Vorstand

Dr. Markus End

VorstandVorstandsvorsitzender

Jg. 1979, ist Politikwissenschaftler. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der theoretischen Auseinandersetzung mit Antiziganismus, der Möglichkeiten antiziganismuskritischer pädagogischer Arbeit sowie der theoretisch vergleichenden Vorurteilsforschung.

Zusammen mit Kolleg_innen hat er in Berlin ein Forum zu Antiziganismuskritik ins Leben gerufen und zwei Sammelbände zu Antiziganistischen Zuständen herausgegeben. Im Team mit der Jugendbildungsstätte Kaubstraße hat er das Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus entwickelt. 2013 erarbeitete er im Auftrag von Romnokher ein Gutachten Antiziganismus: Zum Stand der Forschung und der Gegenstrategien; zuletzt gab das Dokumentati-ons- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma seine Studie zum Thema Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit heraus, in der er Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation untersuchte.

Prof. Dr. Wilhelm Solms

Vorstandstellvertretender Vorsitzender

Jg. 1937, ist Literaturwissenschaftler. Er ist seit der Gründung der GfA im Jahr 1998 erst als stellvertretender Vorsitzender und ab 2002 als Vorsitzender tätig. Er arbei-tet seit ihrer ersten öffentlichen Tagung im Jahr 1991 mit dem Dokumentations- und Kultur-zentrum Deutscher Sinti und Roma, dessen Kuratorium er angehört, und mit den Landesver-bänden von Baden-Württemberg und Hessen zusammen.

Arbeitsschwerpunkte: Zigeunerbilder in der Geschichte der deutschen Literatur, politischer, kirchlicher, wissenschaftlicher und vulgärer Antiziganismus sowie die Erzählkultur der Sinti und der Roma. „’Kulturloses Volk’? Berichte über ‚Zigeuner’ und Selbstzeugnisse von Sinti und Roma“ (2006) ist eine Sammlung von Vorträgen und Artikeln; in „Zigeunerbilder. Ein dunkles Kapitel der deutschen Literaturgeschichte. Von der Frühen Neuzeit bis zur Romantik“ (2009) wird die literarische Tradierung typischer Zigeunerbilder verfolgt.

Dr. Karola Fings

VorstandSchatzmeister

Jg. 1962, ist Historikerin und stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Sie hat ihre Dissertation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über „Krieg, Gesellschaft und KZ. Himmlers SS-Baubrigaden“ geschrieben. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der Nationalsozialismus, seine Vorgeschichte und seine Nachwirkungen sowie die NS-Verfolgung von Sinti und Roma.

 

Seit 1990 hat sie hierzu zahlreiche Studien veröffentlicht, u.a. über Struktur und Verlauf der NS-Zigeunerverfolgung und den Charakter des Genozids, über „Zigeunerlager“ oder zur Verfolgung von Roma im faschistisch besetzten Jugoslawien. Ihr gemeinsam mit Frank Sparing verfasstes Buch „Rassismus, Lager, Völkermord. Die nationalsozialistische Zigeunerverfolgung in Köln“ (2005) ist eine Fallstudie zum Genozid an den Sinti und Roma, die auf breiter empirischer Basis die Nachkriegsmythen der Täterinnen und Täter widerlegt. 2012 gab sie mit Ulrich F. Opfermann den Band „Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen 1933-1945. Geschichte, Aufarbeitung und Erinnerung“ heraus. Im August 2016 erschien in der Reihe C.H.Beck Wissen ihr Band „Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit“.

Tobias von Borcke

VorstandSchriftführer

M.A., Studium der Fächer Soziologie, Philosophie und Pädagogik in Münster, Magisterarbeit über Antiziganismus in der BRD vor dem Hintergrund des NS-Völkermordes an Sinti und Roma.

 

Mit dem Umzug nach Berlin folgten ein Zweitstudium der Geschichtswissenschaften und verschiedene Tätigkeiten im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit (u.a. Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Topographie des Terrors und Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße). Auseinandersetzung mit historischen wie aktuellen Formen des Antiziganismus außerdem im Kontext des Forums Antiziganismuskritik. Forschungs- und Interessenschwerpunkte: Tsiganologie, Antiziganismus und Polizei, Bildungsarbeit zur NS-Verfolgung von Sinti und Roma.

 

Seit August 2016 Projektmitarbeiter in der Berliner Repräsentanz des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

 

 

 

 

Daniela Gress

VorstandBeisitzerin

Jg. 1986, ist Historikerin und Doktorandin im Arbeitsbereich „Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa“ am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Universität Heidelberg. Ihr Dissertationsvorhaben untersucht die Entwicklung von Bürger- und Menschenrechtsbewegungen der Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland und deren Anstrengungen zum Abbau von Antiziganismus.

