Die Ausstellung ist im neu eröffneten Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“, Karl-Nolan-Str. 2-4
86157 Augsburg
Sie setzt sich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und der Wirkung antiziganistischer Stereotype auseinander. Sie ist vom 22. Juli, 19:00 Uhr bis 4. Oktober 2026 zu sehen.
Eigens für Augsburg hat die international renommierte Romnja-Künstlerin Luna De Rosa eine Rauminstallation konzipiert.
Luna De Rosa ist eine italienische Künstlerin und Aktivistin aus der Romnja Diaspora, die in Berlin und Mailand lebt und arbeitet. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen der Körper sowie die Erfahrungen von Ausgrenzung und Verletzlichkeit, insbesondere von Sinti und Roma.
Einladung zur Vernissage
Die Stadt Augsburg und der Regionalverband deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V. laden alle Interessierten ein zur Vernissage am 22. Juli 2026, 19:00 Uhr, in der Schotte 4 der „Halle 116“. Die Marion-Samuel-Preisträgerin Angela Bachmair führt ein moderiertes Gespräch mit der Künstlerin Luna De Rosa. Musikalisch wird die Veranstaltung vom Duo Solèra (David Klüttig - Gypsy Gitarre, Julia Hornung – Kontrabass) begleitet. Im Anschluss findet ein Get-together mit Umtrunk im „Klasser“ im Sheridantower (direkt gegenüber der „Halle 116“) statt. Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Schwaben statt.
Nähere Infos
Der Weg der Sinti und Roma
Ausstellung in Darmstadt, Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, 64283 Darmstadt, Beginn am 2. August 2026; Öffentliche Führung durch die Ausstellung am Fr, 4. August, 14:00 Uhr. Abschlussveranstaltung mit Filmvorführung und Podiumsdiskussion am So, 16. August, 18:00 Uhr:
Nähere Infos
Tag der Menschlichkeit Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz nimmt teil
Am 22. August 2026 findet in Landau in der Pfalz der Tag der Menschlichkeit statt. Auf dem Stiftsplatz, 76829 Landau in der Pfalz präsentieren sich zahlreiche Initiativen, Vereine und Organisationen mit Informationsständen und setzen gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Solidarität und ein respektvolles Miteinander.
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, ist ab 15 Uhr mit einem eigenen Informationsstand dabei. Wir informieren über unsere Arbeit, über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz sowie über aktuelle Projekte und Veranstaltungen des Verbands.
Vor Ort ist außerdem die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Rheinland-Pfalz. Wer antiziganistische Vorfälle erlebt oder beobachtet hat, kann diese direkt am Stand melden. Ebenso gibt es die Möglichkeit zur Informationsberatung – vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym.
Wir freuen uns auf den direkten Austausch: Fragen, Gespräche und Begegnungen sind ausdrücklich erwünscht. Denn Antiziganismus lässt sich nur gemeinsam entgegentreten – und das beginnt beim Zuhören und Miteinander-Reden.
Nähere Infos
as Gerücht über die Anderen #2026 – Ökonomische Mythen & Abwertende Narrative im Kapitalismus
Im Rahmen der Herbstschule des HATiKVA e.V. findet diese Veranstaltung am 3. September im Zentralkino, Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden statt. Am 4. September wird eine Exkursion in die Gedenkstätte Großschweidnitz (inklusive Bustransfer von Dresden nach Großschweidnitz) durchgeführt.
