Vortrag von Dr. Radmila Mladenov auf der NECS Conference „In|Visible“, 18.–20. Juni 2026 ,Université Paul-Valéry Montpellier, 145 Avenue du Val de Montferrand, 34090 Montpellier, France
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Erinnerungskultur, Antiziganismus und eine bis heute offene Forderung
Workshop zur GB*Stadtteilpartnerschaft im GB*Stadtteilbüro, Quellenstraße 149, 1100 Wien am 23.6., 17–19.30 Uhr
Warum gibt es kein zentrales Denkmal für die im Porajmos ermordeten Romnja und Sintizze? Ein Workshop über Geschichte, Anerkennung und gesellschaftliche Verantwortung.
Der Workshop der Initiative Minderheiten widmet sich der Geschichte und Gegenwart von Romnja und Sintizze in Österreich. Im Mittelpunkt stehen die Verfolgung während der NS-Zeit, die Ermordung von über einer halben Million Rom*nja im Porajmos sowie die bis heute oft unzureichende gesellschaftliche Aufarbeitung dieser Verbrechen.
Nach einer Einführung in die Geschichte von Romnja und Sintizze sowie in die Entwicklung des Antiziganismus beschäftigt sich der Workshop mit Fragen der Erinnerungskultur. Besonderes Augenmerk gilt der Forderung nach einem zentralen Denkmal für die Opfer des Porajmos in Österreich – einem Anliegen, das von vielen Vertreter*innen der Community seit Jahren eingebracht wird.
Workshopleiterin Martha Darvas lädt dazu ein, historische Entwicklungen und aktuelle Debatten gemeinsam zu reflektieren.
Der kostenlose und barrierefreie Workshop richtet sich an Erwachsenenbildner*innen sowie alle interessierten Personen und findet im Rahmen der Ausstellung „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“ statt.
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Offensive gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma
Am 30. Juni spricht Verena Meier (Forschungsstelle Antiziganismus) auf dem Podium während des Fachtags, organisiert von der Antidiskriminierungsstelle und dem Oberbürgermeister Belit Onay der Landeshauptstadt Hannover. Auf dem Podium werden ebenfalls Sylvia Bruns (Dezernentin der Antidiskriminierungsstelle), Jill Strüber (Niedersächsischen Verband für Sinti und Roma e.V.), Danijel Cubelic (Vizepräsident der europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR)) und Alexander Diepold (Vorsitzender der Bundesvereinigung der Sinti und Roma) sprechen. (Ein online Programm gibt es noch nicht)
Polizeilicher Antiziganismus mit dem Konzept der „Clankriminalität“
Mittwoch, 1. Juli, 19 Uhr, Aquarium, Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin
Deutsche Polizeibehörden haben in den letzten 120 Jahren über fünf staatliche Systeme hinweg eine zentrale Rolle bei der Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik gegenüber Sinti*zze und Rom*nja gespielt. Im Nationalsozialismus waren deutsche Polizisten direkt für die Organisation der Deportationen in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verantwortlich. In der frühen Bundesrepublik hatten diese NS-Täter weiterhin die Deutungshoheit inne und konnten die antiziganistische polizeiliche Praxis über Jahrzehnte prägen. Sondererfassung und eine Haltung des prinzipiellen Verdachts waren also über die längste Zeit der jüngeren deutschen Geschichte und bis in die Gegenwart vorherrschende polizeiliche Praktiken, die die Erfahrungen von Communities der Sinti*zze und Rom*nja bestimmt haben.
In der Veranstaltung wird wir auf Basis von Vorfallsberichten aus Monitoringstellen die Auswirkungen des kriminologischen Konzepts der „Clankriminalität“ als aktuellster Form antiziganistischer Polizeipraxis beleuchtet.
Markus End, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Valerie Laukat, Dosta/MIA Berlin, Amaro Foro e.V.
Alexander Cramer, MIA Bund
Moderation: Stephanie Schmidt, Universität Hamburg
Veranstaltet vom Institut für Bürgerrechte & öffentliche Sicherheit e.V./ Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP
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Antiziganismus als gesellschaftliches Verhältnis – Dimensionen, Kontinuitäten und Erscheinungsformen
03.07.2026 | 18:00 Uhr - 19:30 Uhr, Landeszentrale für politische Bildung, Heilbronner Straße 35, 70191 Stuttgart
Antiziganismus ist eine prägende, aber zu selten thematisierte Facette Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. Antiziganismus wirkt in öffentlichen Debatten, Medienbildern, politischen Diskursen und alltäglichen Zuschreibungen gegenüber Sinti:zze und Rom:nja.