 

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Antiziganismus im 20. Jahrhundert, insbesondere nach 1945, Minderheitengeschichte, Bürgerrechts- und Protestgeschichte, Neue Soziale Bewegungen, Erinnerungskultur sowie Geschichtspolitik. Für ihre Forschungen wurde sie mit dem Integrationsforschungspreis des Ministeriums für Integration Baden-Württemberg (2013) und dem Dr. Bertold-Moos-Wissenschaftspreis (2016) ausgezeichnet. Im Bereich Vermittlung arbeitete sie an historischen Ausstellungen u.a. zur Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma sowie der NS-Verfolgung der Heidelberger Juden und Sinti und kooperiert mit dem Archivbereich „Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Europa“ des „RomArchive – Digitales Archiv der Sinti und Roma“.

 

Aktuelles Forschungsvorhaben:
Protest und Selbstbestimmung. Bürger- und Menschenrechtsbewegungen der Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland (Dissertationsprojekt)

 

Nadine Küßner

VorstandBeisitzerin

Staatlich anerkannte Erzieherin und Bildungswissenschaftlerin. Studierte von 2009 bis 2014 neben der Berufstätigkeit Bildungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen mit den Schwerpunkten Soziologie, Psychologie und Sozialpädagogik. Und absolvierte 2017 den Masterstudiengang Bildungswissenschaften Fachdidaktik Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Die Bachelorarbeit wurde über Antiziganismus und den Konsequenzen für die Pädagogik geschrieben . Im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelte sie Analysekriterien zur Überprüfung von Bildungsmaterialien zum Thema Antiziganismus und konzipierte in ihrer Masterarbeit ein Konzept zu Sensibilisierung pädagogischer Fachkräfte zum Thema Antiziganismus.

Tätigkeiten im Bereich der außerschulischen politischen Bildungsarbeit (Gedenkstätten, Netzwerk für Demokratie und Courage) sowie im Verein „Heidelberger Lupe“ engagiert, im Rahmen dessen ein Materialheft mit regionalhistorischen Quellen zu unterschiedlichen Themen in Bezug zu Heidelberg im NS entstanden ist. Projektseite

Seit Januar 2018 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in einem Projekt zur Antiziganismusprävention. Projektseite

 

Benedikt Wolf

VorstandBeisitzer

Mitglieder

Dr. Peter Bell

Dortmund / Heidelberg
Nach einer Steinmetzlehre und dem Studium der Kunstgeschichte, Betriebswirtschaftslehre sowie der Graphik & Malerei an der Philipps-Universität Marburg promovierte Peter Bell über „Getrennte Brüder und antike Ahnen. Repräsentationen der Griechen in der italienischen Kunst zur Zeit der Kirchenunion, 1438-72.“ im kunsthistorischen Teilprojekt „Ordnungen der Bilder. Repräsentation von Fremdheit und Armut in Kunst und visueller Kultur in Italien (13.-16. Jahrhundert)“ des SFB 600 „Fremdheit und Armut“ der Universität Trier.

 

Nach Auslauf des Teilprojekts führte er dort ein Forschungsvorhaben zur „Repräsentation von ‚Zigeunern’ in den Bildwelten des 15.-20. Jahrhunderts“. Danach war er Postdoktorand an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Interdisciplinary Center for Scientific Computing (IWR) und WIN-Kollegiat sowie Mitarbeiter im WIN-Projekt „Künstliches und künstlerisches Sehen. Computer Vision und Kunstgeschichte in methodisch-praktischer Zusammenarbeit“ in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und zuletzt Geschäftsführer des Hartware MedienKunstVereins im Dortmunder U. Seit Sommer 2016 ist er Sprecher des WIN-Projekts.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Visuelle Repräsentationen des Fremden vom Mittelalter bis in die Gegenwart
    (insbesondere Juden, Griechen, ‚Zigeuner‘)
  • Malerei und Druckgrafik der Frühen Neuzeit
  • Kulturtransfer, Rezeption, Interkulturalität
  • Digitale Kunstgeschichte, Digital Humanities und digitale Vermittlung
  • Image Processing (Computer Vision, Crowdsourcing, Augmented Reality)

Nico Bobka

Jg. 1986, studierte Soziologie und Politische Theorie in Berlin, Cardiff, Darmstadt und Frankfurt am Main. Er war im Sommersemester 2016 Lehrbeauftragter des Instituts für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt und ist als freier Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Die Frankfurter Seminare Theodor W. Adornos“ am Frankfurter Institut für Sozialforschung tätig. Gegenwärtig bereitet er eine Promotion zur Kritik des ontologischen Bedürfnisses vor.

