichheit im Bildungssystem? – Die Schul- und Bildungssituation der Roma“ des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen (KI) am Dienstag, 14. Juni.

Der zweite Teil einer vierteiligen Workshop-Reihe zur Thematik „Roma und Antiziganismus“ richtete sich an Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und -pädagogen sowie Sozialarbeiterinnen und -arbeiter.

Die Teilnehmenden befassten sich mit der Schul- und Bildungssituation junger Roma. Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und engagierter Roma-Aktivist, zeigte, dass Rassismus und Diskriminierung gegenüber Angehörigen der Roma-Minderheit nicht nur historisch tief verankert, sondern auch heutzutage sowohl in den Herkunftsländern als auch im deutschen Bildungssystem eine alltägliche Realität darstellen.

Neben der Aufklärung zur Thematik Antiziganismus ging es bei dem Workshop auch darum, aktuelle Problemfelder von Seiten der Bildungsinstitutionen zu besprechen. Dabei wurden unter anderem Fragen wie „Warum kommt es zu Schulabsentismus und wie erreiche ich Familienangehörige?“ beantwortet.

Die 20 Teilnehmenden brachten sich während des Workshops mit ihren Fragen und Fallbeispielen aus der praktischen Arbeit aktiv ein, sodass ein produktiver Austausch entstand und gemeinsam Handlungsstrategien für den beruflichen Alltag erörtert werden konnten.

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Criminalization-Surveillance-Resistance

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A Roundtable Discussion on Roma, Race, and Policing on Friday, September 16th as a virtual workshop 12 p.m. – 1:45 pm CT

This virtual workshop explores the history of race and policing through the experiences of European Roma from the late 19th century through the Holocaust and into the present. Scholars from the US, Europe, and beyond will address the confluence of the criminalization and racialization of the category of “Gypsy,” the role of the police in the persecution and genocide of Roma in the Holocaust, and the legacies of this history for Romani communities to the present day. The program will open with a roundtable of scholars and activists who will address the contemporary stakes of the history of the criminalization and police persecution of Roma in Europe and explore resonances with parallel histories of race and policing in the American context.

Presented by: The Center for Austrian Studies, The Center for Holocaust and Genocide Studies, and the Institute for Global Studies

Moderator: Christopher Robertson, Ph.D. Candidate, Department of Sociology, University of Minnesota

Speakers: Petra Gelbart, Curator for Music, RomArchive, Nadja Greku, Central European University, Cristiana Grigore, Founding Director, Roma People’s Project, Columbia University, Sunnie Rucker-Chang, Associate Professor, Slavic & East European Languages and Cultures, The Ohio State University

Nähere Infos und Registrierung bei Zoom

Auseinandersetzung mit kritischen Polizeieinsätzen

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Montag, 12. September 2022, 19:00 Uhr; Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstr. 50-58, 44147 Dortmund
Im Rahmen der Veranstaltungsserie „Talk im TKH“ setzen sich Mehmet Daimagüler, Rechtsanwalt und Antiziganismus-Beauftragter der Bundesregierung und Sebastian Fiedler, Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter mit kritischen Polizeieinsätzen auseinander.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Soziologen und Hochschullehrer Aladin El-Mafaalani; für musikalische Begleitung sorgt Ester Festus.

Der Eintritt ist frei.

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Roma in und aus der Ukraine

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September 11, 11:00 Uhr, IBZ , Kaiserallee 12d, 76131 Karlsruhe

Viele der 400.000 Roma in der Ukraine beteiligen sich an der Verteidigung der Ukraine gegen den russischen Aggressor. Trotz Antiziganismus und Diskriminierung. Auf der anderen Seite sind geschätzt 100.000 Roma aus der Ukraine geflohen. Dabei kam es in allen Aufnahmeländern zu Antiziganismus und Diskriminierung.
Stephan Müller, politischer Referent des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der Rom*nija in der Ukraine und der geflüchteter Rom*nija.

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„Antiziganismus in Osteuropa“

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10. September 2022 16:00 Uhr, Marie-Curie-Straße 3, 76829 Landau in der Pfalz
Podiumsdiskussion im Rahmen des Kulturfests „AVEN“ – Leben, Kunst und Kultur der Sinti und Roma in Osteuropa

Die aktuelle Situation ukrainischer Kriegsflüchtlinge und die Haltung der Politik, Gesellschaft und Medien. Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Experten versuchen, diese Geschehnisse einzuordnen und ein allgemeines Lagebild der in Osteuropa lebenden Sinti und Roma zu skizzieren. Hierbei werden Handlungsfelder, Maßnahmen und Strategien, die die Teilhabe der Sinti und Roma am gesellschaftlichen Leben sichern sollen, in den Blick genommen. Des Weiteren wird auch auf den Bericht der unabhängigen Antiziganismus-Kommission vom Juli 2021 eingegangen und die zentralen Befunde und Empfehlungen der Kommission thematisiert.

AVEN bedeutet im Romanes – der Sprache der Sinti – „kommt“. Die Grundidee dieses Kulturfests ist es durch Begegnung und Austausch Vorurteilen und Ressentiments entgegenzuwirken.

Veranstalter ist der Verband Deutscher Sinti und Roma Rheinland Pfalz

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„AVEN“ – Leben, Kunst und Kultur der Sinti und Roma in Osteuropa

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Kunstausstellung im Rahmen des Kulturfests am 10. September 2022 14:00 Uhr, Marie-Curie-Straße 3, 76829 Landau in der Pfalz

Besucher haben die Möglichkeit im Foyer die ausgestellten Exponate eines osteuropäischen Künstlers zu besichtigen. 
Der Künstler trägt mit seiner Arbeit dazu bei, die ‚Opferrolle‘ der Sinti und Roma aufzubrechen und mit ethnisch-folkloristischen Vorstellungen aufzuräumen. Im Foyer des „erlebt-Forum-Landau“ stellt er einige seiner Arbeiten aus und bietet dem Publikum Einblicke in seine Arbeitsweise.

AVEN bedeutet im Romanes – der Sprache der Sinti – „kommt“. Die Grundidee dieses Kulturfests ist es durch Begegnung und Austausch Vorurteilen und Ressentiments entgegenzuwirken.

Veranstalter: Verband Deutscher Sinti und Roma Rheinland Pfalz

 

»…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…«

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Aktion Sühnezeichen Friedensdienste lädt zur Eröffnung der Wanderausstellung am 6. September, 17 Uhr in das Neuköllner Rathaus ein, Donaustraße 29, 12043 Berlin. Anmeldung bis spätestens 2.9. unter spring[at]asf-ev.de

Im Mittelpunkt der zweisprachigen Wanderausstellung (Deutsch/Englisch) stehen neun Familien, von denen der Fotojournalist Hans Weltzel in den 1930er Jahren Fotografien in Dessau-Roßlau anfertigte. Zu den Lebensmittelpunkten einiger dieser Familien, die vom Wandergewerbe lebten, gehörte auch Berlin. Nach der Ausweisung von über 70 Sinti aus Anhalt Anfang 1938 zwangen Gestapo und Kriminalpolizei die Männer, Frauen und Kinder in das »Zigeunerlager am Holzweg« in Magdeburg. Einige widersetzen sich, gingen nach Berlin zurück, wo sie jedoch in das Lager Marzahn gezwungen wurden. Im Juni 1938 setzten gezielte Einweisungen in Konzentrationslager und im März 1943 Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ein. Die Mehrzahl der Porträtierten überlebte den Völkermord an Sinti und Roma nicht. Die Ausstellung zeichnet Erfahrungen deutscher Sinti und Roma während des Nazi-Regimes nach und informiert über die nationalsozialistische Verfolgung.

Programm der Eröffnung

Begrüßung: Jutta Weduwen (Geschäftsführerin, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste)
Grußwort (Video-Botschaft): Claudia Roth (MdB und Staatsministerin für Kultur und Medien)
Einführung in die Ausstellung: Jana Müller (Kuratorin, Stadtarchiv Dessau-Roßlau)
Ansprachen: Margitta Steinbach und Verena Sekanina (Nachfahren der porträtierten Familien, Menda Yek e.V. in Gründung)
Begleitveranstaltung: Maria Macher (Projektleiterin »Stadtteilmütter in Berlin«, Diakoniewerk Simeon gGmbH)

Musikalische Umrahmung: Janko Lauenberger, Giovanni Steinbach und Santino Bamberger (Radio Django)

Im Anschluss Einladung zur Besichtigung der Ausstellung.

Die Ausstellung kann bis zum 23.9., Montag bis Freitag, 8 – 20 Uhr, im Rathaus Neukölln besichtigt werden.

Der lange Weg der Sinti und Roma

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Film & Diskussion über den Kampf für Bürgerrechte am Mo., 05.09.2022, 20:00 – 22:00, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht und der Kinosaal verfügt über eine begrenzte Anzahl an Rollstuhlplätzen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie besondere Unterstützung benötigen. Angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen treffen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie. Anmeldung bis zum 22.08.2022.

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Sintezza und Bürgerrechtsaktivistin Ilona Lagrene

Radiosendung aus der Serie „Zwischenfälle“ der „Hörgeschichten“ auf Radio Z, Community Radio aus Nürnberg.

Erst Jahrzehnte nach dem Völkermord an Sinti und Roma durch Nazideutschland erkämpften Aktivist*innen die offizielle Anerkennung der Verbrechen und Entschädigung für die Opfer. Diesem Kampf widmete die Heidelbergerin Ilona Lagrene (1950 *) ihr Leben.

Bis in die 80er Jahre hinein wurden sie diskriminierend „Zigeuner“ genannt. Erst seit 1997 sind sie in Deutschland als nationale Minderheit unter der Bezeichnung Roma und Sinti anerkannt. Die Geschichte ihrer Diskriminierung ist 1000 Jahre alt. Der Antiziganismus folgte dem gleichen Muster und den gleichen Wellen wie der Antisemitismus. Wie die Juden wurden auch die Angehörigen der Sinti und Roma Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik – mehr als die Hälfte der deutschen und Österreichischen Sinti und Roma wurden ermordet.

Eine der vielen verbrecherischen Kontinuitäten nach 1945 war: Die Verfolgten wurden nicht etwa entschädigt, sondern weiter kriminalisiert und benachteiligt. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann ein jahrzehntelanger Kampf um Anerkennung. Einer der wichtigen AktivistInnen in diesem Kampf ist die Sintezza Ilona Lagrene. Ein Beitrag von Leonard Stöcklein.

Interviewpartner*innen Ilona Lagrene und die Heidelberger Historikerin Daniela Gress.

Über diesen link ist die Sendung hörbar: https://zwischenfaelle.radio-z.net/feature/lagrene

 

AUSSTELLUNG: ZIRKUS ALS INTERKULTURELLER RAUM UND SAFE SPACE BIS HEUTE

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26. August – 24. September 2022, 17:00 – 19:00 Uhr, CABUWAZI, ALTGLIENICKE, Venusstraße 90, 12524 Berlin; Ausstellungseröffnung

Im Jahre 2018 feierte die Welt mit Ausstellungen und anderen Events das 250-jährige Jubiläum des modernen Zirkus, wie er von Philip Astley erfunden wurde. Bis in die heutige Zeit stellt der Zirkus eine äußerst beliebte Unterhaltungsform dar. Unsere Ausstellung bei CABUWAZI will Aspekte der Zirkusgeschichte aufzeigen, die bislang eher selten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen.

Die Ausstellung will den Zirkus a) als kosmopolitischen Raum herausstellen, der seit Jahrhunderten für seine Besucher ein Tor zur weiten Welt öffnet und b) auf den Zirkus als Zufluchtsort aufmerksam machen, der ausgegrenzten und vulnerablen Gruppen bis auf den heutigen Tag Schutz bietet.

Zirkusse mit ihren Angehörigen verschiedener Ethnien und sozialer Herkunft verkörpern auch noch heute mobile und kosmopolitische Sphären. Als solche sind sie in der Lage, viele Grenzen zu überschreiten und soziale wie kulturelle Brücken zu schlagen. Zirkusse sind Orte des Kulturtransfers und bieten Räume für die Akzeptanz des Andersseins.

Zirkusfamilien mit jüdischem, jenischem und/oder Sinti-und-Roma-Hintergrund waren von der nationalsozialistischen Verfolgung besonders betroffen, ohne dass ihr Schicksal nach 1945 größere Beachtung gefunden hätte. Gleiches gilt für die Tatsache, dass der Zirkus in vielen Fällen einen unikalen Schutzraum für Verfolgte im Nationalsozialismus darstellen konnte. Die heutige Arbeit mit Geflüchteten im Kinder- und Mitmachzirkus CABUWAZI macht den besonderen Wert des Zirkus als solidarischer Zufluchtsort erneut sichtbar.

Im Zirkuszelt von CABUWAZI in Altglienicke wird die Geschichte all jener präsentiert, die in Vergangenheit und Gegenwart im Zirkus Schutz gefunden haben.

Die Ausstellung ist jeweils von montags bis freitags von 13:30 bis 20:30 Uhr und samstags von 14:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Für alternative Besuchszeiten können Termine vereinbart werden unter: altglienicke@cabuwazi.de

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(K)ein Problem mit Antiziganismus?

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26. August 2022 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Online

Antiziganismus ist in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet. In allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfahren Sinti*zze und Rom*nja regelmäßig Ausgrenzung und Diskriminierung, und die Corona-Pandemie hat diese Situation noch weiter verschärft.
In diesem Workshop möchten wir nach einem Rückblick in die Geschichte den gegenwärtigen Antiziganismus anhand konkreter Beispielen reflektieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Auseinandersetzung mit Stereotypen und abwertenden Äußerungen. Dabei soll auch die Frage von Mehrfachdiskriminierungen bzw. intersektionaler Diskriminierung eine Rolle spielen. Unter Berücksichtigung der eigenen beruflichen Praxis der Teilnehmenden entwickeln wir so gemeinsam erste Schritte in Richtung eines antiziganismussensiblen Handelns.

Der Workshop ist bereits ausgebucht. Es könnten noch Restkontingente vorhanden sein oder im Fall von Stornierungen frei werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Stefan Bruskowski bruskowski@cultures-interactive.de.

Der Antiziganismus der „sauberen Deutschen“

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12. August 2022, 19 Uhr, Rote Flora, Schulterblatt 71, 20357 Hamburg

Unter Parolen wie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ belagerte im August 1992 ein Bündnis aus Rostocker Anwohner*innen und eigens zu diesem Anlass angereisten Nazis die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen (ZASt) und das Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Mehr als hundert Vietnames*innen und antifaschistische Unterstützer*innen entgingen dem Tod in dem brennenden Haus nur knapp.
Über die immense Bedeutung des Pogroms von Lichtenhagen für den Rassismus des wiedervereinten Deutschlands ist man sich – zumindest in der gesellschaftlichen Linken – im Grunde genommen einig. Dass jene Ausschreitungen jedoch vor allem das Ergebnis der antiziganistischen Gerüchte und Ressentiments waren, mit denen Politik und Medien bereits seit 1990 gegen asylsuchende Rumän*innen hetzten und die Debatte über den „Asylkompromiss“ befeuerten, ist weitestgehend unbekannt.
Bereits 1990 wusste man in Zeitungsartikeln und Leserbriefen genauestens zu berichten, wie diejenigen, denen unter der rassistischen Fremdbezeichnung ‚Zigeuner‘ ein kollektives So-Sein zugeschrieben wurde, so seien: In einem Artikel hieß es gar, sie hätten die durch Steuergelder finanzierten Möbel der ZASt auf dem Balkon aufgetürmt, daraus ein Lagerfeuer gemacht und eine Möwe gegrillt. Ihnen wurde alles angelastet: Die schlechte Obsternte, das tote Schaf, das im Wald gefunden wurde, jeder Diebstahl im Supermarkt, selbst das flaue Gefühl im Magen, wenn man auf dem Weg zur Arbeit an bettelnden Kindern vorbeigehen musste. Es herrschte Einigkeit in Politik, Medien und unter den Anwohner*innen: Die Asylbewerber*innen aus Osteuropa sollten weg.
Auf der Grundlage einer Auswertung von über 600 Lokalzeitungsartikeln widmet sich der Vortrag einerseits einer Untersuchung des Antiziganismus, der die Asylbewerber*innen kollektiv zur Negativfolie der fleißigen und sauberen Deutschen machte. Andererseits soll das Pogrom als konformistische Revolte gedeutet werden, hinter dem sich vor allem ein Wunsch verbarg: endlich wieder richtig deutsch sein zu dürfen.
Die Frage, weshalb die antiziganistischen Dimensionen des Pogroms nahezu völlig unbekannt sind, führt uns auch zur Diskussion der brennenden Aktualität antiziganistischer Zustände. Denn während in Deutschland in Anbetracht der EU-Freizügigkeit über eine vermeintliche „Einwanderung in die Sozialsysteme“ und „Sozialschmarotzertum“ sinniert wird und sich in Städten wie Berlin, Duisburg oder Halle Bürgerinitiativen gegen vermeintliche „Problemhäuser“ gründen, ist eines klar: Sowohl die Gewaltbereitschaft des Antiziganismus als auch die Ignoranz gegenüber dieser findet sich nicht nur am rechten Rand, sie ist in der Mitte fest verankert.
Merle Stöver ist Sozialarbeiterin und Antisemitismusforscherin. Zu ihren wissenschaftlichen und politischen Schwerpunkten gehören Feminismus und die Kritik des Antisemitismus und des Antiziganismus.

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GYPSYFEST IV – zwei Tage Musik, Lesung, Begegnungen

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Das „Gypsy“-Fest im „Bochumer Kulturrat“ Aktion gegen Antiziganismus am 5. und 6. August im Bochumer Kulturrat e.V. 4,5,  Lothringer Str. 36C, 44805 Bochum

Anlässlich des diesjährigen Gypsy-Festes nehmen mehrere prominente Vertreter*innen der Sinti- und Roma-Kultur teil. Die Sängerin, Aktivistin und Buchautorin Dotschy Reinhardt wird aus ihrem vieldiskutierten Buch „Everybody‘s Gypsy“ lesen und – im Duo – auch musikalisch zu erleben sein. Ein Wiedersehen- und hören gibt es mit dem Kussi Weiss Trio und dem Danni Weiss Quartett, eine seltene Gelegenheit, diese beiden Bands an einem Tag und am selben Ort zu erleben.

Zusätzlich zeigt das sechsköpfige Ensemble „Chazz“ mit ihrem Chanson-Programm im ‘Gypsyswing-Stil‘, wie befruchtend das Genre auch auf andere Musikrichtungen sowie Musiker*innen, die nicht den verfolgten Minderheiten angehören, bis heute wirkt.

Das weitere Programm

Gedenkstunde zum Völkermord an den Sinti und Roma

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02. August 2022 | 17:00 Uhr | Nordfriedhof, vor der Aussegnungshalle, Talweg 2, 86154 Augsburg |

2015 regte das Europäische Parlament an, den 2. August als Gedenktag für die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma einzuführen. Seither wird an diesem Tag an die Opfer des „Porajmos“ („Verschlingen“) erinnert, wie dieser Völkermord in der Sprache der Roma bezeichnet wird.

Das konkrete Datum bezieht sich auf die Ermordung einer letzten im sogenannten „Zigeunerlager“ des KZ Auschwitz-Birkenau verbliebenen Gruppe von etwa 4.200 Sinti und Roma im August 1944. Insgesamt brachten die Nationalsozialisten im Deutschen Reich und den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Osteuropas bis zu 500.000 als „Zigeuner“ verfolgte Männer, Frauen und Kinder um. Trotzdem ist der Porajmos in der Öffentlichkeit noch immer nur wenig bekannt. Die Überlebenden mussten lange dafür kämpfen, überhaupt als Opfer der NS-Verfolgung anerkannt zu werden.

Die Stadt Augsburg und der Regionalverband der Sinti und Roma Schwaben laden zu einer Gedenkstunde auf dem Nordfriedhof ein und möchte damit zugleich ein Zeichen gegen neue Formen von Rassismus und Antiziganismus setzen. Neben Marcella Reinhardt (Vorsitzende des Regionalverbands) wird die Bürgerrechtsaktivistin und Bundesverdienstkreuz-Trägerin Uta Horstmann bei der Veranstaltung mitwirken.

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„Aber der Mensch hat immer Hoffnung, sonst ist er tot“– Erinnern an die Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944

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2. August 2022, 20.30 Uhr, Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Simsonweg, 10557 Berlin

Am 2. August 2022 jährt sich die »Liquidation des Zigeunerfamilienlagers« in Auschwitz-Birkenau zum 78. Mal. SS-Angehörige ermordeten in der Nacht auf den 3. August 1944 die etwa 4.300 verbliebenen Sinti und Roma in Gaskammern – zumeist als arbeitsunfähig eingestufte Frauen, Kinder und ältere Menschen.

PROGRAMM
Rezitation Gedicht »Auschwitz« auf Deutsch, Englisch und Romanes
Begrüßung Claudia Roth MdB, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Lesung Erinnerungsfragmente über den Völkermord an den Sinti und Roma mit historischer Einordnung
Musikalische Umrahmung Janko Lauenberger mit Band
Moderation Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, am Brunnen des Denkmals Blumen niederzulegen. Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.

Um Anmeldung bis 28. Juli 2022 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de oder Tel. 030-26 39 43 0 wird gebeten.
Bitte halten Sie sich an die Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie!

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Gedenken an den Porajmos

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Offizielle Gedenkveranstaltung zum Genozid an den Sinti und Roma am 02.08.22, 17:00 Uhr, Nordfriedhof, Talweg 2, 86154 Augsburg

Seit 2015 wird in Europa am 2. August den Opfern des Genozids an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten gedacht. Noch immer ist der Völkermord, der in der Sprache der Roma »Porajmos« (»das Verschlingen«) genannt wird, in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt.

Die Stadt Augsburg und der Regionalverband der Sinti und Roma Schwaben laden zu einer Gedenkstunde auf dem Nordfriedhof ein und möchten damit zugleich ein Zeichen gegen neue Formen von Rassismus und Antiziganismus setzen.

Veranstalter*in: Fachstelle Erinnerungskultur der Stadt Augsburg, Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e. V. und weitere Kooperationspartner

Info und Kontakt
erinnerungskultur@augsburg.de
augsburg.de/kultur/erinnerungskultur

Mitwirkende
Marcella Reinhart (Vorsitzende des Regionalverbands der Sinti & Roma Schwaben),
Uta Horstmann (Bürgerrechts-Aktivistin),
Nico Franz (Musikalische Begleitung)

Commemoration of the Porajmos
Since 2015, the victims of the genocide of the Sinti
and Roma by the National Socialists have been
commemorated in Europe on August 2nd. The
genocide, which is called “Porajmos” (“the
devouring”) in the language of the Roma, is still
little known to the public.

Пам›ять про Пораймос
З 2015 року в Європі 2 серпня вшановують
пам’ять жертв геноциду сінті та ромів націонал-
соціалістами. Геноцид, який роми називають
“porajmos” (“пожирання”), ще досі мало
відомий широкому загалу.

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„Kein Vergessen“: Dortmund gedenkt Dienstag dem Holocaust an den Sinti und Roma

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Gedenkveranstaltung und Kunstaktion am Dienstag, 2. August 2022 um 17 Uhr am Gedenkstein für die ermordeten Sinti und Roma (Weißenburger / Ecke Gronaustraße, 44145 Dortmund)

Zum 76. Mal jährt sich am 2. August 2022 der Tag, an dem die letzten gefangenen Sinti und Sintezze, Romnja und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Die schrecklichen Taten waren ein Versuch, die Gruppen der Roma und Sinti auszulöschen. Für die Überlebenden und ihre Nachkommen war es seither nicht nur ein langer Kampf um Anerkennung und Gerechtigkeit, sondern vor allem auch um das Überleben. Nicht nur, dass die Verfolgung nach 1945 weiterging: Der Verlust der Familie bedeutete oftmals einen harten Kampf um den Erhalt der Identität und Kultur.

Der 2. August ist vom Europäischen Parlament zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für die für die Sinti und Roma erklärt worden. Der Gedenktag erinnert deshalb nicht nur an die schrecklichen Verbrechen, sondern auch daran, dass die heute lebenden Rom:nja und Sinte:zze diesen Kampf gewonnen haben. Über Generationen hinweg konnten sie ihre Identität und Kultur unter widrigsten Bedingungen bewahren und wieder aufbauen.

Bündnis Dortmund gegen Rechts (BDgR) zusammen mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma e.V. NRW

Der Gedenkstein steht an dem Ort, an dem am 9. März 1943 vom Dortmunder Ostbahnhof aus 150 Sinti und Roma nach Auschwitz deportiert wurden. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die letzten noch in Auschwitz-Birkenau lebenden 4300 Sinti und Roma mit Hunden und Flammenwerfern in die Gaskammern getrieben. Niemand von ihnen überlebte diese Nacht in Auschwitz.

Neben Reden vom Vorsitzenden der Deutschen Sinti und Roma NRW, Roman Franz, und des 1. Bürgermeisters der Stadt Dortmund, Norbert Schilff, gibt es künstlerische Beiträge.

Die Schauspielerin Tirzah Haase liest Gedichte von Sinti und Roma Künstler:innen und es wird vom Leben und Werk des Malers und Bildhauers Otto Pankok berichtet. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Musiker David Oriewskij und Bernd Rosenberg. Auch Bürgermeister Norbert Schilff (SPD) wird erneut anlässlich des Gedenktags sprechen. „Auch heute ist es dringend geboten, Antiziganismus, Rassismus und Neonazismus entgegenzutreten, den hiervon Betroffenen Solidarität zu zeigen und in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens Schutz zu geben. Wir dürfen nicht schweigen“, heißt es im Aufruf zur Teilnahme an der Veranstaltung.
Diskussion beleuchtet die Frage, was Kultur und Identität bedeuten

Am Abend wird es auf Einladung der Stadt Dortmund zum ersten Mal eine eigene Veranstaltung geben. Unter dem Motto „Heu men hi“ steht das kulturelle Beisammensein zum internationalen Holocaust-Gedenktag der Sinti:zze und Rom:nja” im Mittelpunkt.

Über Generationen hinweg konnten sie ihre Identität und Kultur unter widrigsten Bedingungen bewahren und wieder aufbauen. Doch was bedeutet Kultur und Identität? Was bedeutet Widerstand? Was bedeutet Empowerment? Zum Abschluss des Tages lädt die die Gemeinschaften der Sinte:zze und Rom:nja zusammen mit Interessierten aus der Stadtgesellschaft ein, ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im BierCafé West, Lange Str. 42 statt. Die Begrüßung übernehmen Stadtdirektor Jörg Stüdemann und Gilda Horvath vom Verein European Roma Institute for Arts and Culture e.V. .(ERIAC).

19.20 Uhr: Panel/Fishbowl-Gespräch geben: „Heu men hi“ – Identität und Kultur der Sinte*zze und Rom*nja als Formen des Widerstandes. Um 20 Uhr gibt es dann Musik und Gesang von und mit Melanie Terres, Guyltekin Ivanov, Nancy Black und Taylor Swing.