Die Herbstschule befasst sich mit den Themen Antisemitismus, Ableismus und und Rassismus gegen Sinti* und Roma*. Den komplexen Themen wird sich mit Film und Gespräch, Werkstattbericht, Vortrag und Gedenkstättenbesuch genähert. Dabei werden Geschichte und Gegenwart gleichermaßen beleuchtet.Ausgangspunkt ist das zunehmende unter Druck geraten sozialer Errungenschaften in der Gegenwart: Arbeitsrechte, Aufenthaltsrechte, Daseinsfürsorge, Gesundheitsversorgung und Unschuldsvermutung werden geschliffen. Nicht das Sein, sondern die Arbeitsfähigkeit bestimmt die Berechtigung – „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Wir diskutieren Traditionslinien von Antisemitismus, Ableismus, Sozialchauvinismus und Antiziganismus. Sozialkürzungen treffen systematisch die Schwächsten und verschärfen Diskriminierung. Die zentrale Frage lautet: Wer gilt als „würdig“ und wer nicht? Die Herbstschule bietet Raum für kritische Analyse, Reflexion und Austausch, um regressiven und populistischen Vereinfachungen entgegenzuwirken und Organisierung zu ermöglichen.
Eine Veranstaltung in Kooperation von:
HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur e. V. im Rahmen des Innovationsprojekts „Ökonomische Mythen und Projektion – Präventive Bildungsarbeit gegen wirtschaftlich begründeten Antisemitismus“ und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e. V., sowie der Gedenkstätte Großschweidnitz/Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Nähere Infos
Antiziganismus und die Rolle der Zivilgesellschaft
Podiumsdiskussion in Dortmund am 11.9.2026, 18:00–20:00 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50, 44147 Dortmund
Rassismus gegen Roma und Sinti gehört zu den ältesten Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Europa. Trotz wichtiger politischer Fortschritte bestehen Diskriminierung und Ausgrenzung bis heute fort – in Bildung, Medien, Verwaltung und vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Welche Verantwortung tragen Politik, Medien, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung von Antiziganismus? Welche Bündnisse braucht es, um Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu stärken?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Rahmen des Djelem Djelem Festivals. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Journalismus, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren wir über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven im Engagement gegen Rassismus gegen Roma und Sinti.
Podiumsgäste
Michael Brand, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland
Oberbürgermeister Dortmund (angefragt)
Simonida Selimović, Regisseurin und Schauspielerin, Romano Svato
Nadine Michollek, freie Journalistin
Karima Benbrahim, Konfliktmediatorin, Erziehungswissenschaftlerin und Autorin
Moderation: Amdrita Jakupi, Romano Than e.V.
Nähere Infos
Vom Vorurteil zur Gewalt: Politische und soziale Feindbilder in Geschichte und Gegenwart
Lesung und Gespräch mit Wolfgang Benz am 15. September 2026 18.00 – 20.00 Uhr im Rathaus Dortmund, Saal: Westfalia, Friedensplatz 3, 44135 Dortmund P
Prof. Dr. Wolfgang Benz ist einer der renommiertesten deutschen Zeithistoriker. Er lehrte von 1990 bis 2011 an der Technischen Universität Berlin und leitete das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU. In seinen Forschungen und Veröffentlichungen beschäftigt sich Wolfgang Benz mit Vorurteilen und ihren Ausprägungen in Antisemitismus, Antiziganismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und veröffentlichte zahlreiche Standardwerke zur Geschichte des Nationalsozialismus. 1992 erhielt er den Geschwister – Scholl- Preis, 2012 wurde er mit dem Preis des Vereins “Gegen Vergessen – Für Demokratie” ausgezeichnet.
Moderation: Alex Völkel
Nähere Infos
Sintizze und Romnja verstehen – Antiziganismus begegnen
Antiziganismus ist bis heute im Alltag, in Medien und in der Kunst spürbar. Am 25.09.2026, 16:00 – 20:30 Uhr bietet der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. in Bramsche eine kostenlose Fortbildung an zu Geschichte, Vorurteilen und Handlungsansätzen im Umgang mit Sinti*zze und Rom*nja in Amal e.V., Große Str. 1, 49565 Bramsche
Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Sinti*zze und Rom*nja sind seit Jahrhunderten tief in der Gesellschaft verankert und zeigen sich bis heute im Alltag, in Medienberichten sowie in Kunst und Kultur als eigenständige Form des Rassismus. Die Veranstaltung will für diese Problematik sensibilisieren und erinnert zugleich an den Völkermord an den europäischen Sinti*zze und Rom*nja, dem Hunderttausende zum Opfer fielen.