 

Sein Interesse gilt der kritischen Theorie der Gesellschaft und dabei insbesondere der negativen Geschichtsphilosophie, der Kritik an Ontologie und am ontologischen Bedürfnis sowie an Antisemitismus und an Antiziganismus.

Pavel Brunßen

Jg. 1987, promoviert am Department of Germanic Languages and Literatures der University of Michigan. Im August 2018 schloss Pavel Brunßen sein Masterstudium in interdisziplinärer Antisemitismusforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung (Technische Universität Berlin) mit einer Arbeit zum Thema „‚Niemals ein Teil des Spiels‘ – Antisemitische Ressentimentkommunikation gegen RB Leipzig in den Fußball-Fanszenen der Bundesrepublik Deutschland“ ab. Sein Bachelor-Studium absolvierte er an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialpädagogik.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Antiziganismus, Antisemitismus, und Fußballfankulturen. Zu diesen Themen veröffentlichte Pavel Brunßen in verschiedenen Sammelbänden, Magazinen sowie Zeitungen und hielt Vorträge auf internationalen Konferenzen. Von 2012 bis 2017 war Pavel Brunßen Herausgeber und Chefredakteur von „Transparent“, einem Magazin für Fußball und Fankultur. Im September 2017 veröffentlichte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sein Gutachten zum Film „Nellys Abenteuer“ welches Teil des Anstoßes einer öffentlichen Debatte über Antiziganismus im Film war. Pavel Brunßen war zudem an der Organisation der Konferenz „Antiziganismus und Film“ beteiligt, welche im Februar 2018 in Berlin stattfand.

Malte Clausen

Geb. 1985 in West-Berlin, Studium der Politikwissenschaft (Diplom) an der Universität Potsdam (Schwerpunkte Politische Theorie und Vergleichende Politikwissenschaft). Seit mehreren Jahren arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Hessischen Landesverband der Deutschen Sinti und Roma. In seiner Arbeit spielt die Aufklärung über Antiziganismus, die theoretische Beschäftigung und auch die didaktische Vermittlung der Kritik eine große Rolle. Derzeit arbeitet er u.a. an einer Publikation zur Dokumentation der Bürgerrechtsarbeit des Landesverbandes. Inhaltlich interessiert ihn die gesellschaftliche Entstehung und Entwicklung des Antiziganismus, seine Funktionen und das Zusammenspiel mit anderen Ressentiments, insbesondere Antisemitismus und Kolonialrassismus.

Barbara Danckwortt

Merfin Demir

Jg. 1980, ist Gründer und Landesgeschäftsführer von Terno Drom e.V., einer interkulturellen Jugendorganisation in Nordrhein-Westfalen, und außerdem seit Januar 2015 als Projektkoordinator bei der Otto-Benecke-Stiftung e.V. im Bundesprojekt „Junge Roma Aktiv“ beschäftigt.

 

Zuvor war er von 2011 bis 2014 hauptamtlicher Projektleiter bei der djo – Deutschen Jugend in Europa in Nordrhein-Westfalen e.V. für das BAMF-Projekt ,,be young & roma‘‘. 2014 bis Mai 2016 war er Vorsitzender der bundesweiten Jugendorganisation Amaro Drom e.V. Als ehemaliger ehrenamtlicher Geschäftsführer einer Düsseldorfer Roma-Moscheegemeinde (1999-2004) sind ihm sein Engagement für den Frieden unter den Kulturen auf der Grundlage gemeinsamer Werte und insbesondere der jüdisch-muslimische Dialog nach wie vor wichtig.

 

Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Verbesserung der Bildungssituation von Roma und das Empowerment von Roma-Jugendlichen, wozu er auch publiziert hat. Von 2014 bis 2016 war er Mitglied des bundesweiten „Arbeitskreises zur Verbesserung der Bildungsbeteiligung und des Bildungserfolges von Sinti und Roma in Deutschland“. 2016 arbeitet er in einem Expertengremium der Bundeszentrale für politische Bildung an einer Handreichung zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Antiziganismus mit. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender des internationalen Beirates des RomArchive.

Dr. Udo Engbring-Romang

Jg. 1955, ist Dipl.-Politologe und Historiker mit einer Promotion über den nichtmarxistischen Sozialismus; seit 2010 ist er Programmbereichsleiter „Gesellschaft/Politik/Geschichte“ der vhs Marburg (Teilzeit), seit 1995 freier Mitarbeiter beim Ver-band Deutscher Sinti und Roma, LV Hessen, seit 2007 externer Koordinator des Lokalen Aktionsplans Darmstadt gegen Rechtsextremismus mit Schwerpunkt Antiziganismus. Er ist Gründungsmitglied der GfA und seit ihrem Bestehen als Schriftführer und/oder Schatzmeister tätig.

