Vortrag von Verena Meier am Donnerstag, 11.06.2026, 18:00 - 19:00 Uhr im Polizeimuseum Niedersachsen, Lange Straße 20-22, 31582 Nienburg
Im Vortragsprogramm zur Sonderausstellung „Die vergessenen Helden. Sinti und Roma im Sport“ hält die Historikerin Verena Meier einen Vortrag über das Verhältnis kriminalpolizeilicher Arbeit und der Verfolgung der Sinti und Roma.
Verena Meier beschreibt, wie sich das Verhältnis zwischen Polizei und Sinti und Roma vom Kaiserreich bis nach 1945 entwickelte. Sie zeigt, wie polizeiliche Routinen schon früh entstanden und später die NS-Verfolgung ermöglichten. Sie blickt dabei jedoch nicht nur auf damalige polizeiliche Praktiken, sondern fragt auch nach den Handlungsspielräumen einzelner Täter*innen und Verfolgten.
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Transnational Networks and Practices of Exclusion: Racial-Biological Assessments and ‚Mixed‘ Jewish and Romani Families in the Reich and Annexed Territories
Vortrag von Verena Meier (Forschungsstelle Antiziganismus) am 17. Juni (17:30-19:00) auf der Konferenz "‚Mixed' Couples in Europe under Axis Rule“, 17. bis 19. Juni, im Institut für Zeitgeschichte München, Leonrodstraße 46 b, 80636 München
Die Konferenz wird organisiert von Michaela Raggam-Blesch (IfZ, Zentrum für Holocaust-Studien) und Laurien Vastenhout (NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies Amsterdam). (Ein online Programm gibt es noch nicht, nur den CfP: https://www.ifz-muenchen.de/zentrum-fuer-holocaust-studien)
Offensive gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma
Am 30. Juni spricht Verena Meier (Forschungsstelle Antiziganismus) auf dem Podium während des Fachtags, organisiert von der Antidiskriminierungsstelle und dem Oberbürgermeister Belit Onay der Landeshauptstadt Hannover. Auf dem Podium werden ebenfalls Sylvia Bruns (Dezernentin der Antidiskriminierungsstelle), Jill Strüber (Niedersächsischen Verband für Sinti und Roma e.V.), Danijel Cubelic (Vizepräsident der europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR)) und Alexander Diepold (Vorsitzender der Bundesvereinigung der Sinti und Roma) sprechen. (Ein online Programm gibt es noch nicht)
Sommerseminar zum Thema „Antiziganismus“
Weiterbildungsseminar für freie Mitarbeitende der Projekte „Läuft bei Dir!“, Safe! und des Team meX der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg vom 03.07.2026 | 16:00 Uhr - 05.07.2026 | 13:00 Uhr im Tagungszentrum Haus auf der Alb, Hanner Steige 1, 72574 Bad Urach
Antiziganismus ist eine prägende, aber zu selten thematisierte Facette Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. Antiziganismus wirkt in öffentlichen Debatten, Medienbildern, politischen Diskursen und alltäglichen Zuschreibungen gegenüber Sinti:zze und Rom:nja.
In unserer dreitägigen Fortbildung beleuchten wir aktuelle Erscheinungsformen, gesellschaftliche Dynamiken und Besonderheiten dieser Diskriminierungsform. Ziel ist es, den Blick für subtile und strukturelle Ausgrenzung zu schärfen und ihre Bedeutung für die eigene politische Bildungsarbeit zu reflektieren.
Der Vortrag am Freitagabend bietet eine gute Grundlage, um in das Thema tiefer einzusteigen.
In einer Workshopphase am Samstag stehen drei Angebote zur Auswahl, die eine interessengeleitete Vertiefung spezieller Themenaspekte ermöglichen.
Am Sonntagvormittag ist genügend Zeit, die Inhalte des Wochenendes zu reflektieren und über einen Transfer in die Bildungsarbeit nachzudenken. Wie kann Bildungsarbeit dazu beitragen, antiziganistische Haltungen zu erkennen, zu thematisieren und einen diskriminierungskritischen Umgang damit zu finden.
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Ambivalenzen staatlicher Sicherheit: Ethnische Zuschreibungen, Kontrolle und Selbstverständnis der Volkspolizei gegenüber Sinti und Roma
Vortrag von Verena Meier (Forschungsstelle Antiziganismus) am 9. Juli, 12:10 bis 13:10 auf dem 35. Kolloquium zur Polizeigeschichte, 8 bis. 10. Juli an der Deutschen Hochschule der Polizei. Universität der Polizeien des Bundes un der Länder (DHPol) in Münster, Zum Roten Berge 18-24, 48165 Münster.
Das Kolloquium wird organisiert von Gundula Gahlen (DHPol) und Haydée MareikeHaass (DHPol).
