Eine Auswahl der Publikationen unserer Mitglieder

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Hg: Bechtel, Theresa; Firsova, Elizaveta; Schrader, Arne; Vajen, Bastian; Wolf, Christoph (2023)

Perspektiven diskriminierungskritischer Politischer Bildung

Dieser Sammelband betrachtet das Thema Diskriminierung aus der Sicht einer diskriminierungskritischen politischen Bildung und versammelt eine Vielfalt an Themen sowie fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Perspektiven.
Die Autor*innen nehmen strukturell verankerte Macht- und Herrschaftsverhältnisse intersektional in den Blick, analysieren diese entlang ihrer Forschungsfragen und leiten je nach Thema unterschiedliche Schlussfolgerungen und methodisch-didaktische Empfehlungen für die politische Bildung ab. Allen gemein ist ein kritisch-reflektierter Blick auf aktuelle und für politische Bildungsprozesse relevante Formen von Diskriminierung.

Astrid Messerschmidt: Fremd machen – Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus als Themen Politischer Bildung in der Migrationsgesellschaft

Christoph Wolf: Antisemitismus als Gegenstand des Politikunterrichts. Eine antisemitismuskritische Analyse

Kai E. Schubert: „Besonderung“ von Jüdinnen und Juden und Anti-Israelismus – Formen des israelbezogenen Antisemitismus und Konsequenzen ihrer Unterscheidung für die Politische Bildung

Arne Schrader: Antiziganismuskritik als Element diskriminierungskritischer Politischer Bildung

Johanna Schweitzer, Romina Wiegemann: „Und sind Sie jüdisch?“ – Erfahrungen und Perspektiven von Bildungsreferent*innen mit jüdischen (Familien-)Biografien in der pädagogischen Arbeit zu Antisemitismus

Felix Prehm: Intersektionale Perspektiven auf (geschlechtersensible) Politische Bildung

Theresa Bechtel: Nationendenken im Kontext Politischer Bildung.

II Bildungsperspektiven auf strukturelle Diskriminierung

Tatiana Zimenkova, Marieke Fröhlich: Konzepte des Zusammenhalts in der Politischen Bildung: zwischen politischer Normativität und Empowerment

Franziska Wittau, Thomas Overberg: Narrationen in der ungleichheitssensiblen Politischen Bildung

Sebastian Engelmann: Diskriminierungskritik und die Funktionen von Schule – Überlegungen zur Diskriminierungskritischen Schule aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive

Udo Dannemann: Vorstellungen von Lehrer*innen im Fokus – Antidemokratische Positionen und Einstellungen als zentrale Herausforderung im Schulalltag?

Susanne Rentsch: Science Facts statt Science-Fiction. Künstliche Intelligenz als Herausforderung für eine diskriminierungskritische Politische Bildung

Elizaveta Firsova, Bastian Vajen: Gruppenbezogene Verschwörungstheorien in Erwachsenenbildungseinrichtungen – Überzeugungen, Wahrnehmung und Handlungskompetenz von Lehrenden

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Dr. Mladenova, Radmila (2022)

The ‘White’ Mask and the ‘Gypsy’ Mask in Film

Die Dissertation „The ‚White‘ Mask and the ‚Gypsy‘ Mask“ von Dr. Radmila Mladenova ist in Heidelberg  erschinen (Antiziganismusforschung interdisziplinär – Schriftenreihe der Forschungsstelle Antiziganismus, Band 3). Sie  widmet sich einem in der Filmwissenschaft und filmhistorischen Forschung sträflich vernachlässigten Thema: das ‚Zigeuner‘-Phantasma auf der Kinoleinwand. Die Studie verbindet die Rekonstruktion der Geschichte der ‚Zigeuner‘-Darstellungen im Film seit den Anfängen dieses Mediums mit einer systematischen filmtheoretischen Verortung ihrer ästhetischen und gesellschaftlichen Funktion. Der Studie liegen 153 Filme aus Europa und den USA zugrunde.

Nähere Infos und eBook

Fings, Karola (2021)

Podiumsdiskussion: Von der Anerkennung als NS-Opfer zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe?