Arbeitsschwerpunkte im Themenbereich: Lokal- und regionalgeschichtliche Dokumentationen zur Verfolgungs- und Diskriminierungsgeschichte der Sinti und Roma in Hessen im 19. und 20. Jahrhundert, Aufsätze und Vorträge zum Antiziganismus, Schwerpunkt „Zigeunerbilder“ in der Geschichte. Autor der mobilen Ausstellungen „Hornhaut auf der Seele – Die Ge-schichte der Verfolgung der Sinti und Roma in Hessen“ (2004/2007), „Typisch ‚Zigeuner’? Antiziganismus und Lebenswirklichkeiten“ (2008/2013), der Dauerausstellung „’Zigeunerbilder’ – Entstehung, Wirkung, Folgen“ (2015/16) und der digitalen Ausstellung „Verfolgung der Sinti und Roma (im Aufbau)“ im digitalen Archiv des Hessischen Staatsarchivs Marburg. Seit 2009 Zusammenstellung von Materialien zum schulischen und außerschulischen Unterricht mit regionalem Bezug.

Magdalena Freckmann

Seit 2016 Studium der Sozialwissenschaften in Berlin, leitete im Wintersemester 18/19 und im Sommersemester 19 ein studentisches Seminar zu Antiziganismus und möchte das Thema auch in der bevorstehenden Bachelorarbeit weiter verfolgen.
Interessensschwerpunkte sind der Antiziganismus der Polizei, der Zusammenhang von Antiziganismus und Migrationspolitiken bzw. nationalstaatlichen Ordnungspolitiken und Theorien des Antiziganismus im Verhältnis zu Theorien des Antisemitismus und des Rassismus.

Alexandra Graevskaia

M.A., studierte Soziologie an der Universität Duisburg-Essen mit dem Schwerpunkt „Soziale Ungleichheit“. Seit 2012 Mitglied im Arbeitskreis „Antiziganismus“ des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (http://www.diss-duisburg.de/arbeitskreis-antiziganismus/).

 

Neben Antiziganismus sind ihre Arbeitsschwerpunkte die kritische Migrations- und Rassismusforschung sowie die Diskursanalyse. Ihre empirische Masterarbeit verfasste sie zum Thema „Diskursive Positionierung etablierter Minderheiten in der Einwanderungsgesellschaft“.

 

Vergangene Vorträge und Workshops können hier eingesehen werden: http://www.diss-duisburg.de/mitarbeiterinnen/alexandra-graevskaia

Laura Hankeln

geb. Notheisen, Jg. 1991, ist Historikerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin an der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg in dem Projekt „Antiziganistische Kontinuitäten in Baden-Württemberg nach 1945“ und recherchiert für ihre Disseration zu antiziganistischen (Dis-)kontinuitäten im baden-württembergischen Verwaltungsapparat in der Nachkriegszeit.

 

Mag. DDr., MAS Gernot Haupt

Jg. 1955, promovierter Theologe (Antiziganismus und Religion) und promovierter Pädagoge (Antiziganismus und Sozialarbeit), Germanist und Politikwissenschafter. Lehrer und Lehrbeauftragter an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt für Interkulturelle Pädagogik, Vorsitzender des Instituts für Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt auf Roma-Projekten in Rumänien

Europäisches akademisches Netzwerk für Roma-Studien, Marburg/Deutschland; Mauthausen-Komitee Kärnten/Koroška

Kärntner Menschenrechtspreis (2008)

Lisa-Marie Heimeshoff

M.A., studierte von 2003-2006 Europa-Studien in Chemnitz und Brno (CZ) und von 2007-2010 Global Political Economy in Kassel und Global Affairs an der Rutgers University in Newark, NJ (USA). Von 2011-2014 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Politik der Arbeitsmigration.

Seit 2014 ist sie am Fachgebiet Migration und Gesellschaft des Instituts für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie promoviert zum Thema der Interessenvertretung von Sinti und Roma in Europa und lehrt zu Themen im Feld Minderheiten(rechten), Migration und Organisierung.

