• Veranstaltung
  • Ausstellung
  • Seminar

Antiziganismus und Queerfeindlichkeit – intersektionale Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Diskriminierung

Extern
02. Oktober – 04. Oktober 2026, Freitag 18:00 Uhr bis Sonntag 14:00 Uhr, Akademie Waldschlösschen – Stiftung Rainer Marbach und Ulli Klaum, 37130 Gleichen bei Göttingen. Referent*innen: Silas Kropf, Team Bildungsforum gegen Antiziganismus, Pädagogische Leitung Kevin Rosenberger Antiziganismus wird der spezifische Rassismus genannt, der sich vor allem gegen Sinti*zze und Rom*nja richtet. Er hat in Deutschland und Europa eine lange Geschichte und fand seinen furchtbaren Höhepunkt im nationalsozialistischen Völkermord, dessen Anerkennung und Aufarbeitung erst durch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma erkämpft werden musste. Antiziganismus ist bis heute weit verbreitet und hat massive negative Auswirkungen auf Betroffene. Die zugrundeliegenden Stereotype werden dabei ebenso wie die diskriminierenden Praktiken häufig nicht erkannt und gesellschaftlich zu wenig geächtet. Werden intersektionale Perspektiven einbezogen, so zeigt sich, dass queere Personen, die von Antiziganismus betroffen sind, besonders resilient sein müssen - denn auch vermeintlich sichere queere Community-Räume sind häufig Orte, an denen Rassismus und insbesondere Antiziganismus anzutreffen sind. Im Rahmen des Seminars werden historische und gegenwärtige Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus thematisiert. Darüber hinaus sollen Handlungsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für Gegenstrategien aufgezeigt werden. Eine Auseinandersetzung mit den Perspektiven queerer Sinti*zze und Rom*nja soll zur Reflexion anregen, um Community-Räume sensibler zu gestalten und Ansätze für das eigene Handeln und die eigene Positionierung zu entwickeln. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kooperationsverbunds „Selbstverständlich Vielfalt“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ statt in Kooperation mit dem „Bildungsforum gegen Antiziganismus“ statt. Nähere Infos

Die vergessene Schauspielerin und Malerin Tela Tchaï

Mittwoch, 07.10.26 18:00 Uhr, KUNST&CO e.V. Klostergang 8a, 24937 Flensburg „Hi mangé leidȇmen pal mor mȇnnchȇnde“ - Ich sehne mich nach meinen Leuten. Die vergessene Schauspielerin und Malerin Tela Tchaï Im Jahr 2027 zur Leipziger Buchmesse erscheint im Neofelis Verlag das neue Buch des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal über die Sintizza Tela Tchaï. Das Leben und Wirken Tela Tchaïs ist beeindruckend: In den 1930er Jahren feierte sie als Schauspielerin Erfolge, später widmete sie sich der Malerei. Ihre künstlerische Biografie geriet jedoch weitgehend in Vergessenheit. Bogdal hat sich auf die Suche nach den Spuren dieser außergewöhnlichen Frau gemacht und rekonstruiert ihr Leben und Wirken im Kontext der europäischen Verfolgungsgeschichte der Sinti*zze und Rom*nja. Bei der Buchvorstellung spricht Klaus-Michael Bogdal (Universität Bielefeld) mit der Film- und Literaturwissenschaftlerin Dr. Radmila Mladenova (Critical Film and Image Hub, Universität Heidelberg) über seine Recherche, die überraschende Entdeckung von Materialien zu Tela Tchaïs Leben und künstlerischem Schaffen und die Entstehung des Buches. Dabei geht es auch um die Frage, wie vergessene Biografien von Künstler*innen aus der Minderheit wieder sichtbar werden und ihren Platz in der Kunstgeschichte und Erinnerungskultur finden können. Die Veranstaltung wird organisiert von der DFG-Forschungsgruppe „Antiziganismus und Ambivalenz in Europa (1850–1950)“ und findet in Kooperation mit KUNST&CO e.V. und den bundesweiten „Upre Kethane! – Aktionswochen Sinti Roma“ statt. Zielgruppe: Studierende, Beschäftigte aus der Wissenschaft, Beschäftigte aus der Verwaltung, interessierte Öffentlichkeit Nähere Infos

