Im Rahmen der Herbstschule des HATiKVA e.V. findet diese Veranstaltung am 3. September im Zentralkino, Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden statt. Am 4. September wird eine Exkursion in die Gedenkstätte Großschweidnitz (inklusive Bustransfer von Dresden nach Großschweidnitz) durchgeführt.
Die Herbstschule befasst sich mit den Themen Antisemitismus, Ableismus und und Rassismus gegen Sinti* und Roma*. Den komplexen Themen wird sich mit Film und Gespräch, Werkstattbericht, Vortrag und Gedenkstättenbesuch genähert. Dabei werden Geschichte und Gegenwart gleichermaßen beleuchtet.Ausgangspunkt ist das zunehmende unter Druck geraten sozialer Errungenschaften in der Gegenwart: Arbeitsrechte, Aufenthaltsrechte, Daseinsfürsorge, Gesundheitsversorgung und Unschuldsvermutung werden geschliffen. Nicht das Sein, sondern die Arbeitsfähigkeit bestimmt die Berechtigung – „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Wir diskutieren Traditionslinien von Antisemitismus, Ableismus, Sozialchauvinismus und Antiziganismus. Sozialkürzungen treffen systematisch die Schwächsten und verschärfen Diskriminierung. Die zentrale Frage lautet: Wer gilt als „würdig“ und wer nicht? Die Herbstschule bietet Raum für kritische Analyse, Reflexion und Austausch, um regressiven und populistischen Vereinfachungen entgegenzuwirken und Organisierung zu ermöglichen.
Eine Veranstaltung in Kooperation von:
HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur e. V. im Rahmen des Innovationsprojekts „Ökonomische Mythen und Projektion – Präventive Bildungsarbeit gegen wirtschaftlich begründeten Antisemitismus“ und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e. V., sowie der Gedenkstätte Großschweidnitz/Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
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„AVEN – Kommt!“ – „Das ‚Z-Wort‘ – Fremdbezeichnung, Selbstbezeichnung, Streitbegriff?“
Kulturfest des Landesverbands Deutscher Sinti und Romaam 5. September 2026, 17 Uhr im Haus am Westbahnhof, An 44 40a, 76829 Landau in der Pfalz
Seit 1988 richtet der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, das Kulturfest „AVEN" in Landau aus. „AVEN" bedeutet im Romanes, der Sprache der Sinti und Roma, „Kommt" – als offene Einladung an alle.
17:00 Uhr | Film und Podiumsgespräch: „Das ‚Z-Wort' – Fremdbezeichnung, Selbstbezeichnung, Streitbegriff?"
Ein Abend über einen Begriff, der über Jahrhunderte als abwertende Fremdzuschreibung diente, von manchen Angehörigen der Minderheit heute für sich beansprucht wird und weiterhin umstritten ist. Auf dem Podium diskutiert unter anderem Gitarrist Lulo Reinhardt mit dem Publikum, Moderation: Dr. Andra-Octavia Drăghiciu. In Kooperation mit dem critical film & image hub an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Eintritt frei!
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Gegen das Vergessen
Luigi Toscano: Weg durch die Innenstadt GEGEN DAS VERGESSEN, 5. September 2026, 10:30-12:00 Uhr, Beginn am Dom, Westportal, Am Dom 1, 39104 Magdeburg
Seit nunmehr über zehn Jahren porträtiert Luigi Toscano Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Die daraus entstandenen Fotografien wurden bereits an verschiedenen Orten im In- und Ausland gezeigt.
Gemeinsam mit der Initiative „Omas gegen Rechts“ werden diese großformatigen Porträts erstmals am Tag vor der Landtagswahl durch Magdeburg getragen. Mit dieser Aktion soll davor gewarnt werden, eine rechtsextreme Partei zu wählen, und daran erinnert werden, dass sich Geschichte niemals wiederholen darf.
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Antiziganismus und die Rolle der Zivilgesellschaft
Podiumsdiskussion in Dortmund am 11.9.2026, 18:00–20:00 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50, 44147 Dortmund
Rassismus gegen Roma und Sinti gehört zu den ältesten Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Europa. Trotz wichtiger politischer Fortschritte bestehen Diskriminierung und Ausgrenzung bis heute fort – in Bildung, Medien, Verwaltung und vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Welche Verantwortung tragen Politik, Medien, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung von Antiziganismus? Welche Bündnisse braucht es, um Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu stärken?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Rahmen des Djelem Djelem Festivals. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Journalismus, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren wir über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven im Engagement gegen Rassismus gegen Roma und Sinti.
