Luigi Toscano: Weg durch die Innenstadt GEGEN DAS VERGESSEN, 5. September 2026, 10:30-12:00 Uhr, Beginn am Dom, Westportal, Am Dom 1, 39104 Magdeburg
Seit nunmehr über zehn Jahren porträtiert Luigi Toscano Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Die daraus entstandenen Fotografien wurden bereits an verschiedenen Orten im In- und Ausland gezeigt.
Gemeinsam mit der Initiative „Omas gegen Rechts“ werden diese großformatigen Porträts erstmals am Tag vor der Landtagswahl durch Magdeburg getragen. Mit dieser Aktion soll davor gewarnt werden, eine rechtsextreme Partei zu wählen, und daran erinnert werden, dass sich Geschichte niemals wiederholen darf.
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Vorstellung der Wanderausstellung der Sinti und Roma
14.09.2026 18:00-20:00 Uhr, Vinetazentrum, Elisabethstraße 64, 24143 Kiel
Die Ausstellung des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V. Landesverband SH gibt Einblicke in die Geschichte und Lebensrealitäten der Sinti und Roma in Deutschland. Sie informiert über Verfolgung und Diskriminierung und thematisiert zugleich den langen Weg zu Anerkennung, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit Geschichte, Erinnerung und aktuellen Fragen rund um Antiziganismus auseinanderzusetzen. Die Ausstellung schafft Raum für Information, Begegnung und einen offenen Austausch.
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Gedenkveranstaltung: Zehn Jahre nach dem tödlichen Angriff auf Eugeniu Botnari
Donnerstag, 17. September 2026, ab 14.30 Uhr auf dem Eugeniu-Botnari-Platz am Bahnhof Lichtenberg, 09638 Lichtenberg
Vor zehn Jahren ereignete sich der tödliche Angriff auf Eugeniu Botnari in der Edeka Filiale im Bahnhof Lichtenberg. Auf dem Eugeniu-Botnari-Platz kommen wir zusammen und halten inne. Wir erinnern an das, was passiert ist, und tauschen uns in verschiedenen Gesprächsrunden über das umkämpfte Gedenken an Eugeniu Botnari, über die Situation von Obdachlosen am Bahnhof Lichtenberg sowie die Situation von Rom*nja aus. Die Veranstaltung wird musikalisch gerahmt von Alexei und Paul Geigerzähler.
Eine Veranstaltung der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke, dem HINSCHAUEN Kulturfestival zu Obdach- und Wohnungslosigkeit und dem Lichtenberger Register.
Im Anschluss findet ab 17.30 Uhr eine Demonstration in Gedenken an Eugeniu Botnari statt, die am U-Bahnhof Lichtenberg (Ausgang Siegfriedstraße) startet.
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40 Jahre VDSR-BW & Verleihung des Rukeli-Trollmann-Preises
So, 20.09., 17:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Grußwort: Rudi Hoogvliet, Staatssekretär im Staatsministerium Baden-Württemberg
Jubiläumsrede: Dr. Mehmet Daimagüler, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland
Preisträger*innen 2026: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident a. D. (Politik) | Helmut Weiss (Musik) | Anita Awosusi (Aktivismus)
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Kaminabend: Starke Frauen – starke Stimmen
Di, 22.09., 19:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Lesungen, Porträts und Generationsgespräche aus dem Projekt Starke Stimmen 2.0. Im Mittelpunkt: Frauen aus der Community, ihre Geschichten, ihr Mut und ihr stiller Widerstand.
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Bildungsreise zur Verfolgung und Vernichtung der Roma* und Sinti* in Tschechien während des Nationalsozialismus
23. - 26.9.2026 Das Konzentrationslager Lety bei Písek, das Zwangsarbeiterlager Hodonín u Kunštátu und das Museum für Roma-Kultur in Brno (Brünn)
Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus, Nachkriegskämpfe und Erinnerungskultur(en) der Gegenwart.
