Studie „Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Sinti und Roma in Schleswig-Holstein“

durchgeführt von:
Prof. Dr. Marc Buggeln
Dr. Sebastian Lotto-Kusche (GfA-Mitglied)
Melanie Richter-Oertel
(Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg)“

Im Januar 2022 hat der Schleswig-Holsteinische Landtag einstimmig beschlossen, die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein, insbesondere zu Verfolgung und Vertreibung im Nationalsozialismus, aufzuarbeiten.

Zur Umsetzung des Landtagsbeschlusses wurde die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg damit beauftragt, zu der Thematik eine wissenschaftliche Studie zu erstellen. Heute (13. Januar) haben Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Prof. Dr. Marc Buggeln die wesentlichen Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Landtagspräsidentin Kristina Herbst dankte dem Studienleiter Professor Buggeln sowie seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vorgelegte Studie. „Nach zwei Jahren intensiver Arbeit hat das Team der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History heute ihre Ergebnisse zur Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Sinti und Roma in Schleswig-Holstein vorgestellt. Herausgekommen ist ein beachtliches und vor allem ein wegweisendes Werk“, sagte Herbst. Die biografischen Interviews zeigten, wie sehr die Verfolgung im Nationalsozialismus und das verbundene Leid in den Familien noch immer nachwirke. „Mit den vorliegenden Forschungsergebnissen haben wir eine wichtige Grundlage erhalten, um uns noch intensiver mit der Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein zu befassen. Und um ihre Geschichte als Teil Schleswig-Holsteins noch besser zu begreifen und sie – vor allem anhand der geschilderten Lebenswege – auch besser zu vermitteln“, unterstrich die Landtagspräsidentin.

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