Natascha Hofmann

Natascha Hofmann ist Doktorandin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und forscht zu Bildungsbiografien von Sinteza in Deutschland. Eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis ist ihr stets wichtig. Sie gestaltete 2013 die Gedenkveranstaltung zusammen mit der Sinti Community und der Stadt Freiburg, die an die deportierten Freiburger Sinti im Jahr 1943 erinnerte. Zuletzt hat sie als Bildungsreferentin im Roma Büro Freiburg e.V. in einem von der EVZ-Stiftung geförderten Projekt Sinti und Roma als Bildungsberater*innen qualifiziert. Als Dozentin am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie (Universität), am Institut für Erziehungswissenschaften (PH) und am IES Abroad EU Center in Freiburg lehrte sie u.a. zu Bildungssituationen und Lebensrealitäten von Sinti und Roma. Die kritische Auseinandersetzung mit antiziganistischen Praxen und Strukturen sowie die Sensibilisierung von angehenden Lehrkräften als gesellschaftliche Multiplikator*innen ist dabei zentral.

Sie ist Mitherausgeberin der deutschsprachigen Veröffentlichungen der Buchreihe Gypsy Studies – Cigány tanulmányok – Roma Studien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Lebensrealitäten von Sinti und Roma, Mentoren- und Bildungsberater*innen, Interkulturelle Kommunikation, gesellschaftliche Inklusions- und Exklusionsmechanismen, Migrations- und Integrationsprozesse.

Prof. Dr. Elizabeta Jonuz

Dr. phil., Diplom-Sozialpädagogin, Lehrbeauftragte an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Veröffentlichungen zu Rassismus, Sexismus, intersektionaler Ungleichheits- und Diskriminierungsforschung.

Ihre Promotion wurde 2009 unter dem Titel „Stigma Ethnizität. Wie zugewanderte Romafamilien der Ethnisierungsfalle begegnen“ veröffentlicht.

Steffen Jost

M.A., Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Spanisch und Friedens- und Konfliktforschung in Marburg und Madrid. Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel und der LMU München. Nach einer Magisterarbeit zu „1492 als spanischer Erinnerungsort” folgten Forschungen zur deutschen und spanischen Erinnerungskultur. Laufende Promotion an der LMU München zu „Erinnerung und Öffentlichkeit im urbanen Raum. Sevilla von 1892 bis 1948”.

 

Seit 2010 pädagogischer Mitarbeiter und seit 2013 stellvertretender Leiter am Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau. Damit folgte eine intensive Beschäftigung mit der Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus und den Möglichkeiten der Vermittlung dieser Geschichte. Entwicklung von Rundgängen und Workshops zum Thema „Sinti und Roma im KZ-Dachau” sowie zur Geschichte der Bürgerrechtsbewegung. In der pädagogischen Praxis zudem interessiert an biografischen Zugängen zur Geschichte und der Frage nach den Möglichkeiten digitaler Bildung.

 

Aktuelle Forschungsinteressen: Sinti und Roma im KZ-Dachau, Sinti und Roma als Häftlinge im KZ-System, Hungerstreik 1980, Positionen der Mehrheitsgesellschaft in der (außer-)schulischen historischen Bildungsarbeit.

Christian Kelch

Christian Kelch hat an der Universität Erlangen Neuere und Neueste Geschichte, Politische Wissenschaften sowie Osteuropäische Geschichte studiert und war längere Zeit in der historisch-politischen Jugendbildungsarbeit tätig. Er promoviert seit 2013 über Werk und Wirken des (west-)deutschen Tsiganologen Hermann Arnold (1912-2005).

Sebastian Lotto-Kusche

Jg. 1987; Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Universität Kassel. Initiator und Projektkoordinator der Senatskommission „Weg der Erinnerung an der Universität Kassel“; Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung (Grund- und Graduiertenförderung); Gymnasiales Staatsexamen 2012; Doktorand an der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Geschichtswissenschaft. Seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg. Seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Minderheitengeschichte, der Historischen Antiziganismusforschung, der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in der BRD und der Begriffs- und Diskursgeschichte. Sein Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit der Anerkennung des Völkermords an den Sinti und Roma in der NS-Zeit durch die Bundesrepublik Deutschland. Er ist Mitherausgeber des Jahrbuchs „Demokratische Geschichte“.

Norman Louis

Norman Louis ist Kulturgeograph (M.A.) und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit dem Antiziganismus in der Klassischen Geographie von 1853-1945. Seine Forschungsinteressen umfassen die theoretische Auseinandersetzung mit Rassismus und Antiziganismus sowie Kritische Geographie, Stadtgeographie und Recht auf Stadt.
Derzeit bereitet seine Promotion im Rahmen eines Forschungsprojekts vor, das sich mit dem Recht auf Stadt in Dar es Salaam beschäftigt.

