Welche Forschungsprojekte gibt es?

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Antiziganismussensible Bildungsberatung und Demokratieförderung

​Die Teilhabe von Sinti*ze und Rom*nja in den Feldern Hochschule und Berufsausbildung zu erhöhen und Diskriminierung abzubauen sind die Ziele des von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Kooperationsprojekts der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und des Bildungsreferats des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma (DokuZ). Konzipiert und implementiert wird eine Train the Trainer Ausbildung für eine antiziganismussensible Bildungsberatung an Hochschulen und in der Berufsbildung. Zielgruppe der in einer Tandemstruktur organisierten Weiterbildung sind Mitarbeiter*innen von Hochschulen und Universitäten und Angehörige der Minderheit.

Leitung: Prof. Dr. Melanie Kuhn; Nadine Küßner, M.A.

Projektlaufzeit: Oktober 2022 bis Dezember 2024

Zwischen Minderheitenschutz und Versicherheitlichung: Die Herausbildung der Roma-Minderheit in der modernen europäischen Geschichte

Sonderforschungsbereich 138: Dynamiken der Sicherheit. Formen der Versicherheitlichung in historischer Perspektive

Teilprojekt C10: Zwischen Minderheitenschutz und Versicherheitlichung: Die Herausbildung der Roma-Minderheit in der modernen europäischen Geschichte

Europäische Roma sehen sich seit langem verschiedenen Formen und Praktiken der Versicherheitlichung ausgesetzt und werden als Bedrohung politischer Ordnungen dargestellt. Das Teilprojekt C10 untersucht in der dritten Förderphase (2022-2025), auf welche Art und Weise Angehörige der Roma-Minderheit sich gegen Maßnahmen der Versicherheitlichung zur Wehr setzen, die der Versicherheitlichung zugrundeliegenden Heuristiken herausfordern und diplomatische Taktiken, Strategien und Narrative entwickeln, die potenziell zu alternativen Darstellungen beitragen.

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ReFIT (Regionale Förderung von Inklusion und Teilhabe)

ReFIT ist ein wegweisendes Beratungsinstrument des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Baden-Württemberg (VDSR-BW), das dauerhafte Strukturen schafft, die zur gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma beitragen und mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Integration weiterentwickelt werden soll.

Durch ReFIT sollen lokale Angebote für die Minderheit nutzbarer und diskriminierungsärmer gemacht werden. Der VDSR-BW und Kommunen arbeiten dabei auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Analyse regionaler Bedingungen sowie der Empfehlungen und Strategien der Europäischen Union zusammen. Die Erfahrungen in den lokalen „Laboratorien“ fließen in die fortlaufende Weiterentwicklung von ReFIT ein. Das ReFIT-Programm gibt Kommunen eine Toolbox an die Hand, die an den Stellen zum Einsatz kommt, an denen die gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma erschwert ist. Dabei werden je nach Bedarf der jeweiligen Kommunen unterschiedliche Methoden und Instrumente aus dem ReFIT-Werkzeugkasten eingesetzt. Antidiskriminierungsarbeit und Aufklärung über Antiziganismus werden als Querschnittsthemen konsequent mitgedacht und auch in Seminaren und Workshops vermittelt. Ein wichtiges Anliegen ist es, die erreichten Erfolge durch nachhaltige reguläre Angebote vor Ort zu sichern.

Im Sommer 2020 hat das Minsterium für Soziales und Integration Baden-Württemberg mit einer Fördersumme von 698.000 Euro einen Projektantrag für ReFIT bewilligt, der den Schwerpunkt auf neu zugewanderte Roma legt. Das Pilotprogramm wird in vier Städten in Baden-Württemberg durchgeführt. In Mannheim, Stuttgart, Ulm und Freiburg untersucht das ReFIT-Team mit wissenschaftlicher Unterstützung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg den Stand von Gleichberechtigung, Inklusion und Partizipation zugewanderter Roma in den Bereichen Bildung, Wohnen, Beschäftigung und Gesundheit. Projektmitarbeiter vor Ort, die sowohl direkt bei den genannten Städten als auch beim Landesverband angesiedelt sind, verstärken die Arbeit des VDSR-BW. Auf dieser Grundlage werden bis Februar 2022 Strategien zur nachhaltigen Verbesserung der Situation entwickelt. Diese Analysen und Ansätze sollen später auch in anderen Kommunen zum Einsatz kommen.

Inklusive Stadtgesellschaft und Migration: kommunale Handlungsroutinen und EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Inklusive Stadtgesellschaft und Migration: kommunale Handlungsroutinen und EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien“ untersuchen wir am Institut für Didaktik der Demokratie sowie am Forschungszentrum Center for Inclusive Citizenship (CINC) an der Leibniz Universität Hannover Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit der EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien. Das Forschungsprojekt schließt damit eine empirische Forschungslücke der sozialwissenschaftlichen Migrationsforschung.