Ausstellungsführung: HinterFragen und Antworten

Extern
08.10.2026 / 16:30 – 18:00 Uhr; 15.10.2026 – 10:00 – 11:30 Uhr; 22.10.2026 – 16:30 – 18:00 Uhr; 9.10.2026 – 10:00 – 11:30 Uhr; 05.11.2026 – 16:30 – 18:00 Uhr - Bildungsforum gegen Antiziganismus, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin Was bedeutet eigentlich Antiziganismus? Seit wann gibt es diesen speziellen Rassismus, der sich vor allem gegen Sinti* und Roma* richtet? Welche Rolle spielte er bei der Verfolgung von Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus? Wie haben sich Sinti* und Roma* gegen die „zweite Verfolgung“ nach 1945 organisiert? Wie setzen sie sich heute für Anerkennung und gegen Diskriminierung ein? Diese und andere, auch Ihre und eure eigenen Fragen besprechen wir anhand unserer Wandausstellung „HinterFragen“. Das Angebot richtet sich im Rahmen der Aktionswochen „Upre Kethane!“ (Zusammen aufstehen!) an Menschen, die sich einmal ganz grundlegend informieren wollen. Nähere Infos

AMARO DIVE – Ein Tag, der verbindet

Extern
9. Oktober 2026, 13:00–22:00 Uhr, Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin Gemeinsame Aktionstag im Rahmen der Aktionswochen Sinti und Roma „Upre Kethane!“. Einen Tag lang geht es um Wissen, Austausch, Begegnung und konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Antiziganismus. Interaktiver Wissenscheck zu Antiziganismus → How-To-Workshop zur Fallmeldung mit unserer Dokumentationsstelle → Café-Tisch auf Rumänisch & Bulgarisch → Kinderprogramm & Gallery Walk zu stereotyper Bildsprache → Filmvorführung „Junge Roma heute – zwischen Herkunft und Zukunft“ → Gespräch mit den Protagonist:innen Estera Stan & Stefan Pavlovic → Ausklang mit Rap von „Me SEM Me“ & Musik von DJ Iso Ob zum Lernen, Austauschen, Vernetzen oder einfach zum gemeinsamen Zusammenkommen. Nähere Infos  

Erinnern an Sinti und Roma – Zugänge und Perspektiven

Extern
Am 12. Oktober, 09.30 - 16.30 Uhr im Burkardushaus Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Europa und sind mit der Kultur und Geschichte des Kontinents verbunden. Dennoch existieren über sie fest verankerte Vorurteile und Stereotypen. Weniges ist zudem bekannt über ihre Verfolgung, Unterdrückung und Vertreibung über die Jahrhunderte und auch nicht über den Missbrauch an Sinti und Roma und deren Ermordung im Nationalsozialismus. Die Veranstaltung beleuchtet Chancen und Herausforderungen der Erinnerungskultur an Sinti und Roma. Es wird auch der Frage nachgegangen, wie sich ihre Lebenswirklichkeit in historischen Quellen spiegelt. Akteur*innen aus der Interessensvertretung der Sinti und Roma, der Antiziganismus-Beratung und der Erinnerungskultur kommen miteinander ins Gespräch. Nähere Infos

Antiziganismus und Wohnen

13. Oktober @ 14:00 - 18:00, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, Hamburg, 21107 Der Zugang zu angemessenem und bezahlbarem Wohnraum ist ein Menschenrecht und eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Dennoch erleben Sinti und Roma sowie andere von Antiziganismus betroffene Personen immer wieder Benachteiligungen und Ausgrenzungen auf dem Wohnungsmarkt. Diskriminierung im Wohnbereich hat weitreichende Folgen für die Lebensrealität der Betroffenen und ihre Möglichkeiten zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Im Rahmen der Veranstaltung wird die aktuelle Kurzstudie „Antiziganismus und Wohnen“ von MIA e.V. vorgestellt. Die Studie beleuchtet dokumentierte antiziganistische Vorfälle im Bereich Wohnen und zeigt bestehende Handlungsbedarfe auf. Die Ergebnisse werden anschließend in einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Praxis, Interessenvertretung und Zivilgesellschaft vertieft und diskutiert. Eine gemeinsame Veranstaltung von HiNT – Hamburger Hinweisstelle für rassistische, antisemitische und rechte Vorfälle und MIA – Melde- und Informationsstelle Antiziganismus e.V. Einführung in das Thema – Dr. Guillermo Ruiz, Geschäftsführer von MIA e.V. Vorstellung der Studie „Antiziganismus und Wohnen“ – Dr. Thomas Erbel, Autor der Studie und Mitarbeiter bei Amaro Drom e.V. Nähere Infos