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ROMANI RESPONSES TO PERSECUTION: TRANSNATIONAL HISTORIES OF REPRESSION AND RESISTANCE (1850–1950)
INTERNATIONAL RESEARCH WORKSHOP IN JULY 2026
July 13–14, 2026, United States Holocaust Memorial Museum, 100 Raoul Wallenberg Pl SW, Washington, DC 20024, USA
The Mandel Center will co-convene this workshop with Adrian-Nicolae Furtună, Romanian Academy and National Centre of Roma Culture, and Verena Meier, Research Center on Antigypsyism at the University of Heidelberg. The workshop is scheduled for July 13–24, 2026, and will take place at the United States Holocaust Memorial Museum.
This workshop investigates the longue durée of the persecution of Romani people from 1850 to 1950, a century anchored by the emancipation of Roma from enslavement in the Romanian principalities and culminating in the genocidal violence of the Holocaust.
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40 Jahre Bürgerrechtsarbeit: Der Verband der Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Podiumsgespräch Mi., 15. Juli 2026, 18:00 - 19:00 Uhr im Marchivum, Archivplatz , 68169 Mannheim
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden- Württemberg e. V. laden Romno Kher und MARCHIVUM zu einem Gespräch über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma ein. Daniel Strauß, Vorstand und Gründer des Landesverbandes, setzt sich für die Anerkennung des nationalsozialistischen Völkermordes sowie für gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe ein. Mit Peter Celestino Kraus kommt auch eine jüngere Generation zu Wort, die auf der Arbeit der Bürgerrechtsbewegung aufbaut. Prof. Gert Weisskirchen, ehemaliges SPD-Bundestagsmitglied und früherer persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus, unterstützt die Arbeit des Landesverbandes seit vielen Jahren. Eine wissenschaftliche Perspektive liefert die Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg. Moderiert wird die Veranstaltung von Manja Schücker- Weiss, Aktivistin und Projektleiterin im Bereich Frauen-Empowerment.
Mit Daniel Strauß, Peter Celestino Kraus, Prof. Gert Weisskirchen und Manja Schücker-Weis sowie der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg
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Vergangene Termine
HOW I BECAME A PARTISAN
Cinémathèque Leipzig, in der naTo, Karl-Liebknecht-Straße 46, 04275 Leipzig am Mittwoch, 03.06.2026, 19:30 Uhr. OmU
Regisseurin VERA LACKOVÁ macht sich in diesem Film auf Spurensuche in die Vergangenheit ihres Urgroßvaters, ein Rom und Partisane. Selbst im Jahr 2018 stößt sie dabei immer noch auf Widerstand und Antiziganismus. Der Dokumentarfilm zeigt, wie das Leben der Nachfahren eines Partisanenkämpfers auch 75 Jahre nach Kriegsende noch geprägt ist. Hierfür gibt Lacková intime Einblicke in ihr privates Umfeld.
Dabei zeigt sie auch erschreckende Parallelen zwischen der Schreckensherrschaft der Nazis und dem Wiedererstarken heutiger rassistischer Strömungen in Europa.
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Ich war wütend auf die ganze Welt
Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS), Karl Liebknecht Str. 54, Südplatz 5, 04275 Leipzig am Dienstag, 02.06.2026, 18:30 Uhr
In diesem autobiografischen Buch erzählt PATRIK BANGA seine Lebensgeschichte und beschreibt auf schonungslose Weise seine Realität als Rom in Tschechien, die geprägt ist von Rassismus, Kriminalität und Polizeigewalt. Immer wieder sucht Banga nach einem echten Ausweg. Viele Male stolpert er, viele Male verliert er. Und immer versucht er dabei dem abwertenden Label “Z***” zu entkommen. Für seine bewegende Erzählung wurde er 2022 mit dem renommierten tschechischen Buchpreis Magnesia Litera ausgezeichnet.
Die Leipziger Buchhandlung ROTORBOOKS wird mit einem Büchertisch mit mehreren Büchern von Roma und Sinti vor Ort sein. Veranstaltung im Rahmen von: Latcho Dives.
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Antiziga… was? Diskriminierung von Sinti und Roma als Thema in Schule und Unterricht
Di, 2. Juni 2026, 14 bis 18 Uhr. Online
Als Beschimpfung auf dem Schulhof, auf Social Media oder als Thema im Schulalltag spielt Antiziganismus immer wieder eine Rolle. Doch was ist Antiziganismus? Welche Rolle spielt er in der Geschichte der Sinti und Roma? Welche Auswirkungen hat er bis heute auch auf die Bildungssituation von Sinti und Roma? Solchen und ähnlichen Fragen gehen wir mit Vorträgen, Filmen und Übungen nach. Die Fortbildung gibt Anregungen für den Unterricht und befasst sich anhand von Fallbeispielen damit, wie man mit Antiziganismus an Schulen umgehen kann.