Magdalena Marsovszky

Gebürtig aus Ungarn, freie Kulturwissenschaftlerin und Lehrbeauftragte der Hochschule Fulda/ University of Applied Sciences.

Forschungsschwerpunkte: integrale Tradition, völkische Esoterik, Antisemitismus und Antiziganismus in Ungarn.

Weitere Publikationen sind zu finden unter https://independent.academia.edu/MagdalenaMarsovszky

Verena Meier

1988 in Sulingen geboren; studierte Geschichte, Anglistik, Europäische Kunstgeschichte und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Hebrew University Jerusalem. Seit August 2018 ist sie Doktorandin an der Forschungsstelle Antiziganismus und untersucht in ihrem Dissertationsprojekt die Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg im Nationalsozialismus.

 

Sie arbeitet außerdem als freie Mitarbeiterin im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, unterstützt die Konzeption einer neuen Dauerausstellung und half bei der Umsetzung der Wanderausstellung „‚Rassendiagnose: Zigeuner‘. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“. Als Vorsitzende des studentischen Vereins „Heidelberger Lupe e.V. – Verein für historische Forschung und Geschichtsvermittlung“ setzt sie sich für lokalhistorische Forschungen und Vermittlungsarbeit zum Thema Antiziganismus ein.

 

Zu ihren Forschungsinteressen gehören Ideengeschichte, Minderheitengeschichte und historische Antisemitismus- und Antiziganismusforschung.

Prof. Dr. Astrid Messerschmidt

Jg. 1965, Dr. phil. habil., Erziehungswissenschaftlerin und Erwachsenenbildnerin; Studium der Pädagogik, Politikwissenschaft, Germanistik und Religionspädagogik. Seit Sommersemester 2016 Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der Bergischen Universität Wuppertal.

 

Von 2014-2016 Gastprofessorin für Gender and Diversity an der Technischen Universität Darmstadt; 2009-2014 Professur für Interkulturelle Pädagogik/Lebenslange Bildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe; 2008-2009 Vertretungsprofessur für Erwachsenenbildung und Allgemeine Pädagogik an der Universität Flensburg; 2007 Gastprofessur für Allgemeine Pädagogik an der Universität Wien. Lehraufträge: Université de Fribourg/CH; Universität Innsbruck, Hochschule Mannheim, Universität Bielefeld.

 

Gutachter- und Beiratstätigkeiten u.a. für die Bundeszentrale für Politische Bildung; Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft EVZ; Fritz Bauer Institut.

 

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Migrationsgesellschaftliche Bildung, Diversität und Diskriminierung, Geschlechtertheorien und geschlechterreflektierende Bildung; Antisemitismus und Rassismus in den Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Zahlreiche Publikationen u.a. zu antiziganismuskritischer Bildungsarbeit.

Radmila Mladenova

Tobias Neuburger

Sozial- und Kulturwissenschaftler; wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“ der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten; Doktorand am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie und Forschungsschwerpunkt Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte der Universität Innsbruck, Arbeitstitel der Dissertation: „Aufführungen des Antiziganismus. Populäre ‚Zigeuner‘-Bilder um 1900“; Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover.

 

Forschungsschwerpunkte: Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus in Geschichte und Gegenwart, Kritische Theorie und Ideologiekritik, antiziganismuskritische Bildungsarbeit.

Dr. Ulrich Friedrich Opfermann

Historiker, Studium Volkswirtschaft, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Köln und Siegen, Promotion bei Prof. Dr. Jürgen Reulecke an der Universität Siegen

 

 

Der Schwerpunkt der historischen Arbeiten liegt auf der älteren und jüngeren Geschichte als „fahrend“ geltender Minderheiten (Roma, Jenische).  Tätigkeiten für u. a. Dokuzentrum/Archiv des Rom e. V., Köln, dort im Vorst., Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg, verschiedene NS-Gedenkstätten, langj. Vorstandsmitgl., Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte in NRW, Landeszentralen für politische Bildung, Bundeszentrale für politische Bildung, Universität Siegen.
Zahlreiche Publikationen in den Themenfeldern Roma bzw. Sinti, Jenische und Antiziganismus.