20 Jahre Amaro Drom – Unsere Stimmen, Unsere Geschichten, Unsere Zukunft

Extern Malte Clausen
Jubiläumsfeier am 17.10.2026, 17:00 Uhr im Festsaal der Berliner Stadtmission, martas Gästehäuser Hauptbahnhof Berlin, LehrterStraße 68, 10557 Berlin Am 17. Oktober ist die Feier des 20-jährigen Jubiläums und damit zwei Jahrzehnte voller gemeinsamer Wege und engagierter Bildungs- und Empowermentarbeit. Unter dem Motto „Amaro Drom – Amaro Anglunipe! Unser Weg – Unsere Zukunft!“ gibt es einen Blick zurück auf 20 Jahre Gemeinschaft, Entwicklung und Zusammenhalt. Und der Blick nach vorn: auf alle gemeinsamen Projekte, die in Zukunft  gestaltet werden. Nähere Infos

Film im Unterricht: Verfolgung von Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus

Extern
Online-Fortbildung im Vorfeld des Augen auf-Kinotags, 04.11.2026, 15 bis 18 Uhr Geeignet für Lehrkräfte an Sekundar- und Berufsschulen, insb. der Fächer Geschichte, Politik, Sozialkunde, Deutsch, Kunst, Ethik und Religion Referentin: Atiđe Jasarova Filme tragen dazu bei, die Schrecken der NS-Zeit erinnerungskulturell zu bewahren und emotional zugänglich zu machen. Lange Zeit blieb filmisch wie gesellschaftlich die Verfolgungsgeschichte von Sinti* und Roma* ausgeblendet, obwohl mehrere hunderttausend Angehörige der Minderheit von den Nationalsozialist:innen verfolgt und ermordet wurden. Inzwischen gibt es bewegende Spiel- und Dokumentarfilme, die auch im Unterricht eingesetzt werden können. Die Fortbildung verbindet historisches Hintergrundwissen, Filmbildung und kritische Medienkompetenz im Bereich Antiziganismus. Auf dieser Basis werden konkrete Unterrichtsentwürfe zu Filmen des Augen auf-Kinotags erarbeitet, zum Biopic "Django – Ein Leben für die Musik" (F, 2017), zum Kinderfilm "Zirkuskind" (D, 2024) über eine Sinti* Artistenfamilie, zu den Kurzfilmen "Menschen können zweimal sterben" (D, 2022) des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti* und Roma* Europas sowie zum Dokumentarfilm "Wesley schwimmt" (D, 2024), der den Urenkel des Überlebenden Hugo Höllenreiner auf eine Gedenkstättenfahrt begleitet. Ziel der Fortbildung ist es, Wege zu finden, Schüler:innen die NS-Geschichte und deren Bedeutung für die Gegenwart zu vermitteln und sie für Diskriminierung in der heutigen Vielfaltsgesellschaft zu sensibilisieren. Es werden film- und bildungstheoretische Grundlagen vorgestellt und mit Filmbeispielen diskutiert. Ein Schwerpunkt wird dabei auf Antiziganismus im Film gelegt. Wir diskutieren, wie Sie im Kontext von Sehroutinen, Vorwissen und Rezeptionserwartungen der Schüler:innen Filme im Unterricht einsetzen können. Die Referentin, Atiđe Jasarova, ist Projektmanagerin im "Critical Film & Image Hub" an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg, die im Programm "Demokratie leben!" der Bundesregierung gefördert wird. In ihrer vorherigen Tätigkeit für den Münchner Verein RomAnity e.V. hat sie zuvor den Anime-Film "Unbroken", welcher fünf historische Persönlichkeiten der Minderheit der Sinti* und Roma* durch das Grauen des Holocausts begleitet, co-produziert. Daneben engagiert sie sich als Vortragende, Workshopleiterin und Teilnehmerin unterschiedlicher Medienformate für die Inklusion und gleichberechtige Teilhabe der Minderheit. Die Fortbildung findet vorab im Rahmen eines Kinotags anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Der Augen auf-Kinotag wird konzeptioniert und realisiert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und der Agentur Jetzt & Morgen. Filmpädagogisch begleitet wird der Kinotag von VISION KINO, Netzwerk für Film und Medienkompetenz, in Kooperation mit den SchulKinoWochen. Nähere Infos