Migration und Integration sind eine Zukunftsaufgabe für die kommunale Praxis – und zugleich ein unverzichtbarer Bestandteil urbaner Dynamik. Daher interessieren uns Praxiserfahrungen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen mit der oben genannten Migration in sich zunehmend diversifizierenden Stadtgesellschaften. Als Forscher*innen richten wir unser Forschungsinteresse insbesondere auf Fragen danach, wie das Zusammenleben in einer heterogenen Stadtgesellschaft am besten gelingt, wo Barrieren bestehen und neue entstehen.

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Institutioneller Antiziganismus: Herausforderung erkennen, Teilhabe stärken, Inklusion gestalten

Engagierte Wissenschaft bedeutet nicht nur, Wissen zu mehren, sondern auch, dieses Wissen in die Öffentlichkeit zu tragen und am demokratischen Diskurs mitzuwirken. Dies trifft in besonderem Maße auf Forschung in gesellschaftlichen Konfliktfeldern zu, die Fragen von Inklusions-/Exklusionspraktiken und damit verbundenen Aushandlungsprozessen von Mitgliedschaft, Teilhabe und Ausschluss betreffen.

Das Transferprojekt „Institutioneller Antiziganismus: Herausforderungen erkennen, Teilhabe stärken, Inklusion gestalten“ widmet sich einem solchen Konfliktfeld. Es knüpft an ein von uns durchgeführtes Forschungsprojekt über Mechanismen des institutionellen Antiziganismus in der kommunalen Praxis an, das wir im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus durchgeführt haben. Hier haben wir am Beispiel einer westdeutschen Großstadt die kommunale Bearbeitung einer als ‚Armutszuwanderung‘ stigmatisierten EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien empirisch untersucht. Die zentralen empirischen Befunde unserer Studie verweisen diesbezüglich nicht einfach nur auf unangemessene institutionelle Praktiken, sondern auf einen teils versteckten, teils offenen antiziganistischen Diskurs, der in behördlichen Routinen handlungsleitend wird – und nachhaltig die (stadt-)gesellschaftliche Teilhabe von als Roma gelesenen Newcomern verhindert.

Anliegen unseres „Zukunftsdiskurses“ ist es, ausgehend von unseren Forschungsbefunden, mit Vertreter:innen politischer Selbstorganisationen der Sinti und Roma, Bildungseinrichtungen der historisch-politischen Bildung sowie mit Ausbildungsstätten kommunaler Verwaltungen und sozialer Arbeit die Problematik des institutionellen Antiziganismus zu diskutieren und Lösungsansätze zu dessen Überwindung zu erörtern. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bildungsforum gegen Antiziganismus des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, der Niedersächsischen Landeszentrale für politischer Bildung, der Hochschule Hannover und der Kommunalen Hochschule für Verwaltung Niedersachsen durchgeführt.

Gefördert im Rahmen der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“ des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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Gedenkorte der Sinti_ze und Rom_nja. Genese einer dezentralen Erinnerungslandschaft

Das Dissertationsprojekt mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Gedenkorte der Sinti_ze und Rom_nja. Genese einer dezentralen Erinnerungslandschaft“ verortet physische Erinnerungsorte als Zeichen erkämpfter Anerkennung der Vergangenheit und  gegenwärtiger politischer Partizipation der Sinti_ze und Rom_nja im öffentlichen Raum in ihren historischen Kontexten und Phasen. Auf eine topographische und chronologische Bestandsaufnahme folgt eine Untersuchung konfliktreicher Entstehungsprozesse und Rezeptionsgeschichten anhand einzelner erkämpfter Gedenkorte. Die Untersuchung der Gedenkorte soll ebenso der Frage nachgehen, inwieweit diese sichtbare Zeichen der gemeinsamen Durchbrechung des Antiziganismus von Akteuren der Minderheit und der Mehrheitsgesellschaft sind.

Erstellung einer Enzyklopädie zur Dokumentierung des Völkermords an den Sinti und Roma

Das historische Wissen zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma Europas soll in einer großangelegten Enzyklopädie zusammengeführt und für die Forschung sowie die breite Öffentlichkeit bereitgestellt werden. Angesiedelt ist das internationale Projekt an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Die Ergebnisse werden zunächst online präsentiert. Darauf aufbauend erstellen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland ein mehrbändiges Handbuch in gedruckter Fassung. Erstmals soll dabei die europäische Dimension des Genozids in den Blick genommen werden. Die fünfjährigen Forschungsarbeiten unter Leitung der Historikerin Dr. Karola Fings, die jetzt gestartet wurden, werden vom Auswärtigen Amt mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert.

