Eine Auswahl der Publikationen unserer Mitglieder

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Fings, Karola; Lotto-Kusche, Sebastian (2017)

Tsiganologie

in: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Band 2: Forschungskonzepte – Institutionen – Organisationen – Zeitschriften, hg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Aufl. (Berlin: De Gruyter, 2017), S. 1149–1158

Lotto-Kusche, Sebastian (2017)

Robert Ritter

in: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Band 1: Biographien, hg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Aufl. (Berlin: De Gruyter, 2017), S. 637–639

Lotto-Kusche, Sebastian (2017)

Rassenhygienische Forschungsstelle

in: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Band 2: Forschungskonzepte – Institutionen – Organisationen – Zeitschriften, hg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Aufl. (Berlin: De Gruyter, 2017), S. 1592–1596

Fings, Karola (2016)

Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit

(München: C.H. Beck Wissen, 2016)
 
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Karola Fings erzählt die Geschichte von Sinti und Roma von dem ersten Jahrtausend an bis in die Gegenwart hinein und bettet sie erstmals konsequent in die allgemeine historische, kulturelle und ökonomische Entwicklung ein. So entsteht eine Beziehungsgeschichte, in der Sinti und Roma als eigenständig handelnde Akteure sichtbar werden.

 

Einführend werden Begriffe und Wissensdiskurse sowie die aktuellen Diskussionen um Antiziganismus erläutert. Deutlich wird dabei auch, wie stereotype Sichtweisen eine gesellschaftliche Benachteiligung von Angehörigen der Minderheit bis heute verfestigen. Die Autorin erklärt, welchen Bruch der nationalsozialistische Völkermord bedeutete und welche Folgen er für die nachfolgenden Generationen hat. Auch zeigt sie, wie die Umwälzungen in Europa seit den 1990er Jahren die Lebensverhältnisse von Roma veränderten und welche Hoffnungen sich mit der Minderheitenpolitik der Europäischen Union verbinden.

 

Zum Verlag

Lotto-Kusche, Sebastian (2015)

Spannungsfelder im Vorfeld der Anerkennung des Völkermords an den Sinti und Roma. Das Gespräch zwischen dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland am 17. März 1982

in: Stigmatisierung – Marginalisierung – Verfolgung. Beiträge des 19. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der Nationalsozialistischen Konzentrationslager, hg. von Marco Brenneisen u. a. (Berlin: Metropol, 2015), S. 224–244

Weitere Angaben

Webfassung

Patrut, Iulia-Karin (2014)

Phantasma Nation. ‚Zigeuner‘ und Juden als Grenzfiguren des ‚Deutschen‘ (1770–1920)

(Würzburg: Königshausen & Neumann, 2014)

Weitere Angaben

 

Die Darstellung der ‚Zigeuner‘ hat seit dem 17. Jahrhundert konstitutive Bedeutung für deutsche Selbstentwürfe. ‚Zigeuner‘ fungieren als Gründungs-, Zukunfts- und Kunst-Figuren, sie legen in der deutschsprachigen Literatur oftmals das Phantasma der Homogenität offen, indem sie zugleich identisch, radikal different und beobachtendes Drittes sind. Brisant wird diese Position im Zuge der Arbeit an der ‚deutschen Nation‘.

 

Von 1770 bis 1920 wird dem Spannungsverhältnis zwischen literarischen Texten von J. G. Herder und J. W. Goethe bis zu F. Kafka und publizistischen, wissenschaftlichen sowie polizeilichen Schriften nachgegangen, wobei Interferenzen mit der Darstellung der Juden ebenso berücksichtigt werden wie das Exklusionsregime, dem die als ,Zigeuner’ Bezeichneten de facto unterlagen.