Die Reise beginnt am Mittwoch, den 23. September früh in Dresden zur Gedenkstätte in Lety bei Písek. Der Ort wurde bekannt, weil auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eine Schweinemastanstalt in Betrieb war. Der Kampf um das Gelände und die Nutzung für das Erinnern an die Verbrechen an den Roma und Sinti ist Teil von Kämpfen in Europa. Führung und Einblick in die Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte. Das Lager Lety steht symbolisch für die Vernichtung der tschechischen Roma-Bevölkerung: Nur etwa ein Zehntel der Vorkriegsbevölkerung überlebte den Holocaust.
Der Abend widmet sich den gesellschaftlichen Kämpfen um die Gedenkstätte und das Gedenken an den Holocaust an den Roma und Sinti in Tschechien. Gespräch mit Jana Kokyová, sie gehört zur dritten Generation von Nachkommen der Roma und Sinti, deren Vorfahren während des Holocausts verfolgt wurden und organisiert Gedenkfeiern in Lety u Písku am Standort des ehemaligen Konzentrationslagers. Ihre Großmutter Alžběta Růžičková, die aus einer Roma-Familie in Böhmen stammte, war in Lety inhaftiert.
Am Donnerstag, den 24. September findet ein Spaziergang und Gespräch zu Spuren des Erinnerns an den Porajmos° in Mirovice auf dem Pfarrfriedhof statt. Der Friedhof ist eng mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Lety u Písku verbunden, das während des Zweiten Weltkriegs als Lager für Roma und Sinti diente. Zwischen 1942 und 1943 starben dort mindestens 326 Menschen, die meisten davon Kinder.
Am Nachmittag Besuch der Gedenkstätte Hodonín u Kunštátu, sie erinnert an die Verfolgung und Ermordung der Roma und Sinti während des Nationalsozialismus. Das Lager bestand von 1942 bis 1943 und war eines von zwei zentralen Orten (neben Lety u Písku), an denen Roma und Sinti aus Böhmen und Mähren interniert und später in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.
Dann geht es nach Brno, der zweitgrößten Stadt Tschechiens. Hier lebt eine bedeutende Roma-Community. Brno ist ein wichtiges kulturelles Zentrum für die Roma in der Region.
Freitag, den 25. September Führung durch das Roma-Museum. Die Geschichte des Museums der Roma-Kultur reicht ins Jahr 1991 zurück, als es auf Initiative von Roma-Intellektuellen als nichtstaatliche gemeinnützige Organisation gegründet wurde. Im europäischen Kontext gesehen handelt es sich um eine einzigartige Einrichtung, die die Kultur der Roma und Sinti dokumentiert. Die Sammlung des Museums umfasst ca. 25.000 Exponate. Ein Teil der originalen historischen Objekte wird in einer Dauerausstellung mit dem Titel „Die Geschichte der Roma (Příběh Romů) / Le Romengero drom“ präsentiert. Im Anschluss folgt ein Fachgespräch zur Erinnerung an den Porajmos in Tschechien und das Entstehen der tschechischen Erinnerungskultur.
Am Nachmittag Treffen mit Eva Zdařilová (angefragt), sie ist Wissenschaftlerin, Übersetzerin und Journalistin. Sie stellt uns ihre Interviews mit Roma-Überlebenden vor. Die Interviews mündeten in eine Studie zu den Entschädigungserfahrungen der Roma in der Tschechischen Republik im Rahmen des Auszahlungsprogramms der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (evz) und ihrer tschechischen Partnerorganisationen. Seit 2006 arbeitet sie als Redakteurin der Zeitschrift für Romani Studies "Romano džaniben". Außerdem hat sie den Roman der Überlebenden von Lety, Philomena Franz, "Zwischen Liebe und Hass" ins Tschechische übersetzt.