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Erinnerung an Sinti und Roma in Darmstadt

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Die Stadt Darmstadt richtet eine Gedenk-Veranstaltung am Dienstag, 2. August, um 18 Uhr gemeinsam mit dem Hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma und der Initiative „Denkzeichen Güterbahnhof“, vor dem Mahnmal in der Großen Bachgasse, 64283 Darmstadt aus.

Darmstadt gedenkt der Menschen, die auf der Grundlage von jahrhundertealten „Zigeunerbildern“ während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, deportiert und ermordet wurden. Das Gedenken findet vor dem Justus-Liebig-Haus in der Großen Bachgasse statt.

Oberbürgermeister Jochen Partsch betont die Bedeutung der gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus ermöglicht haben: „Der Nationalsozialismus mit seiner fanatischen Rassenideologie kam nicht aus dem Nichts. Schon vorher waren durch einen jahrhundertealten Antisemitismus und Antiziganismus die Grundlagen gelegt worden, um die europäischen Juden und die europäischen Sinti und Roma in einem industriellen Massenmord, ohne Ansehen der Person – vom Kleinkind bis zum Greis – auszulöschen.“

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»HOW I BECAME A PARTISAN«: FILMVORFÜHRUNG UND GESPRÄCH

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01.08.2022 / 18:30 – 21:30 UHR, Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin, Eintritt 5 €; Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin

Der Dokumentarfilm »How I Became a Partisan« ist filmischer Widerstand gegen das Vergessen: Regisseurin Vera Lacková begibt sich auf eine persönliche Spurensuche nach den Schicksalen von fünf Roma-Partisanen aus der ehem. Tschechoslowakei im Zweiten Weltkrieg. Einer von ihnen ist ihr Urgroßvater Ján Lacko. Sie erinnert an die Verfolgung und den Widerstand ihrer Familie und der Community gegen den Nationalsozialismus. Gleichzeitig setzt sich der Film damit auseinander, dass antiziganistische Denkmuster auch heute noch vorherrschen und das Erinnern an den Völkermord erschweren oder ganz verhindern.

Vielfältige Formen des Widerstands hat es historisch schon immer gegeben. In Gedenken an die Opfer des Holocaust, aber auch als Erinnern an die Kämpfe für Gerechtigkeit und Teilhabe der Überlebenden zeigen wir am 1. August 2022 den Film anlässlich des Sinti and Roma Holocaust Memorial Day. Dieser findet jährlich am 2. August statt.

VERANSTALTER: Bildungsforum gegen Antiziganismus, Amaro Foro e.V.

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Fünf Jahre Forschungsstelle Antiziganismus

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Festakt an der Universität Heidelberg am 26. Juli 2022 um 17 Uhr, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Mit einem akademischen Festakt begeht die Universität Heidelberg am 26. Juli 2022 um 17 Uhr in der Aula der Alten Universität das fünfjährige Jubiläum der Forschungsstelle Antiziganismus, die über den Lehrstuhl für Zeitgeschichte mit dem Historischen Seminar der Universität Heidelberg verbunden ist.

Diese bundesweit einzigartige Forschungseinrichtung widmet sich den historischen Konstellationen und gesellschaftlichen Ausdrucksformen des Antiziganismus von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Der wissenschaftliche Geschäftsführer der Forschungsstelle, Dr. Frank Reuter, ist vielfach als Experte gefragt und war Mitglied der vom Bundesinnenminsterium eingesetzten Unabhängigen Kommission Antiziganismus.

Die Einrichtung der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Forschungsstelle war ein wesentliches Ergebnis des ersten Staatsvertrags, den der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, 2013 mit dem Land Baden-Württemberg geschlossen hatte. Nicht zuletzt dank des anhaltendes Einsatzes des VDSR-BW konnte die Forschungsstelle Antiziganismus am 28. Juli 2017 eröffnet werden.

Im Rahmen des Festakts am 26. Juli 2022 sprechen u. a. Professor Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Daniel Strauß, Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg. Es spielt der große ungarische Gitarrist Ferenc Snétberger.

Anmeldungen werden unter veranstaltungen@rektorat.uni-heidelberg.de entgegengenommen.
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Der lange Weg

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Ladelund: Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zeigt auch in diesem Sommer eine Sonderausstellung. Vom 26. Juli bis zum 4. September 2022 wird die Ausstellung zu den normalen Öffnungszeiten (Di-Fr 10-16, Sa und So 14-16) in der KZ-Gedenkstätte Ladelund, Raiffeisenstraße 3, 25926 Ladelund zu sehen sein. Die Ausstellung wird am 26. Juli 2022 um 19.00 mit einem Vortrag von Matthäus Weiß, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Sinti und Roma, eröffnet. Herr Weiß wird unsere Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Jens Rönnau, Kurator der Ausstellung, gestalten. Dazu laden wir Sie gerne ein und bitten um eine Anmeldung unter info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder der Tel. 04666-449.

Die diesjährige Sonderausstellung steht unter dem Titel „Der lange Weg. Aus Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“ und thematisiert die lange Geschichte der Ausgrenzung der Volksgruppe der Sinti und Roma. Seit letztem Herbst wird die vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma konzipierte Ausstellung in ganz Schleswig-Holstein gezeigt.

Auf 21 Schautafeln wird die Geschichte der Verfolgung, Diskriminierung und Entmenschlichung der Sinti und Roma seit dem Mittelalter gezeigt. Biografien, die davon ein beredtes Beispiel geben, stehen im Zentrum der Ausstellung. Ein besonderes Gewicht besitzen die historischen Bilder, die deutlich zeigen, wie Sinti und Roma in das gesellschaftliche Leben und im lokalen Geschehen eingebunden waren.

Der Verband der Sinti und Roma setzt mit der Wanderausstellung im Rahmen der Aufklärung und im Kampf gegen Antiziganismus ein Zeichen zur Information, Austausch, Präsenz und Begegnung.

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Vergessener Leinwandstar aus der Minderheit

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25.07.2022, 18:00 – 19:30 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Die Kritiker verglichen sie mit Greta Garbo oder Marlene Dietrich. Gefeiert wurde sie in etlichen Artikeln überschwänglich als „sensationelle Besetzung“, „polyglotter Star“ und „schauspielerisches Naturtalent“. Und in den begehrten Sammelbildern einer deutschen Zigarettenfabrik fand sich ihr Foto neben dem der Stummfilm-Ikone Asta Nielsen. Doch trotz alledem ist die französische Schauspielerin Tela Tchaï heute nahezu vergessen.

Der Bielefelder Germanist Prof. Klaus-Michael Bogdal hat sich auf Spurensuche begeben und faszinierende Details aus der Lebensgeschichte der Aktrice zusammengetragen, die 1909 als Martha Winterstein im französisch-deutsch-belgischen Grenzgebiet geboren wurde und aus einer Manouche-Familie stammt. Von seinen mühevollen Recherchen berichtet der emeritierte Literaturwissenschaftler in dem öffentlichen Vortrag im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma.

Faktisch beendet wurde die Karriere von Tela Tchaï durch den Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich im Mai 1940. Allerdings liegt auch ihre zweite, durchaus erfolgreiche Karriere als Malerin weitgehend im Dunkeln.

Um 1910 wurden gleich mehrere Sinti und Roma geboren, die zum ersten Mal durch ihre überragenden künstlerischen Leistungen trotz Diskriminierungen Anerkennung erlangten. Dazu gehört neben Django Reinhardt, Matéo Maximoff und Bronislawa Wajs (Papuscha) auch Martha Winterstein. „Sie alle leisten auf unterschiedliche Weise einen Beitrag zur europäischen Kultur, der nicht in Vergessenheit geraten darf“, betont Klaus-Michael Bogdal, der im Jahr 2013 für sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner“ mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet wurde.

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Mittendrin und doch am Rand – zur Situation ukrainischer Rom*nja auf der Flucht

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Freitag, 22. Juli 2022, 19:00 Uhr; Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2-6, 80469 München

Wie in vielen europäischen Ländern erfahren auch Rom*nja in der Ukraine Ausgrenzung und Diskriminierungen. Durch den brutalen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sind auch sie gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Dabei birgt die Flucht für sie noch mal ganz spezielle Hindernisse und eine Weiterführung antiziganistischer Erfahrungen. Welchen spezifischen Problemen sind sie auf der Suche nach Schutz ausgesetzt? Wie wirken Diskriminierungen und Antiziganismus weiter? Wie ist die Situation in den Aufnahmeländern? Und vor welchen Herausforderungen stehen sie in München und was kann die Kommune tun, um die Situation zu verbessern?

Among the Ukrainian refugees rom*nja have a specific situation. Forced to leave the country, they face antiziganism, hostility and discrimination. How is their situation in receiving countries, how is it in Munich?

Die Veranstaltung möchte einen Blick auf die Situation von ukrainischen Rom*nja auf der Flucht und ihrer Suche nach Schutz werfen, welche Rolle dabei Vorurteile und Stereotype spielen und welche strukturellen Herausforderungen es gibt.

Es diskutieren:

Marcella Reinhardt, Vorsitzende Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben e. V.
Allegra Schneider, Journalistin und Filmemacherin
Alexander Diepold, Geschäftsführer madhouse gGmbH
Gerhard Mayer, Leiter Amt für Wohnen und Migration, Sozialreferat der LH München

Moderation: Radoslav Ganev, RomAnity e. V.

Im Rahmen der Reihe München global engagiert. Schirmherr der Reihe ist Oberbürger­meister Dieter Reiter.

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Antiziganismus Workshop

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Evangelisches Bildungszentrum Bad Alexandersbad Seminarraum: Roter Salon am Freitag, 22.07.22 von 14:30h – 18h, Markgrafenstraße 34, 95680 Bad Alexandersbad

Anmeldung bis zum 20.07. Mail an: funk@ebz-alexandersbad.de; Der Workshop richtet sich an Respekt Coaches, Jugensozialarbeiter:innen an Schulen, Lehrer:innen und Bildungsschaffende. Organisation: Nicole Janka, Projektmitarbeiterin der Projektstelle gegen Rechtsextremismus am EBZ Bad Alexandersbad Dr. Jana Katharina Funk, Studienleitung politische Bildung Bad Alexandersbad

Antiziganismus gibt es seit Jahrhunderten und bezeichnet die spezifische Form des gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus. Als zentrales Element der Verfolgungs- und Vernichtungspolitik radikalisierte er sich im nationalsozialistischen Deutschland zum Völkermord. In der deutschen Nachkriegsgesellschaft wurde der Antiziganismus institutionell und gesellschaftlich fortgeführt. Für Sinti und Roma auch heutzutage im Alltag gegenwärtig, zeigt sich der Antiziganismus derzeit auf gesellschaftlicher und politischer Ebene unter anderem in stereotypen Darstellungen von Sinti und Roma in den Medien oder im Diskurs über Armutszuwanderung. In dem Grundlagen-Workshop setzen wir uns ergänzt durch verschiedene Übungen mit der Geschichte des Antiziganismus und seinen gegenwärtigen Erscheinungsformen auseinander. Referent:innen: Thomas Höhne, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Verbands der Deutschen Sinti und Roma, Landesverband Bayern e.V. Nicole Janka, Projektmitarbeiterin der Projektstelle gegen Rechtsextremismus am EBZ Bad Alexandersbad

Antiziganismus und andere Menschenfeindlichkeiten

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Mittwoch, den 20.07.2022 von 14 – 18 Uhr; si! soziales & innovation gGmbH, Hammerbrookstraße 93, 20097 Hamburg, 1.OG (rechts)

Das Seminar befasst sich mit Antiziganismus, einer speziellen Form des Rassismus gegenüber Roma, Sinti, Fahrenden und Jenischen und weiteren Personen/ Gruppen sowie anderen Menschenfeindlichkeiten wie Antisemitismus. Ziel der Veranstaltungen ist es, mehr über die Kulturen zu erfahren und sensibilisiert zu werden, wo und wie Rassismus stattfindet, damit dieser erkannt werden und aufgedeckt werden kann sowie seine eigene Person zu diesen Themen zu hinterfragen.

Dozent: Marko Knudsen, 80€ (48€ ermäßigt); kostenlos für Mitarbeiter:innen der SBB

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„Die Kinder von Auschwitz singen so laut!“

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Lesung am 17. Juli 2022 um 11:00 Uhr im Geschichtsort Hotel Silber, Dorotheenstraße 10 / Else-Josenhans-Straße 3, 70173 Stuttgart

Das erschütterte Leben der Sintiza Martha Guttenberger – Lesung und Gespräch mit Magdalena Guttenberger und Manuel Werner

Magdalena Guttenberger hat über viele Jahre die Erzählungen ihrer Schwiegermutter Martha Guttenberger über ihre Verfolgungserfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus aufgezeichnet. Magdalena und ihr Mann Julius, der Sohn von Martha, lebten seit den 1970er Jahren gemeinsam im Ravensburger Ummenwinkel, wo Martha ab 1945 nach ihrer Befreiung von einem Todesmarsch ihr weiteres Leben verbrachte – jahrzehntelang in zwei Räumen einer Baracke des vormaligen städtischen NS-Zwangslagers.
Die Befreiung durch die Alliierten bedeutete aber kein Ende der Diskriminierung für Sinti und Roma durch die Mehrheitsgesellschaft. Der ständige Kontakt ermöglichte es, dass Martha ihrer Schwiegertochter in vielen Situationen des alltäglichen Lebens Facetten ihrer Biographie erzählte. Martha Guttenberger wollte, dass das ihr Widerfahrene nach ihrem Tod bekannt wird. Magdalena entschied sich zusammen mit Manuel Werner und mit der Zustimmung ihres Mannes, die Erzählungen und Berichte schriftlich als Mahnung und Erinnerung für ihre Familie und die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Sinti und Roma festzuhalten.
So entstand die Idee, ein Buch zu gestalten, das die Möglichkeit bot, neben Marthas Erinnerungen auch Notizen der Gespräche zwischen ihr und Magdalena, Familiendokumente, Fotos, weitere Erinnerungen und vielfältige historische Informationen zusammenzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Manuel Werner hielt hierzu weitere Gespräche fest, recherchierte zu verschiedenen Bereichen und erstellte so ein Manuskript, das viele Aspekte enthält.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 14. Juli unter: veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung am 17. Juli  vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg und Gedenkinitiative Mahnmal Ravensburg.

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Heidelberg im Nationalsozialismus Wege und Perspektiven der regionalen NS-Forschung

Mittwoch, 6. Juli 2022, 19:00 Uhr, Stadtbücherei Heidelberg, Hilde-Domin-Saal, Poststraße 15, 69115 Heidelberg
• Prof. Dr. Maike Rotzoll, Universität Heidelberg, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

• Dr. Christiane Fritsche, Freiberufliche Historikerin, Berlin

• Prof. Dr. Frank Engehausen, Universität Heidelberg, Historisches Seminar

• Joey Rauschenberger, Universität Heidelberg, Forschungsstelle Antiziganismus

Der Heidelberger Geschichtsverein und das Historische Seminar der Universität Heidelberg laden ein zu einer Podiumsdiskussion in der Stadtbücherei Heidelberg.

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Thematischer Rundgang: Sinti_ze und Rom_nja im KZ Bergen-Belsen

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03.07.2022, 14:30 Uhr in der Gedenkstätte Bergen-Belse, Anne-Frank-Platz, 29303 Bergen (Landkreis Celle)

Seit 1944 waren auch Sinti und Roma sowie Sint_izze und Rom_nja – so lautet der gendersensible Plural – im Konzentrationslager Bergen-Belsen inhaftiert, darunter auch zahlreiche Kinder. Dabei ist insbesondere Bergen-Belsen für viele Sinti_ze und Rom_nja ein wichtiger Ort der kollektiven Erinnerung. Denn für viele war hier der letzte Ort eines jahrelangen Verfolgungswegs. Brigita Malenica, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, erläutert auf diesem etwa 90 Minuten dauernden Rundgang , auf welchen Wegen Rom_nja und Sinti_ze nach Bergen-Belsen deportiert wurden und unter welchen Bedingungen sie im Lager lebten. Auch darauf, wie die Überlebenden und Mitglieder der Bürger_innenrechtsbewegung nach 1945 mit den Verfolgungserfahrungen umgegangen sind, wird eingegangen. Nicht zuletzt wird Antiziganismus, als bis heute weit verbreiteter und spezifischer Rassismus gegenüber sozialen Gruppen, die mit dem Stigma ‚Zigeuner’ oder anderen verwandten Bezeichnungen identifiziert werden, Thema sein. Nach dem Rundgang haben Sie die Möglichkeit, sich an ausgewählten Stationen in der Dauerausstellung weitergehend zu dem Thema zu informieren.

Der Treffpunkt ist neben dem Eingang zum Dokumentationszentrum. Dieser Rundgang ist kostenfrei. Wir bitten um vorherige Anmeldung bis zum 2. Juli über das Buchungsportal der Gedenkstätte.

Da die Coronavirus-Pandemie noch nicht überwunden ist, bitten wir alle Besucher_innen, sich vor dem Besuch unserer Veranstaltungen auf unserer Webseite über die jeweils aktuellen Hygiene- und Zugangsregelungen zu informieren und gegebenenfalls darauf einzustellen.

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Neubau des Dokumentationszentrums – ein Ausblick auf das zukünftige Gebäude

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02.07.2022, 13:30 – 16:30 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Der Architekturwettbewerb für das neue Dokumentations- und Kulturzentrum wurde im Juli 2021 entschieden. Die weitere Planung von Neubau und Sanierung und einen Ausblick auf das zukünftige Gebäude möchten wir im Rahmen der Abschlussaustellung der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg präsentieren.

Mit einem Neubau wird eine moderne museale Einrichtung inmitten der Heidelberger Altstadt geplant. Die inzwischen 25 Jahre alte Dauerausstellung zum Holocaust an den Sinti und Roma soll nun um deren 600-jährige Geschichte erweitert werden. Das Ziel ist, die einzigartige Sammlung und Bibliothek des Hauses zur Kulturgeschichte der Sinti und Roma sowie zum Nationalsozialismus besser zugängig zu machen und das Veranstaltungs- und Kulturprogramm aufzuwerten.

Nach einer Begrüßung durch durch seinen Vorsitzenden Romani Rose werden gemeinsam mit den Architekt* innen die Planung und erste Anpassungen des Entwurfes für das zukünftige Gebäude und die inhaltliche Arbeit in den neuen Räumlichkeiten vorgestellt.

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Bitte melden Sie sich über die verlinkte Website zur Veranstaltung an.

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Antiziganismus, Rassismus und Antisemitismus in Institutionen: Herausforderungen für Forschung und Bildungsarbeit

Fachtag am DONNERSTAG / 30.06.2022 / 10:00 – 16.30 UHR im Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

NSU und rechte Netzwerke im Sicherheitsapparat, wiederkehrende Berichte von racial profiling, herabwürdigende Behandlung in Behörden oder ausgeprägte Formen von Bildungsungleichheit: staatliche Institutionen stehen auch in Deutschland nicht erst seit den internationalen Black Lives Matter-Protesten unter dem Verdacht des institutionellen Rassismus. Was aber meinen wir, wenn wir von institutionellem Rassismus sprechen? Besteht das Problem in „individuellem Fehlverhalten“ innerhalb von Institutionen oder liegt es vielmehr „im System“ selbst begründet?

Im Fachtag wird ein genauerer – und vergleichender – Blick auf Wirkungsweisen und Ausprägungen von Antiziganismus, Rassismus und Antisemitismus in Institutionen geworfen. Ausgehend von der Frage „Was ist institutioneller Rassismus?“  wird auch über praktische Implikationen und Herausforderungen für die (politische) Bildungsarbeit diskutiert.

Anmeldung bis zum 28.06. unter: berlin@sintiundroma.de

Vortrag Institutioneller Rassismus – Begriffsgeschichte, theoretische und praktische Implikationen – Prof. Dr. Juliane Karakayali
Vortrag Deutungsmuster, Strategien und Risiken des Erfolgs – institutioneller Rassismus und Bildungsaufstiege von Romnja und Sintizze – Dr. Jane Weiß
Vortrag Antisemitismus in Institutionen am Beispiel Schule: Befunde und Reflexionsimpulse aus einer Bundesländer-Studienreihe – Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai
Moderierte Diskussion Was heißt Antiziganismus, Rassismus und Antisemitismus in Institutionen?
Workshops: Bildungsarbeit gegen institutionellen Antiziganismus gestalten – aber wie?
Workshop 1 Diversity-Kompetenz als Schlüsselqualifikation in Leistungsbehörden und
Sozialberatungsstellen – Georgi Ivanov, Amaro Foro e.V.
Workshop 2 Institutionellen Antiziganismus bearbeiten – aber wie bekomme ich die Tür geöffnet? – Bernd Grafe-Ulke & Daniel Tonn, Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA)
Workshop 3 Titel folgt – Sami Osman, Kommunales Integrationszentrum Duisburg (angefragt)

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Gemeinsam gegen Ausgrenzung: Autor Gianni Jovanovic über Diskriminierungs- und Verfolgungserfahrungen

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Am Mittwoch, den 29.6, findet von 14 Uhr bis 15:30 Uhr, eine Onlineveranstaltung zum Thema „Antiziganismus“ beziehungsweise Gadjé-Rassismus statt. Referent ist der Performer, Aktivist, Autor und Unternehmer Gianni Jovanovic.

Auch wenn bekannt sein dürfte, dass Sinti*zze und Rom*nja immer noch häufig Diskriminierung erleben, bleibt die Auseinandersetzung damit leider oft sehr oberflächlich. Konkretes Wissen über die Betroffenenperspektive und über die lange Geschichte der über Generationen reichenden Diskriminierungs- und Verfolgungserfahrungen, u.a. in der Zeit des Nationalsozialismus, ist nicht sehr verbreitet. Auch an aktuellen Strategien gegen Vorurteile und Diskriminierung mangelt es.

Über diese Aspekte, den Begriff „Antiziganismus“ und über seine Erfahrungen und Gedanken wird Gianni Jovanovic sprechen und mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen. Auch er selbst passt definitiv in keine Schublade. Früh wurde er verheiratet und Vater, ist inzwischen Großvater sowie Performer, Aktivist, Autor und Unternehmer – und gründete unter anderem die Initiative „Queer Roma“.

Im März erschien sein Buch „Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit“. Die Veranstaltung führt eine 2021 begonnene Online-Reihe „Gemeinsam gegen Ausgrenzung“ fort und ist eine Kooperation des Arbeitskreis Antirassismus und Diversität, der Katholischen Erwachsenenbildung in Speyer und des Projekts „Zusammenhalt durch Teilhabe – Gelebte Demokratie“ im Caritasverband.

Anmeldung unter: zdt(at)caritas-spey

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Zur Situation der ukrainischen Roma

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Dienstag, 28.06.2022, 18 Uhr, online via Zoom und Facebook-Livestream

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat zu menschlichen Katastrophen geführt, von denen alle Bevölkerungsgruppen der Ukraine gleichermaßen betroffen sind. Darunter auch die gut 400.000 Roma in der Ukraine.

Die Mehrheit von ihnen ist immer noch in der Ukraine. Tausende Roma kämpfen in der ukrainischen Armee oder haben sich der Territorialen Selbstverteidigung angeschlossen. Diejenigen, die im Land verblieben sind, kämpfen um ihr Überleben und um das Überleben des Staates Ukraine.
Trotzdem haben uns auch Berichte über Diskriminierungen von Roma in der Ukraine erreicht.

Zehntausende Roma, vor allem Frauen und Kinder sind in die Nachbarländer Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldawien geflüchtet. Auch in Deutschland sind inzwischen geflüchtete Roma angekommen.

Stephan Müller vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma spricht über die Situation der Roma in der Ukraine und der Nachbarländer. Yulian Kondur von der Romnja-Hilfsorganisation Chiricli wird direkt aus der Ukraine über aktuelle Entwicklungen berichten. Volodymyr Yakovenko von der Organisation Youth Agency for the Advocacy of Roma Culture (ARCA) wird einen kurzen Input zur Situation der NS-Überlebenden unter den ukrainischen Roma geben. Zudem wird Diana Hryhorychenko von Ihrer Arbeit für die Bundesweite Notfallhotline für geflüchtete Roma aus der Ukraine berichten, die das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland aufgebaut hat.

Die Beiträge erfolgen teilweise auf Englisch, können aber bei Bedarf ins Deutsche übersetzt werden.

Für eine Teilnahme via Zoom und die Möglichkeit, Fragen an die Referent*innen zu stellen, bitten wir um eine Anmeldung per Mail an berlin@sintiundroma.de

Der Livestream wird öffentlich auf der Facebook-Seite des Bildungsforums zu verfolgen sein: https://fb.com/BildungsforumBerlin

Eine Veranstaltung des Bildungsforums gegen Antiziganismus in Kooperation mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswoche des Hilfsnetzwerks für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine statt.

Veranstalter: Bildungsforum gegen Antiziganismus, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

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„Revision“

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Dokumentar-Film und Gespräch mit Kenan Emini, Roma Center e.V.; 27. Juni 19 Uhr, li.wu. in der Frieda23, Friedrichstraße 23, 18057 Rostock

Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie werden bei dem Versuch, die EU-Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. dpa meldet: »Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist.« In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat. Mit dem Dokumentarfilm wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer »europäischen Geschichte« ergibt.

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV, Pro bleiberecht MV und IL (Interventionistische Linke) Rostock.

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Kritische Theorie des Antiziganismus

Vortrag
19:00–21:00 Uhr, Universität Bonn, Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie, 53113 Bonn, Hörsaal XVII

Ausgehend von einer Einführung in die Kritische Theorie des Antiziganismus beleuchtet der Vortrag Analogien, Unterschiede und Vermittlungen zwischen Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus. Er fokussiert insbesondere die Spezifika der jeweiligen Projektionshalte und fragt nach deren gesellschaftlichem Gehalt. Welche Unterschiede kennzeichnen diese Ressentimentformen? Was sind Gemeinsamkeiten? Wie verhalten sie sich zueinander? Auf diese Weise soll zu einer Schärfung der jeweiligen Begriffe beigetragen werden – und damit auch zur Kritik von Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus.

Tobias Neuburger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung und an der Leibniz Universität Hannover. Er forscht seit vielen Jahren zur Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus.

Weitere Informationen

Organisiert vom Referat für Politische Bildung des AStA der Universität Bonn.

Der Antiziganismus der „sauberen Deutschen“ Zur Aktualität des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen

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24.06.2022, 19:00 – 21:00 Uhr, Cafe Median, Niklotstr. 5, 18057 Rostock

Unter Parolen wie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ belagerte im August 1992 ein Bündnis aus Rostocker Anwohner*innen und eigens zu diesem Anlass angereisten Nazis die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen (ZASt) und das Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Mehr als hundert Vietnames*innen und antifaschistische Unterstützer*innen entgingen dem Tod in dem brennenden Haus nur knapp.