Referentin Nadine Küssner beleuchtet in ihrem Vortrag aktuelle Erscheinungsformen, gesellschaftliche Dynamiken und Besonderheiten dieser Diskriminierungsform. Ziel ist es, den Blick für subtile und strukturelle Ausgrenzung zu schärfen und ihre Bedeutung für die eigene politische Bildungsarbeit zu reflektieren.
Romani Voices in Stuttgart
4 Juli, 2026, 15:00 Uhr, Hotel Silber, Dorotheenstraße 10, 70173 Stuttgart
Junge Stimmen: o tsiro pal mende, o tsiro glan mende – Die Zeit hinter uns, die Zeit vor uns
Eine Nachmittagsveranstaltung mit Lesungen, eigenen Texten und Dialogen einer Gruppe junger Sinti und Roma aus Baden-Württemberg.
Familiäre Zeugnisse, Erinnerung und Gegenwart verbinden sich zu einem vielstimmigen Bild zwischen überlieferten Geschichten und heutiger Selbstverortung als Angehörige der größten europäischen Minderheit.
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“ICH STEHE HIER, WEIL MEIN BAPU DAS KZ ÜBERLEBT HAT“ DER VERGESSENE GENOZID – ANTIZIGANISMUS IN DEUTSCHLAND
Montag, 6. Juli 2026, 10:30 Uhr, Kristanplatz 1, 99974 Mühlhausen/Thüringen, Haus der Kirch; Akademie am Vormittag.
Talina Connolly, Zentralrat der Sinti und Roma
Kenisha Weiß, Abiturientin und Musikerin aus Mühlhausen
Kenisha Weiß, Abiturientin und Musikerin aus Mühlhausen, erzählt die Geschichte ihres Großvaters. Georg Weiß wurde mit seiner Familie nach Auschwitz und weitere Konzentrationslager deportiert, erlebte die Ermordung seiner Schwester, Hunger, Angst und Zwangsarbeit. Die 19-jährige Kenisha Weiß begibt sich auf die Spuren dieser schmerzlichen Familiengeschichte im National-sozialismus, deren Traumata bis heute fortwirken. In einer Seminar-
facharbeit hat sie die Ereignisse aufgearbeitet. Bis zu einer halben Million Sinti und Roma aus ganz Europa waren dem Völkermord der Nazis zum Opfer gefallen. Talina Connolly vom Zentralrat der Sinti und Roma setzt sich mit der langen Geschichte des Misstrauens und der Diskriminierung auseinander.
Mit rund 10 bis 12 Millionen Men-schen sind Sinti und Roma eine der größten und ältesten Minder-heiten in Europa und seit vielen Jahrhunderten fester Bestandteil der europäischen Kultur. Unwis-sen, Vorurteile und romantisieren-de Vorstellungen führen nicht sel-ten direkt zu Diskriminierung, so Talina Connolly. Sie ist Bildungsbotschafterin gegen Antiziganismus beim Zentralrat der Sinti und Roma und leitet in Bielefeld ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine. Mit ihren Vorträgen wollen die beiden Referentinnen für das Thema sensibilisieren.
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Ambivalenzen staatlicher Sicherheit: Ethnische Zuschreibungen, Kontrolle und Selbstverständnis der Volkspolizei gegenüber Sinti und Roma
Vortrag von Verena Meier (Forschungsstelle Antiziganismus) am 9. Juli, 12:10 bis 13:10 auf dem 35. Kolloquium zur Polizeigeschichte, 8 bis. 10. Juli an der Deutschen Hochschule der Polizei. Universität der Polizeien des Bundes un der Länder (DHPol) in Münster, Zum Roten Berge 18-24, 48165 Münster.
Das Kolloquium wird organisiert von Gundula Gahlen (DHPol) und Haydée MareikeHaass (DHPol).
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ROMANI RESPONSES TO PERSECUTION: TRANSNATIONAL HISTORIES OF REPRESSION AND RESISTANCE (1850–1950)
INTERNATIONAL RESEARCH WORKSHOP IN JULY 2026
July 13–14, 2026, United States Holocaust Memorial Museum, 100 Raoul Wallenberg Pl SW, Washington, DC 20024, USA
The Mandel Center will co-convene this workshop with Adrian-Nicolae Furtună, Romanian Academy and National Centre of Roma Culture, and Verena Meier, Research Center on Antigypsyism at the University of Heidelberg. The workshop is scheduled for July 13–24, 2026, and will take place at the United States Holocaust Memorial Museum.
This workshop investigates the longue durée of the persecution of Romani people from 1850 to 1950, a century anchored by the emancipation of Roma from enslavement in the Romanian principalities and culminating in the genocidal violence of the Holocaust.
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40 Jahre Bürgerrechtsarbeit: Der Verband der Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Podiumsgespräch anlässlich des 40-jährigen Bestehens des VDSR-BW e.V. am 15. Juli, 18 Uhr - MARCHIVUM - Haus der Stadtgeschichte, Archivplatz 1, 68169 Mannheim
Romno Kher und das MARCHIVUM laden zu einem Gespräch über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma ein.
