Im Rahmen der Herbstschule des HATiKVA e.V. findet diese Veranstaltung am 3. September im Zentralkino, Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden statt. Am 4. September wird eine Exkursion in die Gedenkstätte Großschweidnitz (inklusive Bustransfer von Dresden nach Großschweidnitz) durchgeführt.
Die Herbstschule befasst sich mit den Themen Antisemitismus, Ableismus und und Rassismus gegen Sinti* und Roma*. Den komplexen Themen wird sich mit Film und Gespräch, Werkstattbericht, Vortrag und Gedenkstättenbesuch genähert. Dabei werden Geschichte und Gegenwart gleichermaßen beleuchtet.Ausgangspunkt ist das zunehmende unter Druck geraten sozialer Errungenschaften in der Gegenwart: Arbeitsrechte, Aufenthaltsrechte, Daseinsfürsorge, Gesundheitsversorgung und Unschuldsvermutung werden geschliffen. Nicht das Sein, sondern die Arbeitsfähigkeit bestimmt die Berechtigung – „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Wir diskutieren Traditionslinien von Antisemitismus, Ableismus, Sozialchauvinismus und Antiziganismus. Sozialkürzungen treffen systematisch die Schwächsten und verschärfen Diskriminierung. Die zentrale Frage lautet: Wer gilt als „würdig“ und wer nicht? Die Herbstschule bietet Raum für kritische Analyse, Reflexion und Austausch, um regressiven und populistischen Vereinfachungen entgegenzuwirken und Organisierung zu ermöglichen.
Eine Veranstaltung in Kooperation von:
HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur e. V. im Rahmen des Innovationsprojekts „Ökonomische Mythen und Projektion – Präventive Bildungsarbeit gegen wirtschaftlich begründeten Antisemitismus“ und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e. V., sowie der Gedenkstätte Großschweidnitz/Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Nähere Infos
„AVEN – Kommt!“ – „Das ‚Z-Wort‘ – Fremdbezeichnung, Selbstbezeichnung, Streitbegriff?“
Kulturfest des Landesverbands Deutscher Sinti und Romaam 5. September 2026, 17 Uhr im Haus am Westbahnhof, An 44 40a, 76829 Landau in der Pfalz
Seit 1988 richtet der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, das Kulturfest „AVEN" in Landau aus. „AVEN" bedeutet im Romanes, der Sprache der Sinti und Roma, „Kommt" – als offene Einladung an alle.
17:00 Uhr | Film und Podiumsgespräch: „Das ‚Z-Wort' – Fremdbezeichnung, Selbstbezeichnung, Streitbegriff?"
Ein Abend über einen Begriff, der über Jahrhunderte als abwertende Fremdzuschreibung diente, von manchen Angehörigen der Minderheit heute für sich beansprucht wird und weiterhin umstritten ist. Auf dem Podium diskutiert unter anderem Gitarrist Lulo Reinhardt mit dem Publikum, Moderation: Dr. Andra-Octavia Drăghiciu. In Kooperation mit dem critical film & image hub an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Eintritt frei!
Nähere Infos
Antiziganismus und die Rolle der Zivilgesellschaft
Podiumsdiskussion in Dortmund am 11.9.2026, 18:00–20:00 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50, 44147 Dortmund
Rassismus gegen Roma und Sinti gehört zu den ältesten Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Europa. Trotz wichtiger politischer Fortschritte bestehen Diskriminierung und Ausgrenzung bis heute fort – in Bildung, Medien, Verwaltung und vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Welche Verantwortung tragen Politik, Medien, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung von Antiziganismus? Welche Bündnisse braucht es, um Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu stärken?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Rahmen des Djelem Djelem Festivals. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Journalismus, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren wir über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven im Engagement gegen Rassismus gegen Roma und Sinti.
Podiumsgäste
Michael Brand, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland
Oberbürgermeister Dortmund (angefragt)
Simonida Selimović, Regisseurin und Schauspielerin, Romano Svato
Nadine Michollek, freie Journalistin
Karima Benbrahim, Konfliktmediatorin, Erziehungswissenschaftlerin und Autorin
Moderation: Amdrita Jakupi, Romano Than e.V.
Nähere Infos
Theaterstück: „Rukeli” (Z*-Boxer)
Sa, 19.09., 19:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Nach dem Theaterstück von Rike Reiniger. Regie: Annette Dorothea Weber (Community Art Center Mannheim, Neckarstadt-West). Das Stück erzählt vom Leben des Sinto-deutschen Boxers Johann Wilhelm „Rukeli” Trollmann, der 1933 Deutscher Meister im Halbschwergewicht wurde – und dem im Nationalsozialismus der Titel aberkannt, die Karriere zerstört und schließlich das Leben genommen wurde. Mit anschließendem Publikumsgespräch mit der Regisseurin.