Über die immense Bedeutung des Pogroms von Lichtenhagen für den Rassismus des wiedervereinten Deutschlands ist man sich – zumindest in der gesellschaftlichen Linken – im Grunde genommen einig. Dass jene Ausschreitungen jedoch vor allem das Ergebnis der antiziganistischen Gerüchte und Ressentiments waren, mit denen Politik und Medien bereits seit 1990 gegen asylsuchende Rumän*innen hetzten und die Debatte über den „Asylkompromiss“ befeuerten, ist weitestgehend unbekannt.

Auf der Grundlage einer Auswertung von über 600 Lokalzeitungsartikeln widmet sich der Vortrag einerseits einer sozialpsychologischen Untersuchung jenes Antiziganismus, der die Asylbewerber*innen kollektiv zur Negativfolie der fleißigen und sauberen Deutschen machte. Andererseits soll das Pogrom als konformistisches und massenpsychologisches Phänomen gedeutet werden, hinter dem sich der Wunsch verbarg, endlich wieder richtig deutsch sein zu dürfen.

Die Frage, weshalb die antiziganistischen Dimensionen des Pogroms nahezu völlig unbekannt sind, führt uns auch zur Diskussion der brennenden Aktualität antiziganistischer Zustände. Denn während in Deutschland in Anbetracht der EU-Freizügigkeit über eine vermeintliche „Einwanderung in die Sozialsysteme“ und „Sozialschmarotzertum“ sinniert wird und sich in Städten wie Berlin, Duisburg oder Halle Bürgerinitiativen gegen vermeintliche „Problemhäuser“ gründen, ist eines klar: Sowohl die Gewaltbereitschaft des Antiziganismus als auch die Ignoranz gegenüber dieser findet sich nicht nur am rechten Rand, sie ist in der Mitte fest verankert.

Merle Stöver ist Sozialarbeiterin und Antisemitismusforscherin.

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Sinti_ze und Rom_nja im KZ Bergen-Belsen und das Fortwirken von Antiziganismus bis in die Gegenwart

Extern,

Fortbildung für außerschulische und schulische Multiplikator_innen am 23. Juni 2022, 10:00 – 16:00 Uhr in der
Gedenkstätte Bergen-Belsen, Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide

Bei einer viel beachteten Gedenk- und Protestkundgebung im Oktober 1979 in Bergen-Belsen forderten Aktivist_innen der Bürgerrechtsbewegung der Sinti_ze und Rom_nja, den Völkermord an ihren Angehörigen offiziell anzuerkennen. Zudem prangerten sie fortwährende Menschenrechtsverletzungen in Deutschland und Europa an. Davon ausgehend stellen wir in der Fortbildung Materialien und Methoden vor, um Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus gegen Rom_nja und Sinti_ze sowohl in historischer als auch gegenwärtiger Perspektive mit einer Lerngruppe zu behandeln. Anhand ausgewählter Biografien zeigen wir, wie sich die nationalsozialistische Verfolgungspolitik auf das Leben der Betroffenen ausgewirkt hat. Bei einem Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte thematisieren wir an ausgewählten Orten die Situation der Menschen im Lager. Auch nach der Befreiung 1945 waren Überlebende vielfach mit Ausgrenzung konfrontiert und bis heute wirken antiziganistische Vorurteile und Mechanismen eines strukturellen Rassismus fort. Am Ende stellen wir Möglichkeiten vor, wie Lernende eine kritische Haltung zu antiziganistischen Vorfällen entwickeln können.

Bitte achten Sie auf wetterfeste Bekleidung und festes Schuhwerk.

Ihre verbindliche Anmeldung mit Angabe von Titel und Datum der Veranstaltung, Ihrem Namen, Anschrift und Telefonnummer sowie ggf. der Institution, für die Sie tätig sind, senden Sie bitte bis 9. Juni 2022 per Mail an bildung.bergen-belsen@stiftung-ng.de.

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Antiziganismus – ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft!? – Gemeinsam gegen Diskriminierung und für mehr Teilhabe

Extern,

Di, 21. Juni 2022 – 14:00 Uhr, CD-Kaserne Celle, Halle 13, Hannoversche Str. 30b, 29221 Celle

Erfahrungen austauschen – Perspektiven wechseln – erste Handlungsoptionen diskutieren

Antiziganismus ist eine aktuelle, historisch gewachsene und eigenständige Form des Rassismus gegen Sinti_zze und Roma_nja. Seine bislang radikalste Ausprägung war der staatlich organisierte Genozid im Nationalsozialismus.

Antiziganismus stellt ein massives gesamtgesellschaftliches Problem in Deutschland und Europa dar. So lautet das Resümee des Berichts der Unabhängigen Kommission Antiziganismus, der vom Deutschen Bundestag in Auftrag gegeben und 2021 veröffentlicht wurde. Neben abwertenden Einstellungen in der Bevölkerung äußert sich Antiziganismus auch häufig durch diskriminierende Praktiken auf institutioneller Ebene. Über ein Bewusstsein für individuelle antiziganistische Denk- und Handlungsmuster hinaus fordert die Kommission deshalb dringend einen grundlegenden Perspektivwechsel, der die strukturellen Ursachen des Problems in den Blick nimmt.

Vor diesem Hintergrund laden das Junge Forum gegen Antiziganismus als Selbstorganisation der Sinti_zze und Roma_nja in Celle, die Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen zu einem Fachaustausch ein, in dessen Fokus die folgenden Fragen stehen:

Wie funktioniert Antiziganismus? Womit sind Menschen konfrontiert, die Antiziganismus erleben und auf welche Barrieren stoßen sie?
Wie erleben Menschen aus der Gruppe ihre Situation in unterschiedlichen Lebensbereichen?
Wie werden Sinti_zze und Roma_nja wahrgenommen?
Was leisten Selbstorganisationen, um die Betroffenen zu unterstützen und um zu vermitteln?
Wo finden Personen, die mit Sinti_zze und Roma_nja arbeiten Weiterbildungs- und Beratungsangebote in Stadt und Landkreis Celle?

Nach einem kurzen Impuls zum Bericht der Unabhängigen Kommission findet ein moderiertes Gespräch mit verschiedenen Akteur_innen der Bildungs- und Beratungsarbeit statt. Im Anschluss können sich die Teilnehmer_innen untereinander besser kennenlernen und gemeinsam mit den Referent:innen ausgewählte Themen vertiefen.

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Kontinuitäten von Antiziganismus: Von Porajmos bis Asylgesetzverschärfung

Extern,

18. Juni – Bildungsfahrt nach Neuengamme; PRO BLEIBERECHT in Mecklenburg-Vorpommern, c/o BdP MV e.V., Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

1993 protestierten Rom:nja-Aktivist:innen gegen Asylgesetzverschärfungen und rassistische Gewalt, unter anderem vor Neuengamme und in Dachau. Sie thematisierten deutlich den Zusammenhang der antiziganistisch-rassistischen Gewalt und Gesetze und der Verfolgung und Massenvernichtung durch die Nazis im Porajmos.

„Zu einer erneuten erinnerungspolitisch ausgetragenen Konfrontation kam es 1993, als die KZ-Gedenkstätte Neuengamme vor dem Hintergrund mehrerer Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte erneut besetzt werden sollte. Weil Hundertschaften der Polizei das Gelände belagerten, kam es zu Auseinandersetzungen, als Roma versuchten, dennoch darauf zu gelangen.“ (Ein langer Weg, taz vom 18.7.2015)

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Der Antiziganismus der „sauberen Deutschen“ – Die verdrängte Dimension des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen 1992

Extern,

Vortrag von Merle Stöver am 14. Juni 2022 um 19:30 – 22:30 Uhr im Demokratischen Zentrum Ludwigsburg – Verein für politische und kulturelle Bildung e.V., Wilhelmstraße 45/1, 71638 Ludwigsburg

Unter Parolen wie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ belagerte im August 1992 ein Bündnis aus Rostocker Anwohner*innen und eigens zu diesem Anlass angereisten Nazis die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen (ZASt) und das Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Mehr als hundert Vietnames*innen und antifaschistische Unterstützer*innen entgingen dem Tod in dem brennenden Haus nur knapp.

Über die immense Bedeutung des Pogroms von Lichtenhagen für den Rassismus des wiedervereinten Deutschlands ist man sich – zumindest in der gesellschaftlichen Linken – im Grunde genommen einig. Dass jene Ausschreitungen jedoch vor allem das Ergebnis der antiziganistischen Gerüchte und Ressentiments waren, mit denen Politik und Medien bereits seit 1990 gegen asylsuchende Rumän*innen hetzten und die Debatte über den „Asylkompromiss“ befeuerten, ist weitestgehend unbekannt.
Bereits 1990 wusste man in Zeitungsartikeln und Leserbriefen genauestens zu berichten, wie diejenigen, denen unter der rassistischen Fremdbezeichnung ‚Zigeuner‘ ein kollektives So-Sein zugeschrieben wurde, so seien: In einem Artikel hieß es gar, sie hätten die durch Steuergelder finanzierten Möbel der ZASt auf dem Balkon aufgetürmt, daraus ein Lagerfeuer gemacht und eine Möwe gegrillt. Ihnen wurde alles angelastet: Die schlechte Obsternte, das tote Schaf, das im Wald gefunden wurde, jeder Diebstahl im Supermarkt, selbst das flaue Gefühl im Magen, wenn man auf dem Weg zur Arbeit an bettelnden Kindern vorbeigehen musste. Es herrschte Einigkeit in Politik, Medien und unter den Anwohner*innen: Die Asylbewerber*innen aus Osteuropa sollten weg.

Auf der Grundlage einer Auswertung von über 600 Lokalzeitungsartikeln widmet sich der Vortrag einerseits einer Untersuchung des Antiziganismus, der die Asylbewerber*innen kollektiv zur Negativfolie der fleißigen und sauberen Deutschen machte. Andererseits soll das Pogrom als konformistische Revolte gedeutet werden, hinter dem sich vor allem ein Wunsch verbarg: endlich wieder richtig deutsch sein zu dürfen.
Die Frage, weshalb die antiziganistischen Dimensionen des Pogroms nahezu völlig unbekannt sind, führt uns auch zur Diskussion der brennenden Aktualität antiziganistischer Zustände. Denn während in Deutschland in Anbetracht der EU-Freizügigkeit über eine vermeintliche „Einwanderung in die Sozialsysteme“ und „Sozialschmarotzertum“ sinniert wird und sich in Städten wie Berlin, Duisburg oder Halle Bürgerinitiativen gegen vermeintliche „Problemhäuser“ gründen, ist eines klar: Sowohl die Gewaltbereitschaft des Antiziganismus als auch die Ignoranz gegenüber dieser findet sich nicht nur am rechten Rand, sie ist in der Mitte fest verankert.

Merle Stöver ist Sozialarbeiterin und Antisemitismusforscherin. Zu ihren wissenschaftlichen und politischen Schwerpunkten gehören Feminismus und die Kritik des Antisemitismus und des Antiziganismus.

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Antiziganismus – Der vergessene Rassismus!?

Extern,

Montag, 13.06.2022, 14:00 Uhr Beginn bis Mittwoch, 15.06.2022, 14:00 Uhr Ende; Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter, Johannes-Albers-Allee 3, 53639 Königswinter

Diskriminierung durch Antiziganismus ist leider nach wie vor ein hochaktuelles Thema.

Der Höhepunkt einer Reihe rassistischer Angriffe auf Rom_nja und Sinti_ze war der rechtsterroristische Anschlag in Hanau vom 19. Februar 2020. Unter den neun Todesopfern befinden sich drei Angehörige aus den Communities von Sinti_ze und Rom_nja: die 35-jährige Mercedes Kierpacz, der 23-jährige Vili Viorel Păun und der 33-jährige Kaloyan Velkov.

Allein dieses Beispiel verweist auf die Gegenwärtigkeit von Antiziganismus in der Bundesrepublik, aber auch auf die Notwendigkeit, diesen als eine spezifische Form von Rassismus umfassend zu untersuchen, um Strategien seiner Überwindung zu entwickeln.

Das Seminar sucht die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Minderheit in Deutschland, um für strukturelle Ausgrenzung und Diskriminierung zu sensibilisieren. Dabei soll das Hintergrundwissen mit der Reflexion über eigene Denkmuster verbunden werden, um Antiziganismus zu entlarven und sich dieser Form von Rassismus entgegenstellen zu können.

Als Referent*innen werden u.a. *Bernd Grafe-Ulke*, Projektleiter „Kompetent gegen Antiziganismus/Antiromaismus und *Dr. Rafaela Eulberg, *Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forum Internationale Wissenschaft, Universität Bonn, das Seminar mit Workshops und Vorträgen begleiten.

Kosten 165,00 Euro + ggf. Zuschläge Doppelzimmer; Einzelzimmer Zuschlag: 16 €/Nacht
Seminarleitung Alisa Topp, Tel.: 0 22 23 / 73 – 126; Sekretariat: Inga Wollenschein, Tel. 0 22 23 / 73 – 161

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Tief im System. Kontinuitäten antiziganistischer Polizeiarbeit

Extern, Anja Reuss

13.06.2022 | 18:00 c.t. – 19:45 Uhr; Fachbereich Rechtswissenschaft, Hörsaal 1, Van’t-Hoff-Straße 8, 14195 Berlin-Dahlem

Im Rahmen des vom Projekt „Geschichte der Ihnestraße 22“ ausgerichteten OFFENEN HÖRSAALS „Eugenik – Entmenschlichung – Erinnerung“ spricht Anja Reuss (Büro des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland) über „Tief im System. Kontinuitäten antiziganistischer Polizeiarbeit“.

Die Polizei blickt auf eine lange und unheilvolle Geschichte der Erfassung von Minderheitenzugehörigkeit und Repressionen zurück. Bis heute werden Sinti:zze und Rom:nja pauschal kriminalisiert und stehen im Zentrum polizeilichen Handelns. Dabei sind die antiziganistischen und rassistischen Praxen tief im System festgeschrieben. Anhand aktueller Beispiele zeigt der Vortrag, in welcher Weise Sinti:zze und Rom:nja von diesen Praktiken betroffen sind und welche historischen Kontinuitäten dies aufzeigt.

Anja Reuss leitet seit Mai das Büro des Antiziganismusbeauftragen der Bundesregierung. Zuvor war sie politische Referentin beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und leitete seit Oktober 2021 federführend die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus. Sie ist studierte Historikerin mit einem Fokus auf NS-Geschichte und Genozid-Forschung. Gegenwärtig sind ihre Schwerpunkte: die Dimensionen des Antiziganismus, Erinnerungspolitik, Minderheitenrechte, Polizeiarbeit, Hasskriminalität und Datenerfassung. Sie ist Mitglied der Gesellschaft für Antiziganismusforschung und veröffentlichte 2015 eine Studie zu Antiziganismus in Deutschland nach 1945. Sie ist Mitherausgeberin eines Tagungsbandes zu Antiziganismus und Film, der 2020 erschien.

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„MEDIA INCUBATOR“ – SENSIBILISIERUNG ZUR DARSTELLUNG VON SINTI*ZZE UND ROM*NJA IN FILM UND MEDIEN

Das Goethe-Institut Mannheim lädt alle Interessierten aus Deutschland und Studierende
aus Sofia, Bulgarien vom 13.06.2022—15.06.2022 ein, Stereotype und Vorurteile über Sinti*zze und Rom*nja in Film und Medien aufzuarbeiten. Am Montag im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg; am Dienstag und Mittwoch am Goethe-Institut Mannheim, Oskar-Meixner Straße 6; 68136 Mannheim.

PROGRAMM
Montag, 13.06.2022 „Antiziganismus und Geschichte“
(Dokumentations- und Kulturzentrum dt. Sinti und Roma in Heidelberg + online)
Dr. Frank Reuter: „Einführung in den visuellen Antiziganismus“
Uhr Johanes Korff: „,Zigeuner‘-Motivik im digitalen Spiel. Zur Alteritätskonstruktion in Geschichte und Geschichtskultur des Videospiels“ 11:40-12:00 Uhr Diskussionsrunde
Emran Elmazi: „Vorstellung der Projekte des Dokumentations- und Kulturzentrums in Heidelberg“
Besuch der Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg (nur in Präsenz)

Dienstag, 14.06.2022 „Antiziganismus im Film“
(Goethe-Institut Mannheim, Oskar-Meixner Straße 6, 68163 Mannheim + online)
Lawen Mohtadi (Schweden): „Vorstellung des Films: ‚Taikon – Die unbekannte Geschichte einer Freiheitskämpferin‘ (2015)“ (englisch mit deutschen Untertiteln)
Ursula Pallmer und Protagonistinnen: „Vorstellung des Films: ‚Weil wir Romnja sind?!‘ (2021)“ (deutsch mit englischen Untertiteln)
Kinobesuch im Cinema Quadrat Mannheim (nur in Präsenz)
Peter Nestler: „Zigeuner sein (1970)“ (deutsch mit englischen Untertiteln)

Mittwoch, 15.06.2022 „Antiziganismus und Medien in Bulgarien und Deutschland im Vergleich“
(Goethe-Institut Mannheim, Oskar-Meixner Straße 6, 68163 Mannheim + online)
Gilda Horvath: „Diversität in deutschen Institutionen und Vorstellung des neuen Leitfadens für Journalist*innen“
Peter Filipov: „Darstellung von Rom*nja und Sinti*zze in den Medien“ 12:00-12:20 Uhr Diskussionsrunde
Valeri Lekov und Natalija Tsekova: „Diversität in bulgarischen Institutionen und Vorstellung der Filme ‚Rom Kihot‘ und ‚My Gypsy Road‘“

WORKSHOPLEITER*INNEN Dr. Radmila Mladenova:
Dr. Christopher Nehring: Journalist und Publizist bei der Deutschen Welle sowie Gastdozent an der Fakultät für Medien-und Kommunikationswissenschaften der Universität Sofia/ Bulgarien. (Sofia/Mannheim)
REFERENT*INNEN
Dr. Frank Reuter: Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Bild- und Stereotypenforschung sowie Fragen der Erinnerungskultur. (Heidelberg)

Ein Projekt in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg

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Mehrfachdiskriminierungen in der LGBTIQ*-Community am Beispiel des Antiziganismus

Extern,

Praxisworkshop im Rahmen der Frankfurter Queere Aktionstage – Teil 2 – Externe Aktionstage Juni 4, 10:00 – 20:00 Uhr mit Silas Kropf, Offenes Haus der Kulturen, Mertonstraße 26-28, 60486 Frankfurt am Main

LGBTIQ* sind häufig Diskriminierungen ausgesetzt – immer wieder wird von Fällen gewaltvoller Übergriffe berichtet. Für viele bildet die Community bzw. die Szene einen zentralen safe space – aber nicht für alle. Rassismus, Diskriminierungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gibt es auch in der LGBTIQ*-Community. Am Beispiel des Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja zeigt Silas Kropf die Auswirkungen auf die Betroffenen auf. Gemeinsam mit den Teilnehmenden soll erarbeitet werden, wie Mehrfachdiskriminierungen für Ausschlüsse innerhalb und außerhalb der LGBTIQ*-Community sorgen, und wie wir dazu beitragen können, die Community-Räume zu offenen und sensiblen safer spaces für alle zu machen. Anmeldung unter foerderverein@vielfalt-frankfurt.de. Die Plätze sind begrenzt. Teilnahme kostenfrei.

Silas Kropf, B.A. Soziale Arbeit und M.A. Organisations- und Personalentwicklung, ist deutscher Sinto aus Hanau. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit in der Personal- und Organisationsberatung ist er als freiberuflicher Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement mit den Schwerpunkten Antiziganismus und Intersektionalität tätig. 2019 wurde Silas in die Unabhängige Kommission Antiziganismus im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat berufen. Zudem war er u.a. von 2017-2019 stellvertretender Vorsitzender der Roma-Jugendselbstorganisation Amaro Drom e.V. Ehrenamtlich engagiert er sich u.a. als Vorsitzender des CSD Hanau e.V.

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Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch: Zwei Welten. Sinti und Roma. Schritte zur Anerkennung als NS-Verfolgte und antiziganistische Kontinuität

Extern,

Donnerstag, 2. Juni 2022, 18:00 bis 19:30 Uhr, Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2, 20355 Hamburg

Die Sinti und Roma, die den Völkermord durch das NS-Regime überlebt hatten, wurden in der Bundesrepublik Deutschland vielfach nicht als Verfolgte anerkannt, sondern waren weiterhin staatlicher und gesellschaftlicher Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt. Antiziganismus war und ist in Deutschland Normalität, auch in Hamburg. Als Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Minderheit nach 1945 hat die Landeszentrale für politische Bildung in den letzten Jahren das Forschungs- und Publikationsprojekt „Zwei Welten“ des Landesvereins der Sinti in Hamburg gefördert und unterstützt.

Das daraus entstandene Buch ist der Versuch einer Gegenüberstellung: Einerseits sollen die Fortschritte in der gesellschaftlichen Anerkennung der Sinti und Roma als NS-Verfolgte in den letzten Jahrzehnten gezeigt werden.

Dem gegenüber steht die andauernde und systematische Ausgrenzung und Beforschung der Minderheit über 1945 hinaus. Für diese Kontinuität steht beispielhaft der Landauer Amtsarzt und Professor Hermann Arnold (1912–2005). Er trat das geistige Erbe von Robert Ritters Rassenhygienischer Forschungsstelle an, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der NS-Zeit, unter anderem in Hamburg, Sinti und Roma beforscht und gequält haben und deren Forschungen die Grundlage für die anschließend erfolgten Deportationen bildeten. Arnold galt jahrzehntelang in der Bundesrepublik als maßgebender „Zigeunerexperte“ und führte die systematische Erfassung und rassistische Kategorisierung der Sinti und Roma weiter.

Das Buch zeigt anhand ausgewählter Dokumente aus Arnolds Nachlass im Bundesarchiv seine Netzwerke und die Kontinuität der NS-„Zigeunerforschung“ in der Bundesrepublik auf.

Auf der Veranstaltung berichten die Autoren über die Entstehung des Buchs und stellen einzelne Abschnitte vor. Als Zeitzeuge spricht Jacques Delfeld, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz, über seine Erfahrungen mit Hermann Arnold und den Antiziganismus seit den 1970er Jahren.
Moderation: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann.

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Das zerstreute Wissen sammeln Wege zu einer Enzyklopädie des NS-Völkermordes an Sinti und Roma in Europa

Extern, Karola Fings

Vortrag von Dr. Karola Fings am 1.Juni 2022, 18.15 Uhr, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.802, 60323 Frankfurt am Main; Anmeldung bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde spät Gegenstand der Forschung und erst 2012 mit der Einweihung des Denkmals in Berlin von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen. Das Wissen über zahlreiche Verfolgungs- und Verbrechenskontexte ist stark fragmentiert und oftmals nur über fremdsprachige, vielfach entlegen publizierte Literatur zugänglich. Das vom Auswärtigen Amt geförderte Vorhaben am Historischen Seminar der Universität Heidelberg begegnet mit einer enzyklopädischen Bündelung des vorhandenen Wissens der bisherigen Missrepräsentation des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa.

Dr. Karola Fings ist Historikerin an der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Von 2019 bis 2021 war sie Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus der Bundesregierung. Zusammen mit Prof. Dr. Sybille Steinbacher gab sie den 2021 im Wallstein Verlag, Göttingen erschienenen Band Sinti und Roma. Der nationalsozialistische Völkermord in historischer und gesellschaftspolitischer Perspektive heraus.
Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »1. Juni 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

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Vom Vagabundentum zur „Armutsmigration“. Marx‘sche Perspektiven auf das Phänomen Antiziganismus.

Vortrag am 2.6.2022 beim Workshop „Demokratiekonflikte und der Blick nach unten“ der TU Darmstadt in der Tagungsstätte Kloster Neustadt, 1. bis 2. Juni 2022, Kloster Neustadt, Bildungs- und Gästehaus, Waldstraße 145, 67434 Neustadt an der Weinstraße

Der Aufstieg des Rechtspopulismus fordert die demokratische Streitkultur heraus. Insbesondere der Umgang mit rechtspopulistischen Personen und Meinungen fällt in der Demokratie schwer. Denn mit den Erfolgen rechtspopulistischer Parteien werden auch rechtsradikale, rassistische oder demokratiefeindliche Positionen zunehmend offen geäußert.

Die Corona-Pandemie und die Querdenken-Bewegung verschärft diese Entwicklung noch. Das alles scheint die liberale, pluralistische Gesellschaft zu gefährden. In der Folge droht eine Diskursverengung. Doch ein pauschaler Ausschluss dieser Positionen ist schwierig, gerade weil Toleranz, ein offener Diskurs und die Inklusion auch entgegenliegender Positionen demokratische Werte sind. Wie gehen wir mit diesen Herausforderungen um? Und wo liegen die Grenzen des demokratischen Diskurses?

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Kritische Theorie des Antiziganismus: Zur Urgeschichte und Psychoanalyse des geschichtlich Unheimlichen

Extern, Nico Bobka

Vortrag von Nico Bobka am 27.05.2022, 20:00 – 22:00 Uhr in der Universität Passau, Innstraße 39, 94032 Passau

«Die Juden sind die heimlichen Zigeuner der Geschichte», schrieb Theodor W. Adorno in einem Brief an Max Horkheimer. Die Gedanken, die Adorno um diese These herum entfaltet, erschienen ihm «so waghalsig», dass er sich nicht traute, sie jemand anderem als Horkheimer zu zeigen. Dennoch konnte er sich des Gefühls nicht erwehren, mit diesen fragmentarischen Überlegungen ein wichtiges Motiv erkannt zu haben, das eine «zugleich einheitliche und nicht rationalistische Erklärung des Antisemitismus» erlaubt.

Was Adorno erkannt zu haben meinte, betrifft unweigerlich auch die kritische Theorie des Antiziganismus: archaische Züge, die ihre Ursache in einem sehr frühen Stadium der Geschichte der Menschheit haben. Das Aufgeben des Nomadentums, die mit dem Sesshaft-Werden zusammenfallende Arbeit und aller damit verbundene Triebverzicht, sei eines der schwersten Opfer gewesen, das die Geschichte der Menschheit auferlegt habe. Das Bild der Juden als Zigeuner der Geschichte, damit das Bild der Zigeuner überhaupt, repräsentiert das eines Zustands der Menschheit, der die Arbeit nicht gekannt hat; Zigeuner gelten als diejenigen, die den schmerzlichen Prozess der Zivilisation verschmäht oder nur unzureichend vollzogen haben, die sich nicht dem Primat der Arbeit haben unterwerfen lassen. Je mehr die zur zweiten Natur gewordene Welt der Sesshaftigkeit, als eine der Arbeit, die Unterdrückung reproduziert, desto mehr scheinen sich die Zivilisierten den Gedanken an einen nomadischen Zustand des Glücks, so unglücklich dieser selbst auch sein mag, nicht mehr erlauben zu dürfen und die sich im Bild der Zigeuner andeutende Erinnerung verbieten zu müssen.