Kulturwochen Sinti und Roma | Eine Bildergeschichte des Antiziganismus

Extern
Di, 10. Nov 2026, 19:00 - 21:00im spce Muthesius, Andreas-Gayk-Straße 7-11, 24103 Kiel In dieser dialogischen Bildbetrachtung werden Darstellungen von Sinti und Roma aus verschiedenen europäischen Epochen analysiert. Ausgangspunkt sind die Beobachtungen der Teilnehmenden: Was ist zu sehen, welche Motive und Zuschreibungen werden sichtbar? Darauf aufbauend werden historische und gesellschaftliche Kontexte erläutert und der Antiziganismus dekonstruiert. Die Veranstaltung macht deutlich, wie visuelle Darstellungen zur Konstruktion antiziganistischer Feindbilder beigetragen haben und bis heute wirken. Nähere Infos

Kulturwochen Sinti und Roma | Die Geschichte deutscher Sinti* und Roma* in Schleswig-Holstein

Mi, 11. Nov 2026, 19:00 Uhr, hansa48, Hansastraße 48, 24118 Kiel Die Geschichte deutscher Sinti* und Roma* in Schleswig-Holstein... Wie hängt diese mit Verfolgung, verspäteter Aufarbeitung und fehlender Entschädigung zusammen? Dr. Sebastian Lotto-Kusche von der Europa-Universität Flensburg stellt zentrale Ergebnisse der Studie „Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Sinti und Roma in Schleswig-Holstein“ vor, die 2022 vom Schleswig-Holsteinischen Landtag in Auftrag gegeben wurde. Die Studie beleuchtet die Verfolgung von Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus, die Rolle von Polizeibeamten sowie den Umgang mit Betroffenen nach 1945 in Schleswig-Holstein. Ausgehend von Interviews mit Nachkommen der Überlebenden, Zeitungsanalysen und der Auswertung von Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahren wird die Kontinuität von Antiziganismus bis heute offengelegt. Nach dem Vortrag gibt es Raum für ein Gespräch. Nähere Infos

Lehre im Kontext von Anti-Schwarzem Rassismus und Antiziganismus gestalten

Extern
BeTo!-Projekt-Fortbildung: Diskriminierungssensible Didaktik. 13. November 2026, 09:00 bis 13:00 Uhr, Technische Universität Darmstadt, Karolinenplatz 5 64289 Darmstadt Der Workshop fokussiert Anti-Schwarzen Rassismus und Antiziganismus im Kontext von (Hochschul-) Lehre. Das Angebot richtet sich an alle Lehrenden und wird vom Projekt „Better Together! Diskriminierungskritisch – Intersektional – Empowernd“ (FB03) organisiert. Er findet in Kooperation mit der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA) statt. Als Referent*innen sind Abdou-Rahime Diallo (Diaspora Policy Interaction) und Nathalie Schüler (Hessischer Landesverband Deutscher Sinti und Roma) zu Gast. Nähere Infos

Roma – die größte Minderheit Europas

Extern
Ulmer Volkshochschule EinsteinHaus, Kornhausplatz 5, 89073 Ulm, Montag, 16.11.2026 | 19:00 Uhr Dozent*innen: Seán McGinley, Janush Panchenko, Volodymyr Shcherbakov In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Deutscher Sinti & Roma und der Caritas Ulm/Biberach Die Roma sind die größten Minderheit Europas und leben in zahlreichen verschiedenen Ländern. Als Gastarbeiter*innen, Kriegsflüchtlinge oder auch als EU-Bürger*innen kommen sie seit Jahrzehnten auch nach Deutschland - zuletzt auch als der Ukraine. Es gibt eine lange Tradition von Ausgrenzung, Diskriminierung und Stereotypen. Aber auch eine lange und reichhaltige Geschichte und Kultur. All diese Aspekte sollen an diesem Abend zur Sprache kommen. Nähere Infos