In der Veranstaltung werden unter anderem folgende Themen vertieft bearbeitet:
Begrifflichkeiten, Geschichte, Hintergründe sowie kulturelle Lebensweise und Traditionen
Sensibilisierung für eigene Erfahrungen und Bilder gegenüber Sinti*zze und Rom*nja im gesellschaftlichen Kontext
Schärfung der Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten und Hinterfragung eigener Einstellungen und Haltungen
Erarbeitung von Handlungsansätzen für die ehrenamtliche Arbeit mit Sinti*zze und Rom*nja, insbesondere im schulischen Kontext
Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche, die sich im Rahmen ihres Engagements – insbesondere im schulischen Kontext – mit Sinti*zze und Rom*nja auseinandersetzen oder ihre Praxis im Umgang mit Antiziganismus weiterentwickeln möchten.
Dozent*in: Klaus Schmelz
Moderation: Tino Boubaris
Nähere Infos
Swing like Manouche
Freitag, 25. September, 16:00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus, Pacelliallee 61, Dahlem 14195 Berlin
Ein partizipatives Musik-Projekt über die kulturelle Vielfalt des Roma-Swings und gegen Antiziganismus.
Im Workshop liest die Autorin und Stellv. Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti & Roma, Dotschy Reinhardt aus ihrem Buch „Everybody’s Gypsy. Popkultur zwischen Ausgrenzung und Respekt“ und berichtet über die Situation der Sinti und Roma sowie Antiziganismus heute.
Dotschy Reinhardt berichtet von Kulturen der Sinti und Roma – von Film und Fernsehen über Mode bis hin zu Literatur und Kunst. Die Vielseitigkeit der gelebten Kultur von Sinti und Roma heute wird deutlich, und verbreitete stereotype Bilder, Klischees bis hin zu Romantisierungen über diese Kultur werden als Strukturelemente eines modernen Rassismus thematisiert. Im Jahr 2024 etwa stieg die registrierte Anzahl verbaler Diskriminierungen der heute in Deutschland lebenden 70.000 Sinti und Roma um 40 Prozent an. Immer wieder spielt dabei der Bezug zum Nationalsozialismus und zum Völkermord an den Sinti und Roma eine zentrale Rolle.
Im Workshop werden Strategien besprochen, wie wir im Alltag Stereotypisierungen und Ausgrenzung als Formen des Antiziganismus entgegentreten können.
Die Beschäftigung mit der Geschichte und Gegenwart von Antiziganismus ist eingebettet in das gemeinsame Musikmachen der Teilnehmenden mit dem Ensemble von David Rose.
Die Teilnehmenden lernen die oft als „Gypsy Swing“ oder „Gypsy Jazz“ bezeichnete Musik kennen, die auf den Jazzgitarristen und Manouche (französischer Sinto) Django Reinhardt zurückgeht, der in den 1930er und 1940er Jahren Weltruhm erlangte. Heute ist die „Jazz Manouche“-Szene weltweit vertreten, wird auf renommierten Festivals, in Jazzclubs und bei Workshops gespielt.
David Rose wird mit den Teilnehmenden 3 Songs einüben, die beim öffentlichen Konzert des David Rose Ensembles am Samstagabend in der St.-Annen-Kirche gemeinsam gespielt werden.