Im Abendvortrag soll zumindest angedeutet werden, dass der Antiziganismus nicht in der wie verzerrt auch immer wahrgenommenen Lebensrealität der Sinti oder Roma wurzelt. Im Anschluss an Franz Maciejewskis psychoanalytische Überlegungen soll der Antiziganismus auf den Begriff gebracht werden: als ein Antiziganismus ohne Sinti oder Roma – nicht jedoch ohne Zigeuner. Der Begriff des Zigeuners kann kritischer Theorie daher nicht etwa Anlass sprachpolitischer Interventionen sein, sondern gilt ihr vielmehr als Einstieg zu einer zu reflektierenden Urgeschichte des Antiziganismus; einer Urgeschichte der Gattung, die noch in jeder individuellen Entwicklung wiederholt wird. So wird sich herausstellen, dass der Zigeuner kein Konstrukt ist, sondern vielmehr Produkt des Zivilisationsprozesses, das sich im Unbewussten der Subjekte niedergeschlagen hat. Der Zigeuner wäre somit der Deckname für in die Außenwelt projizierte, dem Bewusstsein verborgene, tabuisierte und verleugnete Selbstanteile der Antiziganer; und der Antiziganismus wäre der niemals endende Versuch, am Objekt der Projektion die eigenen zivilisatorischen Zurichtungen nachzuahmen und zu vollenden.

Das begleitende Lektüreseminar (14-18 Uhr, Anmeldung: info@luks-passau.org) vertieft und diskutiert die im Vortrag referierten Thesen. Anhand von Briefwechseln und einem kaum rezipierten Memorandum werden die Überlegungen Horkheimers und Adornos rekonstruiert, die schließlich in der Dialektik der Aufklärung und den Elementen des Antisemitismus fragmentarisch zusammengefügt worden sind. Dabei soll die implizit formulierte kritische Theorie des Antiziganismus herausgearbeitet werden.

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Höchste Zeit für einen Perspektivenwechsel

Extern,

Mo. 23.05.2022 | 18:30 Uhr  Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, Sillemstraße 79, 20257 Hamburg

Anlässlich der Woche des Gedenkens bietet die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel folgende Veranstaltung in Kooperation mit der VVN-BdA an:

Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der VVN–BdA, liest und berichtet über Antiziganismus und Rassismus gegen Sinti*ze und Rom*nja. Und darüber, dass diese bis heute nicht thematisiert werden. Bis heute ist der Völkermord an dieser Minderheit genauso wenig bekannt wie die fortgesetzte Stigmatisierung und Ausgrenzung nach 1945.

Mit dieser Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, dass die wichtigen Forderungen der Unabhängigen Kommission Antiziganismus Eingang in eine überfällige öffentliche Debatte finden.

Eine Kooperation mit VVN-BdA VVN-BdA / Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (Landesvereinigung Hamburg, Gruppe Eimsbüttel)

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Antiziganismus erkennen – benennen – entgegenwirken!

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Dream – Road – Training mit Melinda Tamás, 20.05.2022 von 13:30 bis 18:00 Uhr in 7400 Oberwart, VHS Burgenland, Schulgasse 1

Antiziganismus hat weder mit der NS Zeit begonnen noch danach aufgehört. Neben Informationen zum historischen und aktuellen Antiziganismus in Europa, insbesondere in Österreich, zielt dieser Workshop auf die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ausprägungen antiziganistischer Vorurteilsstrukturen ab und stellt Methoden für die schulische und außerschulische Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit vor.
Zielsetzung des Trainingsangebotes ist es, multiperspektivische Zugänge zu den verschiedenen Ebenen von Antiziganismus aufzuzeigen und die kritische Befassung mit den eigenen Vorurteilen und Stereotypen zu fördern. – Beitrag: kostenlos (begrenzte TeilnehmerInnenzahl) – Anmeldung: 0 664/ 35 81 489, office@vhs-roma.eu – Eine Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland.

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Mechanismen des institutionellen Antiziganismus: Kommunale Praktiken und EU-Binnenmigration am Beispiel einer westdeutschen Großstadt

GFA-Veranstaltung, Tobias Neuburger

Vortrag von Tobias Neuburger (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin) im Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin am 20.05.2022, 18:00 – 20:00 Uhr

Anschließende Diskussion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Dosta-Studie von Amaro Foro durch Valerie Laukat (Amaro Foro)

In der Veranstaltung sollen die institutionalisierten Formen des Antiziganismus am Beispiel kommunaler Vorgänge und Prozesse herausgebarbeitet und diskutiert werden. Darauf aufbauend soll die Frage gestellt werden, ob und in welcher Form in diese Prozesse interveniert werden kann.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e.V.

Critical Approaches to Romani Studies — The Demonstration of State Power in Visual Representations of Roma

Conference, 18 May 2022, 09:00 – 20 May 2022, 13:00, Södertörn University, Alfred Nobels allé 7, 141 52 Huddinge, Rooms MB 503 and MB 505, Stockholm, Schweden

Lecture of Laura Tittel 20 May, 11:30 – 13:30: The Demonstration of State Power in Visual Representations of Roma

The conference brings together junior and senior, Roma and non-Roma scholars embracing critical approaches.

Roma have been an object of academic inquiry for centuries. In spite of the increasing number of articles, studies, and books, especially since the collapse of communism, Roma participation in shaping the discourses on themselves has remained very limited. In the name of scientism and objectivity, Roma have been de facto excluded from knowledge production. Recently, an increasing number of activist scholars has been urging a paradigm shift in Romani Studies to challenge the dominant academic and policy discourses. They propose inquiries into the forms of oppression Roma are facing, the importance of racism and structural discrimination for Roma and Romani identity.

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Zeitzeuginnen-Gespräch mit Rita Prigmore und Vorstellung Menda Yek

Extern,

Mittwoch, 18.Mai 2022 von 18:00 bis 22:00 Uhr im Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Rita Prigmore Überlebende des Genozids an den Sinti durch die Nationalsozialisten und ein Gründungsmitglied des Vereins Menda Yek e.V. Der Verein wurde auf Initiative von Margitta Steinbach von Nachfahren der Überlebenden der Zwangslager Berlin-Marzahn und Magdeburg Holzweg gegründet wurde.
Die langfristigen Folgen des Holocaust wirken bis heute auf die Sinti Community, und das in allen Lebensbereichen. Die Zusammenhänge zwischen aktuellen Problemen und der Vergangenheit müssen immernoch anerkannt und insbesondere innerhalb der Community aufgearbeitet werden.
Deshalb ist der Schwerpunkt des Vereins die Aufarbeitung des Transgenerationalen Traumas des Genozids. Der Verein wird auch tätig im Bereich Bildungschancen , Gemeinschaft und Empowerment, Historisch-Politische Bildung, und die Bekämpfung von Antiziganismus.
Programm:
– Begrüßung durch Emran Elmazi, Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma (angefragt)
– Grußwort Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma
– Gespräch mit Rita Prigmore, Überlebende der NS-Verfolgung und Margitta Steinbach, Gründungsvorstand Menda Yek, Moderation: Lukas Welz, Vorsitzender AMCHA Deutschland
Gerne können Sie anschließend Fragen stellen und gemeinsam können wir ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung findet auf deutsch und in Präsenz im Bildungsforum gegen Antiziganismus im Aufbau Haus am Moritzplatz statt. Über eine verbindliche Anmeldung unter event@amcha.de würden wir uns freuen.

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„Zigeuner-Boxer“: Kulturschaffen und Aufklärungsarbeit gegen Antiziganismus

Extern,

18. Mai 2022 10.30 – 12 Uhr in sanctclara B5,19, 68159 Mannheim

mit Annette Dorothea Weber, Regisseurin

Als „Zigeuner“ wurden Sinti und Roma in der NS-Zeit verfolgt und ermordet – darum benützt der Film, den Sie sehen, werden auch noch diese Bezeichnung für diese Bevölkerungs­gruppen/Communities. „Zigeuner-Boxer“ ist der Kurzfilm des gleichnamigen Theaterstücks der Autorin Rieke Reiniger. Er erzählt die Geschichte des deutschen Boxchampions Johann Wilhelm ‚Rukeli‘ Trollmann, dessen einzigartiger Boxstil und Kampfgeist ihn 1933 zum Meistertitel führte. Weil er „undeutsch“ boxt, wurden ihm im Nationalsozialismus Erfolg und sozialer Aufstieg verwehrt. Er wurde verfolgt und 1944 im KZ Wittenberge ermordet. Der Film thematisiert die bis heute aktuelle antiziganistische Verfolgung und Diskriminierung und wirft Fragen zu Unrecht, Schuld, Zivilcourage und Mut auf.

Annette Dorothea Weber studierte Darstellende Kunst an der Universität der Künste Berlin. Seit 2012 ist sie künstlerische Leiterin des COMMUNITYartCENTERmannheim, Neckarstadt-West. Mit dem Film „Zigeuner-Boxer“ ist die Regisseurin und Künstlerin in vielen Kontexten unterwegs und unterstützt die Auseinander­setzung mit und das Engagement gegen Antiziganismus.

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Eine Vergangenheit, die nicht vergeht. Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma

Extern, Karola Fings

Mo, 16. Mai 2022, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70173 Stuttgart; Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung BW, Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Viele Jahrzehnte lang wurde der Völkermord an den Sinti und Roma weder anerkannt noch aufgearbeitet. Dieses Menschheitsverbrechen begann in den Städten und Gemeinden auch Baden-Württembergs und führte zum tausendfachen Mord in dem Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Die Nichtbestrafung der Täter und Täterinnen sowie das Beschweigen der Verbrechen haben bis heute Spuren hinterlassen.

Vortrag und Diskussion mit Dr. Karola Fings

Dr. Karola Fings ist Historikerin und leitet an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg das Projekt »Enzyklopädie des NS-Völkermordes an Sinti und Roma«.

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How I became a partisan

Extern,

Film und Gespräch anlässlich des International Roma Resistance Day mit der Filmemacherin Vera Lacková am Montag, 16. Mai 2022, 19.00 – 21.00 Uhr, kosmotique, Martin-Luther Str. 13, 01099 Dresden

Anlässlich des International Roma Resistance Day. Der 16. Mai gilt als Gedenktag für die zahlreichen mutigen Rom*nja Widerstandskämpfer*innen während des Nationalsozialismus, die sich neben Lageraufständen, wie in Ausschwitz-Birkenau oder Lety u Písku organisierten und sich zu großen Teilen Widerstandsbewegungen, wie zum Beispiel den Partisan*innen in den Wäldern der Slowakei anschlossen.

Der Film „How I became a partisan“ thematisiert die Widerstandsgeschichte des slowakischen Partisanen Ján Lacko, dessen Geschichte die Urenkelin und gleichzeitig die Filmregisseurin Vera Lacková erzählt. Der Film berichtet retrospektiv als auch gegenwärtig über die Kämpfe der Rom*nja um verdiente Anerkennung.

Moderation: Mietje Kuhnhardt, RomaRespekt

„How I became a partisan“ (slowakisch mit englischen Untertiteln// 90 min)

Als slowakische Urenkelin des Rom-Partisanenkämpfers Jan Lackó, erfährt Vera Lacková schon als Kind von den Heldentaten ihres Urgroßvaters im Kampf gegen die nationalsozialistischen Besatzer. In ihrem Film „How I became a Partisan“ begibt sie sich auf die Spuren durch die ehemalige Tschechoslowakei; forscht in Archiven über die Geschichte der Rom*nja-Partisanen, führt Gespräche in Museen der Slowakei, besucht Städte und Dörfer im heutigen Tschechien und eröffnet eine Ausstellung zum Thema Rom*nja-Partisanen im Widerstand. Neben Widerstandsgeschichten thematisiert Vera Lacková in ihrem Film die Inhaftierung und Ermordung tausender Rom*nja währen des Zweiten Weltkrieges sowie die Erinnerungsgeschichte, um die es immer noch zu kämpfen gilt. Darüber hinaus zeigt der Film die gegenwärtige und zum Teil schwierige Auseinandersetzung mit der eigenen Rom*nja-Identität.

Vera Lacková möchte mit ihrem Film Vorurteile und Hass gegen Rom*nja entgegenwirken. In Ausschnitten wird dieser Kampf gezeigt, der auch im familiären Umfeld Spuren hinterlässt. Im Fokus stehen die mutigen Rom*nja, die in den tschechoslowakischen Wäldern und Dörfern aktiv waren.

*Auschwitz ist der bekannteste Ort der Verbrechen der Deutschen und ihrer Kollaborateur*innen während des Zweiten Weltkriegs. Auch an diesem Ort kämpften Sint*izze und Rom*nja gegen ihre Vernichtung. Als die SS am 16. Mai 1944 die noch am Leben gebliebenen Sinti*ezze und Rom*nja in den Gaskammern ermorden wollte, widersetzten sie sich mit im KZ selbstgebauten Waffen. Sie verbarrikadierten sich und konnten ihre Vernichtung vorerst verhindern. Nach Selektionen löste die SS das Lager in der Nacht vom 2. auf den 3. August jedoch gänzlich auf. Obwohl die zurückgebliebenen zweitausendneun Menschen keine Chance gegen diese Übermacht hatten, widerstanden sie bis zuletzt und überlebten dadurch teilweise. Auschwitz ist nur einer der Orte, an denen Rom*nja und Sint*ezze ermordet wurden. Im ganzen NS-besetzten Europa wurden sie stigmatisiert, konzentriert, verfolgt und vernichtet. Dass wir heute darüber sprechen und daran erinnern, verdanken wir den Kämpfen der Bürgerrechtsbewegung der Rom*nja und Sint*ezze in den 1980er Jahren. Diese Verfolgungsgeschichte musste von der Minderheit ins gesellschaftliche
Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft hineinprotestiert werden. Noch heute sind diese Kämpfe aktuell.

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Der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus Mehmet Daimagüler stellt sich und sein Programm vor

Extern,

am 16. Mai 2022 um 18 Uhr im Kulturhaus RomnoKher.

Im März hat die Bundesregierung zum ersten Mal einen Beauftragten gegen Antiziganismus berufen. Der Beauftragte ist im Familienministerium angesiedelt und soll die Maßnahmen der Regierung gegen Antiziganismus koordinieren, denen im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien ein hoher Stellenwert zukommt. Die Wahl fiel auf den angesehenen Juristen Mehmet Daimagüler, der insbesondere als Vertreter der Nebenklage im Münchner NSU-Prozess bekannt wurde, aber auch NS-Opfer gegen nationalsozialistische Verbrecher vor Gericht vertreten hat. Dem VDSR-BW ebenso wie anderen Einrichtungen der nationalen Minderheit der Sinti und Roma dient Daimagüler schon seit Jahren als Rechtsberater, für den Landesverband war er etwa im Ulmer Prozess wegen eines antiziganistischen Angriffs im Einsatz, der im September 2020 mit der Verurteilung der Täter endete. Daniel Strauß hat Mehmet Daimagüler bereits in seiner Nachrichtensendung RomnoKher News vom 10. März 2022 vorgestellt.

Am 16. Mai, dem Tag, an dem wir immer ein Zeichen gegen Antiziganismus in die Gesellschaft setzen und an den Widerstand von Sinti und Roma gegen die nationalsozialistische Terrorherrschaft erinnern, wird Mehmet Daimagüler im Kulturhaus RomnoKher über seine Aufgabe und seine Ziele sprechen und sich den Fragen jüngerer Engagierter aus der Minderheit stellen.

Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr und wird live auf unserem YouTube-Kanal übertragen.

Voranmeldung unter info@sinti-roma.com oder 0621–911 091–00 ist erwünscht.

Je nach aktueller Lage können im Rahmen des Hausrechts Basisschutzmaßnahmen gegen Covid-19 (Maskenpflicht) ergriffen werden.

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45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

Extern, Frank Reuter

Im Schlossbau der PH werden vom 16. Mai bis 22. Juli, Kirchplatz 2, 88250 Weingarten
werden Fotografien und Texte aus fünf Jahrzehnten zu sehen sein, die den Blick auf bekannte und weniger bekannte Ereignisse aus der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung der Minderheit lenken. Die Ausstellung wird am Montag, 16. Mai, um 14 Uhr im Festsaal der PH feierlich eröffnet. Mit einem öffentlichen Fachvortrag von Dr. Frank Reuter von der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg über „Kontinuitäten des Antiziganismus“ und einer Ausstellungsführung durch André Raatzsch vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen vertieften Einblick in die Thematik.

„Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurden die NS-Verbrechen an Roma und Sinti über Jahrzehnte hinweg beschwiegen und die Überlebenden erneut ausgegrenzt und ins Abseits gedrängt.“ Diese Aussage aus dem Ausstellungskatalog fasst die Situation der Sinti und Roma in der Bundesrepublik zusammen und bildet den Hintergrund für die Entstehung ihrer Bürgerrechtsbewegung, die nun in einer Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma zum ersten Mal an der Pädagogischen Hochschule Weingarten dokumentiert und so auch der Öffentlichkeit in der Region zugänglich gemacht wird.

Mit aufsehenerregenden Aktionen wie etwa dem Hungerstreik im ehemaligen Konzentrationslager Dachau 1980 verschafften sich die in der Bürgerrechtsbewegung Engagierten Gehör. Erst 1982 erkannte Helmut Schmidt den rassistisch motivierten Völkermord an Sinti und Roma als solchen an. Im selben Jahr erfolgte die Gründung des in Heidelberg ansässigen Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Die Ausstellung und die Eröffnungsveranstaltung werden vom Sinti Powerclub e. V. in Ravensburg in Kooperation mit dem Fach „Politikwissenschaft und ihre Didaktik“ an der Pädagogischen Hochschule Weingarten organisiert und im Rahmen des Projekts “Sinti Power Ummenwinkel – Vom Stadtteil zum Teil der Stadt” von der Baden-Württemberg Stiftung sowie mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ durch die Stadt Weingarten gefördert.

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Die Institutionen der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus in Berlin

Extern,

Stadtrundgang am Sonntag den 15. Mai von 10:00-13:00 Uhr. Treffpunkt 10:00 Uhr unter der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, 10178 Berlin. Ziel: Berliner Stadtschloss

Die ethnische Minderheit der Sinti und Roma wurde in Deutschland bereits im 19. JH polizeilich registriert und durch Sonderregelungen an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gehindert. Diese Praxis wurde stetig verschärft und mündete im Nationalsozialismus in einen Völkermord. Verschiedene Behörden und nationalsozialistische Institutionen waren beteiligt.
Der Rundgang führt an die historischen Orte der Verfolgung, wie beispielsweise den ehemaligen Standorten des Reichskriminalamtes und es Reichsarbeitsministeriums. Mittels historischer Fotos, Dokumente und der Biografien von Tätern und Betroffenen wird die nationalsozialistische Verfolgungspraxis veranschaulicht. Hierbei werden die Kontinuitäten der Entrechtung der Sinti und Roma bis in die Nachkriegszeit thematisiert.
Anmeldung unter mueller@topographie.de
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Historische Dimension des Antiziganismus und die Deportation Wormser Sinti*zze & Rom*nja

Extern,

15.05.2022 | 18:00 Uhr – 19:00 Uhr im Luthersaal der Luthergemeinde Worms, Friedrich-Ebert-Straße 45, 67549 Worms

Der Runde Tisch der Luthergemeinde Worms lädt zu einem Vortrag ein, dem das Verständnis von Antiziganismus als Grundlage dient, dass Antiziganismus ein historisch gewachsenes Phänomen ist, welches über die Jahrhunderte mannigfaltige und wechselhafte Bedeutungszuschreibungen erfahren hat und darüber hinaus bis heute mehrere Gruppen diskriminiert. Die Entstehungsgeschichte zu verstehen ist elementar, um auch das soziale Phänomen Antiziganismus verstehen zu können.

In der Veranstaltung werden die historischen Komponenten des Antiziganismus anhand ausgewählter historischer Quellen, mit einem regionalen Bezug zur Stadt Worms, von Julian Harm Mitarbeiter der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention näher beleuchtet.

Während der Veranstaltung wird den Fragen nachgegangen:
Wie entstand Antiziganismus und welche Bedeutung/ Funktion hatte die Mehrheitsgesellschaft dabei?
Wie verliefen explizit die Deportation von Wormser Betroffenen des Antiziganismus in der Stadt Worms ab?

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Kritische Auseinandersetzung mit Antiziganismus

Extern, Markus End

Vortrag mit Dr. Markus End am Freitag, 13. Mai, 19 Uhr in der Burgscheune Horn, Burgstraße 7, 32805 Horn-Bad Meinberg

Zu einem Vortrag mit Dr. Markus End, Antiziganismus-Experte an der TU Berlin, laden die Lippische Landeskirche sowie die ev.-ref. Kirchengemeinde Horn in Kooperation mit dem „Arbeitskreis gegen Nazis“ und dem Integrationsbeirat der Stadt Horn-Bad Meinberg alle Interessierten ein. Markus End spricht über „Armutszuwanderung? Anmerkungen zu einer antiziganistischen Hetzkampagne“.

In den vergangenen Jahren wurde in der deutschen Öffentlichkeit eine Debatte über die Folgen einer sogenannten „Armutszuwanderung“ ausgefochten, die zahlreiche antiziganistische Elemente aufweist bis hin zu Warnungen vor der Gefährdung des sozialen Friedens.

Im Vortrag soll diese Entwicklung und insbesondere die mediale Berichterstattung genauer untersucht werden. Anhand verschiedener Beispiele wird das Narrativ „Armutszuwanderung’“ kritisiert, um zum Schluss auf die politischen Konsequenzen und möglichen Gefahren einzugehen: Gesetzesverschärfungen gegenüber Migranten aus der EU, repressive Kommunalpolitik und eine Zunahme antiziganistischer Übergriffe.

Einlassvorbehalt: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten, völkischen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten, völkischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. (Jegliche Film,- Ton- und/oder Videoaufnahmen sind nicht erlaubt).

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Antiziganismus im Kontext von Justiz und Polizei – Staatliche Politik in der Verantwortung

Extern,

Am Mittwoch, den 11. Mai 2022 18.30 – 20.00 Uhr veranstaltet das Deutsche Institut für Menschenrechte den zweiten Teil der virtuellen Veranstaltungsreihe „Antiziganismus im Kontext von Justiz und Polizei“, zu der wir Sie herzlich einladen möchten.

Im ersten Teil der Veranstaltungsreihe am 24. November 2021 wurde die historische Dimension und die lange Tradition antiziganistischer Verfolgung und Repression seitens der Strafverfolgungsbehörden beschrieben, die das Kaiserreich mit dem Nationalsozialismus verbinden und in der Gegenwart fortwirken. Entlang der gewaltvollen Realitäten und konkreter Erfahrungen von Sinti*zze und Rom*nja mit Justiz und Polizei wurde die Notwendigkeit einer Umgestaltung der ermittlungsbehördlichen Praxis diskutiert sowie aufgezeigt, dass Justiz und Polizeibehörden gegen institutionellen Antiziganismus entschieden handeln müssen. Die Aufzeichnung und eine Zusammenfassung der Veranstaltung ist in der Linkliste zu finden.

Die kommende Veranstaltung knüpft unmittelbar daran an und nimmt daraufhin die Strategien der Bundesregierung gegen Antiziganismus und Rassismus kritisch in den Blick: Haben die im Abschlussbericht des Kabinettausschusses zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus beschriebenen Maßnahmen gegen Rassismus und Antiziganismus im Bereich Justiz und Polizei nachweislich zu strukturellen Veränderungen und Verbesserungen geführt? Welche Maßnahmen oder Mechanismen fehlen aus Sicht zivilgesellschaftlicher Akteur*innen, um institutionellen Antiziganismus und Rassismus in der Behördenpraxis nachhaltig abbauen zu können? Welche Möglichkeiten der zivilgesellschaftlichen Kontrolle von institutionellem Antiziganismus und Rassismus in Justiz- und Polizeibehörden müssen geschaffen werden? Wie können Sinti*zze und Rom*nja und andere Betroffene von Rassismus zukünftig effektiv vor rassistischer Polizeigewalt und -praxis wie Racial Profiling geschützt werden?

Hierzu diskutieren:

Isidora Randjelović, Leiterin der Selbstorganisation RomaniPhen, Mitautorin der Studie „Rassismuserfahrungen von Sinti*ze und Rom*nja“ im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma (angefragt)

Filiz Polat, Mitglied des Bundestags, Bündnis 90/Die Grünen

Helge Lindh, Mitglied des Bundestags, SPD

Den Livestream finden Sie am 11. Mai unter folgendem Link: www.dimr.de/livestream

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die Diskussion mit Ihnen.

Die Veranstaltung ist der zweite Teil der Veranstaltungsreihe, die im Rahmen des Projekts „Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus – Stärkung von Strafverfolgung und Opferschutz“ ausgerichtet wird. Das Projekt wird gefördert von und in Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz durchgeführt.

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Antiziganismus entgegentreten – Die Anfänge des Bürgerrechtsaktivismus von Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland

Extern, Daniela Gress

11.Mai 2022 09:30 bis 11.00 Uhr in Hörsaal H 8 (Raum F02.228) in der Flandernstraße 101 in 73732 Esslingen

ÖFFENTLICHE VORTRAGSREIHE 2022 – Diskriminierungs- und Rassismuskritische Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft

An der Hochschule Esslingen findet vom 11. Mai 2022 bis zum 29. Juni 2022 die öffentliche Vortragsreihe zum Thema diskriminierungs- und rassismuskritische Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft statt.

Diskriminierung und Rassismus sind historisch und aktuell weltweit beobachtbare Phänomene. Hochschulen und Soziale Arbeit sollen sich für die möglichst freie Entfaltung von Menschen und gegen Benachteiligung einsetzen. In der öffentlichen Vortragsreihe wird den Fragen nachgegangen, wie Hochschulen und Soziale Arbeit in der Praxis mit dem Anspruch der Menschenrechtsorientierung umgehen und historisch umgegangen sind. Welche Rolle haben gesetzliche Regelungen, Machtverhältnisse und wie werden die Perspektiven von diskriminierten Gruppen in der Arbeit gerechtigkeitsorientiert berücksichtigt?

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Zwischen Freiheit und Vorurteil. Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Deutschland

Extern, Verena Meier

Do, 05.05.2022, 18:30 Uhr in der „Stasi-Zentrale“. Campus für Demokratie „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Sinti und Roma in Deutschland kämpfen seit langem um Anerkennung ihrer NS-Verfolgung und nationaler Minderheitenrechte. Sie erleben bis heute Rassismus und Marginalisierung im Alltag sowie im öffentlichen Diskurs.Unsere Gäste sprechen über Strategien des Empowerments, etwa durch die Sichtbarmachung von kulturellem Erbe, über Leben und Alltag in der DDR sowie Kontinuitäten rassistischer Diskriminierung nach 1945.

Im Gespräch: Verena Meier, Forschungsstelle Antiziganismus Heidelberg; Simone Trieder, Autorin, recherchierte zu Sinti in der DDR; Silas Kropf, Referent für Bildung und zivilgesellschaftlic­hes Engagement; André Raatzsch, Dokumentationszentru­m Dt. Sinti und Roma. Moderation: Shelly Kupferberg, rbb.