Podiumsgäste
Michael Brand, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland
Oberbürgermeister Dortmund (angefragt)
Simonida Selimović, Regisseurin und Schauspielerin, Romano Svato
Nadine Michollek, freie Journalistin
Karima Benbrahim, Konfliktmediatorin, Erziehungswissenschaftlerin und Autorin
Moderation: Amdrita Jakupi, Romano Than e.V.
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Theaterstück: „Rukeli” (Z*-Boxer)
Sa, 19.09., 19:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Nach dem Theaterstück von Rike Reiniger. Regie: Annette Dorothea Weber (Community Art Center Mannheim, Neckarstadt-West). Das Stück erzählt vom Leben des Sinto-deutschen Boxers Johann Wilhelm „Rukeli” Trollmann, der 1933 Deutscher Meister im Halbschwergewicht wurde – und dem im Nationalsozialismus der Titel aberkannt, die Karriere zerstört und schließlich das Leben genommen wurde. Mit anschließendem Publikumsgespräch mit der Regisseurin.
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40 Jahre VDSR-BW & Verleihung des Rukeli-Trollmann-Preises
So, 20.09., 17:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Grußwort: Rudi Hoogvliet, Staatssekretär im Staatsministerium Baden-Württemberg
Jubiläumsrede: Dr. Mehmet Daimagüler, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland
Preisträger*innen 2026: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident a. D. (Politik) | Helmut Weiss (Musik) | Anita Awosusi (Aktivismus)
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Kaminabend: Starke Frauen – starke Stimmen
Di, 22.09., 19:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof), 68159 Mannheim
Lesungen, Porträts und Generationsgespräche aus dem Projekt Starke Stimmen 2.0. Im Mittelpunkt: Frauen aus der Community, ihre Geschichten, ihr Mut und ihr stiller Widerstand.
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Bildungsreise zur Verfolgung und Vernichtung der Roma* und Sinti* in Tschechien während des Nationalsozialismus
23. - 26.9.2026 Das Konzentrationslager Lety bei Písek, das Zwangsarbeiterlager Hodonín u Kunštátu und das Museum für Roma-Kultur in Brno (Brünn)
Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus, Nachkriegskämpfe und Erinnerungskultur(en) der Gegenwart.
Die Reise beginnt am Mittwoch, den 23. September früh in Dresden zur Gedenkstätte in Lety bei Písek. Der Ort wurde bekannt, weil auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eine Schweinemastanstalt in Betrieb war. Der Kampf um das Gelände und die Nutzung für das Erinnern an die Verbrechen an den Roma und Sinti ist Teil von Kämpfen in Europa. Führung und Einblick in die Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte. Das Lager Lety steht symbolisch für die Vernichtung der tschechischen Roma-Bevölkerung: Nur etwa ein Zehntel der Vorkriegsbevölkerung überlebte den Holocaust.
Der Abend widmet sich den gesellschaftlichen Kämpfen um die Gedenkstätte und das Gedenken an den Holocaust an den Roma und Sinti in Tschechien. Gespräch mit Jana Kokyová, sie gehört zur dritten Generation von Nachkommen der Roma und Sinti, deren Vorfahren während des Holocausts verfolgt wurden und organisiert Gedenkfeiern in Lety u Písku am Standort des ehemaligen Konzentrationslagers. Ihre Großmutter Alžběta Růžičková, die aus einer Roma-Familie in Böhmen stammte, war in Lety inhaftiert.
Am Donnerstag, den 24. September findet ein Spaziergang und Gespräch zu Spuren des Erinnerns an den Porajmos° in Mirovice auf dem Pfarrfriedhof statt. Der Friedhof ist eng mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Lety u Písku verbunden, das während des Zweiten Weltkriegs als Lager für Roma und Sinti diente. Zwischen 1942 und 1943 starben dort mindestens 326 Menschen, die meisten davon Kinder.
Am Nachmittag Besuch der Gedenkstätte Hodonín u Kunštátu, sie erinnert an die Verfolgung und Ermordung der Roma und Sinti während des Nationalsozialismus. Das Lager bestand von 1942 bis 1943 und war eines von zwei zentralen Orten (neben Lety u Písku), an denen Roma und Sinti aus Böhmen und Mähren interniert und später in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.