Die Termine des Projekts im Überblick:
Freitag, 25. September 2026, 16.00 bis 20.00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus: Workshop und Proben
Samstag, 26. September, 15.00 bis 18.00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus: Proben
Samstag, 26. September 2026, 19.00 Uhr, St.-Annen-Kirche: Konzert
Nähere Infos
Vergangene Termine
Flucht – Internierung – Deportation – Vernichtung
Lesung aus dem Buch am Fr, 7. August, 19:00 Uhr im Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, 64283 Darmstadt
Nähere Infos
Gedenkkundgebung zum 82. Jahrestag der Ermordung von über 4.000 Roma und Sinti im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Der Förderverein Roma lädt anlässlich des 82. Jahrestags der Ermordung von über 4.000 Roma und Sinti im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu einer Gedenkkundgebung ein. Sie beginnt am Montag, 3. August, um 17 Uhr an der Mahntafel am ehemaligen Stadtgesundheitsamt, Braubachstraße 18-22.
In dem früheren Stadtgesundheitsamt arbeiteten noch nach 1945 Eva Justin und Robert Ritter, die im Nationalsozialismus „Rassenforschung“ betrieben hatten. Damit waren sie am Völkermord an den Sinti und Roma beteiligt. Die Gedenktafel an dem Gebäude gibt es seit 26 Jahren.
Nähere Infos
Gedenken an ermordete Sinti und Roma am 2. August
In Augsburg würdigen die Stadt und der Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben den 2. August seit 2021 mit einer öffentlichen Gedenkstunde. In diesem Jahr findet das Gedenken an die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma am Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ statt.
Anlässlich des europaweiten Gedenktags zum Genozid an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten laden die Stadt Augsburg und der Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V. zu einer öffentlichen Gedenkstunde ein:
Am Sonntag, 2. August 2026, 10 Uhr in Schotte 4 der „Halle 116“, Karl-Nolan-Str. 2-4, 86157 Augsburg.
Die Veranstaltung soll zugleich ein Zeichen gegen alle Formen von Ausgrenzung und Antiziganismus setzen. Julia Hornung und Giangiacomo Rosso übernehmen die musikalische Umrahmung. Thematisch passende lyrische Impulse liefert Lisa Bühler von bluespots productions.
Nähere Infos
Gedenkveranstaltung anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma
Am 2. August 2026 findet um 11:00 Uhr an der Gedenkstele in der Altenauergasse 7 – 9 in 55116 Mainz eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem FC Ente Bagdad organisiert, der sich seit vielen Jahren für Freiheit, Respekt und Toleranz einsetzt.
Im Rahmen der Veranstaltung werden eine Kranzniederlegung und Gedenkreden am Mahnmal stattfinden, um der im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma zu gedenken.
Der 2. August erinnert an die Nacht vom 2. auf den 3. August 1944, in der über 4.300 Sinti und Roma im sogenannten „Zigeunerlager“ im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Seit 2015 hat das Europäische Parlament den 2. August zum offiziellen europäischen Holocaust-Gedenktag der Sinti und Roma ernannt.
Der Tag ist Mahnung und Aufruf zugleich, dem Antiziganismus in all seinen Formen entgegenzutreten und sich für die Anerkennung und Würde der Minderheiten einzusetzen.
Nähere Infos
Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August
Die offizielle Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzten Europa beginnt am Sonntag, 2. August 2026, um 12 Uhr in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – und zwar in jenem Lagerabschnitt, in dem Sinti und Roma aus dem NS-besetzten Europa unter menschenverachtenden Verhältnissen zusammengepfercht worden waren. Die Gedenkveranstaltung wird live über die Website https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/ gestreamt. Das Video wird dort anschließend dauerhaft mit einem breiten Informationsangebot (DE/EN/PL/Romanes) zum Holocaust an der Minderheit verfügbar sein.
Die Kinder, kranken und alten Menschen hatten keine Chance zu überleben: In der Nacht des 2. August 1944 wurden die 4300 Sinti und Roma im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der SS – trotz heftigen Widerstands – in die Gaskammern getrieben und ermordet. Zum 82. Jahrestag der Auflösung des Lagerabschnitts B II e laden der Zentralrat sowie das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit dem Verband der Roma in Polen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau am 2. August 2026 zu der zentralen internationalen Gedenkveranstaltung an den Ort des Menschheitsverbrechens ein.