Zielgruppe: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte
Leitung: Nathalie Schüler und Dr. Katharina Rhein sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Hessischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma. Der Verband ist eine in den 1980er Jahren gegründete Selbstorganisation, die sich für die Verbesserung der Situation von Sinti und Roma in Hessen und für eine Aufklärung zum Thema Antiziganismus einsetzt. Nathalie Schüler ist schwerpunktmäßig für die politische Bildungsarbeit und Katharina Rhein für die politische Beratung im Verband zuständig.
Fortbildung der lea bildungsgesellschaft der GEW Hessen
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FEIERLICHE ERÖFFNUNG von Latcho Dives
Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS), Karl Liebknecht Str. 54, Südplatz 5, 04275 Leipzig
Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS) eröffnet LATCHO DIVES. Für den musikalischen Auftakt sorgt das DUO RODIN MOLDOVAN mit Cello und Violine.
Feierliche Grußworte von:
VICKI FELTHAUS – Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig
GESINE OLTMANNS – Bürgerrechtlerin und Ehrenbürgerin der Stadt Leipzig
Eröffnung der Ausstellung ROMA BODY von Miklós Déri.
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Between Cultural Appropriation and Ethnic Shifting: The Entangled Histories of Romani Imitation
Taking place on Friday–Saturday, 29–30 May 2026 in the Austrian Cultural Forum in Prague, Jungmannovo nám. 753/18, 110 00 Nové Město, Czechia; online
The conference is organized by the Romani Studies Program at Central European University, in collaboration with Slovo 21 and the Austrian Cultural Forum in Prague, and in partnership with: the Roma Program at the FXB Center for Health and Human Rights (Harvard University), the Critical Romani Studies Department (Södertörn University), the Prague Center for Romani Histories, Faculty of Arts, (Charles University).
This two‑day international conference convenes leading scholars, educators, and practitioners for critical dialogue on anti‑racist, justice‑centered approaches in Romani Studies and related fields. The event foregrounds the interconnected roles of culture, identity, and social justice in challenging structural racism, while amplifying emancipatory scholarship and advocacy for Romani communities and other racialized groups.
Bringing together interdisciplinary perspectives from education, the social sciences, human rights, and cultural studies, the conference seeks to promote inclusive and participatory knowledge production and to jointly rethink the future of anti‑racist research, pedagogy, and policy in Europe and beyond.
The conference is organized as part of Khamoro, the world’s largest Roma cultural festival, offering participants the opportunity to engage in academic discussions alongside a vibrant program of cultural events, performances, and community activities.
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Niemals wegschauen – Wir gedenken und erinnern uns!
23.05.2026, 14:30 - 16:30, Treffpunkt: Vor dem Haupteingang des Bahnhofs Köln Messe/Deutz, Ottoplatz 7, 50679 Köln
Am Samstag, den 23. Mai 2026, lädt die Sinti Allianz Deutschland NRW e. V. zur Gedenkveranstaltung anlässlich der Deportation von Sinti und Roma aus dem Sammellager Köln-Deutz am 21. Mai 1940 ein.
Gemeinsam wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht, erinnert und ein deutliches Zeichen gegen Antiziganismus, Ausgrenzung und das Vergessen gesetzt.
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Gegenwärtigkeit der Vergangenheit: Zur Bedeutung kritischer historisch-politischer Bildung am Beispiel von Antiziganismus und Antisemitismus
Vortrag mit Dr. Katharina Rhein, (Verband Deutscher Sinti & Roma, LV Hessen) am 20.05.2026 18-20 Uhr in der Bücherkiste, Buchhandlung in der Bismarckstraße 3, 57076 Siegen
Was macht historisch-politische Bildung eigentlich kritisch?
Es geht nicht nur um das Erinnern, sondern um das Hinterfragen von Perspektiven, Machtverhältnissen und Leerstellen der Erinnerungskultur – damals wie heute. Am Verhältnis von Antiziganismus und Antisemitismus wird deutlich, wie Vergangenheit politisch in die Gegenwart hineinwirkt und warum ein kritischer Blick auf die Gegenwartsgesellschaft Voraussetzung für historisch-politische Aufklärung ist. Der Vortrag eröffnet einen Blick auf eine kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und fragt warum diese für demokratisches Handeln in der Gegenwart unverzichtbar ist.
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Was ist Antiziganismus?
Workshop im Rahmen des Demokratie-Festes am 20.05.2026, 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr, Altes Kaufhaus, Rathausplatz 9
Was bedeutet Antiziganismus - und wie können wir ihm im Alltag begegnen? Der Workshop vermittelt anhand aktueller Beispiele Wissen über Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma, sensibilisiert für Vorurteile und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten, besonders an Lehrkräfte, Lehramtsstudierende sowie Sozialarbeitende.
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