Im Anschluss Begegnung mit Gwendolyn Albert. Sie ist Menschenrechtsaktivistin, Forscherin und Übersetzerin. Ihr Fokus liegt auf rassistischer Gewalt gegenüber Roma. Sie beschäftigt sich mit Segregation im Bildungswesen und ist Unterstützerin von Roma, die Opfer von Zwangssterilisierung wurden. Sie ist eine Verbündete vieler Roma-Aktivist*innen und schreibt für romea.cz. Sie erzählt (auf Englisch) von den Kämpfen um Entschädigung im Rahmen der Zwangssterilisationen nach der Verfolgung im Nationalsozialismus. Zwischen 1966 und 2012 wurden in Tschechien zahlreiche Frauen unter den Roma zwangssterilisiert. Die Zwangssterilisationen stellen ein schwerwiegendes Menschenrechtsverbrechen dar, das über Jahrzehnte hinweg systematisch und mit staatlicher Billigung durchgeführt wurde. Erst in den letzten Jahren wurden Entschädigungsmaßnahmen und eine gesellschaftliche Aufarbeitung eingeleitet. Die Praxis war von eugenischen, rassistischen und sozialpolitischen Motiven geprägt und steht in Tradition der Verfolgung während des Nationalsozialismus. 2021 beschloss das tschechische Parlament ein Gesetz zur Entschädigung der Opfer.
Samstag, den 26. September Rückblick und Einordnung aller eröffneten erinnerungskultureller Themenbereiche und Inhalte.
Abschluss der Reise mit einer kleinen thematischen Stadtführung innerhalb des Zentrums der Stadt Brno.
Konzeption: Aletta Beck, Kathrin Krahl, Tobias Kley.
Eine Kooperation zwischen der Brücke|Most-Stiftung und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus.
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Romani Women on and behind the Camera
Do, 24.09. 19:00 Uhr | Cinema Quadrat Mannheim, K1, 2, 68159 Mannheim
In Kooperation mit The Critical Film & Image Hub, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Kurzfilme von und mit Roma-Frauen aus Spanien, Rumänien, Großbritannien und Griechenland: intime Porträts und poetische Erkundungen von Identität, Resilienz und künstlerischem Ausdruck.
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Antiziganismus und Schule – Grundlagen zur Diskriminierung von Sinti* und Roma* in Geschichte und Gegenwart. Perspektivwechsel als Notwendigkeit & Chance
24.09.2026, 10:00 - 16:00 Uhr, GEW-Geschäftsstelle, Berliner Allee 18, 30175 Hannover
Antiziganismus/ Rassismus gegen Sinti* und Roma* wird nach wie vor häufig nicht erkannt, während Vorurteile gegen Sinti* und Roma* noch stark verbreitet sind. Eine Vielzahl an Studien belegen einen nach wie vor in ganz Europa verbreiteten Antiziganismus. Zuletzt belegten dies eindrücklich der 2021 veröffentlichte Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) sowie in den vergangenen Jahren die Jahresberichte der Melde- und Informationsstelle (MIA) des Bundes. Trotz vielfältiger politischer Anstrengungen sind Sinti* und Roma* auch heute mit unterschiedlichen Formen der Diskriminierung konfrontiert.
Institutionen wie kommunale Behörden, Polizei, Sozialarbeit, Medien aber auch Schulen sind in doppelter Perspektive bedeutend. Einerseits erfuhren Sinti* und Roma* gravierendes Unrecht durch eben diese. Andererseits sind sie, im Sinne von gleichen Rechten und Schutz vor rassistischer Diskriminierung, wichtige Akteure für verbesserte Teilhabe und den Einsatz gegen Antiziganismus. Insofern ist es sinnvoll und notwendig, dass Institutionen und die darin tätigen Akteur_innen ihr berufliches Handeln antiziganismuskritisch weiterentwickeln, um veränderte institutionelle Kulturen, Strukturen und Praktiken zu etablieren.