Daniel Strauß, Vorstand und Gründer des Landesverbandes, setzt sich für die Anerkennung des nationalsozialistischen Völkermordes sowie für gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe ein. Mit Peter Cellestino Kraus kommt auch eine jüngere Generation zu Wort, die auf der Arbeit der Bürgerrechtsbewegung aufbaut. Prof. Gert Weisskirchen, ehemaliges SPD-Bundestagsmitglied und früherer persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus, unterstützt die Arbeit des Landesverbandes seit vielen Jahren. Eine wissenschaftliche Perspektive liefert Daniela Gress von der Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg.
Moderiert wird die Veranstaltung von Manja Schuecker-Weiss, Aktivistin und Projektleiterin im Bereich Frauen-Empowerment.
Mit Daniel Strauß, Peter Cellestino Kraus, Prof. Gert Weisskirchen und Manja Schuecker-Weiss sowie Daniela Gress von der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg
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Vergangene Termine
Transnational Networks and Practices of Exclusion: Racial-Biological Assessments and ‚Mixed‘ Jewish and Romani Families in the Reich and Annexed Territories
Vortrag von Verena Meier (Forschungsstelle Antiziganismus) am 17. Juni (17:30-19:00) auf der Konferenz "‚Mixed' Couples in Europe under Axis Rule“, 17. bis 19. Juni, im Institut für Zeitgeschichte München, Leonrodstraße 46 b, 80636 München
Die Konferenz wird organisiert von Michaela Raggam-Blesch (IfZ, Zentrum für Holocaust-Studien) und Laurien Vastenhout (NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies Amsterdam). (Ein online Programm gibt es noch nicht, nur den CfP: https://www.ifz-muenchen.de/zentrum-fuer-holocaust-studien)
Kriminalpolizei und Sinti sowie Roma 1850–1950
Vortrag von Verena Meier am Donnerstag, 11.06.2026, 18:00 - 19:00 Uhr im Polizeimuseum Niedersachsen, Lange Straße 20-22, 31582 Nienburg
Im Vortragsprogramm zur Sonderausstellung „Die vergessenen Helden. Sinti und Roma im Sport“ hält die Historikerin Verena Meier einen Vortrag über das Verhältnis kriminalpolizeilicher Arbeit und der Verfolgung der Sinti und Roma.
Verena Meier beschreibt, wie sich das Verhältnis zwischen Polizei und Sinti und Roma vom Kaiserreich bis nach 1945 entwickelte. Sie zeigt, wie polizeiliche Routinen schon früh entstanden und später die NS-Verfolgung ermöglichten. Sie blickt dabei jedoch nicht nur auf damalige polizeiliche Praktiken, sondern fragt auch nach den Handlungsspielräumen einzelner Täter*innen und Verfolgten.
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On the Narrative Utility of Antigypsyist Tropes
Vortrag von Dr. Radmila Mladenova (Universität Heidelberg) auf der 41. ISSN-Konferenz „Narrative 2026“, 4.–6. Juni 2026, at Bartholins Allé 11, 8000 Aarhus Dänemark; Online; Room 8: Seminar Room, 1441-110 (hybrid)
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HOW I BECAME A PARTISAN
Cinémathèque Leipzig, in der naTo, Karl-Liebknecht-Straße 46, 04275 Leipzig am Mittwoch, 03.06.2026, 19:30 Uhr. OmU
Regisseurin VERA LACKOVÁ macht sich in diesem Film auf Spurensuche in die Vergangenheit ihres Urgroßvaters, ein Rom und Partisane. Selbst im Jahr 2018 stößt sie dabei immer noch auf Widerstand und Antiziganismus. Der Dokumentarfilm zeigt, wie das Leben der Nachfahren eines Partisanenkämpfers auch 75 Jahre nach Kriegsende noch geprägt ist. Hierfür gibt Lacková intime Einblicke in ihr privates Umfeld.
Dabei zeigt sie auch erschreckende Parallelen zwischen der Schreckensherrschaft der Nazis und dem Wiedererstarken heutiger rassistischer Strömungen in Europa.
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FEIERLICHE ERÖFFNUNG von Latcho Dives
Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS), Karl Liebknecht Str. 54, Südplatz 5, 04275 Leipzig
Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS) eröffnet LATCHO DIVES. Für den musikalischen Auftakt sorgt das DUO RODIN MOLDOVAN mit Cello und Violine.
Feierliche Grußworte von:
VICKI FELTHAUS – Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig
GESINE OLTMANNS – Bürgerrechtlerin und Ehrenbürgerin der Stadt Leipzig
Eröffnung der Ausstellung ROMA BODY von Miklós Déri.
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