Die Veranstaltung findet vor Ort in „Haus 22“ statt und wird ebenfalls um 18:30 Uhr live übertragen über: http://www.stasi-unterlagen…

Das Campus-Forum ist eine Kooperation des Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Arc­hivs, der Robert-Havemann Gesellschaft e. V. und des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Reporter ohne Grenzen, dem Deutschen Institut für Menschenrechte und Memorial Deutschland e.V.

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Protected children, regulated mothers: gender and the „Gypsy question“ in state care in postwar Hungary

Extern,

Vortrag von Dr. Eszter Varsa am 05.05.2022, 19:00 – 20:30 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Eszter Varsa analysierte hunderte Einzelfallakten aus staatlichen Kinderheimen, um Kontinuitäten und Brüche im Geflecht sozialpolitischer In- und Exklusion im frühen sozialistischen Ungarn (1949-1956) offenzulegen. Zum einen konnte sie die sich verändernde Rollen- und Arbeitsverteilung zwischen Männern und Frauen abbilden. Zum anderen zeigte sie auf, dass der Staat das Fürsorgewesen weiterhin nutzte, um Roma – die damals größte ethnische Minderheit Ungarns – zwangsweise in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Eszter Varsa studierte an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest und der Central European University in Budapest Amerikanistik, Anglistik sowie Gender Studies und war im Jahr 2020 Stipendiatin des Romani Rose-Fellowship der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Seit 2021 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt “ZARAH” des Europäischen Forschungsrats an der Central European University in Wien. Das Forschungsprojekt rückt die Bedeutung des Arbeitskampfes von Frauen und dessen Bedeutung für soziale Bewegungen sowie die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Osteuropa in den Fokus der Geschichtsforschung.

Da momentan (Stand: November 2021) noch nicht absehbar ist, ob zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch Einschränkungen im Rahmen des Infektionsschutzes bestehen werden, bitten wir Sie, sich vor dem Vortrag an dieser Stelle über mögliche Einschränkungen zu informieren.

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A wie Antiziganismus

Extern,

28. April 2022 um 17:00 – 19:00 Uhr, Online per Zoom

„Antiziganismus bezeichnet die spezifische Form des gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus. Als zentrales Element der Verfolgungs- und Vernichtungspolitik radikalisierte er sich im nationalsozialistischen Deutschland zum Völkermord. In der deutschen Nachkriegsgesellschaft wurde der Antiziganismus institutionell und gesellschaftlich fortgeführt und besteht bis in die Gegenwart fort.

In unserem Antidiskriminierungs ABC setzen wir uns mit der Geschichte des Antiziganismus, seinen gegenwärtigen Erscheinungsformen und der Frage was wir ihm entgegensetzen können auseinander.“

Referent*in: Roberto Paskowski und Thomas Höhne, Verband deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern

Ansprechpartner*in: Natalie Keller, natalie.keller@agaby.de, Tel.: 0163 513 0708

Um Ihnen rechtzeitig den Link zur Online-Veranstaltung zukommen lassen zu können, bitten wir um eine Anmeldung hier bis spätestens 25. April 2022

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Rassismus trotz „Auschwitz“? Zu den Kontinuitäten im Umgang mit Sinti und Roma in der deutschen Geschichte

12.04.2022, Dienstag, 19:00 – 21:00 Uhr, hybrid: Im Staatsarchiv, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg, und Online;
Preis Abendkasse und Online: 8,00 €

War „Antiziganismus“ noch vor 20 Jahren ein Fachterminus, dessen Bekanntheit kaum über die engen Grenzen hochspezialisierter Forschungsdiskussionen und die Kreise politischer Aktivistinnen und Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung hinausreichte, so nimmt seine Verwendung bis heute stetig zu. Als eine spezifische, noch immer in hohem Maße gesellschaftsfähige Variante des Rassismus, die sich in erster Linie gegen die Angehörigen der Sinti und Roma-Minderheit richtet, benennt der Begriff die systematischen, in den vielfältigsten Formen erscheinenden Diskriminierungen und Benachteiligungen der als „Zigeuner“ stigmatisierten Minderheit durch die Mehrheitsgesellschaft. Antiziganismus weist eine lange Geschichte und eine tiefe Verankerung im kollektiven kulturellen Gedächtnis der europäischen Nationen auf. Die sozialen und historischen Hintergründe, die den „Zigeuner“-Diskurs hervorbrachten und aufrechterhielten sollen ebenso beleuchtet werden wie die Geschichte des Umgangs mit Sinti und Roma in Deutschland. Auf die neueren Entwicklungen, nach dem tiefen Einschnitt des nationalsozialistischen Völkermordes, soll dabei genauer eingegangen werden.

Joey Rauschenberger ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Kontinuitäten des Antiziganismus in Baden-Württemberg nach 1945“ an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg.

Die Veranstaltung findet hybrid statt, d.h. Sie können online oder in Präsenz teilnehmen. Bitte melden Sie sich zur Onlineteilnahme an, damit wir Ihnen den Link schicken können. Wenn Sie in Präsenz teilnehmen möchten, kommen Sie bitte ohne Anmeldung zur Abendkasse.

In Kooperation mit: Staatsarchiv Ludwigsburg, Förderverein ZentraleStelle e.V., Stolpersteine Ludwigsburg

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IMPULSE: Antiziganismus

Extern,

Lehrerinnenfortbildung Baden-Württemberg (Reihe politische Bildung). Dienstag, 12.04.2022, 16:00 – 17:00; online

Antiziganismus ist eine besonders verbreitete Diskriminierungsform, die auch im schulischen Kon-text stattfindet. Zugleich ist Wissen über die Geschichte von Sinti und Roma kaum präsent, obwohl das Thema Eingang in die Bildungspläne gefunden hat. Der Vortrag beleuchtet den Forschungs-stand und zeigt Möglichkeiten zur Bearbeitung für Schule und Unterricht auf.

Referent:

Dr. Tim Müller ist Historiker und wissenschaftlicher Leiter des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg. Er hat zu Themen der Demokratie-, Minderheiten und Ide-engeschichte publiziert und ist Lehrbeauftragter an der Universität Mannheim.

Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige Anmeldung zur Veranstaltung nötig. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie automatisch per E-Mail den Link für die Veranstaltung.

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten

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Welt-Roma-Tag feiern!

Extern,

Sa, 9. April 2022, 16:00 – 18:30 Uhr, Schloßplatz, 10178 Berlin

In Berlin kämpfen Sinti*zze und Rom*nja seit Jahrzehnten für Bürgerrechte und Teilhabe, und gegen Diskriminierung. Sie treten aktiv für die gesamtgesellschaftliche Stärkung der Demokratie in ihrer Stadt ein. Anlässlich des Welt-Roma-Tages diskutieren Vertreter*innen Berliner (Selbst)Organisationen über die Verflechtungen zwischen Kunst und Politik, Vergangenheit und Gegenwart, Berlin und Europa in ihrer Arbeit. Was sehen sie als zentrale Ziele und Herausforderungen? Auf welchen Ebenen begegnen sie Antiziganismus, und wie wirken sie ihm entgegen? Wie sind aktuelle politische und kulturelle Auseinandersetzungen vor dem Hintergrund des Holocausts und der langjährigen Bürgerrechtsbewegung zu verstehen? Wie können sich Menschen gesellschaftlich engagieren und solidarische Netzwerke stärken, sowohl innerhalb Berlins als auch deutschlandweit und international?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Freiflächen-Präsentation „Gleichberechtigte Bürger*innen“ des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma statt. Auf dem Podium sprechen Dotschy Reinhardt (Landesrat Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V.), Timea Junghaus (European Roma Institute for Arts and Culture e.V.), Milan Pavlovic (Rroma Informations Centrum e.V.) und Iosif Stavarache (Student, Aktivist). Moderation: Michaela Bechtel-Hirsh (Solidarisch gegen Hass). Die Diskussion wird gerahmt durch den Kurzfilm „Proud Roma“ (2022) von Pablo Vega und eine Performance der Jazzband Sinti Swing Berlin.

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Das Lager am Rande der Stadt

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Film und Diskussion zum „Romani Day“ am 8. April 2022, 15:00 Uhr; Museum Hotel Silber, Dorotheenstraße 10, 70173 Stuttgart

In Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma begeben sich junge Menschen aus der Minderheit auf Spurensuche in Ravensburg und rekonstruieren die Geschichte ihrer verfolgten Familien. Ihr Projekt führt sie an den Ort des einstigen Zwangslagers Ummenwinkel und ins Museum Humpis-Quartier in Ravensburg sowie nach Mannheim zur Auschwitzüberlebenden Zilli Schmidt. Der Film, der sie auf ihrer Spurensuche begleitet, ist ein energisches Plädoyer für lebendige Gedenkarbeit in der Gegenwart. Er zeigt, wie wichtig das Engagement junger Menschen ist und wie wirkungsvoll auch die Zeitzeugenschaft der nachgeborenen Generationen des Völkermords sein kann.
Entstanden in Verbindung mit dem Lernort RomnoKher des VDSR-BW.

Eine Veranstaltung der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber und des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg anlässlich des Internationalen Romani Day.

Diskussionsteilnehmer: Magdalena Guttenberger, Madeleine Kehrer, Armani Spindler, Robert Trapp

Moderation: Dr. Tim Müller

Langer Freitag – Themenabend zum Internationalen Roma-Tag 2022

Extern,

Der Lange Freitag im April beschäftigt sich mit der Realität und den Klischees über Sinti*zze und Rom*nja. An diesem Tag ist das Museum bis 24 Uhr geöffnet, ab 18 Uhr ist der Eintritt frei. Neben einigen Thementouren und Workshops gibt es zudem ein vielseitiges Begleitprogramm.
Das komplette, immer aktualisierte Programmgibt es auf der Website: https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/besuch/programm/langer-freitag/

Workshops zum Langen Freitag

18.30 – 19.30 Uhr Auf den Spuren Otto Pankoks: Monotypie

20 – 21 Uhr Auf den Spuren Otto Pankoks: Monotypie

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Dotschy Reinhardt: Everybody’s Gypsy. Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt

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Freitag, den 8. April 2022, 19:00 – 22:00 Uhr im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster.

Literaturgespräch und Konzert mit Dotschy Reinhardt. Die Sängerin, Autorin und Aktivistin Dotschy Reinhardt im Gespräch über Antiziganismus, dem Rassismus gegenüber Sinti*zze und Roma*nja, moderiert von Daniel Müller Hofstede. Im Anschluss findet das Konzert mit dem Dotschy Reinhardt Trio statt.
Die Veranstaltung läuft im Rahmen des Langen Freitags, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart

Extern,

Online-Vortrag ab 6. April 2022, 19:00 Uhr

Antiziganismus bezeichnet die spezifische Form des Rassismus gegen Sinti und Roma. Anfangs religiös geprägt erlangte er später eine ordnungspolitische Funktion. Rassistische Theorien prägten in den 1920er Jahren ganz entscheidend die gegen Sinti und Roma gerichtete Gesetzgebung, die sich im Nationalsozialismus zum Völkermord radikalisierte. Aktuell zeigen sich die Ressentiments vor allem in den Diskursen über die Arbeitsmigration aus Osteuropa. Der Vortrag skizziert die Geschichte des Antiziganismus und beleuchtet sein Auftreten in der Gegenwart. Systemvoraussetzungen für die Webinar-Software Zoom: https://vhs.link/4dN9zY Auf folgender Webseite können Sie testen, ob Ihr System geeignet ist: https://zoom.us/test

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Antiziganismus: Diversity-Kompetenzen stärken – Bilder und Vorurteile über Roma

Extern,

Präsenz-/Fortbildung am 31.03.2022, 09:30 – 16:00 im  AWO Eltern Kind Zentrum, Röhrenstraße 6, 14480 Potsdam

Referent Georgi Ivanov /amaroforo

Anmeldeschluss 21.03.2022

Als die größte Minderheit Europas haben Sinti und Roma nach wie vor Schwierigkeiten, gleichberechtigten Zugang zu den verschiedenen Lebensbereichen zu finden. Gerade für zugewanderte Roma spielt der Rassismus, neben den unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen, eine tragende Rolle auf dem Weg zur Teilhabe.

In der Fortbildung wird es zum einen um grundlegende Wissensvermittlung zum Thema Antiziganismus gehen und zum anderen um seine Rolle in dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden. Mithilfe unterschiedlicher interaktiven Übungen und Kurzinputs soll der praxisorientierte fachliche Austausch angeregt und eine fachspezifische (Selbst)Reflexion ermöglicht werden.

Themen sind u. A. die Konstruktion des Antiziganismus und seine historische und gegenwärtige Kontinuitäten.

Amaro Foro e.V. ist ein Jugendverband von Rom*nja und Nicht-Rom*nja, der sich gegen Antiziganismus und für Chancengerechtigkeit und Teilhabe engagiert. Amaro Foro dokumentiert antiziganistische Diskriminierungsvorfälle seit 2014 systematisch. Im Kontext von Leistungsbehörden sind solche Diskriminierungen als besonders gravierend anzusehen, weil sie für die Betroffenen oft existenzbedrohende Konsequenzen haben. Für Sozialberater*innen ist der Umgang damit eine Herausforderung, denn sie haben oft keine spezifischen Kenntnisse zu Antiziganismus und müssen in ihrem Arbeitsalltag ein hohes Arbeitsaufkommen und Verunsicherung angesichts sich stetig ändernder Rechtslagen bewältigen.

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Antiziganismus früher und heute. Woher kommt das (Un)-Wissen über Roma und Sinti?

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Di. 29.03.2022, 19.30 Uhr, Haus International e.V., Poststraße 22, 87439 Kempten
Vortrag von Radoslav Ganev mit Diskussion, Sternveranstaltung in der Reihe „Allgäuweite Wochen gegen Rassismus“.

Roma und Sinti sind nicht nur die größte, sondern laut mehreren Studien auch die unbeliebteste Minderheitengruppe Europas. In Deutschland etwa lehnt ein Großteil der Bevölkerung Roma und Sinti in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ab, ohne wirklichen Bezug oder Kontakt zu den Menschen gehabt zu haben. Warum ist das so? Woher kommen die Bilder, die viele Menschen assoziieren, wenn sie an die Minderheitengruppe denken? Ein Rückblick auf die Entstehung Jahrhunderte alter Klischees und Vorurteile hilft zu verstehen, warum Roma und Sinti noch heute ausgegrenzt werden und unter Stigmatisierung leiden.

Referent:
Radoslav Ganev ist Politikwissenschaftler und Gründer von RomAnity e.V., einem Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Partizipation unter und mit Roma und Sinti zu verbessern. Der Verein möchte Begegnungen ermöglichen, die Normalität und Diversität der Roma und Sinti zeigen und dazu beitragen, dass neue Bilder entstehen.

Veranstalter: Haus International

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Forumtheater „Wir sind hier!“

Extern,

26.03.2022, 16 Uhr, Pangea-Haus, Trautenaustraße 5, 10717 Berlin

Ein von KURINGA Berlin und RomaTrial
produziertes Stück über Verfolgung, Zurückweisung
und Unterdrückung von Roma in Deutschland
von Hildegard Lagrenne Stiftung
für: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senior:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Multiplikator:innen
Nach einer sehr späten Anerkennung des Holocaust an Roma und Sinti
gibt es wieder rassistische Anschläge und das Roma-Holocaust-Mahnmal
soll wegen einer neuen S-Bahn-Linie teilweise zerstört werden. Nach dem
Stück wird das Publikum eingeladen eigene Ideen auf der Bühne auszuprobieren.

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Sinti und Roma – eine unbekannte Minderheit?

Extern,

24. März, 17:30 – 19:30, Förde vhs Kiel, Muhliusstraße 29-31, Raum C.032, 24103 Kiel

Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens schon zumindest ein oder zwei Klischees über die größte Minderheit in Europa gehört, wohingegen die Geschichte der Sinti und Roma ziemlich unbekannt ist. In diesem Workshop erfahren Sie mehr über die Geschichte dieser Minderheit und darüber, welchen Vorurteilen die Bevölkerungsgruppe ausgesetzt ist. In diesem Zuge machen wir uns bewusst, wie Geschichte und Gegenwart zusammenhängen und wie man sein Wissen gezielt einsetzen kann, um gängigen Klischees entgegenzuwirken.

Der Workshop wird von Angehörigen der Minderheit geleitet: Die Sinteza Kelly Laubinger, Co-Vorsitzende der Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V. und erste Vorsitzende der Sinti Union Schleswig-Holstein e.V. und der Sinto Marlo Thormann, Gründungsmitglied und stellv. Vorsitzender der Sinti Union Schleswig-Holstein e.V., beantworten Ihre Fragen.

Anmeldung: https://www.foerde-vhs.de/9/kurs/Sinti-und-Roma-eine-unbekannte-Minderheit/22F11136; Kursnummer: F11136, Kursgebühr: 15 €

Vorträge zum Thema werden von der Sinti Union darüber hinaus bei der VHS Rendsburg am 16. März (Kursnr.: 22F10104) und bei der VHS Neumünster am 17. März 2022 (Kursnr.: BT10101V) angeboten.

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Antiziganismus und Rassismus: Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992

Extern,

Im Rahmen der Int. Wochen gegen Rassismus: Mittwoch, 23.03.2022, 19:00 Uhr, KOMMA Esslingen, Maille 5-9, 73728 Esslingen

Unter Parolen wie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ belagerte im August 1992 ein Bündnis aus Rostocker Anwohner*innen und eigens zu diesem Anlass angereisten Nazis die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen (ZASt) und das Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Mehr als hundert Vietnames*innen und antifaschistische Unterstützer*innen entgingen dem Tod in dem brennenden Haus nur knapp. Den pogromartigen Ausschreitungen war eine monatelange antiziganistische Hetze gegen die Asylbewerber*innen vorausgegangen. In ihrem Vortrag setzt sich Merle Stöver mit den Zusammenhängen von Antiziganismus und den rassistischen Vorgängen in Rockstock-Lichtenhagen im Jahr 1992 auseinander. Merle Stöver ist Sozialarbeiterin und Antisemitismusforscherin. Zu ihren wissenschaftlichen und politischen Schwerpunkten gehören Feminismus und die Kritik des Antisemitismus und des Antiziganismus.

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Bilder aus einem inneren Ausland. Sinti-Familienbiografien

Vortragsveranstaltung mit Dr. Ulrich Opfermann am Mittwoch, 23. März, um 19 Uhr, im Iwalewahaus, Wölfelstraße 2, 955444 Bayreuth.

Der promovierte Historiker Ulrich F. Opfermann war Vorstandsmitglied in der NS-Gedenkstätte Aktives Museum Südwestfalen in Siegen und beim Verein Rom e.V. in Köln aktiv. Bis heute ist er weiterhin für beide Institutionen tätig. Er engagierte sich auch im Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten Nordrhein-Westfalen. Zudem ist er Mitglied der Gesellschaft für Antiziganismus-Forschung. Seine Schwerpunkte liegen in der Geschichte Westdeutschlands und Nordrhein-Westfalens, der deutschen Nationalismus- und NS-Geschichte sowie in der Geschichte von Sinti und Roma, Juden und Jenischen. In seinem Vortrag wird er auch auf Bayreuth Bezug nehmen.

Veranstalter ist die Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem Iwalewahaus.

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Frankfurter Sintizze und Romnja – Vortrag und Gespräch

Extern,

Mi, 23.03.2022, 18 Uhr, Historisches Museum, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
Perspektiven: Frankfurter Sintizze und Romnja – Vortrag und Gespräch / Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aschunen I Dikhen – hört und schaut hin“.

Es berichten Carmen Spitta, die Tochter der Frankfurter Filmemacherin und Bürgerrechtsaktivistin Melanie Spitta, Sonja Böttcher, sie lebt und arbeitet in Frankfurt und Patrizia Siwak, sie arbeitet im Berufsbildungsprojekt des Fördervereins Roma e.V. Gemeinsam sprechen sie über ihre Familiengeschichten und Erfahrungen als Angehörige der Minderheiten.

Anmeldung/Tickets über die Webseite des Historischen Museums, Frankfurt

Das Event findet im Rahmen der feministischen Veranstaltungsreihe „Aschunen I Dikhen – hört und schaut hin“ statt, die das Frauenreferat an verschiedenen Orten in Frankfurt in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank und der Kinothek Asta Nielsen e.V. veranstaltet. „Aschunen I Dikhen“ bedeutet in Romanes „Hört und schaut hin“. Zudem zeigt die Bildungsstätte 2022 eine Ausstellung zu Perspektiven von Rom*nja und Sinti*zze in Hessen.

Im Fokus der Veranstaltungsreihe stehen die Themen Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze, Defintionsmacht, Empowerment und künstlerische Praxen. Die Beteiligten zeigen ihre Perspektiven, auf Körper, Alltag und Politik in Form von Filmen, Musik, Worten und Performances. Aktuelle Herausforderungen im Kontext sozialer Ungleichheit,rechter Gewalt sowie antifeministischer und antiziganistischer Mobilisierung werden ebenso diskutiert wie die Notwendigkeit feministischer Bündnisse. Die Veranstaltungen zeigen und bestärken die Perspektiven von Frauen* und ihre künstlerischen und politischen Interventionen und Aktionen.

Die Veranstaltungsreihe knüpft an die Film- und Diskussionsreihe „Revision. Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung und Kämpfe gegen Antiziganismus“ der Kinothek Asta Nielsen an und ist Bestandteil der Kampagne „Klischeefreie Zone Frankfurt“.

„Ashunen I Dikhen“ wird kuratiert von Ursula Schmidt Pallmer und Linda Kagerbauer.

Tickets, Informationen und aktuelle Hygieneauflagen finden Sie auf den Seiten der Veranstalter*innen und auf klischee-freie-zone-ffm.de

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Antiziganismus in Oberfranken

Extern,

Workshop, Mi., 23.03.2022, 14:00 – 17:00 Uhr, Café LU 0.24, Ludwigstraße 7, 95028 Hof

Antiziganismus gibt es seit Jahrhunderten und bezeichnet die spezifische Form des gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus. Als zentrales Element der Verfolgungs- und Vernichtungspolitik radikalisierte er sich im nationalistischen Deutschland zum Völkermord. Auch in Oberfranken sind davon noch heute Spuren zu finden. In der deutschen Nachkriegsgesellschaft wurde der Antiziganismus institutionell und gesellschaftlich fortgeführt.
Für Sinti und Roma ist auch heutzutage Antiziganismus im Alltag gegenwärtig, unter anderem in stereotypen Darstellungen von Sinti und Roma in den Medien oder im Diskurs über Armutszuwanderung. In dem Grundlagen-Workshop setzen wir uns, ergänzt durch verschiedene Übungen, mit der Geschichte des Antiziganismus und seinen gegenwärtigen Erscheinungsformen auseinander.

Anmeldung ist erforderlich, Telefon 09281 7145-13 (Sonja Tenschert), Anmeldeschluss 16.03.2022

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Aktiv gegen institutionellen Antiziganismus

Extern,

Im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus (LWgR) findet am Dienstag, 22. März 2022, 17.00–19.00 Uhr dieser Online-Workshop statt:

Ein Schwerpunkt des Berichts der unabhängigen Kommission Antiziganismus war Institutioneller Antiziganismus / Rassismus gegen Sinti_ze und Rom_nja. Im Workshop werden die vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen diskutiert. Idee und Ziel ist es, für die Thematik zu sensibilisieren und Anregungen für veränderte Praktiken in Organisationen und Institutionen zu geben.

Veranstalter: Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA) der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Anmeldungen bitte per Mail an: projekt.koga@stiftung-ng.de
Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/96627322187?pwd=OStxS0I2VmhYUm5zSmViRCtTTEF0dz09

Meeting-ID: 966 2732 2187
Kenncode: 634665

Programmflyer:
LWgR_2022-Programm

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HinterFragen: Sinti & Roma -Eine Minderheit zwischen Verfolgung und Selbstbestimmung

Extern,

Fenster – Ausstellungseröffnung in Kooperation mit „Bildungsforum gegen Antiziganismus“ am Freitag, 18. März 2022, 16 Uhr im Kulturladen Buntekuh, EKZ, Korvettenstraße 75, 23558 Lübeck

Wer sind Sinti und Roma eigentlich?
Was bedeutet es heute, Sinti oder Roma zu sein?
Wie wird an den Völkermord erinnert?

Diese und andere Fragen sind Ausgangspunkt und Leitfaden der 14 kompakten Info-Panels zur Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in Deutschland.

Neben einem historischen Abriss und Begriffsdefinitionen stehen die exemplarische Präsentation der vielfältigen Selbstorganisationen sowie Portraits von Angehörigen der Minderheit im Fokus. Kernthemen sind Antiziganismus und Verfolgung, aber auch Selbstbestimmung und der lange Kampf um Anerkennung.

Die Infopanels laden zum Dialog und zur Auseinandersetzung mit einem vielfältigen Themenspektrum ein. Sie fordern auf, gesellschaftliche und politische Diskussionen sowie mediale Darstellungen etc. zu hinterfragen – und hinter die Fragen zu blicken. Die Info-Panels werden dauerhaft im Bildungsforum gegen Antiziganismus ausgestellt, sofern in den Räumlichkeiten zum jeweiligen Zeitpunkt keine Wechselausstellung präsentiert wird. Derzeit erarbeitet das Bildungsforum gegen Antiziganismus pädagogische Materialien zu den Info-Panels „HinterFragen“, die in Kürze online erschienen werden.

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40 Jahre Anerkennung des Völkermords. Sinti und Roma gestalten die demokratische Kultur der Bundesrepublik

Donnerstag, 17.03.2022, 18:30 Uhr im RomnoKher, B 7,16, 68159 Mannheim

40 Jahre Anerkennung des Völkermords – wie kam es dazu? Warum war der Weg dorthin so lang und so schwierig? Welche Folgen hatte diese Anerkennung für die Minderheit und für die „Mehrheitsgesellschaft“? Und was bedeutet dieses historische Ereignis heute – für Sinti und Roma, für die Erinnerungskultur, für die Demokratie?

Am Jahrestag bringen wir führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Erinnerungskultur, politischer Bildung und der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma ins Gespräch:

Vorträge von Dr. Sebastian Lotto-Kusche (Europa-Universität Flensburg) und Daniela Gress (Forschungsstelle Antiziganismus), im Anschluss Diskussion mit Romeo Franz MdEP, Daniela Gress, Sebastian Lotto-Kusche, Daniel Strauß (Vorsitzender VDSR-BW), Sibylle Thelen (Direktorin, Landeszentrale für politische Bildung), Moderation: Dr. Tim Müller.
Die Live-Übertragung auf unserem Youtube-Kanal RomnoKher können Sie verfolgen unter: https://youtu.be/2WsvNTneYYM.

Es gelten die aktuellen Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg sowie das Hygienekonzept des VDSR-BW.

Um Voranmeldung wird gebeten unter info@sinti-roma.com oder 0621–911 091–00.

Verband Deutscher Sinti und Roma,
Landesverband Baden-Württemberg e. V.
B7, 16 | 68159 Mannheim

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„Bilder im Kopf – Fremd- und Selbstwahrnehmung von Rom*nja und Sinti*zze aus rassismuskritischer Perspektive“

Extern, Merfin Demir

Online-Fachtag am 15.03.2022 10:00 – 15:00 Uhr

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS NRW), des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) und des Landesjugendrings NRW in Kooperation mit dem LVR-Landesjugendamt Rheinland und dem LWL-Landes – jugendamt Westfalen.