Dann geht es nach Brno, der zweitgrößten Stadt Tschechiens. Hier lebt eine bedeutende Roma-Community. Brno ist ein wichtiges kulturelles Zentrum für die Roma in der Region.
Freitag, den 25. September Führung durch das Roma-Museum. Die Geschichte des Museums der Roma-Kultur reicht ins Jahr 1991 zurück, als es auf Initiative von Roma-Intellektuellen als nichtstaatliche gemeinnützige Organisation gegründet wurde. Im europäischen Kontext gesehen handelt es sich um eine einzigartige Einrichtung, die die Kultur der Roma und Sinti dokumentiert. Die Sammlung des Museums umfasst ca. 25.000 Exponate. Ein Teil der originalen historischen Objekte wird in einer Dauerausstellung mit dem Titel „Die Geschichte der Roma (Příběh Romů) / Le Romengero drom“ präsentiert. Im Anschluss folgt ein Fachgespräch zur Erinnerung an den Porajmos in Tschechien und das Entstehen der tschechischen Erinnerungskultur.
Am Nachmittag Treffen mit Eva Zdařilová (angefragt), sie ist Wissenschaftlerin, Übersetzerin und Journalistin. Sie stellt uns ihre Interviews mit Roma-Überlebenden vor. Die Interviews mündeten in eine Studie zu den Entschädigungserfahrungen der Roma in der Tschechischen Republik im Rahmen des Auszahlungsprogramms der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (evz) und ihrer tschechischen Partnerorganisationen. Seit 2006 arbeitet sie als Redakteurin der Zeitschrift für Romani Studies "Romano džaniben". Außerdem hat sie den Roman der Überlebenden von Lety, Philomena Franz, "Zwischen Liebe und Hass" ins Tschechische übersetzt.
Im Anschluss Begegnung mit Gwendolyn Albert. Sie ist Menschenrechtsaktivistin, Forscherin und Übersetzerin. Ihr Fokus liegt auf rassistischer Gewalt gegenüber Roma. Sie beschäftigt sich mit Segregation im Bildungswesen und ist Unterstützerin von Roma, die Opfer von Zwangssterilisierung wurden. Sie ist eine Verbündete vieler Roma-Aktivist*innen und schreibt für romea.cz. Sie erzählt (auf Englisch) von den Kämpfen um Entschädigung im Rahmen der Zwangssterilisationen nach der Verfolgung im Nationalsozialismus. Zwischen 1966 und 2012 wurden in Tschechien zahlreiche Frauen unter den Roma zwangssterilisiert. Die Zwangssterilisationen stellen ein schwerwiegendes Menschenrechtsverbrechen dar, das über Jahrzehnte hinweg systematisch und mit staatlicher Billigung durchgeführt wurde. Erst in den letzten Jahren wurden Entschädigungsmaßnahmen und eine gesellschaftliche Aufarbeitung eingeleitet. Die Praxis war von eugenischen, rassistischen und sozialpolitischen Motiven geprägt und steht in Tradition der Verfolgung während des Nationalsozialismus. 2021 beschloss das tschechische Parlament ein Gesetz zur Entschädigung der Opfer.
Samstag, den 26. September Rückblick und Einordnung aller eröffneten erinnerungskultureller Themenbereiche und Inhalte.
Abschluss der Reise mit einer kleinen thematischen Stadtführung innerhalb des Zentrums der Stadt Brno.
Konzeption: Aletta Beck, Kathrin Krahl, Tobias Kley.
Eine Kooperation zwischen der Brücke|Most-Stiftung und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus.
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Romani Women on and behind the Camera
Do, 24.09. 19:00 Uhr | Cinema Quadrat Mannheim, K1, 2, 68159 Mannheim
In Kooperation mit The Critical Film & Image Hub, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Kurzfilme von und mit Roma-Frauen aus Spanien, Rumänien, Großbritannien und Griechenland: intime Porträts und poetische Erkundungen von Identität, Resilienz und künstlerischem Ausdruck.