Prof. Dr. Iulia-Karin Patrut

Jg. 1975, ist Literaturwissenschaftlerin und Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Schwerpunkt 20. und 21. Jahrhundert) an der Universität Flensburg. Promoviert hat sie über Paul Celan und Herta Müller, ihre 2014 erschienene Habilitationsschrift befasst sich mit der Darstellung von ‚Zigeunern‘ in Literatur und Wissenschaft vom 18. Jahrhundert bis 1920.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Analogien und Differenzen zwischen der Darstellung von ‚Zigeunern‘ und Juden und die ‚internen Fremden‘ im Zeitalter der Nation. Seit 2005 hat sie zahlreiche Studien vorgelegt, u.a. sieben Sammelbände zur Darstellung und Verfolgung der ‚Zigeuner‘ (z.B. „‚Zigeuner‘ und Nation. Repräsentation – Inklusion – Exklusion“ 2008 mit Herbert Uerlings sowie „Fremde Arme – Arme Fremde. ‚Zigeuner‘ in Literaturen Mittel- und Osteuropas, mhg 2007). Einschlägige Aufsätze, die die Rolle der ‚Zigeuner‘ als Grenzfiguren in deutschen Selbstentwürfen untersuchen, erschienen zuletzt in der Zeitschrift Geschichte und Gesellschaft und im Jahrbuch für Antisemitismusforschung.

Dr. Frank Reuter

Frank Reuter ist seit dem 1. Januar 2018 wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus, die am Historischen Seminar der Universität Heidelberg angesiedelt ist. Zuvor war er als Historiker fast 25 Jahre im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg tätig. Ein zentraler Arbeitsschwerpunkt ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma. Er hat zahlreiche Interviews mit Überlebenden des Völkermords geführt und eine Sammlung historischer Privat- und Familienfotos von Sinti und Roma aufgebaut. Er war unter anderem verantwortlich für die inhaltliche Konzeption der Dauerausstellung im Heidelberger Zentrum (eröffnet 1997) und der Dauerausstellung im ehemaligen Häftlingsblock 13 des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau (eröffnet 2001). Zur Verfolgungsgeschichte der Minderheit im Nationalsozialismus hat er zahlreiche Beiträge publiziert.

 

Weitere Forschungsschwerpunkte sind die historische Bild- und Stereotypenforschung, insbesondere „Zigeuner“-Bilder in der Fotografie, sowie Fragen der Erinnerungskultur. Seine 2014 im Wallstein Verlag erschienenen Monografie „Der Bann des Fremden. Die fotografische Konstruktion des ,Zigeuners‘“ wurde in Rezensionen als neues Standardwerk gewürdigt.

Dr. Yvonne Robel

Jg. 1977, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Sie hat sich 2012 mit einer kulturwissenschaftlichen Arbeit über bundesdeutsches Genozidgedenken seit den 1990er Jahren promoviert, in der sie sich u.a. mit dem öffentlichen Gedenken an den nationalsozialistischen Genozid an Sinti und Roma befasste. 2009 gab sie gemeinsam mit Markus End und Kathrin Herold einen Sammelband zu „Antiziganistischen Zuständen“ heraus. Ihre Interessen liegen in der zeit- und regionalgeschichtlichen Antiziganismusforschung, in den Nachwirkungen der NS-Verfolgung sowie in der bundesdeutschen Geschichtspolitik und Erinnerungskultur.

Jens Röschlein

Im Jahr 2008 Magister Artium an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth. Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte von Minderheiten, Sozialgeschichte der Religion sowie Exklusion / Inklusion. Derzeit Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Geschichte zu der Auseinandersetzung der katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland mit und über Sinti und Roma (1945-1990)

Arne Schrader

M. Ed., studierte Germanistik, Geschichtswissenschaft und Politik-Wirtschaft für das Lehramt an Gymnasien an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promovend am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover und Mitglied des Center for Inclusive Citizenship (CINC). Sein Dissertationsprojekt hat zum Ziel, Vorstellungen und Alltagsdidaktiken von Lehrkräften zum Phänomen des Antiziganismus zu erforschen und Implikationen für die Politische Bildung und antiziganismuskritische Bildungsarbeit abzuleiten. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Historisch-Politische Bildung sowie Inclusive- und Digital Citizenship Education.

Alexandra Sobotta

M.A., studierte Politikwissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig und Pädagogik an der TU Chemnitz. Bis 2016 arbeitete sie als freie Mitarbeiterin in dem anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V. im Rahmen mediengestützter-politischer Bildungsarbeit. Die Schwerpunkte ihrer pädagogisch-praktischen Tätigkeit sind dabei in den Bereichen rassismuskritische Bildungsarbeit, filmkulturelle Arbeit, globales Lernen, Holocaust Education für Kinder niedriger Altersstufen und Geschlechtergerechtigkeit anzusiedeln. Von 2017-2018 war sie als pädagogische Fachkraft in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in den Hilfen zur Erziehung tätig und ist seit 2018 an der Juniorprofessur für Interkulturelle Pädagogik der TU Chemnitz wissenschaftliche Mitarbeiterin. In ihrer 2016/2017 verfassten Masterarbeit beschäftigte sie sich mit antiziganismuskritischer Bildungsarbeit und forscht seitdem kontinuierlich zum Themenbereich antiziganismuskritische Bildungsarbeit in (außer-)schulischen Kontexten.