Romani Rose (Heidelberg), Mirjam Karoly (Wien) und Robert Sigel (München) im Gespräch mit Karola Fings und Sybille Steinbacher,
in: SINTI UND ROMA. DER NATIONALSOZIALISTISCHE VÖLKERMORD IN HISTORISCHER UND GESELLSCHAFTSPOLITISCHER PERSPEKTIVE,
herausgegeben von Karola Fings und Sybille Steinbacher (Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, Bd. 19), Göttingen 2021, S. 253-276

Fings, Karola (2021)

Perspektiven auf den Völkermord

in: SINTI UND ROMA. DER NATIONALSOZIALISTISCHE VÖLKERMORD IN HISTORISCHER UND GESELLSCHAFTSPOLITISCHER PERSPEKTIVE,
herausgegeben von Karola Fings und Sybille Steinbacher (Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, Bd. 19), Göttingen 2021, S. 7-26

Peters , Katharina Vennmann, Stefan (Hg.) (2020)

NICHTS GELERNT?! Konstruktion und Kontinuität des Antiziganismus

Sammelband konzipiert im Arbeitskreis Antiziganismus des Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) in Zusammenarbeit mit VIA (Verein für interkulturelle Arbeit e.V.), der Amadeu Antonio Stiftung und Demokratie leben, der auf einer Vortragsreihe in Duisburg aus dem Jahr 2018 basiert.

Mit Beiträgen u.a. von Astrid Messerschmidt, Merfin Demir, Markus End und Stefan Vennmann

Fings, Karola (2019)

Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit

(München: C.H. Beck Wissen, 2. Aufl. 2019)
 
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Weitere Angaben

 

Karola Fings erzählt die Geschichte von Sinti und Roma von dem ersten Jahrtausend an bis in die Gegenwart hinein und bettet sie erstmals konsequent in die allgemeine historische, kulturelle und ökonomische Entwicklung ein. So entsteht eine Beziehungsgeschichte, in der Sinti und Roma als eigenständig handelnde Akteure sichtbar werden.

 

Einführend werden Begriffe und Wissensdiskurse sowie die aktuellen Diskussionen um Antiziganismus erläutert. Deutlich wird dabei auch, wie stereotype Sichtweisen eine gesellschaftliche Benachteiligung von Angehörigen der Minderheit bis heute verfestigen. Die Autorin erklärt, welchen Bruch der nationalsozialistische Völkermord bedeutete und welche Folgen er für die nachfolgenden Generationen hat. Auch zeigt sie, wie die Umwälzungen in Europa seit den 1990er Jahren die Lebensverhältnisse von Roma veränderten und welche Hoffnungen sich mit der Minderheitenpolitik der Europäischen Union verbinden.

 

Zum Verlag

Huber J./Povoden N. (2018)

Zwangsarbeit

In Verein Heidelberger Lupe – Verein für historische Forschung und Geschichtsvermittlung: Spurensuche: Heidelberg im Nationalsozialismus. Materialheft mit lokalhistorischen Quellen. Heidelberg.

Huber J., Povoden N. (2018)

Zwangsarbeit

in: Verein Heidelberger Lupe – Verein für historische Forschung und Geschichtsvermittlung: Spurensuche: Heidelberg im Nationalsozialismus. Materialheft mit lokalhistorischen Quellen. Heidelberg, 2018

Fings, Karola; Lotto-Kusche, Sebastian (2017)

Tsiganologie

in: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Band 2: Forschungskonzepte – Institutionen – Organisationen – Zeitschriften, hg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Aufl. (Berlin: De Gruyter, 2017), S. 1149–1158

Lotto-Kusche, Sebastian (2017)

Rassenhygienische Forschungsstelle

in: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Band 2: Forschungskonzepte – Institutionen – Organisationen – Zeitschriften, hg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Aufl. (Berlin: De Gruyter, 2017), S. 1592–1596

Lotto-Kusche, Sebastian (2017)

Robert Ritter

in: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Band 1: Biographien, hg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Aufl. (Berlin: De Gruyter, 2017), S. 637–639

Lotto-Kusche, Sebastian (2015)

Spannungsfelder im Vorfeld der Anerkennung des Völkermords an den Sinti und Roma. Das Gespräch zwischen dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland am 17. März 1982

in: Stigmatisierung – Marginalisierung – Verfolgung. Beiträge des 19. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der Nationalsozialistischen Konzentrationslager, hg. von Marco Brenneisen u. a. (Berlin: Metropol, 2015), S. 224–244

Weitere Angaben

Webfassung

Patrut, Iulia-Karin (2014)

Phantasma Nation. ‚Zigeuner‘ und Juden als Grenzfiguren des ‚Deutschen‘ (1770–1920)

(Würzburg: Königshausen & Neumann, 2014)

Weitere Angaben

 

Die Darstellung der ‚Zigeuner‘ hat seit dem 17. Jahrhundert konstitutive Bedeutung für deutsche Selbstentwürfe. ‚Zigeuner‘ fungieren als Gründungs-, Zukunfts- und Kunst-Figuren, sie legen in der deutschsprachigen Literatur oftmals das Phantasma der Homogenität offen, indem sie zugleich identisch, radikal different und beobachtendes Drittes sind. Brisant wird diese Position im Zuge der Arbeit an der ‚deutschen Nation‘.