Neben Dr. Fings und Dr. Reuter werden zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zu der Enzyklopädie beitragen. Sie wird alphabetisch aufgebaut sein und rund 750 Stichwörter umfassen. Für die Handbuchbeiträge sollen überblicksartige Darstellungen zu einzelnen Ländern und Orten erarbeitet werden. Hinzu kommen Beiträge zu Ghettos und Lagern, zur rassistischen Gesetzgebung und zu Verfolgungsmaßnahmen wie Deportationen und Zwangssterilisation. Thematisiert werden auch Ereignisse wie etwa die Ermordung der Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau oder die Massaker an der Roma-Bevölkerung in von der Wehrmacht besetzten Ländern. Nicht zuletzt sollen Biographien von Personen – sowohl von Opfern als auch von Tätern – Eingang in die Enzyklopädie finden. Zu weiteren Themen zählen beispielsweise das Leben im Versteck oder Entschädigungszahlungen nach dem Ende des Nationalsozialismus.

Die Forschungsstelle Antiziganismus ist Teil des Historischen Seminars der Universität Heidelberg und beschäftigt sich mit grundlegenden Studien zu Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Mechanismen der Vorurteilsbildung und Praktiken der Diskriminierung werden historisch fundiert und theoriegeleitet auf unterschiedlichen Ebenen untersucht. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen dabei in Zusammenhang gebracht werden mit Rassismus-, Stereotypen-, Gewalt- und Inklusionsforschung. Wissenschaftlicher Leiter ist der Heidelberger Historiker Prof. Dr. Edgar Wolfrum.

RomArchive – Digitales Archiv der Sinti und Roma

Die Kulturstiftung des Bundes fördert den Aufbau eines digitalen Archivs für Kunst der Sinti und Roma. RomArchive soll ein international zugänglicher Ort werden, der die Kulturen und Geschichten von Sinti und Roma sichtbar macht.

Zur Seite des Forschungsvorhabens

„Die Kulturstiftung des Bundes fördert den Aufbau eines digitalen Archivs für Kunst der Sinti und Roma. RomArchive soll ein international zugänglicher Ort werden, der die Kulturen und Geschichten der Sinti und der Roma sichtbar macht. Begleitet von Informations- und Kulturveranstaltungen wird in den Jahren 2015 bis 2019 eine Sammlung von internationaler Kunst aller Gattungen archiviert, erweitert um zeitgeschichtliche Dokumente und wissenschaftliche Positionen. Inhaltlich wird jeder Archivbereich von einem eigenen Kuratorenteam verantwortet. Dabei erhebt RomArchive keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern versteht sich als stetig wachsende Plattform, die exemplarische Sammlungen präsentiert. Mit seinen kuratierten Inhalten, dem modernen Storytelling und der intelligenten Kontextualisierung unterscheidet sich RomArchive in seiner Ästhetik und Methodik von statischen Datenbanken.

Anders als in „hegemonialen“ Archiven, in denen Sinti und Roma meist ausschließlich stereotyp dargestellt werden, steht bei RomArchive ihre Selbstrepräsentation im Mittelpunkt: Es entstehen Erzählungen, die gerade auch die Heterogenität ihrer unterschiedlichen nationalen und kulturellen Identitäten widerspiegeln; der Reichtum einer jahrhundertealten und bis in die Gegenwart überaus lebendigen wie vielseitigen künstlerischen und kulturellen Produktion, die eng mit der europäischen verwoben ist, wird öffentlich sichtbar und zugänglich. Somit richtet sich RomArchive nicht nur an Europas größte Minderheit, sondern auch an Europas Mehrheitsgesellschaften.

Die Idee

Die Idee für RomArchive basiert auf einer intensiven Recherche und zahlreichen Interviews, die die Projektinitiatorinnen Franziska Sauerbrey und Isabel Raabe mit Künstler/innen, Kurator/innen, Aktivisten/innen und Wissenschaftler/innen der Sinti und Roma europaweit geführt haben. In diesen wurde deutlich der Bedarf formuliert, einen international zugänglichen Ort zu schaffen, der die Kulturen und Geschichten der Sinti und der Roma sichtbar macht, um auf diese Weise den beständigen Fremdbeschreibungen und Stereotypen mit einer von Sinti und Roma selbst erzählten Gegengeschichte zu begegnen.