Darüber hinausgehende Forschungsschwerpunkte sind:
Migrationsprozesse und kritische Migrationsforschung, Zugehörigkeit(en), Vielfalt und Differenz, politische und historische Bildungsarbeit im (außer)schulischen Kontext

Prof. Dr. Wolfram Stender

Daniel Strauß

Jg. 1965, ist Immobilienkaufmann und engagiert sich seit 1983 in der Bürgerrechtsarbeit. Bis 1995 war er Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen, seitdem ist er Vorsitzender des gleichnamigen Landesverbandes in Baden-Württemberg. 2013 war er Vertragspartner des ersten Staatsvertrages mit Gesetzesstatus, der mit dem Land Baden-Württemberg geschlossen wurde. Er hat in den 1990er Jahren an der Konzeption des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg mitgewirkt und ist diesem als Vorstandsmitglied bis heute verbunden. Neben der GfA hat er weitere Vereine und Stiftungen mit initiiert und arbeitet dort im Vorstand oder in anderer Funktion mit, so bei der Romno Kher gGmbH oder der Hildegard Lagrenne Stiftung.

 

Seit 1992 hat er zahlreiche Studien zu Antiziganismus und zur NS-Verfolgung von Sinti und Roma publiziert. Zu den jüngsten Arbeiten, bei denen er als Herausgeber, Mitherausgeber oder Autor mitwirkte, zählen eine Studie zu Antiziganismus in Europa, eine Studie zur aktuellen Bildungssituation deutscher Sinti und Roma sowie der Ergänzungsbericht zum Bericht der Bundesrepublik Deutschland an die Europäische Kommission zum EU-Rahmen für die Nationale Integration der Roma bis 2020 (alle 2012), 2013 folgte die Herausgabe des Gutachtens „Antiziganismus – zum Stand der Forschung und der Gegenstrategien“.

Laura Soréna Tittel

Jg. 1988, studierte Politik, Geschichte und Jura an der Universität Osnabrück und Politische Theorie an der Goethe-Universität Frankfurt, der TU Darmstadt und der Virginia Tech. Sie ist seit März 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Zwischen Minderheitenschutz und Versicherheitlichung: Die Herausbildung der Roma-Minderheit in der modernen europäischen Geschichte“ am Lehrstuhl für Politische Theorie der Justus-Liebig-Universität Gießen.

In ihrer Dissertation arbeitet sie an einer politischen Theorie des Antiziganismus. Ziel der Arbeit ist es, das Phänomen Antiziganismus als elementaren Teil der modernen europäischen Gesellschaften zu kritisieren und eine Genealogie der Zusammenhänge zwischen Kriminalisierung und einem rassistischen Antiziganismus aufzuzeigen. Dazu untersucht sie u.a. Polizeiakten, Polizeifotografien und (pseudo-)wissenschaftliche Artikel aus den Bereichen Anthropologie und Kriminologie des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Untersuchung stützt sich auf die Gesellschaftskritik von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Michel Foucault, Walter Benjamin und Susan Sontag.

Zu ihren Forschungsinteressen gehören die kritische Theorie der Gesellschaft, die Kritik der politischen Ökonomie, die europäische Ideengeschichte seit der Aufklärung und Antisemitismus sowie Antiziganismus.

Sebastian Vaupel

Jg. 1989, studierte Geschichte, Philosophie und Schulpädagogik an der Universität Marburg. Seine Examensarbeit zur „Kritik des Antiziganismus als Aspekt einer ‚Erziehung nach Auschwitz'“ verfasste er 2014. Zur Zeit absolviert er sein Lehramtsreferendariat in Berlin.

 

Schwerpunkte: Antiziganismustheorie(n) und antiziganismuskritische Bildungsarbeit (einführende Vorträge und Workshops)

Stefan Vennmann

Jg. 1990, studiert an der TU Dortmund den Studiengang Philosophie und Politikwissenschaft mit Schwerpunkt politische Philosophie und ist Mitarbeiter im Arbeitskreis Antiziganismus im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS).

 

Arbeitsschwerpunkte: Die Kritische Theorie des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und Fragen der Kollektivschuld, im Forschungsfeld Antiziganismus insbesondere das Verhältnis von Antiziganismus und politischer Ökonomie, von Antiziganismus und Antisemitismus sowie Antiziganismus im Kontext extrem rechter Ideologie.