Vergangene Termine

„Überleben – das war für uns nicht vorgesehen“

Extern
Das Podiumsgespräch in Mainz erinnert an zwei bewegende Geschichten von Sinti Frauen aus Rheinland-Pfalz, die den Holocaust überlebt haben. Am Mittwoch, den 23. September 2026 | 19.00 in der Vitrine Kultursalon, Große Bleiche 60–62, 55116 Mainz Das antifaschistische Kunstprojekt „Trotz alledem!“ stellt in Kooperation mit der VVN-BdA Mainz i die Porträts und Biografien von Maria Goltz und Karoline Schott vor. Es handelt sich um zwei Frauen aus rheinland-pfälzischen Sinti-Familien, die die nationalsozialistische Verfolgung überlebt haben. Auf dem Podium sprechen: Mathias Meyers, VVN-BdA Mainz, Moderation Jacques Delfeld Jr., Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz Dr. Miriam Breß, Historikerin, Leiterin des Studierendenprojekts „Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (2025). Im Rahmen des Projekts entstand die Ausstellung „Ermordet – ausgegrenzt – stigmatisiert. Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz.“ Dr. Ulrich Rüther, FC Ente Bagdad, Mainz Die musikalische Begleitung übernimmt der Pianist Aaron Weiss. Nähere Infos  

Vorstellung der Wanderausstellung der Sinti und Roma

Extern
14.09.2026 18:00-20:00 Uhr, Vinetazentrum, Elisabethstraße 64, 24143 Kiel Die Ausstellung des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V. Landesverband SH gibt Einblicke in die Geschichte und Lebensrealitäten der Sinti und Roma in Deutschland. Sie informiert über Verfolgung und Diskriminierung und thematisiert zugleich den langen Weg zu Anerkennung, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit Geschichte, Erinnerung und aktuellen Fragen rund um Antiziganismus auseinanderzusetzen. Die Ausstellung schafft Raum für Information, Begegnung und einen offenen Austausch. Nähere Infos

Metamorphose des Denkens

Extern
Ausstellung der Stiftung Kai Dikhas, 12.09.2026, 16:00 Uhr, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin Die Metamorphose des Denkens ist eine tiefgreifende, schrittweise Transformation des Geistes, die von starren, alten Überzeugungen über Unbehagen und Erkunden zu einem neuen, integrierten Zustand der Erkenntnis und Selbstwahrnehmung führt. Ausgelöst durch provokative Herausforderungen oder bewusste Anstrengungen spiegelt dieser Prozess biologische Veränderungen wieder und ermöglicht es dem Einzelnen, seine Identität, seine Perspektiven und seine mentale Landschaft neu zu gestalten, um den gesellschaftlichen Fortschritt und Inklusion zu fördern und Rassismus und Antiziganismus zu bekämpfen. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von Kai Dikhas soll diese Ausstellungen eine breitere Perspektive auf die Arbeit der Stiftung und ihren Kontext herstellen. Historische Kunstwerke treten in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst und zeigen das Weiterdenken der Künstler*innen, die an den Wandel und die Gestaltbarkeit von gesellschaftlichem Zusammenleben und und unserer Welt glauben. Die Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung ist eine Ziel und eine Triebfeder, der Bewegung der Künstlerin und Künstler, die Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma sind. Ihre selbst Bilder konfrontieren die in der Gesellschaft vorherrschenden Stereotypen über die Minderheiten mit einem lebendigen Selbstbild. Sie tragen zu einer Metamorphose des Denkens aktiv bei. Die Künstlerinnen und Künstler konstruieren eine neue Form einer offenen Gesellschaft, sie ermöglichen uns ein respektvolles und offenes, einander neugieriges Zusammenleben. Ganz im Sinne der Aufklärung ist diese Bewegung eine Selbst-Ermächtigung der Künstlerinnen. Ganz am Anfang der Ausstellung steht inmitten der Kunst eine Druckerpresse als ein Werkzeug künstlerischen Arbeitens, der Reproduktion und Vervielfältigung. Seit 15 Jahren ist Kai Dikhas, auf Romanes in etwa Der Ort des Sehens, ein Ort der Begegnung für Künstler*innen und ihr Publikum. Es ist ein Ort der Freiheit der Kunst, aber auch des Schaffens und Arbeitens, denn es ist viel zu tun. Kurator Moritz Pankok Nähere Infos
Weitere laden