Bartels, Alexandra; Borcke, Tobias von; End, Markus; Friedrich, Anna (Hg.) (2013)

Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse

(Münster: Unrast, 2013)

Weitere Angaben

In den letzten Jahren haben sich Medien, Wissenschaft und Politik vermehrt mit dem Thema Antiziganismus beschäftigt. Die Auseinandersetzung bleibt jedoch häufig oberflächlich und ist nicht selten durch stereotype Wahrnehmungen geprägt. Gerade Letzteres führt immer wieder dazu, dass die Verantwortung für die in vielen Fällen äußerst schwierige Lage der von Antiziganismus betroffenen Menschen bei diesen selbst gesucht wird, statt bei der Mehrheitsgesellschaft, von der Diskriminierung und Verfolgung ausgehen.

Atasever, Kerem; End, Markus; Pientka, Patricia; Schmidt, Elisa; Wylezol, Roland (2012)

Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus. Für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

hg. von Alte Feuerwache e.V./Jugendbildungsstätte Kaubstraße (Münster: Unrast, 2012) und 2., überarb. Aufl. (Münster: Unrast, 2014)

Weitere Angaben

Das Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus richtet sich an Fachkräfte, die in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit zum Thema Antiziganismus und zur Geschichte der Sinti und Roma tätig sind. Das Buch bietet fundiertes Fachwissen sowie eine breite Palette von Übungen, die Ausgrenzungs- und Machtmechanismen und somit die Grundlage von Vorurteilen offenlegen, zur Selbstreflexion anregen und einen Beitrag zur interkulturellen Bildung leisten wollen. Die Konzeption der Übungen verspricht einen positiven Lerneffekt, da Lebensrealitäten und Deutungsmuster von Jugendlichen im Mittelpunkt stehen und diese zur Auseinandersetzung mit eigenen Lebensrealitäten – d.h. die der KursteilnehmerInnen – anregen.

Wolf, Benedikt (2011)

„Ἐγὼ εἶµαι / γλῶσσα τῆς ὡραίας ἀλήθειας, / δὲ µὲ σέρνει ἐκδίκηση λαοπλάνα[.]“ The Construction of Greek Identity by means of Antigypsyism (Kalfoglou – Palamas)

in: Ταυτότητες στον ελληνικό κόσμο (από το 1204 έως σήμερα)/Identities in the Greek world (from 1204 to the present day). Proceedings of the 4th European Congress of Modern Greek Studies, Granada, 9-12 September 2010, Bd. 2, hg. von Konstantinos A. Dimadis (Athen: European Society of Modern Greek Studies, 2011), S. 425–437

Jonuz, Elizabeta (2009)

Stigma Ethnizität. Wie zugewanderte Romafamilien der Ethnisierungsfalle begegnen

(Opladen: Budrich, 2009)

Weitere Angaben

Noch immer wird die Minderheit der Roma in Deutschland mit massiver Diskriminierung konfrontiert. Die Studie der Sozialwissenschaftlerin Elizabeta Jonuz arbeitet zum einen die Ursachen dieser Diskriminierung heraus. Zum anderen dokumentiert sie mittels einer Generationen übergreifenden Untersuchung aber auch, dass es vielen Angehörigen der so genannten Gastarbeiterroma aus dem ehemaligen Jugoslawien gegen alle Widerstände gelungen ist, in der bundesdeutschen Gesellschaft aufzusteigen und sich sozial zu etablieren.

End, Markus; Herold, Kathrin; Robel, Yvonne (Hg.) (2009)

Antiziganistische Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments

(Münster: Unrast, 2009) und 2. Aufl. (Münster: Unrast, 2013)

Weitere Angaben

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. Gleichzeitig mangelt es an politischen und theoretischen Analysen. Das gilt auch für eine linke Kritik, die oft nicht über moralische Empörung hinaus geht. Dieser Sammelband soll zu einer breiteren und differenzierteren Diskussion und Kritik des Antiziganismus beitragen. Neben unterschiedlichen gesellschaftstheoretischen Ansätzen werden internationale Fallstudien zu Italien, Kosovo und Rumänien ebenso bearbeitet wie der Bereich medialer Repräsentationen und die Verwerfungen im bundesdeutschen Gedenken an den nationalsozialistischen Massenmord. Eine Kritik der Mehrheitsgesellschaft tritt hierbei an die Stelle eines nicht selten antiziganistischen Schreibens über Roma.