Programm
Input: Dimensionen und Kontinuitäten von Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja, Roxanna-Lorraine Witt, Save Space e.V.
Workshops:

WS 1: Rassismuskritische Handlungsmöglichkeiten für die Praxis, Tayo Awosusi-Onutor, Autorin, IniRomnja/RomaniPhen e.V.

WS 2: Die Allgegenwart von Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze in Deutschland, Isidora Randjelović, Sozialpädagogin, IniRomnja/RomaniPhen e.V.
Ausgehend von der jüngsten Studie zu Rassismuserfahrungen von Rom:nja und Sinti:zze in Deutschland besprechen wir grundlegende Kennzeichen und Mechanismen von diesem spezifischen Rassismus und seiner Verwobenheit mit anderen Rassismen sowie Ungleichheitsstrukturen.

WS 3: Selbstorganisation und Widerstandsformen (dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Menschen of Color/mit Rassismuserfahrung), Amdrita Jakupi, Systemische Familien und Traumatherapeutin, angehende Schauspiel- und Theatertherapeutin, Vorstandsvorsitzende des Vereins Save Space e.V. Köln
Solange unsere Erfahrung der Diskriminierung sprachlos bleibt, ist Sprache sinnlos und unsere Erfahrung der Befreiung folgenlos. Repräsentation ist, wenn die Gesellschaft mir spiegelt, dass ich ein Teil von ihr bin. So ermöglicht Repräsentation auch erst den gegenseitigen Respekt und eine Identifikation auf Augenhöhe.
Ziel dieses WS ist es, eine neue Perzeption von Selbst- und Fremdbild aus multidimensionaler Perspektive widerzuspiegeln. Neue Selbstbilder, Fremdbilder und Vorbilder im Zeitalter der digitalen Information zu schaffen. Selbstbewusst und reflektierend sollte sich unsere Arbeit, unsere Kunst und unser Dasein weiterentwickeln. Veränderte Identitäten und unser individueller Platz in einer hybriden Gesellschaft, welche transgenerative und kollektive Spuren von Traumata und strukturellen Rassismus mit sich tragen, systemisch reflektieren und rekonstruieren.

WS 4: Die eigenen Bilder im Kopf in der pädagogischen Praxis hinterfragen, Merfin Demir, rassismuskritisches Rom*nja-Empowerment und Soziale Arbeit, Terno Drom e.V.
Die soziale Arbeit braucht Bezüge zu den Realität(en) von Rom*nja Gemeinschaft(en); aber auch einen machtkritischen und vorurteilsreflektierten Ansatz innerhalb der eigenen Strukturen. Welches Wissen ist über Rom*nja einzubeziehen? Welches sind die Kriterien einer rassismuskritischen Praxis?
15:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Anmeldefrist: 7. März 2022
Aus Förderungsgründen werden Anmeldungen aus NRW vorrangig behandelt.
Teilnahmebeitrag: 15 €
für Bezieher*innen von Arbeitslosengeld/Hartz IV und Geringverdienende (u.a. Schüler*innen, Auszubildende und Studierende) ist ein ermäßigter Teilnahmebeitrag von 7,50€ nach Anfrage bei Stefan Schlang (AJS) möglich.

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Antiziganismus – wo gibt´s denn sowas?

Extern,

Informations- und Begegnungsabend am Dienstag, 15. März, 18.30 Uhr, Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. in Kooperation mit dem Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, Lagerhalle e.V., Rolandsmauer 26, 49074 Osnabrück

Antiziganismus bezeichnet eine spezifische Form der strukturellen Diskriminierung von Angehörigen der Minderheiten der Sinti und Roma, sowie weiterer Personen und Gruppen. Hierbei überschneiden sich strukturelle Benachteiligung und individuelle Ausgrenzung. Um diesen Rassismus verstehen und bekämpfen zu können müssen wir uns als Gesamtgesellschaft (selbst-)kritisch mit diesem Phänomen auseinandersetzen und die Stimmen von Betroffenen in den Vordergrund stellen.

In diesem Sinne wird Mario Franz eine Einführung zum Phänomen des Antiziganismus geben sowie als Vorsitzender des Osnabrücker Sinti-Verein Maro Dromm Sui Generis von seiner Arbeit berichten.

Anschließend werden Merle Cals und Tanja Kossyk als Vertreterinnen des Kommunalen Sozialdienstes der Landeshauptstadt Hannover (KSD) sowie Thorben Struck von der Nds. Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. unter dem Titel „Antiziganismus, Empowerment und Soziale Arbeit“ ihre gemeinsamen Erfahrungen aus der Zusammenarbeit zwischen Selbstvertretungsorganisation und Jugendamt anhand des Projektes „Meilenstein“ vorstellen.

Ergänzt werden die Beiträge durch einen Vortrag von Nadine Tauchner (Gedenkstätte Augustaschacht) und der Sintezza Jill Strüber zum Thema „Zwischen Erinnerungskultur und Bildungsort. Was können Gedenkstätten zur Bekämpfung von Antiziganismus beitragen?“.

Mitglieder der Gruppe „Das Gespann“ sorgen mit Swing und Jazz für einen lebendigen musikalischen Rahmen.

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung und Informationen: Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, Telefon 0541 323-3210, E-Mail friedenskultur(at)osnabrueck.de

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75 Jahre Rheinland-Pfalz, Erfahrungen aus der Perspektive von Sinti und Roma

Extern, Frank Reuter

Dienstag, 15. März, 19 Uhr, Online-Vortrag von Jacques Delfeld Sr. und Dr. Frank Reuter, Landeszentrale für politische Bildung

Rheinland-Pfalz ist das Land des starken Zusammenhalts und des gelebten Miteinanders – und das schon seit 75 Jahren. Die Rheinland-Pfälzer haben viele Herausforderungen gemeistert und sind zusammengewachsen. Inwieweit dies auch für die in Rheinland-Pfalz lebenden Sinti und Roma galt, erörtert der erste Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma RLP, Jacques Delfeld Sr. Er berichtet in seinem Vortrag über die Erfahrungen der Minderheit nach Kriegsende, über die bürgerrechtlichen Aktivitäten des Landesverbandes RLP und über dessen andauernde Anstrengungen zur Überwindung antiziganistischer Ressentiments.

Dr. Frank Reuter, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg, beleuchtet anschließend aus der wissenschaftlich-historischen Perspektive den Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit der Minderheit. Anhand von Quellen zeigt er Kontinuitäten der Diskriminierungsgeschichte nach 1945 auf und erläutert die Zusammenhänge zur späteren Entstehung der Emanzipationsbewegung der Sinti und Roma.
Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten die offenen Fragen der Teilnehmer. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von István Kuruc, Violine.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Themenschwerpunktes „75 Jahre Rheinland-Pfalz“ der Landeszentrale für politische Bildung statt. Interessierte können sich per E-Mail an anmeldung@politische-bildung-rlp.de oder auf der Webseite der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz unter „Veranstaltungen“ anmelden, oder unter der Kurz-URL. Der Zugangslink beziehungsweise die Zugangsdaten zu dieser Online-Veranstaltung werden den Teilnehmenden rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail zugesendet.

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Auftaktveranstaltung der Stiftung gegen Rassismus: Internationale Wochen gegen Rassismus, Weinheim

Extern,

13. März, 10:00 – 14:00 Uhr, Stadtbibliothek Weinheim, Luisenstraße 5/1, 69469 Weinheim

Eröffnung der Veranstaltungsreihe des Stadtjugendring Weinheim e.V. in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Baden Württemberg und der Stadtbibliothek Weinheim zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022 in Weinheim. Die Veranstalter geben einen Einblick in das Schwerpunktthema „Antiziganismus“, der VDSR stellt sich vor und gibt einen geschichtlichen Input.
Daran anschließend wird die Ausstellung „Typisch Zigeuner – Mythos und Lebenswirklichkeiten“ eröffnet. Im Anschluss daran ist ein gemeinsamer Austausch möglich.

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Aufstehen gegen Rassismus. Antisemitismus und Antiziganismus bekämpfen, Kriegsvorbereitung stoppen!

Extern,

12.03.2022, 10:00 – 18:00 Uhr, Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V., Ahornweg 45, 21244 Buchholz, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr: Bericht der unabhängigen Kommission Antiziganismus von Cornelia Kerth, Vorsitzende VVN-BdA

Bei der diesjährigen Antifaschistischen Nordkonferenz geht es um Aufklärung und Gegenstrategien gegen Neofaschismus und Rechtspopulismus. In Form von Referaten, Filmen und Diskussionen wollen wir uns gemeinsam mit antifaschistischem Engagement auseinandersetzen.

Das Motto dieses Jahr lautet: „Aufstehen gegen Rassismus. Antisemitismus und Antiziganismus bekämpfen, Kriegsvorbereitung stoppen!“

Eine Veranstaltung von VVN/ BdA und Wohn- und Ferienheim Heideruh in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.

Programm

10.00 Uhr Begrüßung

10.15 Uhr bis 11.15 Uhr
ANTISEMITISMUS: Ergebnis der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung
Beate Küpper, Hochschule Niederrhein

11.30 Uhr bis 13.00 Uhr
ANTISEMITISMUS HEUTE
Anne Goldenbogen, Freie Autorin

13.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Pause und Mittagessen

14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Bericht der unabhängigen Kommission Antiziganismus
Cornelia Kerth, Vorsitzende VVN-BdA

16.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Kaffeepause

16.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Diskussion zur Friedenssicherung
Bernd Meinberg

Die Konferenz wird online (ZOOM) und in Präsenz als hybride Veranstaltung stattfinden
Anmeldung mit vollem Namen bei lobemeimberg@t-online.de entweder
• Präsenz oder
• online

Rückfragen und Ansprechpartner*in:
Lore und Bernd Meimberg tel. 04543 7107 oder lobemeimberg@t-online.de

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„Einfach weg!“ – Romasiedlungen im Burgenland

Extern,

Fr. 11.03.2022, 19:00 Uhr in 4710 Loipersdorf/ Kitzladen – Österreich,  Untere Hauptstraße 10, Kultursaal
Das Buch „Einfach weg!“ ist die neueste Publikation von Gerhard Baumgartner und Herbert Brettl. Bis zu ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten bestanden auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes über 120 Roma-Siedlungen. Im Rahmen dieses Buchprojektes wurden zahlreiche historische Bildquellen und archivarische Quellen zusammengetragen, um die Gründung und Existenz dieser Siedlungen, das Schicksal ihrer BewohnerInnen, insbesondere die Verfolgung und Zerstörung zwischen 1938 und 1945 sowie die Situation in der Nachkriegszeit zu dokumentieren.

Vortragende: Mag. Dr. Gerhard Baumgartner, Mag. Dr. Herbert Brettl

Anmeldung unter X218G02: 0 33 59/ 25 40 (Gemeindeamt), office@vhs-roma.eu
Eine Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland in Kooperation mit der Gemeinde Loipersdorf/Kitzladen und dem Concentrum.

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„Politik und Verwaltung sagen Problemimmobilien den Kampf an“ – Antiziganistische Diskurse und die Etablierung neuer Politiken am Beispiel der Stadt Göttingen

Extern,
09. März 2022, 18:00 – 20:00 Uhr, online @ Zoom

 

Im Sommer 2020 gerieten mehrere sog. „Problemimmobilien“ aus Göttingen bundesweit in die Schlagzeilen. Um einen massenhaften Corona-Ausbruch zu verhindern und „Ansteckungsgefahr“ für die gesamte Stadtgesellschaft zu minimieren, folgte die Stadtverwaltung einer Logik der kleinräumigen Eindämmung. So wurde insbesondere ein Hochhaus mit Zäunen hermetisch abgeriegelt und die Quarantäne hunderter Bewohner*innen mit polizeilichen Mitteln durchgesetzt. Diese Ereignisse sind allerdings nur eines der jüngsten Kapitel in einem langjährigen stadtpolitischen Problemdiskurs, der die Effekte sozialräumlicher Segregation mit rassistischen Zuschreibungen verknüpft. In seinem Vortrag analysiert Christian Hinrichs nicht nur die antiziganistischen Bedeutungsebenen dieses Problemimmobiliendiskurses am Beispiel von EU-Migration in Göttingen, sondern beleuchtet weitergehend anhand von kommunalpolitisch implementierten Maßnahmen die Wirkungsweisen und Mechanismen des institutionellen Rassismus im städtischen Raum.

 

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Freizügigkeit für alle? Institutioneller Rassismus und EU-Migration“, in welcher im Austausch von Wissenschaft und Praxis die Mechanismen und Wirkungsweisen des Rassismus im EU-Binnengrenzregime beleuchtet wird. Warum werden die Kommunen zu entscheidenden migrationspolitischen Akteuren in der erweiterten Union? Weshalb entwickelt sich in diesem Kontext das Sozialrecht zu einem Instrument des Ausschlusses und der Migrationskontrolle? Und inwiefern strukturieren rassistische Deutungsmuster institutionelle Praktiken des Ein- und Ausschlusses von Unionsbürger*innen?

 

Christian Hinrichs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Göttingen. Er ist Ko-Autor der Studie „Mechanismen des institutionellen Antiziganismus: Kommunale Praktiken und EU-Binnenmigration am Beispiel einer westdeutschen Großstadt“ (2021) für die Unabhängige Kommission Antiziganismus.

 

Mit einem Kommentar einer Vertreterin des Roma Center / Roma Antidiscrimination Network, Göttingen

 

Weitere Informationen zum Vortrag

Weitere Informationen zur Vortragsreihe

 

Teilnahme und Organisation: Alle Veranstaltungen der Vortragsreihe „Freizügigkeit für alle? Institutioneller Rassismus und EU-Migration“ finden online über die Plattform Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Veranstalter: Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus, der Hochschule Hannover und der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen

Kontakt: Tobias Neuburger, neuburger[at]idd.uni-hannover.de

Fachtagung: Demokratiebildung durch Regionalgeschichte am Beispiel der NS-Zeit

Extern,

Lehrkräftefortbildung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Kooperation mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung – Mannheim am 07.03.2022 von 9.00 bis 17.00 Uhr, Professional School, Zeppelinstr. 3, 69121 Heidelberg und online

„Erinnern für die Zukunft“ unter diesem Leitsatz werden wir in der Fachtagung anhand der lokalhistorischen Geschichte im Raum Heidelberg die Themen Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus behandeln. Durch praxisnahe Workshops und den Besuch von historischen bzw. erinnerungskulturellen Orten werden didaktische Zugänge zur Geschichtserkundung und Demokratiebildung vermittelt. Allen teilnehmenden Lehrkräften wird im Zuge dieser Veranstaltung ein gedrucktes Materialheft mit lokalhistorischen Quellen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden verschiedene digitale Formate zur Vermittlung von Regionalgeschichte vorgestellt.

Der Fachtag wird angepasst an die pandemische Lage in Hybridform angeboten. Bis zu 15 Teilnehmende können in Präsenz an der Professional School teilnehmen. Weitere Teilnehmende werden per Webkonferenz (Zoom) direkt in den Workshopraum zugeschaltet. Die Gruppenarbeiten und die Exkursion am Nachmittag werden ebenfalls online angeboten. Sie können uns im Anmeldeformular unter „Ihre Nachricht an die Veranstalter“ Ihre präferierte Teilnahmeform nennen. Bei „Warteliste“ entscheidet der Zeitpunkt der Anmeldung.

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Antiziganismus – Rassismus gegen Sinti*zze & Rom*nja

Extern,

Dienstag, 01.03.2022, 17-19 Uhr, online – BigBlueButton

Rassismus hat viele Facetten – Diese Informationsveranstaltung und das darauf aufbauenden Seminar (03.03.2022) beschäftigen sich mit Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja, auch Antiziganismus genannt, . Gemeinsam mit den Referentinnen Veronika Patočková von Roma Trial e.V. und Estera Stan vom Bildungsprogramm gegen Antiziganismus: Wir sind hier!, wird den Fragen nachgegangen:

Was ist Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja?
Wie ist er historisch einzuordnen und wie wirkt er sich auch heute noch auf Leben von Rom*nja und Sinti*zze aus?
Welche Besonderheiten gibt es auf der Intersektion dieses Rassismus und Sexismus?

Anmeldung über women-rais.ed@damigra.de oder per WhatsApp unter +49 178 8637994.

Die Veranstaltung findet auf der Plattform BigBlueButton statt. Den Zugangs-Link erhaltet Ihr nach der Anmeldung.
Die Veranstaltungen finden beide auf Deutsch statt.
Das Angebot richtet sich an alle FLINTA*-Personen, die Sexismus und Rassismus erfahren.

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Ressourcenorientiere Biografiearbeit – die eigene Geschichte als Lerngegenstand

Extern,

Dream Road-Fortbildung zu pädagogischen Methoden gegen Antiziganismus

26.02.2022, 09:30 – 15:30 Uhr, VHS Liesing, Liesinger Platz 3 , 1230 Wien

Kurs-Nr. 22DROM01
6.00 Unterrichtseinheiten
Die Roma Volkshochschule Burgenland bietet Ihnen eine Workshopreihe bzw. Ausbildung für
Trainer*innen an, in der Sie bestens darauf vorbereitet werden, in Schulen und Erwachsenenbildung zum Thema „Theorie und Praxis gegen Diskriminierung und Antiziganismus“ zu arbeiten.

Zielgruppe: Workshop für Trainierende, Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendleiterinnen und Jugendleiter, MultiplikatorInnen und andere Interessierte

Methodik: Erzählkreis, Reflexion, Wissensvermittlung

Biografiearbeit ist eine strukturierte Form zur Selbstreflexion der eigenen Lebensgeschichte im geschützten Rahmen, und eine bewährte Methode in der (politischen) Erwachsenenbildung, der sozialen Arbeit, in der Altenpflege sowie in der interkulturellen Bildungsarbeit.

Die Reflexion, Erinnerung und Verständnis an die eigene biografische Vergangenheit bietet eine gute Grundlage für die Auseinandersetzung mit Identitäten und Diversität.
In Form von lebensgeschichtlichen Erzählungen werden in diesem Training Verbindungen hergestellt, es wird erzählt und erforscht, ein Ordnen und Einordnen von Individuum und Gesellschaft in den jeweiligen sozialen Umfeld und dessen Handlungsmöglichkeiten wird möglich.

In verschiedenen Dimensionen und Ebenen von beispielsweise kultureller Identität, rechtlichem Status, Alter, sozialer Schicht, Geschlecht, religiöser Zugehörigkeit werden Unterschiede, aber vor allem Gemeinsamkeiten aufgezeigt – mit dem Ziel das Verstehen und eine gegenseitige Akzeptanz von Unterschiedlichkeiten zu fördern, sowie Stärken und Wachstumsmöglichkeiten zu entdecken.

Melinda Tamás, MA
Trainerin, Übersetzerin, Forscherin und Lehrende im Bereich der Politischen Erwachsenenbildungsarbeit zu den Themen sensibler Sprachgebrauch, Antirassismus, Antidiskriminierung, Deradikalisierung, Extremismusprävention, Friedens- & Demokratiebildung sowie Interkulturelle Sozialkompetenz und Interkulturelle Kommunikation.
Entwicklung von zahlreichen Bildungsprojekten im Bereich Menschenrechte, Integration und Geschlechterdemokratie; Forschungstätigkeiten und Publikationen zu Formen von Ausgrenzung, sozialer Inklusion und Exklusion, Friedens- und Demokratiebildung.

Das Projekt wird aus den Mitteln des Interreg Danube Transnational Programme der Europäischen Union finanziert.

Dieser Kurs kann nicht online gebucht werden. Bitte schreiben Sie uns eine Nachricht an liesing@vhs.at.

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Bundeskongress Wie weiter nach dem Bericht der UKA*?

24.02.2022, 10-13 Uhr, Online (Zoom und YouTube-Stream)

Im Fokus steht der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) und dessen Auswirkungen auf die (Bildungs-)Arbeit gegen Antiziganismus. Unter dem Titel „Perspektivwechsel – Nachholende Gerechtigkeit – Partizipation“ wurde der Bericht im letzten Jahr veröffentlicht und macht deutlich, dass Antiziganismus nach wie vor ein massives gesamtgesellschaftliches Problem in Deutschland darstellt.

Beim diesjährigen Bundeskongress stehen zwei der dem Bericht zugrundeliegenden Studien im Fokus: In der von Iman Attia und Isidora Randjelović geleiteten Erhebung wurden Rassismuserfahrungen von Sinti*zze und Rom*nja in Deutschland untersucht. Die Befragten berichten von Ausgrenzung in fast allen Bereichen des Lebens: im Berufsleben, im Alltag, bei der Wohnungssuche, in Medien und im Kontakt zu öffentlichen Institutionen und Behörden. Die institutionelle Dimension ist auch Gegenstand der Studie von Christian Hinrichs und Tobias Neuburger. Hier wurde im Kontext der EU-Binnenmigration eine Verstrickung der Kommunalverwaltungen in einen antiziganistischen Diskurs identifiziert, die zur Segregation und Stigmatisierung der betroffenen Menschen führt. Anhand dieser Problemfelder werden Perspektiven für die zukünftige Arbeit gegen Antiziganismus diskutiert.

Wichtig: Aufgrund der aktuellen Lage wird der Bundeskongress als Online-Veranstaltung über die Plattform Zoom stattfinden. Anmeldung für eine Teilnahme bei Zoom bitte per Mail bis zum 22. Februar: berlin@sintiundroma.de. Zusätzlich wird der Bundeskongress auf dem YouTube-Kanal des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma als Live-Stream übertragen.

Programm: Moderation: Jasar Dzemailovski, Carmen e.V.

· 10 Uhr Eröffnung (Emran Elmazi, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma)
· 10:05 Impuls: „Arbeit, Themen und Forderungen der Unabhängigen Kommission Antiziganismus“ (Silas Kropf, Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus)
· 10:30 „Rassismuserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja in Deutschland“, Input von Isidora Randjelović und Iman Attia mit anschließender Diskussion, moderiert von Guillermo Ruiz, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Kurze Pause

· 11:30 „Mechanismen des institutionellen Antiziganismus: Kommunale Praktiken und EU Binnenmigration am Beispiel einer westdeutschen Großstadt“ Input von Tobias Neuburger mit anschließender Diskussion, moderiert von Valerie Laukat, Amaro Foro e.V.
Kurze Pause

· 12:30 Abschlussrunde
· 13:00 Ende der Veranstaltung

Zu den Referent*innen:

Prof. Dr. Iman Attia, Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin mit den Schwerpunkten Rassismusforschung sowie rassismuskritische Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Projektleitung der Studie zu Rassismuserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja in Deutschland im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus.

Silas Kropf, M.A. Organisations- und Personalentwicklung. Leitender Organisationsberater und freiberuflicher Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement, mit Fokus auf die Themenfelder Antiziganismus und Selbstorganisation. Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus.

Tobias Neuburger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz Forschungszentrum Center for Inclusive Citizenship sowie am Institut für Didaktik der Demokratie an der Leibniz Universität Hannover. Autor der Studie „Mechanismen des institutionellen Antiziganismus: Kommunale Praktiken und EU Binnenmigration am Beispiel einer westdeutschen Großstadt“ im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (mit Christian Hinrichs).

Isidora Randjelović, Mitinitiatorin des feministischen Romnja* Archivs RomaniPhen, Dipl. Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin, engagiert in der IniRromnja. Projektleitung der Studie zu Rassismuserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja in Deutschland im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus.

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„Weil wir Romnja sind?!“

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23.02.2022, 18 Uhr Cinéma Frankfurt, Rossmarkt 7, 60311 Frankfurt
D 2019, 85 Minuten
Film und Gespräch

Dragiza, Anita und Alina sind Rom*nja aus Frankfurt mit rumänischem Hintergrund.Die drei unterschiedlichen Freundinnen kämpfen gegen Diskriminierung und für ein besseres Leben.

Der Film begleitet sie über vier Jahre bei ihren alltäglichen Kämpfen und Begegnungen mit anderen Romnja. Im Anschluss spricht Linda Kagerbauer mit den Regisseurinnen Dragiza Pasara Caldaras, Anita Adam, Alina Preda und Ursula Schmidt Pallmer.

Anmeldung/Tickets über die Webseite des Cinéma Frankfurt

Das Event findet im Rahmen der feministischen Veranstaltungsreihe „Aschunen I Dikhen – hört und schaut hin“ statt, die das Frauenreferat an verschiedenen Orten in Frankfurt in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank und der Kinothek Asta Nielsen e.V. veranstaltet. „Aschunen I Dikhen“ bedeutet in Romanes „Hört und schaut hin“. Zudem zeigt die Bildungsstätte 2022 eine Ausstellung zu Perspektiven von Rom*nja und Sinti*zze in Hessen.

Im Fokus der Veranstaltungsreihe stehen die Themen Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze, Defintionsmacht, Empowerment und künstlerische Praxen. Die Beteiligten zeigen ihre Perspektiven, auf Körper, Alltag und Politik in Form von Filmen, Musik, Worten und Performances. Aktuelle Herausforderungen im Kontext sozialer Ungleichheit,rechter Gewalt sowie antifeministischer und antiziganistischer Mobilisierung werden ebenso diskutiert wie die Notwendigkeit feministischer Bündnisse. Die Veranstaltungen zeigen und bestärken die Perspektiven von Frauen* und ihre künstlerischen und politischen Interventionen und Aktionen.

Die Veranstaltungsreihe knüpft an die Film- und Diskussionsreihe „Revision. Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung und Kämpfe gegen Antiziganismus“ der Kinothek Asta Nielsen an und ist Bestandteil der Kampagne „Klischeefreie Zone Frankfurt“.

„Ashunen I Dikhen“ wird kuratiert von Ursula Schmidt Pallmer und Linda Kagerbauer.

Tickets, Informationen und aktuelle Hygieneauflagen finden Sie auf den Seiten der Veranstalter*innen und auf klischee-freie-zone-ffm.de

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Zwei Jahre und ein paar Tage – nach Halle, nach Hanau: Erinnern, aber Weitermachen!

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22.02.2022, 19:00 – 20:30 Uhr, Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Bei den Anschlägen in Halle und Hanau spielten die rechtsextremen und menschenverachtenden Überzeugungen der Täter eine entscheidende Rolle. Diese richteten sich gegen Menschen, die als migrantisch, jüdisch oder muslimisch gelesen werden und reihen sich in eine jahrzehntelange Tradition rechtsextremer Angriffe in Deutschland.

Die Attentate von Halle und Hanau sind ein Appell an unsere Gesellschaft, die Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus stärker in den Fokus zu rücken. Welche Konsequenzen ziehen wir aus diesen Angriffen? Welche Verantwortung tragen wir im Kampf gegen Menschenfeindlichkeit? Und wie können wir unser Gedenken an die Opfer mit Widerstand gegen Hassgewalt verbinden?