Nähere Infos
40 Jahre VDSR-BW & Verleihung des Rukeli-Trollmann-Preises
So, 20.09., 17:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Grußwort: Rudi Hoogvliet, Staatssekretär im Staatsministerium Baden-Württemberg
Jubiläumsrede: Dr. Mehmet Daimagüler, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland
Preisträger*innen 2026: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident a. D. (Politik) | Helmut Weiss (Musik) | Anita Awosusi (Aktivismus)
Nähere Infos
Kaminabend: Starke Frauen – starke Stimmen
Di, 22.09., 19:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Lesungen, Porträts und Generationsgespräche aus dem Projekt Starke Stimmen 2.0. Im Mittelpunkt: Frauen aus der Community, ihre Geschichten, ihr Mut und ihr stiller Widerstand.
Nähere Infos
Romani Women on and behind the Camera
Do, 24.09. 19:00 Uhr | Cinema Quadrat Mannheim, K1, 2, 68159 Mannheim
In Kooperation mit The Critical Film & Image Hub, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Kurzfilme von und mit Roma-Frauen aus Spanien, Rumänien, Großbritannien und Griechenland: intime Porträts und poetische Erkundungen von Identität, Resilienz und künstlerischem Ausdruck.
Nähere Infos
Sintizze und Romnja verstehen – Antiziganismus begegnen
Antiziganismus ist bis heute im Alltag, in Medien und in der Kunst spürbar. Am 25.09.2026, 16:00 – 20:30 Uhr bietet der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. in Bramsche eine kostenlose Fortbildung an zu Geschichte, Vorurteilen und Handlungsansätzen im Umgang mit Sinti*zze und Rom*nja in Amal e.V., Große Str. 1, 49565 Bramsche
Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Sinti*zze und Rom*nja sind seit Jahrhunderten tief in der Gesellschaft verankert und zeigen sich bis heute im Alltag, in Medienberichten sowie in Kunst und Kultur als eigenständige Form des Rassismus. Die Veranstaltung will für diese Problematik sensibilisieren und erinnert zugleich an den Völkermord an den europäischen Sinti*zze und Rom*nja, dem Hunderttausende zum Opfer fielen.
In der Veranstaltung werden unter anderem folgende Themen vertieft bearbeitet:
Begrifflichkeiten, Geschichte, Hintergründe sowie kulturelle Lebensweise und Traditionen
Sensibilisierung für eigene Erfahrungen und Bilder gegenüber Sinti*zze und Rom*nja im gesellschaftlichen Kontext
Schärfung der Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten und Hinterfragung eigener Einstellungen und Haltungen
Erarbeitung von Handlungsansätzen für die ehrenamtliche Arbeit mit Sinti*zze und Rom*nja, insbesondere im schulischen Kontext
Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche, die sich im Rahmen ihres Engagements – insbesondere im schulischen Kontext – mit Sinti*zze und Rom*nja auseinandersetzen oder ihre Praxis im Umgang mit Antiziganismus weiterentwickeln möchten.
Dozent*in: Klaus Schmelz
Moderation: Tino Boubaris
Nähere Infos
Swing like Manouche
Freitag, 25. September, 16:00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus, Pacelliallee 61, Dahlem 14195 Berlin
Ein partizipatives Musik-Projekt über die kulturelle Vielfalt des Roma-Swings und gegen Antiziganismus.
Im Workshop liest die Autorin und Stellv. Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti & Roma, Dotschy Reinhardt aus ihrem Buch „Everybody’s Gypsy. Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt“ und berichtet über die Situation der Sinti und Roma sowie Antiziganismus heute.
Dotschy Reinhardt berichtet von Kulturen der Sinti und Roma – von Film und Fernsehen über Mode bis hin zu Literatur und Kunst. Die Vielseitigkeit der gelebten Kultur von Sinti und Roma heute wird deutlich, und verbreitete stereotype Bilder, Klischees bis hin zu Romantisierungen über diese Kultur werden als Strukturelemente eines modernen Rassismus thematisiert. Im Jahr 2024 etwa stieg die registrierte Anzahl verbaler Diskriminierungen der heute in Deutschland lebenden 70.000 Sinti und Roma um 40 Prozent an. Immer wieder spielt dabei der Bezug zum Nationalsozialismus und zum Völkermord an den Sinti und Roma eine zentrale Rolle.
Im Workshop werden Strategien besprochen, wie wir im Alltag Stereotypisierungen und Ausgrenzung als Formen des Antiziganismus entgegentreten können.
Die Beschäftigung mit der Geschichte und Gegenwart von Antiziganismus ist eingebettet in das gemeinsame Musikmachen der Teilnehmenden mit dem Ensemble von David Rose.
Die Teilnehmenden lernen die oft als „Gypsy Swing“ oder „Gypsy Jazz“ bezeichnete Musik kennen, die auf den Jazzgitarristen und Manouche (französischer Sinto) Django Reinhardt zurückgeht, der in den 1930er und 1940er Jahren Weltruhm erlangte. Heute ist die „Jazz Manouche“-Szene weltweit vertreten, wird auf renommierten Festivals, in Jazzclubs und bei Workshops gespielt.
David Rose wird mit den Teilnehmenden 3 Songs einüben, die beim öffentlichen Konzert des David Rose Ensembles am Samstagabend in der St.-Annen-Kirche gemeinsam gespielt werden.