Hintergrund
Archivbereiche, Kuratorenteam, Beirat

Ein internationales Kuratorenteam ist für die Konzeption und Inhalte der einzelnen Archivbereiche verantwortlich. Den Bereich Film kuratiert Katalin Bársony, Filmemacherin und Direktorin der ungarischen Roma-NGO Romedia Foundation. Für die Bildende Kunst ist Tímea Junghaus verantwortlich, Kunsthistorikerin und Kuratorin des internationalen Roma-Pavillons „Paradise Lost“ auf der 52. Biennale di Venezia. Die Fotografie kuratiert der Künstler und Kurator André Raatzsch. Den Bereich Theater kuratiert Rodrigó Balogh, ungarischer Regisseur, Schauspieler und Leiter des Independent Theater Hungary. Kuratorin für Literatur ist die österreichische Literaturwissenschaftlerin Beate Eder-Jordan, für Musik die in den USA lebende tschechische Musikethnologin, Musikerin und Roma-Aktivistin Petra Gelbart. Den Tanz kuratiert der ungarische Tänzer und Ethnologe Gusztáv Balázs.
Ein weiterer Archivbereich wird in der Verantwortung der Wissenschaftler Thomas Acton, Angéla Kóczé, Iulius Rostas, Anna Mirga und Jan Selling wissenschaftliche Beiträge zum Thema „Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Europa“ beinhalten sowie im Rahmen des Projekts „Voices of the Victims“ der Historikerin Karola Fings frühe Selbstzeugnisse von Sinti und Roma zur NS-Verfolgung. Die Wissenschaftliche Begleitung des Projekts zum Thema Antiziganismus übernimmt Markus End.

Ein internationaler Beirat unterstützt und berät die Kurator/innen und bestimmt die strategischen Richtlinien des Projekts. Der Beirat besteht aus Künstler/innen, Wissenschaftler/innen und Aktivist/innen: Gerhard Baumgartner, Historiker, Österreich; Nicoleta Bitu, Politikwissenschaftlerin und Direktorin von Romano ButiQ, Rumänien (Vorsitzende des Beirats); Klaus-Michael Bogdal, Literaturwissenschaftler, Deutschland (Stellvertretender Vorsitzender des Beirats); Ethel Brooks, Soziologin, USA; Pedro Aguilera Cortés, Politikwissenschaftler, Spanien; Ágnes Daróczi, Kulturmanagerin, Ungarn; Merfin Demir, Aktivist und Vorsitzender von Amaro Drom – Interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma, Deutschland (Stellvertretender Vorsitzender des Beirats); Jana Horváthová, Kunsthistorikerin und Direktorin des Museums für Roma-Kultur, Tschechische Republik; Zeljko Jovanovic, Leiter des Roma Initiatives Office, Ungarn; Moritz Pankok, Kurator und Leiter der Galerie Kai Dikhas, Deutschland; Romani Rose, Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums sowie des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Deutschland; Riccardo M Sahiti, Dirigent und Leiter der Roma und Sinti Philharmoniker, Serbien / Deutschland; Anna Szász, Soziologin, Ungarn; Zoni Weisz, Aktivist und Holocaust-Überlebender, Niederlande.

Förderung und Nachhaltigkeit

RomArchive wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Vom Planungsbeginn an standen dem Projekt die European Roma Cultural Foundation und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma beratend zur Seite. Auch das Goethe-Institut und die Bundeszentrale für politische Bildung beteiligen sich an der Förderung von RomArchive.

Die Stiftung Deutsche Kinemathek ist Kooperationspartner und mit der technischen Umsetzung betraut. Um RomArchive international zugänglich zu machen, wird es mehrsprachig aufgebaut. Neben Deutsch und Englisch verwendet das Archiv Romanes. Übersetzungen in weitere Sprachen sind vorgesehen, je nach Finanzierung durch die Länder, in denen sie vornehmlich gesprochen werden.

Projektträgerin für den Aufbau von RomArchive innerhalb von fünf Jahren ist die „sauerbrey | raabe gUG“. Im Anschluss übergeben die beiden Projektinitiatorinnen Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey RomArchive dauerhaft an eine europäische Roma-Organisation. Um diesen Übergang zu erleichtern, hat die Bundeszentrale für politische Bildung bereits zugesagt, ab 2020 die redaktionelle Betreuung des Archivs für weitere fünf Jahre finanziell zu unterstützen.“

Zur digitalen Sammlung des RomArchive

Konstellationen des Antiziganismus

Ein Buchtipp für alle, die zu Antiziganismus forschen.

In dem jüngst von Wolfram Stender herausgegebenen Sammelband sind neben Beiträgen aus der empirischen Forschung und der sozialen Arbeit auch Beiträge zu theoretischen Grundlagen von Antiziganismus bzw. Antiziganismuskritik zu finden.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier:

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