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Sintizze und Romnja verstehen – Antiziganismus begegnen
Antiziganismus ist bis heute im Alltag, in Medien und in der Kunst spürbar. Am 25.09.2026, 16:00 – 20:30 Uhr bietet der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. in Bramsche eine kostenlose Fortbildung an zu Geschichte, Vorurteilen und Handlungsansätzen im Umgang mit Sinti*zze und Rom*nja in Amal e.V., Große Str. 1, 49565 Bramsche
Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Sinti*zze und Rom*nja sind seit Jahrhunderten tief in der Gesellschaft verankert und zeigen sich bis heute im Alltag, in Medienberichten sowie in Kunst und Kultur als eigenständige Form des Rassismus. Die Veranstaltung will für diese Problematik sensibilisieren und erinnert zugleich an den Völkermord an den europäischen Sinti*zze und Rom*nja, dem Hunderttausende zum Opfer fielen.
In der Veranstaltung werden unter anderem folgende Themen vertieft bearbeitet:
Begrifflichkeiten, Geschichte, Hintergründe sowie kulturelle Lebensweise und Traditionen
Sensibilisierung für eigene Erfahrungen und Bilder gegenüber Sinti*zze und Rom*nja im gesellschaftlichen Kontext
Schärfung der Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten und Hinterfragung eigener Einstellungen und Haltungen
Erarbeitung von Handlungsansätzen für die ehrenamtliche Arbeit mit Sinti*zze und Rom*nja, insbesondere im schulischen Kontext
Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche, die sich im Rahmen ihres Engagements – insbesondere im schulischen Kontext – mit Sinti*zze und Rom*nja auseinandersetzen oder ihre Praxis im Umgang mit Antiziganismus weiterentwickeln möchten.
Dozent*in: Klaus Schmelz
Moderation: Tino Boubaris
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Swing like Manouche
Freitag, 25. September, 16:00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus, Pacelliallee 61, Dahlem 14195 Berlin
Ein partizipatives Musik-Projekt über die kulturelle Vielfalt des Roma-Swings und gegen Antiziganismus.
Im Workshop liest die Autorin und Stellv. Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti & Roma, Dotschy Reinhardt aus ihrem Buch „Everybody’s Gypsy. Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt“ und berichtet über die Situation der Sinti und Roma sowie Antiziganismus heute.
Dotschy Reinhardt berichtet von Kulturen der Sinti und Roma – von Film und Fernsehen über Mode bis hin zu Literatur und Kunst. Die Vielseitigkeit der gelebten Kultur von Sinti und Roma heute wird deutlich, und verbreitete stereotype Bilder, Klischees bis hin zu Romantisierungen über diese Kultur werden als Strukturelemente eines modernen Rassismus thematisiert. Im Jahr 2024 etwa stieg die registrierte Anzahl verbaler Diskriminierungen der heute in Deutschland lebenden 70.000 Sinti und Roma um 40 Prozent an. Immer wieder spielt dabei der Bezug zum Nationalsozialismus und zum Völkermord an den Sinti und Roma eine zentrale Rolle.
Im Workshop werden Strategien besprochen, wie wir im Alltag Stereotypisierungen und Ausgrenzung als Formen des Antiziganismus entgegentreten können.
Die Beschäftigung mit der Geschichte und Gegenwart von Antiziganismus ist eingebettet in das gemeinsame Musikmachen der Teilnehmenden mit dem Ensemble von David Rose.
Die Teilnehmenden lernen die oft als „Gypsy Swing“ oder „Gypsy Jazz“ bezeichnete Musik kennen, die auf den Jazzgitarristen und Manouche (französischer Sinto) Django Reinhardt zurückgeht, der in den 1930er und 1940er Jahren Weltruhm erlangte. Heute ist die „Jazz Manouche“-Szene weltweit vertreten, wird auf renommierten Festivals, in Jazzclubs und bei Workshops gespielt.
David Rose wird mit den Teilnehmenden 3 Songs einüben, die beim öffentlichen Konzert des David Rose Ensembles am Samstagabend in der St.-Annen-Kirche gemeinsam gespielt werden.
Die Termine des Projekts im Überblick:
Freitag, 25. September 2026, 16.00 bis 20.00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus: Workshop und Proben
Samstag, 26. September, 15.00 bis 18.00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus: Proben
Samstag, 26. September 2026, 19.00 Uhr, St.-Annen-Kirche: Konzert
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„Zirkuskind”
Filmnachmittag am Sa, 26.09., 15:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof) 68159 Mannheim
In Kooperation mit The Critical Film & Image Hub, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Ein dokumentarisches Roadmovie für Kinder ab acht Jahren und Familien: Der elfjährige Santino nimmt uns mit hinter die Kulissen des Zirkusalltags seiner Familie – und sein Uropa erzählt dabei auch von der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus.