Im Seminar/Workshop werden Grundlagen zur Geschichte des Antiziganismus vermittelt, für Mechanismen und Effekte institutioneller Diskriminierung sensibilisiert sowie Handlungsoptionen zu deren Abbau zusammengetragen, vorgestellt und diskutiert.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
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Unvollendete Demokratie – Antiziganismus bekämpfen, Teilhabe in NRW stärken
25. September 2026, 18:00 Uhr, Landtag Nordrhein-Westfalen , Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf
Das Roma Integration Zentrum (RIZ) e.V. und das Landesnetzwerk der Sinti und Roma gegen Antiziganismus in NRW e.V. laden in Kooperation mit der Landtagsabgeordneten Frau Gönül Eğlence herzlich zur Fachveranstaltung ein:
Wie schaffen wir mehr Chancengleichheit, echte Teilhabe und eine starke demokratische Stimme für Sinti und Roma in NRW?
Gemeinsam mit Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis soll ein Zeichen für Anerkennung, Gerechtigkeit und Veränderung gesetzt werden.
Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.
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„Zirkuskind”
Filmnachmittag am Sa, 26.09., 15:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof) 68159 Mannheim
In Kooperation mit The Critical Film & Image Hub, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Ein dokumentarisches Roadmovie für Kinder ab acht Jahren und Familien: Der elfjährige Santino nimmt uns mit hinter die Kulissen des Zirkusalltags seiner Familie – und sein Uropa erzählt dabei auch von der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus.
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„Love Will Survive” – Sterna Meinhardt und Nadja Berger
Lesung mit Gesang am Sa, 26.09., 18:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof) 68159 Mannheim
Sterna Meinhardt ist Sintezza, Dichterin und Autorin aus Freiburg. In ihren Lesungen verbindet sie Gedichte und Texte mit musikalischer Begleitung. Ihre Arbeit kreist um Familiengeschichte, Identität und die Erfahrung von Diskriminierung – und um das, was trotzdem bleibt. Nadja Berger umrahmt die Lesung musikalisch mit ihrem Gesang.
Kontinuitäten des Antiziganismus
28.09.2026 18:00-20:00 Uhr, Vinetazentrum, Elisabethstraße 64, 24143 Kiel
In diesem Vortrag geht es um die Kontinuitäten des Antiziganismus. Dabei wird betrachtet, wie sich Vorurteile, Ausgrenzung und Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma über verschiedene Zeiten hinweg zeigen und verändern. Der Vortrag soll einen allgemeinen Einblick in das Thema geben und für bestehende Formen von Antiziganismus sensibilisieren.
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Erinnern an Sinti und Roma. Zugänge und Perspektiven
2. Oktober 2026, 09:30–17:00 Uhr, Burkardushaus, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg
Wie erinnern wir an die Verfolgung, Unterdrückung und Ermordung von Sinti und Roma – und wie kann Erinnerungskultur heute aussehen?
Die Tagung beleuchtet historische Quellen, Vorurteile und Stereotype sowie aktuelle Herausforderungen der Erinnerungskultur. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Interessensvertretung, Antiziganismus-Beratung und Erinnerungskultur kommen miteinander ins Gespräch.
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Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien
Online-Fachtag am 05.10.2026 / 09:00 – 13:50 Uhr
Zerstörte Orte des Gedenkens an den NS-Völkermord an den Sinti* und Roma*, Schändungen von Gräbern, volksverhetzende Inhalte online, aber auch auf Wahlkampfplakaten und verbale Angriffe auf Gedenkstättenguides – all das sind Beispiele von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext der vergangenen Jahre. Auch aufgrund zunehmender Anfeindungen gegenüber Gedenkstätten und Angriffen auf die Erinnerungskultur tritt Antiziganismus als bedeutendes Problem deutlich hervor.
Aus diesem Anlass möchten wir mit dem Fachtag Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus in Zusammenarbeit mit der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) eine Bestandsaufnahme vornehmen.