Die Termine des Projekts im Überblick:
Freitag, 25. September 2026, 16.00 bis 20.00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus: Workshop und Proben
Samstag, 26. September, 15.00 bis 18.00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus: Proben
Samstag, 26. September 2026, 19.00 Uhr, St.-Annen-Kirche: Konzert
Nähere Infos
„Zirkuskind”
Filmnachmittag am Sa, 26.09., 15:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof) 68159 Mannheim
In Kooperation mit The Critical Film & Image Hub, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Ein dokumentarisches Roadmovie für Kinder ab acht Jahren und Familien: Der elfjährige Santino nimmt uns mit hinter die Kulissen des Zirkusalltags seiner Familie – und sein Uropa erzählt dabei auch von der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus.
Nähere Infos
„Love Will Survive” – Sterna Meinhardt und Nadja Berger
Lesung mit Gesang am Sa, 26.09., 18:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof) 68159 Mannheim
Sterna Meinhardt ist Sintezza, Dichterin und Autorin aus Freiburg. In ihren Lesungen verbindet sie Gedichte und Texte mit musikalischer Begleitung. Ihre Arbeit kreist um Familiengeschichte, Identität und die Erfahrung von Diskriminierung – und um das, was trotzdem bleibt. Nadja Berger umrahmt die Lesung musikalisch mit ihrem Gesang.
Vergangene Termine
Tag der Menschlichkeit Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz nimmt teil
Am 22. August 2026 findet in Landau in der Pfalz der Tag der Menschlichkeit statt. Auf dem Stiftsplatz, 76829 Landau in der Pfalz präsentieren sich zahlreiche Initiativen, Vereine und Organisationen mit Informationsständen und setzen gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Solidarität und ein respektvolles Miteinander.
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, ist ab 15 Uhr mit einem eigenen Informationsstand dabei. Wir informieren über unsere Arbeit, über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz sowie über aktuelle Projekte und Veranstaltungen des Verbands.
Vor Ort ist außerdem die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Rheinland-Pfalz. Wer antiziganistische Vorfälle erlebt oder beobachtet hat, kann diese direkt am Stand melden. Ebenso gibt es die Möglichkeit zur Informationsberatung – vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym.
Wir freuen uns auf den direkten Austausch: Fragen, Gespräche und Begegnungen sind ausdrücklich erwünscht. Denn Antiziganismus lässt sich nur gemeinsam entgegentreten – und das beginnt beim Zuhören und Miteinander-Reden.
Nähere Infos
Gedenkkundgebung zum 82. Jahrestag der Ermordung von über 4.000 Roma und Sinti im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Der Förderverein Roma lädt anlässlich des 82. Jahrestags der Ermordung von über 4.000 Roma und Sinti im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu einer Gedenkkundgebung ein. Sie beginnt am Montag, 3. August, um 17 Uhr an der Mahntafel am ehemaligen Stadtgesundheitsamt, Braubachstraße 18-22.
In dem früheren Stadtgesundheitsamt arbeiteten noch nach 1945 Eva Justin und Robert Ritter, die im Nationalsozialismus „Rassenforschung“ betrieben hatten. Damit waren sie am Völkermord an den Sinti und Roma beteiligt. Die Gedenktafel an dem Gebäude gibt es seit 26 Jahren.
Nähere Infos
Gedenken an ermordete Sinti und Roma am 2. August
In Augsburg würdigen die Stadt und der Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben den 2. August seit 2021 mit einer öffentlichen Gedenkstunde. In diesem Jahr findet das Gedenken an die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma am Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ statt.
Anlässlich des europaweiten Gedenktags zum Genozid an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten laden die Stadt Augsburg und der Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V. zu einer öffentlichen Gedenkstunde ein:
Am Sonntag, 2. August 2026, 10 Uhr in Schotte 4 der „Halle 116“, Karl-Nolan-Str. 2-4, 86157 Augsburg.
Die Veranstaltung soll zugleich ein Zeichen gegen alle Formen von Ausgrenzung und Antiziganismus setzen. Julia Hornung und Giangiacomo Rosso übernehmen die musikalische Umrahmung. Thematisch passende lyrische Impulse liefert Lisa Bühler von bluespots productions.
Nähere Infos
Gedenkveranstaltung anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma
Am 2. August 2026 findet um 11:00 Uhr an der Gedenkstele in der Altenauergasse 7 – 9 in 55116 Mainz eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem FC Ente Bagdad organisiert, der sich seit vielen Jahren für Freiheit, Respekt und Toleranz einsetzt.
Im Rahmen der Veranstaltung werden eine Kranzniederlegung und Gedenkreden am Mahnmal stattfinden, um der im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma zu gedenken.
Der 2. August erinnert an die Nacht vom 2. auf den 3. August 1944, in der über 4.300 Sinti und Roma im sogenannten „Zigeunerlager“ im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Seit 2015 hat das Europäische Parlament den 2. August zum offiziellen europäischen Holocaust-Gedenktag der Sinti und Roma ernannt.
Der Tag ist Mahnung und Aufruf zugleich, dem Antiziganismus in all seinen Formen entgegenzutreten und sich für die Anerkennung und Würde der Minderheiten einzusetzen.
Nähere Infos
Weitere laden