 

Von 1770 bis 1920 wird dem Spannungsverhältnis zwischen literarischen Texten von J. G. Herder und J. W. Goethe bis zu F. Kafka und publizistischen, wissenschaftlichen sowie polizeilichen Schriften nachgegangen, wobei Interferenzen mit der Darstellung der Juden ebenso berücksichtigt werden wie das Exklusionsregime, dem die als ,Zigeuner’ Bezeichneten de facto unterlagen.

Bartels, Alexandra; Borcke, Tobias von; End, Markus; Friedrich, Anna (Hg.) (2013)

Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse

(Münster: Unrast, 2013)

Weitere Angaben

In den letzten Jahren haben sich Medien, Wissenschaft und Politik vermehrt mit dem Thema Antiziganismus beschäftigt. Die Auseinandersetzung bleibt jedoch häufig oberflächlich und ist nicht selten durch stereotype Wahrnehmungen geprägt. Gerade Letzteres führt immer wieder dazu, dass die Verantwortung für die in vielen Fällen äußerst schwierige Lage der von Antiziganismus betroffenen Menschen bei diesen selbst gesucht wird, statt bei der Mehrheitsgesellschaft, von der Diskriminierung und Verfolgung ausgehen.

Atasever, Kerem; End, Markus; Pientka, Patricia; Schmidt, Elisa; Wylezol, Roland (2012)

Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus. Für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

hg. von Alte Feuerwache e.V./Jugendbildungsstätte Kaubstraße (Münster: Unrast, 2012) und 2., überarb. Aufl. (Münster: Unrast, 2014)

Weitere Angaben

Das Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus richtet sich an Fachkräfte, die in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit zum Thema Antiziganismus und zur Geschichte der Sinti und Roma tätig sind. Das Buch bietet fundiertes Fachwissen sowie eine breite Palette von Übungen, die Ausgrenzungs- und Machtmechanismen und somit die Grundlage von Vorurteilen offenlegen, zur Selbstreflexion anregen und einen Beitrag zur interkulturellen Bildung leisten wollen. Die Konzeption der Übungen verspricht einen positiven Lerneffekt, da Lebensrealitäten und Deutungsmuster von Jugendlichen im Mittelpunkt stehen und diese zur Auseinandersetzung mit eigenen Lebensrealitäten – d.h. die der KursteilnehmerInnen – anregen.

Wolf, Benedikt (2011)

„Ἐγὼ εἶµαι / γλῶσσα τῆς ὡραίας ἀλήθειας, / δὲ µὲ σέρνει ἐκδίκηση λαοπλάνα[.]“ The Construction of Greek Identity by means of Antigypsyism (Kalfoglou – Palamas)

in: Ταυτότητες στον ελληνικό κόσμο (από το 1204 έως σήμερα)/Identities in the Greek world (from 1204 to the present day). Proceedings of the 4th European Congress of Modern Greek Studies, Granada, 9-12 September 2010, Bd. 2, hg. von Konstantinos A. Dimadis (Athen: European Society of Modern Greek Studies, 2011), S. 425–437

Jonuz, Elizabeta (2009)

Stigma Ethnizität. Wie zugewanderte Romafamilien der Ethnisierungsfalle begegnen

(Opladen: Budrich, 2009)

Weitere Angaben

Noch immer wird die Minderheit der Roma in Deutschland mit massiver Diskriminierung konfrontiert. Die Studie der Sozialwissenschaftlerin Elizabeta Jonuz arbeitet zum einen die Ursachen dieser Diskriminierung heraus. Zum anderen dokumentiert sie mittels einer Generationen übergreifenden Untersuchung aber auch, dass es vielen Angehörigen der so genannten Gastarbeiterroma aus dem ehemaligen Jugoslawien gegen alle Widerstände gelungen ist, in der bundesdeutschen Gesellschaft aufzusteigen und sich sozial zu etablieren.

End, Markus; Herold, Kathrin; Robel, Yvonne (Hg.) (2009)

Antiziganistische Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments

(Münster: Unrast, 2009) und 2. Aufl. (Münster: Unrast, 2013)

Weitere Angaben

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. Gleichzeitig mangelt es an politischen und theoretischen Analysen. Das gilt auch für eine linke Kritik, die oft nicht über moralische Empörung hinaus geht. Dieser Sammelband soll zu einer breiteren und differenzierteren Diskussion und Kritik des Antiziganismus beitragen. Neben unterschiedlichen gesellschaftstheoretischen Ansätzen werden internationale Fallstudien zu Italien, Kosovo und Rumänien ebenso bearbeitet wie der Bereich medialer Repräsentationen und die Verwerfungen im bundesdeutschen Gedenken an den nationalsozialistischen Massenmord. Eine Kritik der Mehrheitsgesellschaft tritt hierbei an die Stelle eines nicht selten antiziganistischen Schreibens über Roma.