Mit der Veranstaltung bieten wir Raum, um Fallzahlen und Erscheinungsformen von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext, antiziganistische Reproduktionen in Bild-, Film- und weiteren Medienformaten sowie darauf bezogene Bildungsansätze gemeinsam zu diskutieren. Wir nehmen die damit verbundenen Herausforderungen in den Blick und zeigen Möglichkeiten einer antiziganismuskritischeren und -sensibleren Praxis auf.
Um in das Thema einzuführen, starten wir mit Inputs aus verschiedenen fachlichen Perspektiven. Es folgt eine Fallbesprechung zu Gedenkstätten als Schauplätzen von antiziganistischen Übergriffen. Im zweiten Teil steht der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, Perspektiven zu erweitern und Ansatzpunkte für die praktische Arbeit zu entwickeln. Am Ende fassen wir zentrale Erkenntnisse und offene Fragen zusammen und geben einen Ausblick auf mögliche Folgeaktivitäten.
Die Veranstaltung ist eingebettet in die Arbeit des Netzwerks historisch-politische Bildungsarbeit zur Verfolgungsgeschichte der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus, das von der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus koordiniert wird.
Veranstalter: Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Bildungsforum gegen Antiziganismus in Trägerschaft des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus sowie die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus
Zielgruppe: Fachkräfte, Multiplikator*innen und Interessierte, die sich in den Themenfeldern historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur an Gedenkstätten oder anderen Lernorten, im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Initiativen, in der Wissenschaft, Politik oder anderen relevanten Bereichen engagieren.
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Vom Lachen im Leid Mit Humor gegen Antisemitismus und Antiziganismus im Film
06.10.2026 19:00 Uhr, Haus der EKD, Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin
Humor kann verbinden, provozieren und gesellschaftliche Missstände sichtbar machen. Doch wie funktioniert das, wenn es um Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus geht? Diskussion anhand von vier Kurzfilmen mit den Regisseuren Arkadij Khaet und Sejad Ademaj und dem Politiker David Rosenberg.
Es geht um Möglichkeiten und Grenzen von Humor im Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus.
In dem Drama „Masel Tov Cocktail“ von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch aus dem Jahr 2020 schlägt der 16-jährige Jude Dima einen Mitschüler, der einen schlechten antijüdischen Witz gemacht hat, zu Boden und wird der Schule verwiesen. Er muss er sich bei dem Mitschüler entschuldigen; auf dem Weg dahin trifft er Menschen, die alle eine Haltung zum Judentum haben.
Die satirische Produktion „Das Casting“ von Regisseur Willi Kubica aus dem Jahr 2022 zeigt, wie ein Regisseur Darsteller*innen für “fahrendes Volk am Rande der Stadt” sucht; da die Figuren möglichst “authentisch” sein sollen, werden zum Casting Sinti*zze und Rom*nja eingeladen. Aber die entsprechen ganz und gar nicht den antiziganistischen Vorurteilen des Regisseurs.
„The Life and Miracles of St. Nicodemus of Tismana“ des Regisseurs Liviu Bărbulescu ist eine humorvolle Animation von 2023, der als humorvolle Animation verkleidet ist. Er verbindet auf tragikomische Weise den farbenfrohen visuellen Stil der alten rumänischen Kirchenmalerei mit ausgeschnittener Animation. Das wahre Vermächtnis des Heiligen Nicodemus: Die verdrängte Geschichte der Beteiligung der orthodoxen Kirche an der Versklavung der Roma* in Rumänien kommt allmählich zutage.
„Deutsche Sprache, Schwere Sprache“ (2023) ist eine Komödie von Sejad Ademaj. Theo, Sänger einer Nazi-Band, kann nach einem schweren Unfall nur noch Arabisch sprechen. Um auf dem wichtigsten Konzert seines Lebens Deutsch singen zu können, zwingt er den Unfallverursacher Mahmoud dazu, ihm Deutsch beizubringen.
Dr. Andra Drăghiciu, Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus,Universität Heidelberg; Mani Tilgner, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF; Jakob Mirwald, Evangelische Akademie zu Berlin und Netzwerk Sinti Roma Kirchen
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