Begrüßung durch Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg

Es sprechen: Bildungsinitiative Ferhat Unvar, Zehra Tuzkaya, Aktivistin des Heidelberger Bündnisses Erinnern.Verändern., Yalçın Tekinoğlu, Heidelberger Rechtsanwalt des deutschen, europäischen und internationalen Rechts sowie Strafverteidiger für Opfer von Diskriminierung und Hassgewalt, Esther Dischereit, Autorin, u. a. des Buchs „Hab keine Angst, erzähl alles! Das Attentat von Halle und die Stimmen der Überlebenden“, Dr.in Harpreet Cholia, Forscherin, Beraterin sowie Autorin des Buchs „Unentbehrlich. Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“, Hasiba Džemajlji, Beraterin bei Rom e.V. Köln

Moderiert von Ülkü Süngün, Bildende Künstlerin am Institut für Künstlerische Migrationsforschung.

Musikalische Begleitung durch ENGIN.

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Ausgrenzung und Diskriminierung – Antiziganismus in unserer Gesellschaft

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Ausgrenzung und Diskriminierung – Antiziganismus in unserer Gesellschaft

Montag, 21.02.2022, 19.00 Uhr, Diskussionsrunde mit Filmbeiträge | Capitol, Waldhofstr. 2, 68169 Mannheim
— verlegt — Ersatztermin wird gesucht

Gezeigt werden 3 kurze Videofilme, um anhand des Gezeigten verschiedene Themen zu diskutieren:
– Videofilm von 2014 „Umfrage zur Berufs- und Wohnsituation von Sinti und Roma in Deutschland“ ca. 5 min
- Videokurzfilm zum Thema Diskriminierung heute
- 3. Videokurzfilm: Welche Instrumente werden eingesetzt um Diskriminierung, Antiziganismus zu bekämpfen
Dazwischen finden jeweils kurze Diskussionsrunden statt.
An der Diskussionsrunde werden Verena Lehman (Vorstandmitglied und Mitarbeiterin des VDSR) und Jovica Arvanitelli (Leiter der Beratungsstelle für Gleichberechtigte Teilhabe) teilnehmen.
Veranstalter: Capitol Betriebs GmbH in Kooperation mit dem Verband deutscher Sinti & Roma
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Erinnerungslücken und Antiziganismus

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Öffentliche Tandemführung: Samstag, 19. Februar 2022, 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr, Humboldt Forum, Schlossplatz, 10178 Berlin

Die Freiflächen-Kuratoren André Raatzsch und Jan Kreutz bieten einen kritischen Blick auf die Ausstellung BERLIN GLOBAL. Die Tandemführung knüpft an der Präsentation „Gleichberechtigte Bürger*innen“ zur Geschichte Berliner Sinti*ze und Rom*nja an. Dabei geht es um Themen wie Antiziganismus heute, erinnerungskulturelle Debatten um den Holocaust, und die Rolle herausragender Persönlichkeiten aus der Minderheit.

Die Tandemführung ist Teil des Begleitprogramms der Freiflächen-Ausstellung „Gleichberechtigte Bürger*innen“ des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Mehr Infos zur Ausstellung: https://berlin-global-ausstellung.de/showroom/story/freiflaeche-gleichberechtigte-buergerinnen/

Zu den Personen:
Der Historiker Jan Kreutz und der Kunstwissenschaftler André Raatzsch bilden zusammen das Referat Dokumentation am Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Sie sind Kuratoren der Freiflächen-Ausstellung „Gleichberechtigte Bürger*innen“ zur Geschichte der Berliner Sinti*ze und Rom*nja. Ziel ihrer Arbeit ist es, die Darstellung und Vermittlung deutscher Geschichte um die vernachlässigte Perspektive der deutschen Sinti*ze und Rom*nja zu erweitern.

Zum Format:
Die Tandemführung findet im Duo statt. Ein*e Vermittler*in und ein*e Expert*in oder Expert*innen-Team führen im Gespräch durch ausgewählte Ausstellungsbereiche. Den thematischen Akzent setzt die eingeladene Fachperson. Dabei bringen die Expert*innen ihre vielfältigen beruflichen und persönlichen Hintergründe in das Gespräch mit ein. Die Expert*innen können eine Hebamme, Künstler, Kleinunternehmerin, Biologe, Historikerin, Archäologin, Psychologe, Feuerwehrfrau oder Restaurator sein. Auch werden Menschen eingeladen, die sich ehrenamtlich engagieren oder die Ausstellung kuratorisch begleitet haben. So ist jede Tandemführung individuell und einzigartig.

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Umkämpfte Stadtbürgerschaft: Urbane Auseinandersetzungen um EU-Migration

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16. February 2022, Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus, der Hochschule Hannover und der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen, online

Viele deutsche Kommunen haben sich in den letzten Jahren als „sichere Häfen“ deklariert. Zugleich wurde in der jüngeren Vergangenheit der Idee der Stadtbürgerschaft in wissenschaftlichen wie auch in politisch-aktivistischen Debatten ein inklusives Potenzial attestiert, das der nationalstaatlichen Exklusionsprogrammatik – Stichwort Staatsbürgerschaft – gegenüberstehe. In ihrem Vortrag verdeutlicht Lisa Riedner, dass die starre Gegenüberstellung von inklusiver Stadtbürgerschaft vs. exklusiver Staatsbürgerschaft allerdings nicht haltbar ist. Bezugnehmend auf ihre Forschungen in den Städten München und Frankfurt beschreibt sie kommunale Praktiken im Umgang mit einer ungewünschten EU-Migration, die zwischen Abwehr und Hilfe oszillieren. Ordnungspolitische Abwehrmaßnahmen stehen hierbei keineswegs grundlegend im Widerspruch zu humanitären Hilfeangeboten oder arbeitsmarktpolitischen Aktivierungsprogrammen. Gemeinsam bilden sie vielmehr eine praktische Einheit des postliberalen Rassismus in der erweiterten Europäischen Union.

Der Vortrag findet online statt und ist Teil der Veranstaltungsreihe „Freizügigkeit für alle?“, in welcher im Austausch von Wissenschaft und Praxis die Mechanismen und Wirkungsweisen des Rassismus im EU-Binnengrenzregime beleuchtet wird. Warum werden die Kommunen zu entscheidenden migrationspolitischen Akteuren in der erweiterten Union? Weshalb entwickelt sich in diesem Kontext das Sozialrecht zu einem Instrument des Ausschlusses und der Migrationskontrolle? Und inwiefern strukturieren rassistische Deutungsmuster institutionelle Praktiken des Ein- und Ausschlusses von Unionsbürger*innen?

Lisa Riedner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der LMU München. Sie ist Autorin des Buches „Arbeit! Wohnen! Urbane Auseinandersetzungen um EU-Migration“ (2018) und Ko-Autorin der „Bedarfsanalyse wohnungsloser EU-Bürger_innen unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Rom_nja in Frankfurt am Main“ (2020).

Mit einem Kommentar von Sabine Hess, Kulturanthropologin mit Schwerpunkt Migrations- und Grenzregimeforschung

Gefördert im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

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„Und eisig weht der kalte Wind.“

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15. März 2022, 20.00 Uhr, Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18 a, 63450 Hanau

Lesung aus dem Buch von Ricardo-Lenzi-Laubinger mit musikalischer Begleitung  über seine Familiengeschichte, von der Endestierung ihrer Rechte und ihrer systematischen Verfolgung als deutsche Sinti/Sintize bis hin zu ihrer Deportation und ihren traumatischen Erfahrungen im nationalsozialistischen KZ-System.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Main-Kinzig mit Sitz in Hanauhat mit ihren Partnern AWO Hanau, Bildungsstätte Anne Frank, Demokratie Leben Hanau und Bund, Stadt Hanau, DGB, IG Metall, Jüdisch-Chassidische Kultusgemeinde Breslev, KUZHU, Omas gegen Rechts, FV VHS Hanau, Sinti Union Hessen und VHS Hanau ein umfangreiches Programm organisiert.

Anmeldungen richten sie an mkk@vvn-bda.de, Pandemieregeln sind zu beachten! Eventuell werden die Veranstaltungen auch per Videokonferenz durchgeführt.

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Demokratie lernen lernen: Antiziganismus

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Aus der Reihe: Demokratie lernen lernen – Qualifizierungsbausteine für Multiplikator:innen, 15.02.22, 10–14 Uhr, Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main; Referentinnen: Ina Hammel & Katharina Rhein, Verband der Sinti und Roma, Landesverband Hessen

Der Workshop ermöglicht neben einem historischen Einblick in die Geschichte des Antiziganismus und den Kampf dagegen, eine Sensibilisierung und Selbstreflektion der Teilnehmenden und zeigt Handlungsoptionen gegen Diskriminierung auf.

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Die Geschichte des Antiziganismus | Von Luther bis zur Lega Nord

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08. Februar 2022, Online, Fachstelle Extremismusdistanzierung (LAG e. V.)

Das Team der Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) lädt Sie für den 08. Februar 2022 zur Veranstaltung „Die Geschichte des Antiziganismus | Von Luther bis zur Lega Nord“ ein. Die Veranstaltung findet von 10 bis 12:30 Uhr online statt.

Der Vortrag wirft einen Blick auf die Geschichte des Antiziganismus in Europa. Er zeigt die historischen Kontinuitäten von Ausgrenzung und Verfolgung sowie die Folgen für Sinti*zze und Rom*nja bis in die Gegenwart. Diskriminierung gehört bis heute in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen zum Alltag. Der Vortrag erklärt, wo und wie die Diskriminierungen stattfinden und wie wir als Gesellschaft dagegen vorgehen können. Viele Sinti*zze und Rom*nja verstecken aus Sorge vor Nachteilen diesen Teil ihrer Identität. Veranschaulicht wird dies anhand von Erfolgsgeschichten von Menschen mit Romani-Hintergrund, die man vielleicht nicht als Teil der Community vermutet.

Dislo Benjamin Harter ist als Referent für Die Veranstaltung geladen.

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Comic Art „Lebenswirklichkeiten der Sinti und Roma“

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7. Februar – 27. März, Stadtjugendring Weinheim e.V., Jugendraum MOJA, Bahnhofstr. 19, 69469 Weinheim

Die Comicausstellung „Lebenswirklichkeiten der Sinti und Roma“ widmet sich in einer besonders für junge Menschen attraktiven Bildsprache den Themen Bildung, Antiziganismus, Beschäftigung und Wohnen als aktuellen Herausforderungen für Menschen mit Romani-Background. Die Wanderausstellung wird in einem Jugendraum präsentiert. Sie kann im Schaufenster betrachtet werden.

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Kriminalpolizei und Völkermord. Die NS-Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg und Transitional Justice nach 1945

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03.02.2022, 19:00 – 20:30 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Die Kriminalpolizei nahm eine zentrale Rolle bei der Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma zwischen 1933 und 1945 ein. Personelle wie institutionelle Kontinuitäten nach 1945 führten die Stigmatisierung und rassistische Sondererfassung fort.

Der nationalsozialistische Staat grenzte Sinti und Roma schrittweise aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens aus und beraubte sie ihrer Rechte. Der Alltag der Menschen war zunehmend von diskriminierenden Sonderbestimmungen geprägt. Eine besondere Rolle nahm dabei die Kriminalpolizei ein, die die schrittweise Eskalation der Verfolgung hin zum organisierten Völkermord an den Sinti und Roma mitbetrieb.

Der Rolle der Kriminalpolizei am Beispiel Magdeburg widmet sich Verena Meier. Sie beleuchtet dabei nicht nur die Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus, sondern auch die Zeiträume vor 1933 und nach 1945 – von der ausgehenden Weimarer Republik bis in die 1980er-Jahre. Damit können Kontinuitäten weit stärker aufgezeigt werden als bei einer Fokussierung auf den Zeitraum der NS-Herrschaft. Verena Meier untersucht dabei, ob Täter des nationalsozialistischen Regimes unter alliierter Besatzung und in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) strafrechtlich verfolgt oder amnestiert wurden, inwiefern Opfer Entschädigungsleistungen erhielten und Maßnahmen zum Gedenken ergriffen wurden.

Verena Meier promoviert an der Universität Heidelberg zur nationalsozialistischen Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg sowie zur Aufarbeitung der Verfolgung unter den Alliierten und in der DDR. Gerade im Bereich der Strafverfolgung von NS-Verbrechen an Sinti und Roma in der Nachkriegsjustiz gibt es bislang wenige Forschungsarbeiten. Ebenso verhält es sich mit Untersuchungen, die einen Fokus auf das Gebiet der SBZ und DDR legen.

Gemäß der aktuellen Corona-Verordnung des Landes ist der Besuch nur mit einem Genesenen- oder Geimpften-Nachweis möglich, zusätzlich muss ein tagesaktueller negativer Schnell- oder PCR-Test (2G+) vorgelegt werden. Besucherinnen und Besucher, die bereits eine Auffrischungsimpfung („Booster“) erhalten haben, müssen keinen Test vorlegen. Dies gilt auch für Personen, die in den letzten drei Monaten ihre vollständige Grundimmunisierung erhalten haben. Es gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2- oder vergleichbaren Maske. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 15 Personen begrenzt.

Bitte beachten Sie auch unsere allgemeinen Regelungen zum Infektionsschutz. Um eine Voranmeldung unter info@sintiundroma.de wird gebeten.

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Vom Vergessen zum Porajmos, dem »Roma-Holocaust«

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Mittwoch, 02. Februar 2022 um 19:00 Uhr, online
Vortrag von Ljiljana Radonić

Nach langen Jahrzehnten der Marginalisierung der Erinnerung an die Verfolgung von Roma im Zweiten Weltkrieg rückt diese Opfergruppe im Zuge der »Universalisierung des Holocaust« nun zunehmend in den Fokus.

Ein unumstrittener Begriff für den Massenmord fehlt jedoch bislang, »Roma-Holocaust« birgt die Gefahr einer Opferkonkurrenz in sich. Mit dem Thema befasste Wissenschaftler:innen tappen oft in die Falle, beweisen zu wollen, die Verfolgung der Roma sei schlimmer als jene der jüdischen Bevölkerung gewesen.

Gedenkmuseen, auch in ostmitteleuropäischen Staaten im Zuge des EU-Beitritts neugestaltete, nehmen zunehmend Roma-Opfer in den Blick, reproduzieren dabei jedoch Klischees bis hin zu rassistischen Stereotypen. Diese Ausstellungen werden im Vortrag im Kontext der Europäisierung der Erinnerung an den Roma-Genozid beleuchtet.

Ljiljana Radonić ist Politikwissenschaftlerin in Wien. Seit 2019 leitete sie das durch einen ERC Consolidator Grant finanzierte Projekt über „Globalized Memorial Museums. Exhibiting Atrocities in the Era of Claims for Moral Universals“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Darüber hinaus schreibt sie regelmäßig für die ’sans phrase – Zeitschrift für Ideologiekritik‘

Wir veranstalten als AStA der Universität Hamburg diesen Vortrag im Rahmen des Referates für Erinnerung, um auf den Antiziganismus in der Erinnerungskultur aufmerksam zu machen.
Datum

Die Veranstaltung findet aufgrund der pandemischen Lage online via Zoom statt. Zoom-Meeting beitreten:https://uni-hamburg.zoom.us/j/67176599202?pwd=QjhWT0htRlBKY2hHdUxoaWg5UStDUT09&fbclid=IwAR0gzct8XiMsDlPaopAxrqdVJn5YihzJJcJ4BGr__TQ-CU3D_F3zDbYPxno#success

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Vortragsreihe: Freizügigkeit für alle? Institutioneller Rassismus und EU-Migration

Im Februar und März 2022 veranstaltet das Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität in Kooperation mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus, der Hochschule Hannover und der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen die Online-Vortragsreihe „Freizügigkeit für alle? Institutioneller Rassismus und EU-Migration“.

Freizügigkeit für alle? Diese Frage bewegt seit der sogenannten EU-Osterweiterung nicht nur die mediale Öffentlichkeit, sondern sie beunruhigt darüber hinaus auch Politik und Behörden. Als Gegenbewegung zum Abbau der Grenzen innerhalb der EU hat sich europaweit ein neuer Rassismus herausgebildet, der sich in Deutschland in erster Linie gegen eine als „Armutszuwanderung“ stigmatisierte EU-Migration aus Rumänien und Bulgarien richtet. Rassismus besteht nicht nur darin, unerwünschte Andere als minderwertig zu stigmatisieren. Er begründet weitergehend auch institutionelle Strategien ihres gesell-schaftlichen Ein- und Ausschlusses und dient in letzter Konsequenz somit dazu, sie als rechtlos zu definieren.

In der Vortragsreihe „Freizügigkeit für alle?“ beleuchten wir im Austausch von Wissen-schaft und Praxis die Mechanismen und Wirkungsweisen des Rassismus im EU-Binnengrenzregime: Warum werden die Kommunen zu entscheidenden migrationspolitischen Akteuren in der erweiterten Union? Weshalb entwickelt sich in diesem Kontext das Sozialrecht zu einem Instrument des Ausschlusses und der Migrationskontrolle? Und inwiefern strukturieren rassistische Deutungsmuster institutionelle Praktiken des Ein- und Ausschlusses von Unionsbürger*innen?

 

Teilnahme und Organisation: Alle Veranstaltungen der Vortragsreihe „Freizügigkeit für alle? Institutioneller Rassismus und EU-Migration“ finden online über die Plattform Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe

 

Alle Veranstaltungen im Überblick

Ausgeschlossen oder privilegiert? Oder: Wie das Sozialrecht zum Instrument der „Migrationskontrolle“ wird
Vortrag von Claudius Voigt | Kommentar von Georgi Ivanov
02. Feb. 2022, 18.00 bis 20.00 Uhr
Zoom-Link

Umkämpfte Stadtbürgerschaft: Urbane Auseinandersetzungen um EU-Migration
Vortrag von Lisa Riedner | Kommentar von Sabine Hess
16. Feb. 2022, 18.00 bis 20.00 Uhr
Zoom-Link

Grenzen der Ausbeutung? EU-Migration zwischen Grenzregime und Erwerbsarbeit
Vortrag von Peter Birke | Kommentar von Anda Nicolae-Vladu
23. Feb. 2022, 18.00 bis 20.00 Uhr
Zoom-Link

„Politik und Verwaltung sagen Problemimmobilien den Kampf an“ – Antiziganistische Diskurse und die Etablierung neuer Politiken am Beispiel der Stadt Göttingen
Vortrag von Christian Hinrichs | Kommentar von Roma Center
09. Mär. 2022, 18.00 bis 20.00 Uhr
Zoom-Link

Grenzenlose Mobilität – begrenzende Institutionen? Wie sich Schule und Quartier um ‚die Einwanderung aus Südosteuropa‘ arrangieren
Vortrag von Karin Cudak | Kommentar von Guillermo Ruiz
16. Mär. 2022, 18.00 bis 20.00 Uhr
Zoom-Link

Gedenkstunde zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der Landtag von Baden-Württemberg lädt ein am Donnerstag, 27. Januar 2022, 11:30 Uhr, online.

77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz- Birkenau erinnert der Landtag von Baden-Württemberg am 27. Januar 2022 mit einer zentralen Gedenkfeier an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Landtag von Baden-Württemberg lädt an diesem historischen Tag nach Ravensburg ein. Im Jahr 1937 wurde hier ein kommunales Zwangslager zur Inhaftierung der örtlichen Sinti und Roma errichtet. 48 von ihnen überlebten das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht. Sie starben in unterschiedlichen Konzentrationslagern. Ihre Geschichte steht exemplarisch für die Verfolgung aller Sinti und Roma auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württembergs.
Eine Erinnerung an die Opfer des Porajmos, an die Opfer einer menschenverachtenden Politik, an die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft.

Musikalisches Intro: Aaron Weiss (Klavier), Sunny Franz (Violine)

Gedenkrede: Muhterem Aras MdL, Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg

Grußwort Dr. Daniel Rapp, Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg

Grußwort Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des Landesverbands der Sinti und Roma Baden-Württemberg

Fachvortrag „Der Völkermord an den Sinti und Roma: eine Herausforderung für die Gegenwart“: Dr. Karola Fings, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg

Filmbeitrag über den Völkermord an den Sinti und Roma in Baden-Württemberg: „Das Lager am Rande der Stadt – Verfolgung und Erinnerung in Ravensburg“
Madeleine Kehrer, Moisha Georgia Klibisch, Armani Spindler, Mandy Trapp, Robert Trapp

Musikalischer Ausklang: Aaron Weiss (Klavier), Sunny Franz (Violine)

Aufgrund der pandemischen Lage wird der Gedenktag dieses Jahr im digitalen Raum stattfinden. Sie haben daher am 27. Januar 2022 die Möglichkeit sich dem Erinnern des Landtags online anzuschließen.

Ab 11:30 Uhr verschiedene digitale Beiträge hier auf dieser Seite, die an die Verfolgten des Nationalsozialismus erinnern.

Der gesamte Gedenktag steht auch zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek des Landtags zur Verfügung.

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Virtuelle Gedenkveranstaltung für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

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27.01.2022, 16:00 – 16:30 Uhr

Anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und des 77. Jahrestages der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau laden das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas herzlich ein, gemeinsam an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma Europas zu erinnern.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie findet die Gedenkveranstaltung ausschließlich virtuell statt. Die Veranstaltung wird am 27. Januar 2022 um 16.00 Uhr auf unseren Facebook-Seiten und auf der Gedenkseite zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma übertragen:

https://www.facebook.com/sintiundroma/

https://www.facebook.com/zentralratdeutschersintiundroma

Begrüßung:

Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Ansprachen:

Lona Strauss-Dreißig, Holocaust-Überlebende

Helge Lindh, Mitglied des Bundestages

Dotschy Reinhardt, Vorsitzende des Landesrates der Sinti und Roma Berlin-Brandenburg

Am Gedenktag besteht die Möglichkeit, am Denkmal individuell Blumen und Kränze niederzulegen. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie findet keine Gedenkveranstaltung am Denkmal statt. Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Corona-Regeln und Einschränkungen.

Um 18.00 Uhr lädt das Bildungsforum gegen Antiziganismus zu einem Gespräch zu Kämpfen um Erinnerung und Anerkennung als Teil der Bürgerrechtsarbeit ein.
Diana Bastian, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Saarland und Jacques Delfeld, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, geben Einblicke in die Arbeit der Bürgerrechtsbewegung und den Stellenwert der Erinnerungskultur heute. Die Veranstaltung findet über Zoom statt und kann auf der Facebook-Seite des Bildungsforums im Stream verfolgt werden.

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Kämpfe um Erinnerung und Anerkennung als Teil der Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti*zze und Rom*nja

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Donnerstag, 27. Januar 2022 von 18:00 bis 19:00 Uhr, online

Anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und des 77. Jahrestages der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau lädt das Bildungsforum gegen Antiziganismus zu einem Gespräch zu Kämpfen um Erinnerung und Anerkennung als Teil der Bürgerrechtsarbeit ein. Diana Bastian, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Saarland und Jacques Delfeld, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, geben Einblicke in die Arbeit der Bürgerrechtsbewegung und den Stellenwert der Erinnerungskultur heute. Die Veranstaltung findet über Zoom statt und kann auf der Facebook-Seite des Bildungsforums im Stream verfolgt werden.

Ihre Anmeldung zur Teilnahme bei Zoom senden Sie bitte an: berlin@sintiundroma.de

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Der Weg der Sinti und Roma

Mit der Ausstellung  vom 19. bis 28. Januar im Rathaus der Stadt Schwalbach informiert der Hessische Landesverband der Sinti und Roma über die seit vielen Jahrhunderten andauernde Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma. (Am Erlenborn 4, 65824 Schwalbach am Taunus; montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr, freitags von 7 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr)

Abgelehnt, verfolgt, diskriminiert, ermordet. Nicht nur Juden haben ein solches Schicksal erlebt, auch Sinti und Roma blicken auf eine solche Vergangenheit zurück und erleben sie zum Teil noch in der Gegenwart.

Sinti sind bereits seit über 600 Jahren im deutschsprachigen Raum heimisch. Oder anders ausgedrückt: Sinti waren bereits über 450 Jahre vor der Gründung des Deutschen Kaiserreichs in deutschen Gebieten zu Hause. Und trotzdem wurden und werden sie teilweise immer noch als Fremde wahrgenommen. Die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ zeigt die Geschichte der Minderheit seit ihrer Migration nach Europa und Deutschland in der Zeit vom 19. bis 28. Januar im Rathaus der Stadt. Die Ausstellung thematisiert die Wirkung von Bildern und Zuschreibungen gegen Sinti und Roma vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, die Verfolgungen und Diskriminierungen bis zum Völkermord während des Nationalsozialismus, die Kontinuitäten der Bilder bis 1980 und nicht zuletzt den Kampf gegen den Antiziganismus durch die Selbstorganisationen der deutschen Sinti und Roma nach 1980. Dabei werden auch die Erfolge der Bürgerrechtsarbeit dargestellt, wie Mahnmale in Hessen, die zentrale Gedenkstätte in Berlin und auch die sich verändernde Einstellung von Teilen der Politik zu Sinti und Roma. Dargestellt wird aber auch die massive Ablehnung durch einen Teil der bundesrepublikanischen Bevölkerung. Zu sehen sind die Werke montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr, freitags von 7 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr.

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Der Völkermord an den Sinti und Roma und die Medizin – Geschichte und Erinnerung

Mittwoch, 19. January 2022, 18:15 – 19:45 | Livestream
Dr. Frank Reuter, Universität Heidelberg, Historisches Seminar, Forschungsstelle Antiziganismus

Vertreter der Biowissenschaften waren auf unterschiedlichen Feldern in die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus involviert: von der zwangsweisen Sterilisierung bis zu Selektionen in den Konzentrationslagern. Der Vortrag richtet den Fokus auf die Schlüsselrolle der „Rassenhygienischen und Bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle“ unter Leitung des Psychiaters Dr. Robert Ritter bei der Klassifikation der als „Zigeuner“ stigmatisierten Menschen. Die damit verbundene „Rassendiagnose“ war wesentlich für deren Verfolgungsweg. Einen weiteren
Schwerpunkt bilden die Humanexperimente an Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau, Natzweiler und Dachau.
Der letzte Teil des Vortrags widmet sich dem Prozess der historischen Aufarbeitung vor allem seit Beginn der 1980er Jahre.

Aus der Vortragsreihe ‚Medizin im Nationalsozialismus – ein abgeschlossenes Kapitel?‘

Seit den 1980er Jahren hat eine umfangreiche Forschung zur Medizin im Nationalsozialismus stattgefunden. Die Vortragsreihe zieht, auch unter Berücksichtigung der lokal-historischen Perspektive, eine Bilanz bisheriger Forschung und gibt einen Ausblick auf zentrale, bisher nur in Ansätzen bearbeitete Themen und laufende Forschung. Nicht nur am Beispiel des aktuellen Projekts zu Präparaten von „Euthanasie“-Opfern in Max-Planck-Instituten wird deutlich, dass es sich bei dem Thema „Medizin im Nationalsozialismus“ nicht um ein abgeschlossenes Kapitel handelt. Auf die Aktualität für Alltag und Lehre im Bereich von Medizin und Gesundheitsberufen verweist die 2021 gegründete „Lancet Commission on Medicine and the Holocaust: Historical Evidence, Implications for Today, Teaching for Tomorrow“.