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„Love Will Survive” – Sterna Meinhardt und Nadja Berger
Lesung mit Gesang am Sa, 26.09., 18:00 Uhr | Kulturhaus RomnoKher, B 7, 16 (Eingang über den Hinterhof) 68159 Mannheim
Sterna Meinhardt ist Sintezza, Dichterin und Autorin aus Freiburg. In ihren Lesungen verbindet sie Gedichte und Texte mit musikalischer Begleitung. Ihre Arbeit kreist um Familiengeschichte, Identität und die Erfahrung von Diskriminierung – und um das, was trotzdem bleibt. Nadja Berger umrahmt die Lesung musikalisch mit ihrem Gesang.
Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien
Online-Fachtag am 05.10.2026 / 09:00 – 13:50 Uhr
Zerstörte Orte des Gedenkens an den NS-Völkermord an den Sinti* und Roma*, Schändungen von Gräbern, volksverhetzende Inhalte online, aber auch auf Wahlkampfplakaten und verbale Angriffe auf Gedenkstättenguides – all das sind Beispiele von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext der vergangenen Jahre. Auch aufgrund zunehmender Anfeindungen gegenüber Gedenkstätten und Angriffen auf die Erinnerungskultur tritt Antiziganismus als bedeutendes Problem deutlich hervor.
Aus diesem Anlass möchten wir mit dem Fachtag Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus in Zusammenarbeit mit der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) eine Bestandsaufnahme vornehmen.
Mit der Veranstaltung bieten wir Raum, um Fallzahlen und Erscheinungsformen von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext, antiziganistische Reproduktionen in Bild-, Film- und weiteren Medienformaten sowie darauf bezogene Bildungsansätze gemeinsam zu diskutieren. Wir nehmen die damit verbundenen Herausforderungen in den Blick und zeigen Möglichkeiten einer antiziganismuskritischeren und -sensibleren Praxis auf.
Um in das Thema einzuführen, starten wir mit Inputs aus verschiedenen fachlichen Perspektiven. Es folgt eine Fallbesprechung zu Gedenkstätten als Schauplätzen von antiziganistischen Übergriffen. Im zweiten Teil steht der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, Perspektiven zu erweitern und Ansatzpunkte für die praktische Arbeit zu entwickeln. Am Ende fassen wir zentrale Erkenntnisse und offene Fragen zusammen und geben einen Ausblick auf mögliche Folgeaktivitäten.
Die Veranstaltung ist eingebettet in die Arbeit des Netzwerks historisch-politische Bildungsarbeit zur Verfolgungsgeschichte der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus, das von der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus koordiniert wird.
Veranstalter: Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Bildungsforum gegen Antiziganismus in Trägerschaft des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus sowie die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus
Zielgruppe: Fachkräfte, Multiplikator*innen und Interessierte, die sich in den Themenfeldern historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur an Gedenkstätten oder anderen Lernorten, im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Initiativen, in der Wissenschaft, Politik oder anderen relevanten Bereichen engagieren.
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Vergangene Termine
Tag der Menschlichkeit Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz nimmt teil
Am 22. August 2026 findet in Landau in der Pfalz der Tag der Menschlichkeit statt. Auf dem Stiftsplatz, 76829 Landau in der Pfalz präsentieren sich zahlreiche Initiativen, Vereine und Organisationen mit Informationsständen und setzen gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Solidarität und ein respektvolles Miteinander.
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, ist ab 15 Uhr mit einem eigenen Informationsstand dabei. Wir informieren über unsere Arbeit, über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz sowie über aktuelle Projekte und Veranstaltungen des Verbands.
Vor Ort ist außerdem die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Rheinland-Pfalz. Wer antiziganistische Vorfälle erlebt oder beobachtet hat, kann diese direkt am Stand melden. Ebenso gibt es die Möglichkeit zur Informationsberatung – vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym.
Wir freuen uns auf den direkten Austausch: Fragen, Gespräche und Begegnungen sind ausdrücklich erwünscht. Denn Antiziganismus lässt sich nur gemeinsam entgegentreten – und das beginnt beim Zuhören und Miteinander-Reden.
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