Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) hat Empfehlungen für das Lehren und Lernen über die Verfolgung der Sinti und Roma und den an ihnen begangenen Völkermord in der Zeit des Nationalsozialismus veröffentlicht.
Mit der Veröffentlichung dieser Empfehlungen möchte die IHRA eine solide Grundlage schaffen, um Staaten dabei zu unterstützen, die Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma in die allgemeine Forschung, Erinnerungskultur und Bildung einzubeziehen. Diese Empfehlungen sollen nicht nur politisch Verantwortliche, sondern auch Lehrpersonen und Praktikerinnen und Praktiker in ihren Bemühungen unterstützen.
Die IHRA ist eine zwischenstaatliche Organisation, die weltweit die Aufklärung, Erforschung und Erinnerung an den Holocaust fördert. Ihre Mitgliedsstaaten erarbeiteten in Zusammenarbeit mit Organisationen von Sinti und Roma und internationalen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bildung, Museen und Gedenkstätten neue Empfehlungen für die Vermittlung des Roma-Genozids. Dr. Karola Fings war an der Entstehung der Empfehlungen als eine der Hauptautor:innen federführend beteiligt.
Die Empfehlungen setzen sich in drei Hauptkapiteln mit wichtigen Vermittlungsfragen auseinander: Weshalb, was und wie soll über die Verfolgung der Sinti und Roma und den an ihnen begangenen Völkermord unterrichtet werden?