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Wie Zigeunerbilder einen Völkermord möglich machten

Online-Vortrag von Rinaldo Strauß, stellvertretender Geschäftsführer des Hessischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma über die Geschichte und Auswirkungen des Antiziganismus. Neben der Geschichte geht es auch um die Nachwirkungen bis heute. Diese werden bei der Benachteiligung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie der Bildung sichtbar. Veranstaltet werden Vortrag und Ausstellung auf Initiative des Arbeitskreises Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus. Den Online-Zugang zum Vortrag gibt es im Internet unter www.schwalbach.de. am Dienstag, 18. Januar, um 19 Uhr

Die Befreiung, die keine war – Antiziganismus in Deutschland nach 1945

03.02.2022, 19 – 20:30 Uhr, Online

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz – Birkenau von der Roten Armee befreit. Allein in diesem kamen über 1 Million Menschen ums Leben. Schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma fielen dem Völkermord europaweit zum Opfer, die Dunkelziffer ist jedoch größer.

Dass lediglich einige „NS-Größen“ zur Rechenschafft gezogen wurden und eine Entnazifizierung kaum stattfand, ist vielen bekannt. Dass für einige Menschen die rassistische Verfolgung auch nach 1945 weiterging, hingegen weniger.

Sinti und Roma wurden lange Zeit nicht als „rassisch Verfolgte“ anerkannt. Nach dem Untergang des NS-Regimes kehrten viele Überlebende zurück und mussten feststellen, dass in den Behörden zum Teil noch immer Beamte beschäftigt waren, die an den Deportationen in die Konzentrationslager beteiligt waren. Die „junge Bundesrepublik“ leugnete nicht nur den Völkermord, sondern verweigerte auch Entschädigungen. Höchstrichterliche Urteile waren in ihrem Wortlaut kaum von der NS-Rechtsprechung zu unterscheiden.

Wir sprechen über die sogenannte „Zweite Verfolgung“ und gewähren einen tieferen Einblick in die Schicksale dieser Menschen.

Das Webinar ist interaktiv gestaltet und bietet dabei auch Raum für Fragen und Austausch.

Referent: RADOSLAV GANEV ist Gründer von RomAnity e.V. und dem Studierendenverband der Sinti und Roma in Deutschland und möchte auf das Leid und die Verfolgung aufmerksam machen, aber auch dazu beitragen, dass Menschen mit Romnohintergrund endlich frei von klischeehaften Betrachtungsweisen gesehen werden.

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Ausstellung „Hinterfragen“ bis 28. Januar in der Zentralbibliothek zu sehen

Extern,

Bis zum 28. Januar 2022 wird während der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf die Ausstellung „Hinterfragen“ gezeigt. Konzipiert vom Bildungsforum gegen Antiziganismus thematisiert die Ausstellung Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma zwischen Verfolgung und Selbstbestimmung.

13 Panels zeigen neben einem historischen Abriss und Begriffserläuterungen exemplarisch die vielfältigen Selbstorganisationen sowie Portraits von Sinti und Roma. Organisiert wurde die Ausstellung von co-memory, der lokalen Koalition gegen Antisemitismus und Antiziganismus, getragen von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, dem Bildungsforum gegen Antiziganismus, der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus (SABRA), der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) und „Respekt und Mut“.

Die Ausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr, samstags von 9 bis 18 Uhr, und sonntags von 13 bis 18 Uhr (außer 31. Dezember sowie 1. Januar 2022).

Vom 27. Dezember bis 9. Januar benötigen Schülerinnen und Schüler bis 15 Jahren einen aktuellen Testnachweis. Für Besucherinnen und Besucher ab 16 Jahren gilt die 2G-Regel.

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Digitale Gedenkveranstaltung anlässlich des 79. Jahrestages von Himmlers Auschwitz-Erlass

16.12.2021, 16:00 – 16:30 Uhr

Anlässlich des 79. Jahrestages von Himmlers Auschwitz-Erlass vom 16. Dezember 1942 erinnert der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit der Gedenkstätte Sachsenhausen am zentralen Gedenkort Station Z an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma.

Auch in diesem Jahr muss das Gedenken aufgrund der Pandemie leider ohne Publikum stattfinden. Deswegen werden wir am 16. Dezember, um 16 Uhr eine Aufzeichnung der Kranzniederlegung und Ansprachen von Dr. Dietmar Woidke (Ministerpräsident des Landes Brandenburg, angefragt), Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma) und Dr. Axel Drecoll (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten) auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlichen (Links siehe unten).

Die Filme sind am 16.12. um 16.00 Uhr unter folgenden Links abrufbar:

@Gedenkstätte Sachsenhausen. Sachsenhausen Memorial:
https://www.youtube.com/channel/UC59KQydytGlJh_PzFDx5eMw

@Zentralrat Deutscher Sinti und Roma:
https://www.youtube.com/c/ZentralratDeutscherSintiundRoma

Facebook: www.facebook.com/zentralratdeutschersintiundroma

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Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung im Bildungsbereich

15. Dezember 2021 – 17:00 bis 19:00 Uhr, online, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

Die Benachteiligung der Sinti und Roma unter anderem in Bildung, ist immer noch deutlich zu spüren. Ein zentraler Aspekt, der (Aus)Bildungswege von Sinti und Roma beeinflusst, sind antiziganistische Diskriminierungsformen – in der Geschichte und Gegenwart.

Über dieses Thema sprechen Sabina Salimovska (Roma-Schulmediatorin & Kinderrechtlerin) und Natscha Hoffmann (im Bereich der antiziganismuskritische Bildungsarbeit tätige Sozialwissenschaftlerin) bei einer Veranstaltung des Netzwerks Pro Sinti und Roma am 15. Dezember von 17 bis 19 Uhr.

Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 14.12.2021 per Email an. Schicken Sie dazu bitte eine kurze Email mit dem Betreff „Anmeldung Veranstaltung Institutionelle Diskriminierung. Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung im Bildungsbereich” an die folgende Email-Adresse: unter k.ahmed@ksew.de.

Der Zoom-Link wird Ihnen nach der Anmeldung per E-Mail zugeschickt.

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Der Hungerstreik in Dachau 1980

Gesprächsrunde am 15. Dezember um 18:30 Uhr im Kulturhaus RomnoKher, B7, 16 | 68159 Mannheim mit Mit Uta Horstmann, Jùlie Halilic, Daniela Gress, Daniel Strauß

Der Hungerstreik in Dachau 1980 ist eines der markantesten Ereignisse in der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Deutschland. Die internationale Presse berichtete über den Hungerstreik, der Schriftsteller und Nobelpreisträger Heinrich Böll und andere solidarisierten sich.

Zwölf Sinti begannen am 4. April auf dem Gelände der Versöhnungskirche an der KZ-Gedenkstätte Dachau ihren Hungerstreik. Sie forderten die Anerkennung des Völkermords, das Ende der polizeilichen Sondererfassung, die öffentliche Zugänglichmachung der Akten der einstigen „Zigeunerzentrale“ der Polizei, die seit 1899 bestand und im Nationalsozialismus den Holocaust an den Sinti und Roma vorbereitete – ihre Akten wurden in der Bundesrepublik weiter benutzt.

Unter den Hungernden waren vier Überlebende des Völkermords: Jakob Bamberger, Hans Braun, Ranco Brandtner und Franz Wirbel – sowie eine Frau, die nicht der Minderheit angehörte: Uta Horstmann, eine Sozialarbeiterin aus München, die seit den 1970er Jahren für die Bürgerrechte der Sinti und Roma kämpfte.

Der Hungerstreik war ein Fanal. Er wurde zum identitätsstiftenden Moment der Bürgerrechtsbewegung bis heute. Die Anerkennung des Völkermords durch die Bundesregierung 1982 war auch eine Folge des Hungerstreiks. Bis heute inspiriert dieses Schlüsselereignis das Engagement junger Sinti und Roma.

Am 15. Dezember um 18:30 Uhr sprechen in unserem Kulturhaus RomnoKher Uta Horstmann, die Aktivistin Jùlie Georg, von deren Großvater Wallani Georg die Idee zum Hungerstreik kam und der selbst daran teilnahm, sowie Daniela Gress, die als Historikerin den Hungerstreik erforscht hat, über die damaligen Ereignisse und ihre Bedeutung für die Gegenwart. Moderation: Daniel Strauß.

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Roma in Europa

Online-Seminar der Berliner Landes­zentrale für Politische Bildung am Montag, 13. Dezember 2021 16.00 bis 19.00 Uhr

Roma bilden mit 10 bis 12 Millionen Menschen die größte transnationale Minderheit in der Europäischen Union. Diese Minderheit ist in der EU weiter von Diskriminierung betroffen. Im Oktober 2020 legte die EU Kommission einen strategischen Rahmen für Gleichberechtigung, Inklusion und Partizipation der Roma in der EU vor, der bis 2030 umgesetzt werden soll.

Das Seminar beginnt mit den Fragen: Was ist Antiziganismus? Wie äußern sich Vorurteile und Diskriminierungen gegen Roma? Wie ist die soziale Lage der Minderheit in einzelnen Mitgliedstaaten der EU?
Dann lernen wir die Ansätze der EU zum Abbau von Diskriminierung gegen Roma kennen und diskutieren, wie die Politikansätze in Deutschland und Berlin zu den Vorhaben der EU passen.

Input: Veronika Patockova (RomaTrial e.V.)
Moderation: Reinhard Fischer (ED Berlin)
Kooperationspartner: Eine Veranstaltung im Rahmen des Europe Direct Berlin

Anmeldung:
Melden Sie sich bitte online an.
Reinhard Fischer, E-Mail, Telefon (030) 90227 4962

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Antiziganismus

11.12.2021, 14 Uhr

Seit Jahrhunderten werden Menschen, die als „Zigeuner“ gelten, ausgegrenzt, diskriminiert und verfolgt. Von der Beleidigung auf dem Schulhof mit „Hey, du Zigeuner“ bis hin zu Nachteilen in Bildungskontexten oder im Beruf, für einige Sinti und Roma gehört das oft zum Alltag. Dies ist aber nicht nur eine Form von Ausgrenzung, sondern eine Diskriminierungsform, die auch einen Namen trägt: Antiziganismus.

In dem Workshop der Falken sollen Erfahrungen zu dem Thema ausgetauscht und genauer angeschaut werden, was Antiziganismus überhaupt ist, wie er wirkt und wo er herkommt. Mit kurzen Videos zu dem Thema soll es zu einem Gespräch kommen, um gemeinsam zu überlegen, wie mit eigenen Vorurteilen umzugehen ist und wie aktiv vorgegangen werden kann gegen Diskriminierung von Sinti und Roma.

Eingeladen sind alle Jugendlichen und Erwachsene von 15 bis 28 Jahren. Um besser planen und die Corona-Regeln einhalten zu können wird um eine kurze Nachricht gebeten bei Facebook, bei Instagram oder per Mail (marburg[at]falken-hessen.de), dann wird der  Veranstaltungsort mitgeteilt.
Bei allen Workshops gilt 2G, AHA+ L, sowie bitte ein tagesaktueller Schnelltest-Nachweis.

Personen, die gegenwärtig der rechten, islamistischen oder „Querdenken“-Szene zugeordnet werden können bzw. in der Vergangenheit zugerechnet werden konnten, sowie Personen, die Verbindungen zu jenem Personenkreis pflegen oder durch rassistische, sexistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, wird der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, vgl. Paragraf 6 VersG. Zuwiderhandlungen sind strafbar nach Paragraf 123 StGB. Störungen andersweitiger Art führen zum Ausschluss nach Paragraf 11 VersG.

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Rassismuskritisches Handeln am Lernort Schule

Fachtag am Freitag, den 10.12.2021 von 12-18h im Onlineformat per Zoom

Ziel des Fachtags ist es, institutionelle Diskriminierung im Kontext von Schule zu analysieren, pädagogische Professionalität zur Minderung diskriminierenden Verhaltens in Bildungseinrichtungen zu erhöhen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Lehr- und pädagogische Fachkräfte herauszuarbeiten.

Der interdisziplinär ausgerichtete Fachtag ermöglicht die Vernetzung und den Austausch von Wissenschaftler*innen mit Pädagog*innen verschiedener Fachrichtungen. Somit wird Diskriminierung am Lernort Schule an der Schnittstelle von Theorie und Praxis analysiert und diskutiert. Dabei steht rassistische Diskriminierung im Fokus, wird jedoch in seiner Wechselwirkung mit anderen Formen von Diskriminierung betrachtet und folgt damit einem intersektionalen Ansatz, im Rahmen dessen insbesondere den Perspektiven von Menschen, die selbst von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind, Raum gegeben wird.

Der Fachtag wird vom Projekt Transfer Together[1] – Teilprojekt Antiziganismusprävention der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Kooperation mit Mosaik Deutschland e.V. und dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg ausgerichtet.

Ab Oktober finden Sie weitere Informationen, u.a. das Programm des Fachtags unter https://www.azp-hd.org/workshops-vortraege, Anmeldungen werden dann unter https://www.ph-heidelberg.de/transfertogether/events-und-anmeldung.html angenommen.

Antiziganismus als Bildungsbarriere

10. Dezember 2021, 19:30 – 21:00 Uhr, Lukaskirche Ulm , Hermann-Stehr-Weg 3, 89075 Ulm

Zehn Jahre nach der ersten Studie zu den Bildungschancen der Sinti und Roma in Deutschland von 2011 wurde dieses Jahr die zweite Bildungsstudie veröffentlicht. Die Begegnung mit Antiziganismus stellt demnach für viele Sinti und Roma nach wie vor eine hohe Bildungsbarriere dar. Dies wird an Beispielen verdeutlicht. Auf der anderen Seite sind auffällige Hemmnisse und Widerstände im Bildungsbereich festzustellen, wenn es um die Verbreitung des Unterrichts zur Überwindung von Antiziganismus geht. Über die Erfahrung von Diskriminierung hinaus verringern Barrieren gegenüber einer angemessenen Chance auf Bildung auch eine angemessene Chance auf Arbeit, Einkommen und Lebensqualität. Der Vortrag findet anlässlich des Tags der Menschenrechte statt.

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ONLINE-WORKSHOP: ANTIZIGANISMUS – WAS IST DAS?

10.12.2021 / 17:00 – 19:00 UHR, Online-Veranstaltung über Zoom
Was ist »Antiziganismus«? Wer sind »Sinti und Roma« eigentlich? Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? In diesem Online-Workshop geht es um die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über die Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma. Eng damit verknüpft ist der Themenkomplex »Antiziganismus«. Antiziganismus ist als spezifische Form des Rassismus weit verbreitet, gesellschaftlich breit akzeptiert und zu wenig geächtet. Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus werden im Rahmen des Workshops thematisiert, ein Schwerpunkt liegt dabei auf (sozialen) Medien.

Das Bildungsforum gegen Antiziganismus ist Teil des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Die Schwerpunkte der Arbeit sind Prävention gegen Antiziganismus und Empowerment für Sinti und Roma. Historische und gegenwärtige Formen des Antiziganismus werden in Bildungsangeboten wie Workshops, Studienfahrten oder Fachtagungen mit einem breiten Adressat*innenkreis thematisiert und kritisch reflektiert. Mit Angeboten für Multiplikator*innen im (außer-)schulischen Bildungsbereich und für Verantwortliche in zivilgesellschaftlichen Kontexten (Medien, Sozialarbeit, usw.) werden vielfältige Zielgruppen erreicht, Ergebnisse in die Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft implementiert und praktisch umgesetzt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail für die Teilnahme an: werkstatt.antidiskriminierung@gmx.de

Der Workshop wird mit der Software Zoom durchgeführt, den Zugangslink erhalten Sie nach Anmeldung.

VERANSTALTER: Bildungsforum gegen Antiziganismus, Werkstatt Antidiskriminierung e.V.

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De-Othering des antiziganistischen Blicks. Die Geschichte des Bürgerrechtsaktivismus von Sinti und Roma in der BRD

7. DEZEMBER 2021, 18.15 Uhr, Hauptstraße 216, 69117 Heidelberg

Im Rahmen der Interdisziplinären digitalen Ringvorlesung der Forschungsstelle Antiziganismus im Wintersemester 2021/22: (DE-) OTHERING – Rassismuskritische Revisionen sprachlicher, visueller und materieller Ordnungen

Daniela Gress, M.A., Forschungsstelle Antiziganismus, Heidelberg

Anmeldebeginn: Oktober 2021; Ansprechpartner: Radmila Mladenova, M.A., Forschungsstelle Antiziganismus

Kontakt: Radmila.Mladenova@zegk.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Karen Nolte
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Im Neuenheimer Feld 327, 69120 Heidelberg
Kontakt: direktorin@histmed.uni-heidelberg.de

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Ein Abend zu Katharina Taikon mit Lawen

Bildungsstätte Anne Frank, 2. Dezember, 19:00 – 20:00 Uhr

Vortrag mit Filmausschnitten und Gespräch, in englischer Sprache

Lawen Mohtadi ist Autorin des Buches „The Day I Am Free“ und Co-Regisseurin des Dokumentarfilms „Taikon“ über die charismatische schwedische Romnja-Bürgerrechts-Aktivistin und Kinderbuchautorin Katarina Taikon, die in den 1960er Jahren bessere Lebensbedingungen für Romnja in Schweden erkämpfte.

Die Veranstaltung moderiert Radmila Mladenova. Sie forscht in der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg zu Antiziganismus und Film. In Kooperation mit AKE DIKHEA Romafilmfest Berlin.

Die Veranstaltungsreihe
In Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank und der Kinothek Asta Nielsen e.V. lädt das Frauenreferat an verschiedenen Orten in Frankfurt zur feministischen Veranstaltungsreihe „Aschunen I Dikhen – hört und schaut hin“ ein.

Zudem zeigt die Bildungsstätte 2022 eine Ausstellung zu Perspektiven von Romnja und Sintizze in Hessen. Im Fokus der Veranstaltungsreihe stehen die Themen Rassismus gegen Romnja und Sintizze, Definitionsmacht, Empowerment und künstlerische Praxen. Die Beteiligten zeigen ihre Perspektiven, auf Körper, Alltag und Politik in Form von Filmen, Musik, Worten und Performances.

Die Veranstaltungen zeigen und bestärken die Perspektiven von Frauen* und ihre künstlerischen und politischen Interventionen und Aktionen.

Die Veranstaltungsreihe ist Bestandteil der Kampagne „Klischeefreie Zone Frankfurt“ und wird kuratiert von Ursula Schmidt Pallmer und Linda Kagerbauer.

Mehr unter: www.bs-anne-frank.de

Ake Dikhea? Roma-Perspektiven auf europäischen Filmfestivals: das JFBB beim 5. Roma-Filmfestival AKE DIKHEA?

Das 5. Roma-Filmfestival „AKE DIKHEA?“, das vom 2. bis 6. Dezember in Berlin unter dem Motto „Selbstrepräsentation ist mein Widerstand“ stattfindet, veranstaltet einen Think Tank, um mehr über historischen und gegenwärtigen Antiziganismus im Kino zu erfahren und gemeinsam die Möglichkeiten für eine nachhaltige Einbeziehung von Roma-Stimmen zu erkunden.

Die Online-Veranstaltung findet am 4. Dezember statt, eingeleitet von der Regisseurin Katalin Bársony, deren TV-Dokumentarserie MundiRomani beim FilmFestival Cottbus 2013 im Rahmen der Schwerpunktsektion „‚Dikhen!‘ – Lass uns hinschauen: Sinti und Roma im Fokus“ lief. Arkadij Khaet, Filmemacher und Mitglied des JFBB-Programmkollektivs, wird im Namen des JFBB teilnehmen.

Viele europäische Filmfestivals haben einen politischen, identitäts- oder menschenrechtsbezogenen Fokus auf Antirassismus, Antikolonialismus, Gender-Themen, Feminismus und LGBTIQ+. Auch Filme über die aktuelle Situation der Roma tauchen immer häufiger in den Festivalprogrammen auf. Aber meist bleibt dabei die Perspektive der Roma selbst außen vor. Allzu oft werden Roma nur zu Objekten in Filmen, die von einem weißen Blick auf Armut, Kriminalität und ein vermeintliches Anderssein geprägt sind – althergebrachte Stereotypen und Klischees. Filme von Roma-Filmemachern selbst, die die Vielfalt ihrer Gemeinschaften repräsentieren, bleiben weitgehend unbeachtet.

Weitere Informationen über das Roma-Filmfestival AKE DIKHEA?:
https://roma-filmfestival.com/en

Anmeldungen zum Think Tank (in englischer Sprache):
register@roma-filmfestival.com

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Ein Abend zu Katharina Taikon mit Lawen Mohtadi

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Frankfurter Frauenreferates  „Aschunen I Dikhen* Rom*nja und Sinti*zze: Definitionsmacht, Empowerment und künstlerische Praxen“ findet am Donnerstag, 2. Dezember, um 19 Uhr dieser Vortrag mit Filmausschnitten und Gespräch, in englischer Sprache online über den YouTube-Kanal der Bildungsstätte Anne Frank statt.

Lawen Mohtadi ist Autorin des Buches „The Day I Am Free“ und Co-Regisseurin des Dokumentarfilms „Taikon“ über die charismatische schwedische Rom*nja-Bürgerrechts-Aktivistin und Kinderbuchautorin Katarina Taikon, die in den 1960er Jahren bessere Lebensbedingungen für Rom*nja in Schweden erkämpfte.

Die Veranstaltung moderiert Radmila Mladenova. Sie forscht in der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg zu Antiziganismus und Film. In Kooperation mit AKE DIKHEA Romafilmfest Berlin.

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„ZM +“: Die rassenbiologische Kategorisierung der Sinti und Roma im NS-Staat

30. NOVEMBER 2021, 18.15 Uhr, Hauptstraße 216, 69117 Heidelberg

Im Rahmen der Interdisziplinären digitalen Ringvorlesung der Forschungsstelle Antiziganismus im Wintersemester 2021/22: (DE-) OTHERING – Rassismuskritische Revisionen sprachlicher, visueller und materieller Ordnungen

Dr. Frank Reuter

Anmeldebeginn: Oktober 2021; Ansprechpartner: Radmila Mladenova, M.A., Forschungsstelle Antiziganismus

Kontakt: Radmila.Mladenova@zegk.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Karen Nolte
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Im Neuenheimer Feld 327, 69120 Heidelberg
Kontakt: direktorin@histmed.uni-heidelberg.de

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Bildungsteilhabe für alle?! Antiziganismus kompetent begegnen

Mo., 29.11.2021, 09:30 Uhr (Anmeldung nur über webi@bildungsberatung-freiburg.de oder Tel. 0761/36895-87 möglich), Kursleitung Magdalena Jäger, Magdalena Hartmann; Volkshochschule Freiburg e.V., Rotteckring 12, Postfach 5569, 79022 Freiburg i. Br., info@vhs-freiburg.de, Tel. 0761/3 68 95 10, Fax 0761/3 68 95 35

Im Workshop werden Zusammenhänge zwischen Antiziganismus und Bildungsbenachteiligungen von Roma und Sinti dargestellt. Durch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Minderheit in Deutschland und dem Aufzeigen struktureller Ungleichheitsverhältnisse soll für Ausgrenzung und Diskriminierung im Bildungskontext sensibilisiert werden. Ziel des Workshops ist es, Hintergrundwissen mit der Reflexion des eigenen Arbeitskontextes und Austausch untereinander zu verbinden und Gewinnbringendes für die eigene Praxis abzuleiten.
Der Workshop findet statt im Rahmen des Projekts ReFIT (Regionale Förderung von Inklusion und Teilhabe) des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg und wird online angeboten. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

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FACHTAG: ALLE DABEI? DIGITALE TEILHABE UND POLITISCHE BILDUNGSARBEIT IN ZEITEN VON CORONA

Freitag, 26.11.2021 / 09:00 – 13:00 UHR

Digitaler Fachtag für Akteur*innen aus der Arbeit gegen Rassismus,
Antisemitismus, Antiziganismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit

Veranstaltet von der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und dem Bildungsforum gegen Antiziganismus

Die Corona-Pandemie stellt nach wie vor alle gesellschaftlichen Bereiche vor enorme Herausforderungen. Die Zeit seit März 2020 war maßgeblich dadurch geprägt. Das gilt auch für die außerschulische Bildungsarbeit gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Viele Bildungsangebote und Veranstaltungen mussten im digitalen Raum stattfinden. Dabei stellte sich heraus, dass die Zielgruppen unterschiedlich gut erreicht werden konnten und können. Ursachen dafür liegen unter anderem in der Fortsetzung allgemeiner gesellschaftlicher Ungleichheiten im digitalen Raum.

Diesem Themenkomplex wollen wir uns im Rahmen eines digitalen Fachtages annähern. Zunächst spricht Adrian Roeske vom Institut für Informationsmanagement Bremen allgemein und einführend zum Thema Digitale Ungleichheit. Sara Spring (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste) und Tobias von Borcke (Bildungsforum gegen Antiziganismus) stellen anschließend Befunde einer kleinen Befragung vor, die unter den im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben« im Themenfeld Antiziganismus geförderten Modellprojekten durchgeführt wurde.
Neben einer Bilanz der erzwungenen Digitalisierung der letzten 1,5 Jahre, wollen wir uns in einer Podiumsdiskussion über die aktuelle Situation sowie Perspektiven für die Zukunft der Arbeit gegen Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus verständigen.

Da es ein einfaches Zurück in die Zeit vor der Pandemie nicht geben wird, laden wir Sie ein, sich jetzt mit anderen Projekten über Möglichkeiten und Chancen, aber auch Grenzen und Risiken digitaler Bildungsangebote auszutauschen.

Der Fachtag richtet sich insbesondere an Projekte, die im Rahmen des Programms »Demokratie leben« gefördert werden, aber auch an alle anderen Multiplikator*innen der außerschulischen Bildungsarbeit und weitere Interessierte.

Der Online-Fachtag wird mit der Software Zoom durchgeführt, um Anmeldung bitten wir per Mail bis zum 24. November an berlin@sintiundroma.de

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Der Antiziganismus der „sauberen Deutschen“ Zur Aktualität einer sozialpsychologischen Betrachtung des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen 1992

Vortrag und Diskussion mit Merle Stöver am Donnerstag, 25. November 2021, 19.30 Uhr,  70184 Stuttgart, Laboratorium, Wagenburgstr.147

Eine Kooperation von Laboratorium und Emanzipation und Frieden

Unter Parolen wie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ belagerte im August 1992 ein Bündnis aus Rostocker Anwohner*innen und eigens zu diesem Anlass angereisten Nazis die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen (ZASt) und das Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Mehr als hundert Vietnames*innen und antifaschistische Unterstützer*innen entgingen dem Tod in dem brennenden Haus nur knapp.

Über die immense Bedeutung des Pogroms von Lichtenhagen für den Rassismus des wiedervereinten Deutschlands ist ma