2015 wurde dieser Tag vom Europäischen Parlament als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma anerkannt. Um an diese Entscheidung zu erinnern, wird die europäische Perspektive in den Mittelpunkt gerückt. Dazu wird auch eine international besetzte Delegation des Europarates an der Veranstaltung teilnehmen.
Als hochrangiger Gast wird Isabelle Berro-Amadei, Präsidentin des Ministerkomitees des Europarates und Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit von Monaco, eine Ansprache halten. Auch Petra Bayr, Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, wird bei der Gedenkveranstaltung sprechen. Die Bundesregierung wird durch Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, vertreten, der ebenfalls als Redner auftritt. Für die Holocaust-Überlebenden der Sinti und Roma wird Dieter Flack aus Deutschland das Wort ergreifen.
Neben Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma aus vielen Ländern, Repräsentanten des polnischen Staates, der Kirchen und anderer internationaler Institutionen und Organisationen sind auch die Botschafter verschiedener Länder und weitere diplomatische Vertreter anwesend.
Zusammen mit dem Internationalen Roma Jugendnetzwerk TernYpe organisiert das Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrum zudem erneut in Krakau unter dem Titel „Dikh He Na Bister” (Romanes für „Look and don’t forget“) eine mehrtägige Bildungsveranstaltung mit über 150 jungen Sinti und Roma sowie Nicht-Angehörigen der Minderheit aus ganz Europa, die auch an dem Gedenkakt teilnehmen werden.
Nähere Infos
Einladung zur Gedenkveranstaltung zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Völkermord an den Sinti und Roma
Einladung des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen zum 82. Jahrestags der Ermordung der letzten im Lagerabschnitt B II e in Auschwitz-Birkenau inhaftierten Sinti und Roma. Sonntag, 2. August 2026 um 11:00 Uhr am Mahnmal zum Gedenken an die Verfolgung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten in Darmstadt, Große Bachgasse 7 (gegenüber dem Justus-Liebig-Haus auf dem Ludwig-Metzger-Platz), 64283 Darmstadt
lIn der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden ca. 4.300 Sinti und Roma, vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder, in den Gaskammern Auschwitz-Birkenaus ermordet. Gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Denkzeichen Güterbahnhof Darmstadt veranstaltet der Landesverband eine Gedenkstunde in Darmstadt . Es wird Grußworte, eine Kranzniederlegung sowie eine musikalische Rahmung geben.
Nähere Infos
Ha Ga Bistemen – die unerzählte Geschichte der Familie Reinhardt
01. August, 18:00 Uhr - Filmabend zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma, Kulturhaus RomnoKher, B7, 16; 68159 Mannheim
„Ha Ga Bistemen – unerzählte Geschichten“ erzählt die Geschichte von Sinti-Familien aus Rheinland-Pfalz- darunter die Familie Reinhardt aus Koblenz, die sich seit Generationen in der musikalischen Tradition des legendären Jazz-Gitarristen Django Reinhardt (1910–1953) sieht und die Familien Lehmann und Steinbach. Viele Angehörige der Familien wurden während der NS-Zeit deportiert und ermordet.
Die Nachfahrinnen und Nachfahren haben sich auf die Spuren ihrer Angehörigen begeben, Archive durchsucht und in ihren Familien die Spuren verfolgt.
Der Film gibt den Nachfahrinnen und Nachfahren eine Stimme und macht Erinnerungen sichtbar, die über Generationen weitergegeben wurden und bislang wenig öffentlich zur Sprache kamen.
Programm
18:00 Uhr Filmvorführung
18:40 Uhr Nachgespräch mit Mädchen Reinhardt und Django Heinrich Reinhardt (Nachfahren von Mathilde Reinhardt), Giovanni Steinbach (Nachfahre von Albert Steinbach), Hatcho Lehmann und Jani Lehmann (Nachfahre von Konrad Lehmann)
Moderation: VDSR-BW
Nähere Infos
Weitere laden